Biologie Referat über DNA-Schäden

4 Antworten

Eine Mutation ist eine dauerhafte Veränderung des Erbgutes. D.h. sie würde in den Keimzellen passieren und könnte dann ggf. auf Nachfahren übertragen werden. Chromosomenschäden kommen aber viel öfters vor. Bei jedem Atemzug, wenn man z.B. ein Lösungsmittel einatmet, wenn man raucht oder auch durch freie Radikale in der Zelle, Tausende Male pro Sekunde. Auch Strahlen (UV-Strehlen oder radioaktive Strahlung) soweit sie eben in das Körperinere eindringen können und einen Zellkern treffen, können einen Schaden anrichten. Die allermeisten haben keine Auswirkung und werden vom Körper ausgemerzt oder repariert. Ein solcher Fehler kann aber auch der Beginn eines Tumors sein.

Mutationen müssen nicht dauerhaft sein, sondern können auch mit Hilfe spezifischer, zelleigener Enzyme rückgängig gemacht werden, die z.B. Basenfehlpaarungen erkennen - z.T. auch während der Replikation. Trotzdem lag eine Mutation vor.

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@marianna12

Das hängt wohl davon ab, wie man den Begriff Mutation definiert. Ich habe die Definition von Wikipedia meiner Antwort vorangestellt. Niemand hat aber ein Copyright auf eine Definition, wenn das Wort auch im allgemeinen Sprachgebrauch vorkommt. Mutare heisst 'ändern', so gesehen ist eine Mutation eine Änderung. Aber in der Gentechnologie spricht man normal nur dann von einer Mutation, wenn sie dauerhaft und erblich ist. Dass man Änderungen rückgängig machen kann, dass der Körper das jede Sekunde viele male macht, ist natürlich klar.

An anderer Stelle habe ich eine umfassendere Definition gefunden: 'Unter Mutation versteht man eine Abänderung der Eigenschaften eines Lebewesens, die im Gegensatz zur Modifikation erblich ist.', die eigentlich meiner Definition entspricht (http://tinyurl.com/6ef3uxd). Deswegen wird in wissenschaftlichen Abhandlungen immer als erstes dargelegt, welche Definition man seinen Ausführungen zugrundelegt. Über so Dinge wie Intelligenz, Depression etc. kann man auch nicht kommunizieren, ohne dass man ausbreitet, wie man den Begriff genau eingrenzt. Im Alltag hat jeder eine andere Vorstellung davon.

Es lohnt sich nicht, sich um Kaisers Bart zu streiten, wenn schon die Definitionen, die man den Ausführungen zugrundelegt, auseinanderklaffen. Aus diesem Grund habe ich meine von mir verwendete Definition vorangestellt und so gesehen bleiben meine Ausführungen richtig.

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@Isegrimm

Nein -wenn denn Definitionen auseinanderklaffen und man auf gar keinen Fall etwas falsches schreiben möchte: Schreibt man: Mutation ist eine Veränderung des Erbguts und lässt das Wort "dauerhaft" weg. Und bitte beachte, das Zitieren irgendwelche dubiösen webquellen entspricht keiner wissenschaftlichen Arbeitsweise!

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@Isegrimm

Ach so - und hast Du schon mal Gentechnologie definiert - da geht es um gezielte Änderungen in der DNA . Das Referat aber geht über schädliche Umwelteinflüße, und damit ungerichtete Mutationen. Das sind 2 Paar Schuhe. Ein wenig fundiertes Fachwissen sollte vorhanden sein.

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Ja nur Mutation. Mutation ist ein Sammelbegriff für jegliche Veränderung der DNA in Sequenz und Anordnung, hier durch schädliche Einflüße. Aber Du solltest bei Mutationen vielleicht noch nach deren Art unterscheiden (Basenaustausch (Transversion oder Transition) Deletion, Addition, Punktmutation, Triplett-Expansion, copy number variations =CNV, Entstehung von Apurinstellen, Translokation, Inversion ...) und deren Konsequenzen (stille Mutation =Basenaustausch, aber Aminosäure bleibt gleich, nonsense Mutation (Stopp -Codon entsteht, Leserastermutation, usw.)

Danke dir =)

ich hab jetzt allerdings noch nicht soviel von diesen ganzen einzelnen veränderungen gelesen hast du vielleicht einen link?

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Auch wenn die DNA-Doppelhelix im Zellkern besonders gut geschützt ist, unter bestimmten Umständen können einzelne oder gar beide der Stränge brechen. Einige krebserregende Stoffe oder auch starke Strahlung lösen solche Strangbrüche aus. Der Körper aktiviert dann ein Notfallprogramm, mit dem die Schäden behoben werden sollen. Eine wichtige Aufgabe fällt dabei dem Protein PARP zu. „Sofort nach dem Strangbruch markiert es die Proteine, auf denen die gebrochene DNA aufgewickelt ist, die Histone, und auch sich selbst mit einem besonderen kettenförmigen ‚Anhängsel‘, nämlich Poly-(ADP-Ribose)“, erklärt Bürkle. Das wirkt für die eigentlichen Reparaturproteine offenbar wie eine Signalfackel: „Achtung, hier liegt ein Schaden vor!“. „Um es auf den Punkt zu bringen: Ohne Mutationen, also ohne Veränderungen des Erbgutes, kann es keinen Krebs geben“, betont Bürkle die Bedeutung des PARP-Proteins.


http://www.biotechnologie.de/BIO/Navigation/DE/Aktuelles/menschen,did=123396.html?view=renderPrint


Das heißt auf den Punkt gebracht:

Vor dem Einsetzen der Reparaturmechanismen: Ja

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