Biologie Gewässertiefe

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4 Antworten

Hej ringelcheen,

schade, dass Du nicht berichtet hast, welche Parameter Ihr erhoben oder gemessen habt. So verbleibt mir erst einmal nur die Möglichkeit, auf einige der gängigen Größen einzugehen.

Dass es in einem typischen Fließgewässer keine thermische Schichtung wie in einem See gibt, hat @Eifel1 ja schon in einem Kommentar erwähnt. Das gilt natürlich auch für die Spree in ihren Fließabschnitten, egal ob diese eher naturnah oder stark kanalisiert sind. Einen gewissen vertikalen Temperaturgradienten wird man im Tagesverlauf allerdings schon messen können. In größeren seenartigen Erweiterung der Spree, in den durchaus auch größere Gewässertiefen vorkommen können, kann sich eine Schichtung hingegen schon ausprägen.

Auf die Bedeutung der in den Wasserkörper eindringenden Lichtmenge ist @Eifel ja auch schon eingegangen. Bedingt durch die Lichtverhältnisse wird sich im Tagesverlauf auch der mit der pflanzlichen Photosynthese einhergehende Sauerstoffgehalt im Wasser tiefenabhängig verändern. Entsprechend verhält sich auch der pH-Wert.

Wenn Ihr Strömungen in einem Fließabschnitt gemessen habt, solltet Ihr auch dabei Unterschiede in der Vertikalen und ggf. sogar im Gewässerquerschnitt ermittelt haben, falls Ihr mehrere Stationen hattet.

Aus Schöpferproben, die aus verschiedenen Tiefen gezogen wurden, sollten sich unterschiedliche Planktondichten und ggf. sogar Artenzusammensetzungen ergeben.

Habt Ihr die Gewässersohle vom Uferrand bis in die Mitte beprobt und ggf. sogar an verschiedenen Stellen Sohlsubstarte betrachtet? Finden sich in den dort genommenen Proben vielleicht unterschiedliche Organismen?

Wie sieht es im Gewässerquerschnitt mit dem Auftreten höhere Pflanzen aus? Zeigt sich eine Zonierung?

Habt Ihr auch Informationen zur Fischfauna?

Bei gezielten Fragen helfe ich gerne weiter.

Liebe Grüße

Achim

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Mach vllt eine Titer-Untersuchung des Gewässers nach mikrobiologischen Lebensformen. das kannst du dann gliedern nach Tiefe der Probennahme. Dann kannst du noch zB argumentieren das manche MB-Lebensformen in tieferen Gegenden leben als andere, da sie andere Druckverhältnisse brauchen oder einen geringeren Sauerstoff-Partialdruck. :)

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Unabhängig davon ob es ein stehendes oder ein fliessendes Gewäser ist nimmt der Druck mit der Tiefe zu und die Lichtmenge, (wichtig für das Pflanzenwachstum) nimmt ab.

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DerandereAchim 04.06.2014, 21:03

Wenn die Messstation in einem wirklichen Fließabschnitt der Spree liegt und nicht einer seenartigen Erweiterung mit ggf. größerer Tiefe, so spielen Druckunterschiede bei den doch relativ geringen Tiefen kaum eine Rolle, die Lichtmenge hingegen sehr wohl.

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Tiefe Gewässer erwärmen sich nicht so schnell und sie haben mehrere Temperaturzonen. Schon nach wenigen Metern befindet sich die Sprungschicht, darunter wird es dann schon nach kurzer Distanz recht kalt, auch im Sommer.

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Eifel1 04.06.2014, 18:25

Ich vermute bei dem erwähnten Fliessgewässer (die Spree) handelt es sich um ein "typisches" Fliessgewässer, dort entstehen keine Schichten.

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Saatgut 04.06.2014, 20:20
@Eifel1

Meine Aussage bezieht sich ausschließlich auf stehende Gewässer. Zur Spree kann ich keine Aussage treffen, auch weiss ich nicht wie deren mittlere Tiefe ist.

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