Biologie - Evolutionsfaktoren

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4 Antworten

Was ist Koevolution? Koevolution bedeutet, das zwei unterschiedliche Tierarten abhängig von einander sich entwickelt haben, sich angepasst haben.

Das kann Symbiose bedeuten, das beste Beispiel dafür sind Bestäuber und Blütenpflanzen. Die Bestäuber haben sich immer stärker den Pflanzen angepasst in ihrem Körperbau, während die Pflanzen immer farbiger und duftender wurden, damit sie anziehender auf die Bestäuber wirken als andere.

Koevolution findet allerdings auch in Räuber-Beute-Beziehungen statt. Der Hase bekommt immer bessere Ohren, damit er den Fuchs leichter hören kann, der Fuchs bekommt einen immer geschmeidigeren Körperbau, damit er unbemerkt sich dem Tier nähern kann, eine Art gegenseitiges Wettrüsten also.

Welches Wort enthält Koevolution? Evolution. Und Evolution ist ein langsamer Prozess. Und der Kartoffelkäfer, wo kommt dieser eigentlich her? Aus Colorado, Nord-Amerika also. Die Kartoffel hingegen kommt aus Süd-Amerika. Diese beiden Tiere stehen also erst in Kontakt seit ungefähr zweihundert Jahren, in der Evolution könnte man so etwas als gerade erst kennengelernt nennen. Die Kartoffel hat keine Mechanismen gegen den Käfer, der Käfer ist nicht spezialisiert auf die Kartoffel, sondern kann auch einfach andere Nachtschattengewächse fressen, so wie er es ursprünglich auch getan hat. Kartoffelkäfer wird er in Deutschland nur genannt, weil er in Europa für gigantische Ernteausfälle gesorgt hat.

Wir haben hier keine Koevolution, denn die beiden Arten haben nichts miteinander zu tun ursprünglich und haben sich auch nicht abhängig von einander in eine bestimmte Richtung entwickelt.

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kartoffelkaefer_fg01d.jpg

Gruß Uhrenmusik

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zu einer koevolution kommt es, wenn die evolutionsfaktoren zusammen mit isolationsmechanismen zwei grundverschiedene arten von einander in ihrer entwicklung abhängig machen. ich hab jetzt deine materialien nicht vorliegen, aber ich denke auch, dass die durch selektion, rekombination, mutation.......... am besten an die giftstoffe angepassten käfer an der kartoffelpflanze (und anderen nachtschattengewächsen) ihre ökologische nische gefunden haben. da sie für die komplette vernichtung dieser pflanzen sorgen kann, entsteht somit bei der pflanze ebenfalls eine natürliche selektion, da die reproduktive fitness von schlechter "angepassten" pflanzen enorm sinkt, bis nur die stärksten, widerstandsfähigsten pflanzen überleben -> survival of the fittest also sorgt jeweils die eine art für die "verbesserung" der anderen art.

das ganze jetzt noch schön ausformulieren und mit den fachbegriffen ergänzen ;)

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Ko-Evolution? Alle Evolution ist immer Co- und Contra zugleich. Natürlich kommt es häufig vor, dass zwei Arten in eine spezielle gegenseitige Abhängigkeit geraten und sich entsprechend entwickeln. Symbiose ist ein typisches Ergebnis. Der gegenseitige Nutzen spielt bei einer Ko-Evolution jedenfalls keine (offensichtliche) Rolle. Es gibt z.B. Pflanzenfresser, die ihre Lieblingsspeise verzehren, ohne zu bezahlen.

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"Also ich weiß bis jetzt nur, dass die Blätter der Pflanze viele Giftstoffe enthält. Diese sind aber für den Käfer nicht sehr schädlich! "

Aber das waren sie wohl mal, also haben nur die Kartoffelkäfer überlebt, die resistent gegen das Gift waren.

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