Biogasanlage Umwelteinflüsse?

2 Antworten

Unter dem Strich wandelt eine Biogasanlage Sonnenenergie in Elektrizität um, mit einem mäßigen Wirkungsgrad.

Für das Wachstum des Substrates, welches ja in erster Linie Mais ist, ist hauptsächlich Sonnenenergie verantwortlich. Dazu natürlich noch ein bischen chemische Energie aus dem Dünger, was aber eher vernachlässigbar ist.

Der Mais wird geerntet, abtransportiert und als Silohaufen gelagert. Das benötigt Energie in Form von Diesel.

Als Silage beginnt die Umsetzung in CO2 und Methan, allerdings eher ungewollt. Wie viel dieser Schwund ist, hängt von den konkreten Lagerbvedingungen ab.

Vom Silohaufen gelangt das Substrat nach und nach über die sogenannte Fütterung in die BGA. Dort erfolgt die Vergärung, also eine anaerobe Umsetzung zu Methan, CO2 und einigen Begleitgasen. 

Hierbei liegt eines der Probleme in der Undichtigkeit solcher Anlagen. Ich habe über 100 Anlagen geprüft, von denen etwa 3 fehlerfrei dicht waren, bzw. in der Toleranz was die Speicherfolie betrifft. Wobei aber auch nur etwa 5 bis 10 echte Katastrophen dabei waren.

Methan ist ein sogenanntes Klimagas, mit einem Äquivalenzfaktor von 21 bis 25 (je nach Literatur), ist also um diesen Faktor schlimmer als CO2.

Das Methan wird nach einer Reinigung in einem Blockheizkraftwerk - also einem Motor, welcher einen Generator antreibt - in Strom und Wärme umgewandelt.

Auch wenn mittlerweile einiges an Wärme genutzt wird, ist hier noch ein großer Schwund im Wirkungsgrad.


2

könnten Sie das Evt direkt auf die Frage antworten, so dass es Evt jeder versteht. Muss ein Vortrag über die Biogasanlage machen. Habe schon einen Teil aber eben die Fragen die ich gestellt habe nicht. Aber Ihren Text verstehe ich nicht so ganz, auf welche Frage gehen Sie da ein?

0
42
@Wiktoria0211

Bei den Umwelteinflüsse gehe ich in erster Linie auf Abgase ein:

- Diesel der benötigt wird

- Undichtigkeiten

- ungewollte Vergärung

- BHKW-Abgase (wenn man zwischen den Zeilen liest)

Dazu erwähne ich dass der Motor durch Verbrennung von Methan einen Generator antreibt, der Strom erzeugt. Wenn du nun noch wissen willst, wie ein Generator funktioniert, müsstest du das googlen.

Sicherlich gibt es noch den einen oder anderen Umwelteinfluss.

1

am schädlichsten daran sind die sehr großen Mais Monokulturen

2

Und das heißt was ?😅

0
36
@Wiktoria0211

Ein Maisacker ist für die allerwenigsten Arten ein geeigneter Lebensraum. Zunehmend großflächiger Maisanbau bedeutet also für viele Arten Lebensraumverlust und bedroht somit ihre Existenz.

Mais ist ein Starkzehrer, zieht also große Mengen Nährstoffe aus dem Boden. Dem Verbrauch muss mit starker Düngung begegnet werden, sowohl Nährsalze als auch Gülle belasten aber den Boden. Wenn zur Maximierung des Maisanbaus auf dem gleichen Feld öfter Mais angebaut wird als bisher üblich, muss noch mehr gedüngt werden, die Bodenbelastung steigt noch stärker. Und bei starker Düngung ist die Gefahr größer, dass noch nicht verbrauchter Dünger z.B. durch Starkregen ausgewaschen wird. Kurzfristig führt das zu stark erhöhten Nährstoffkonzentrationen in Oberflächengewässern (Algenblüte ...), mittelfristig werden die Stoffe ins Grundwasser getragen. Feldränder werden technisch bedingt zum großen Teil mitgedrüngt. Viele Feldkräuter, die dort normalerweise leben, sind aber auf magere Böden angewiesen. Bei zu vielen Nährstoffen im Boden können sie nicht mehr richtig wachsen und werden noch dazu von anderen Arten überwuchert, die mit den geänderten Bedingungen besser klar kommen. Am Ende bleiben fast nur Gräser, Klee und Brennesseln. Es fehlt dann die Artenvielfalt, die Wildtiere für eine gesunde und ganzjährige Ernährung brauchen, von Insekten bis zum Feldhase.

Der Anbau von Energiepflanzen (Mais für Biogas, Raps für Biodiesel ...) reduziert auch den Anbau von Lebensmitteln. Die Größe der Anbauflächen ist schließlich begrenzt (und wird durch Neubaugebiete immer kleiner). Ins Ausland ausweichen geht auch nicht, denn dort leben bekanntlich auch schon Menschen, die auf eine funktionierende Nahrungsmittelproduktion angewiesen sind. Wer deren Nahrungsversorung untergräbt, fördert Fluchtursachen.

1

Was möchtest Du wissen?