Bio-Lebensmittel sind tatsächlich gesünder als die Lebensmittel aus der "konventionellen" Landwirtschaft, aber warum?

15 Antworten

Na toll - so richtig Fachleute hier!

Ich berichte mal etwas aus einer Vorlesung, die eine Gastprofessorin aus ihrer Forschung mit Glyphosat 2015 hier an der Uni (Lehrstuhl ökologische Landwirtschaft) gehalten hat. Es ging um Mais und Soja, die in Drittweltländern unter massivem Einsatz von Glyphosat angebaut werden. Nach der Ernte, wenn das Getreide gedroschen wurde, verbleiben immer noch Reste von Glyphosat auf dem (gentechnisch veränderten) Getreide, das anschließend als Futter in die Nahrungskette kommt: also auch zu uns nach Europa, und auch in die Kleintierzucht (Kaninchen, Hühner, etc.).

Beim Großvieh mussten wir durch entsetzliche Bilder durch (Tiere mit schrecklichen Missbildungen, Kühe, die nach dem Kalben nicht mehr auf die Beine kahmen, Geschwüre, Eiter, etc.). Um es abzukürzen: die Professorin empfahl, wann immer möglich nur noch Bio-Fleisch und Bio-Milchprodukte zu kaufen, da biologisch gehaltene Tiere selbst angebautes Bio-Futter (Getreide, Grünfutter) zu fressen bekommen. Außerdem werden sie auf Weiden gehalten und können dank Sonnenlicht Vitamin D bilden, was ein entscheidender Qualitätsvorsprung gegenüber Stallhaltung ist.

Bei Milchvieh, das mit Glyphosat verunreinigtes Futter zu fressen bekam, gelangen Reste des Giftes auch in die Milch und sind auch noch in Butter nachweisbar. Daher sollte man Biomilch, -Quark, -Butter, -Yoghurt usw. usw. bevorzugen, um diesen Giften zu entgehen.

Anderes Thema.... Ist schon mal jemandem aufgefallen, welche Mengen an frischen Him- und Heidelbeeren in Supermärkten angeboten werden? Sie stehen OHNE KÜHLUNG im Verkaufsraum. Kommt jemandem da irgendein Verdacht?

Also ich komme vom Lande. Da weiß ich, dass Himbeeren aus eigener Ernte - wenn ich sie nicht SOFRT verarbeite - schimmeln. Ohne Wenn und Aber - das ist die Natur. Ich habe nun herausgefunden, dass die zum Verkauf angebotenen Himbeeren und Heidelbeeren nicht mal von Obstfliegen besucht werden - was an sich völlig normal wäre! Nein, sie gehen nicht dran. Inzwischen habe ich über Vergleichstests mit anderen Früchten herausgefunden, dass sie bestrahlt wurden und deshalb bis in alle Ewigkeit haltbar sind. Die Fruchtfliegen spüren das - und gehen nicht mehr dran! So einfach ist dasl

Natüriche unbelastete Früchte- und Gemüsesorten sind in jedem Fall vorzuziehen.

Bei Pflanzen, die nicht gedüngt (also verweichlicht) werden, müssen die Wurzeln sich anstrengen, um ihre Nährstoffe da zu holen, wo sie natürlich vorhanden sind: in tieferen Erdschichten: dort finden sie sogar Selen, das kunstgedüngten oberflächlichen Pflanzen nicht zur Verfügung steht, da sie zu schnellen Wachstum mit kürzeren Wurzeln animiert werden! Und auf 'Normgrößen' und Aussehen gezüchtet werden: hybrid sogar!

Also ich bevorzuge Bio, weil ich mich mit den Unterschieden befasst habe. Mir tun alle leid, die sich die notwendigen Informationen nicht holen gehen! Und sich einlullen lassen!

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Ich denke Aminosäurezusammensetzung des Fleisches müsste sich auch deutlich unterscheiden

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@BIOwarFIRE

Gut möglich. Auch ohne es genau zu wissen: Ich bevorzuge Hühner von unserem benachbarten Bio-Hühnerhof, wo freitags und montags Verkauf ist. Extrem frisch und lecker - eine frische Hühnersuppe ist das beste Mittel bei dieser kalten Jahreszeit. Da kann ich auch mit Genuss von den Innereien essen.

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Nun, egal was dir die Gastprofessorin erzählt hätte, du hättest ihr wohl alles blind geglaubt.

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Unterschiede in gesundheitlichen Wirkungen zwischen konventionell hergestellten und Bio-Lebensmitteln waren Gegenstand zahlreicher Studien. Insgesamt kamen die Untersuchungen zu keinen eindeutigen Ergebnissen. Meist wiesen Bio-Lebensmittel weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf. [6] [7] [8] In manchen Untersuchungen wurden höhere Nährstoffgehalte gefunden. [9] [10] Für gesundheitliche Vorteile von Bio-Lebensmitteln gab es keine klaren Belege. [7] [8] [10] [11]

https://de.wikipedia.org/wiki/Bio-Lebensmittel#Gesundheitliche_Wirkungen

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"Meist wiesen Bio-Lebensmittel weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf."

Das ist doch ein Super-Grund, Bio-Lebensmittel zu essen.

"Pflanzenschutzmittel" ist Industriepropaganda, denn sie sind Gifte, die alles Leben, was Pflanzen schaden könnte, tötet.

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Was giftig ist ist abhängig vom dem der es isst. Für Hunde beispielsweise ist Schokolade hochgiftig. Für den Menschen ist sie harmlos. Pflanzenschutzmittel sind für gewöhnlich für Insekten jedoch nicht für die meisten Wirbeltiere hochgiftig. Deswegen haben wir Studien, die Effekte auf den Menschen einschätzen sollen. Das da nicht alles glatt läuft und viele Interessengruppen versuchen zu tricksen ist klar. Das gilt allerdings für die Bio Lobby genauso. Auch sogenannte "natürliche" Dinge können hochgiftig für den Menschen sein. Nur weil etwas pflanzlich ist, ist es noch lange nicht gesund. Auch Pflanzen produzieren ihre eigenen Gifte zum Schutz vor Insekten. Viele von diesen sind für den Menschen schädlich. Ein gutes Beispiel ist die Kartoffel. Deswegen ist es wichtig sich alle Seiten anzuschauen. Ich gebe viel auf die Studien von möglichst unabhängigen Wissenschaftlern, da ich im allgemeinen an die Methodik glaube.

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@Jen0va

Leider ist das so eine Sache mit den Studien zur Ernährung, du hast immer zwei Seiten und oft haben auch beide Seiten gute Argumente.

Es ist einfach nicht möglich, ausser man ist vielleicht voll in der Themaik, zu wissen welche Seite nun Recht hat.

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@TitusPullo

Das ist richtig, sich auszukennen ist immer besser. Aber eine fairere Einschätzung, als das wissenschaftliche Meinungsbild werden wir wahrscheinlich nicht finden, deswegen hab ich dieses angegeben. Dem Zitat ist auch deutlich zu entnehmen das man sich nicht wirklich einig ist.

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@Jen0va

Das Problem ist aber dass das wissenschaftliche Meinungsbild auch nie klartext redet. Immer nur so Aussagen wie, möglicherweise, vielleicht, unter Umständen. Niemals kommt ein klares ja oder nein.

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@TitusPullo

Das ist nicht richtig. Das wissenschaftliche Meinungsbild zur Frage ob der Klimawandel stattfindet ist relativ eindeutig. Es gibt immer Ausreißer, aber der Großteil der Studien stimmt gut überein. Wenn man sich nicht sicher ist, dann sollte das Bild eben so aussehen. Klartext macht nur Sinn, wenn man sich wirklich sicher ist, was wir als Menschheit einfach nicht sind. Klare Ja, Nein Aussagen sind oft mit Vorsicht zu genießen.

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@Jen0va

Also das war jetzt eher auf Nahrung bezogen, nicht andere Themen, aber auch beim Klimawandel ist man sich nicht einig, eindeutig ist das überhaupt nichts.

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@TitusPullo

Ich verstehe durchaus warum man den Eindruck haben kann, wenn man Neuigkeiten zu dem Thema in den Medien folgt. Das Problem ist hier aber der Wissenschaftsjournalismus. Dort werden sehr viele Dinge aufgebauscht, falsch berichtet oder gar komplett erfunden. Leider alles schon gesehen.

Die genauen Details sind Streitfragen und das ist gut so. Es zeigt, dass der wissenschaftliche Betrieb funktioniert. Wenn wir etwas nicht genau wissen, sollte es eine Streitfrage sein. Aber es ist auch so die Experten sind sich einig: Der Klimawandel existiert und die Ursache ist der menschliche Ausstoß von Treibhausgasen. Dazu auch hier (s.u.) eine Metastudie, welche Paper zu dem Thema untersucht und Experten zu dem Thema befragt hat. Das Resultat zwischen 90%-100% Übereinstimmung. Außerdem: Je mehr ein Mensch publiziert und sich mit dem Thema beschäftigt, umso höher ist die Chance das er diese These vertritt. Das hat gute Gründe. Die Grundlagen der Klimaerwärmung sind relativ einfache physikalische Zusammenhänge. Zusätzlich gibt es Unmengen an Daten aus den verschiedensten Bereichen, welche genau diese Annahme stützen.

http://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/11/4/048002

Andere Themen in denen großer Konsens herrscht sind beispielsweise die Evolutionstheorie, das Rauchen Lungenkrebs verursacht oder die Schädlichkeit von großem Übergewicht für den menschlichen Körper, um nur ein paar Fälle zu nennen.

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Als Verbraucher werde ich häufig beschissen, das weiß ich. Kaufe ich Biolebensmittel, dass ist es schon Beschiss, wenn nur der "normale" Standart eingehalten wurde, und verursacht dann meist einen ziemlichen Skandal, wenn es aufgedeckt wurde.

Ich zweifle aber daran, dass die Bereitschaft der "Konventionellen" zum Beschiss geringer ist als die der "Bios". Nur gehen die ja schon vorneweg von einem wesentlich geringeren Level aus. Was kommt also im Endergebnis raus?

Wenn aber alle Standarts eingehalten wurden, dann denke ich auch, dass Bio für mich, ganz persönlich und kurzfristig gesünder ist, weil einige als "vollkommen ungefährlich" eingestufte Wirkstoffe (siehe heutige Entscheidung zu den "nicht bienengefährlichen" Neonicotinoiden) Wirkstoffe wegfallen. Ist für mich, mit Mitte 50, wohl auch gar nicht mehr so wichtig.

Aber ich sehe für mich eine Verantwortung für das was bleibt und auch nach mir kommt. Und da denke ich, dass bei Bio weniger im Boden und in der Umwelt bleibt!

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