Bin wirklich am Verzweifeln. Studium geschafft und nun?

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4 Antworten

Ohne Dir nahe treten zu wollen, denke ich, dass Du dir über die Zeit nach dem Studium zu wenig Gedanken gemacht hast.
Gerade wenn die Stärken im praktischen Bereich liegen war das Studium vielleicht nicht die beste Entscheidung. Und wieso gleich zwei Abschlüsse ?
Vermutlich bist Du - Deine praktischen Erfahrungen in allen Ehren - zu alt um den regulären Berufseinstieg eines normalen Studenten zu schaffen.

Gerade im BWL/VWL-Bereich kommen die Leute mit 23 / 24 Jahren (inklusive Auslandssemester) auf den Arbeitsmarkt. Du wirst aber etwas älter sein (nicht böse gemeint). Du wirst dich mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass Du immer hinter den jüngeren Leuten zurückstehen wirst.
Erst wenn Du einen Job hast, kannst Du u.U. Deine Erfahrung nutzen um schneller aufzusteigen. Aber erst mal muss man drinnen sein ...

Jede Pflegefachkraft sollte das doppelte von jedem Managergehalt bekommen

Mit dieser Einstellung wirst Du vermutlich nie eine Job bekommen.
Natürlich kann die soziale Arbeit gar nicht hoch genug bezahlt werden - aber niemand wird sich so eine Krankenschwester leisten können.
Bedenke bitte auch, dass  wenn ein Manager eine falsche Entscheidung trifft, die Folgen für die gesamte Belegschaft folgenschwer sein kann (ich jede jetzt nicht von den mafia-artigen Konstrukten der Riesen).

aber fertige Studis sollten doch ihre Zeit auch irgendwie bezahlt bekommen

Richtig. aber das dauert. Es geht dabei nämlich weniger um das Anfangsgehalt als um die Gehaltssteigerung.
Du darfst keinesfalls erwarten, dass Du mit dem Einstiegsgehalt innerhalb eines Jahres gleich die 10 Jahre Studium bezahlt bekommst.
Mein Bruder hat erst eine Lehre gemacht und dann BWL studiert und abgeschlossen. Aus heutiger Studium war das Studium echt für die Katz.
Als BWL'er war er zu alt ( = unflexibel),  als 'einfacher' Arbeiter  wäre er zu teuer gewesen.
Er hat dann über Jahre im Baumarkt gearbeitet und ist in BWL-Fragen ständig mit dem Teamleiter in Konflikt geraten, der zum einen jünger war aber von BWL eben kein Ahnung hatte ...

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Ohne Dir nahe treten zu wollen, denke ich, dass Du dir über die Zeit nach dem Studium zu wenig Gedanken gemacht hast. Gerade wenn die Stärken im praktischen Bereich liegen war das Studium vielleicht nicht die beste Entscheidung. Und wieso gleich zwei Abschlüsse ? Vermutlich bist Du - Deine praktischen Erfahrungen in allen Ehren - zu alt um den regulären Berufseinstieg eines normalen Studenten zu schaffen. Gerade im BWL/VWL-Bereich kommen die Leute mit 23 / 24 Jahren (inklusive Auslandssemester) auf den Arbeitsmarkt. Du wirst aber etwas älter sein (nicht böse gemeint). Du wirst dich mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass Du immer hinter den jüngeren Leuten zurückstehen wirst. Erst wenn Du einen Job hast, kannst Du u.U. Deine Erfahrung nutzen um schneller aufzusteigen. Aber erstmal muß man drinnen sein ... Jede Pflegefachkraft sollte das doppelte von jedem Managergehalt bekommen Mit dieser Einstellung wirst Du vermutlich nie eine Job bekommen. Natürlich kann die soziale Arbeit gar nicht hoch genug bezahlt werden - aber niemand wird sich so eine Krankenschwester leisten können. Aber bedenke auch, dass wenn ein Manager eine falsche Entscheidung trifft, die Folgen viel größer sein könne (ich jede jetzt nicht von den mafia-artigen Konstrukten). aber fertige Studis sollten doch ihre Zeit auch irgendwie bezahlt bekommen Richtig. aber das dauert. Es geht dabei nämlich weniger um das Anfangsgehalt als um die Gehaltssteigerung. Du darfst keinesfalls erwarten, dass Du mit dem Einstiegsgehalt innerhalb eines Jahres gleich die 10 Jahre Studium bezahlt bekommst. Mein Bruder hat erst eine Lehre gemacht und dann BWL studiert und abgeschlossen. Das Studium war echt für die Katz. Als BWL'er war er zu alt ( = unflexibel), als einfacher' Arbeiter gemäß Ausbildung zu teuer. Er hat dann im Baumarkt gearbeitet und ist in BWL-Fragen ständig mit dem Abteilungsleiter in Konflikt geraten ...

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Kommentar von Phonemia
21.11.2016, 17:46

Danke Dir! Doch, ich habe mir sehr, sehr viele Gedanken gemacht und irgendwann das gemacht, was ich als wichtig empfand. Zumal sich der Arbeitsmarkt seither stark gewandelt hat. Jeder, der meinen Lebenslauf sieht, kann das nicht verstehen. Und ich glaube nicht, dass ich "Jüngeren" in etwas nachstehe. Sicher, ich habe den klassischen Weg nicht machen können, weil ich mit 23/24 halbtot in einer Klinik saß. Persönliches Pech, das ist nun einmal so, aber ein Hinweis darauf, dass ich den "klassischen" Weg nicht "geschafft" habe, ist gerade wenig motivierend und auch nicht wirklich zielführend.

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Nun für dein Studium kriegst du kein Geld und dein Aufwand interessiert niemanden. Das Unternehmen interessiert wie viel Geld du generieren kannst. Mit einem Studium sollte das Einstiegsgehalt bei gut 35k liegen, was gut 1,8k Netto sein sollten.

Klar gibt es je nach Ort und Firmengröße Unterschiede. Wenn du dich mit deinem Studium nicht aufgefragte Berufe bewerben kannst, dann ist das eben so. Wenn du meinst du kannst damit genug Umsatz generieren aber es wird nicht gewürdigt, dann bleibt eine Freelancer-Tätigkeit oder Selbstständigkeit.

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Kommentar von Phonemia
21.11.2016, 17:57

Das ist mir auch klar. Aber ich bringe Unternehmen meiner Ansicht viele neue Sichtweisen mit. So habe ich bspw. neben dem Studium noch eine Coaching-Ausbildung gemacht, mich in Kreativitätstechniken weitergebildet und viele eigene ehrenamtliche Projekte umgesetzt. Selbstverständlich habe ich auch noch einmal meinen Lebenslauf gegenchecken lassen. Einstimmige Meinung: Kreativ und sehr gut strukturiert...

Hilft mir aber dennoch nichts. :-( Deshalb meine Frage. Tatsächlich haben mir Unternehmen 1000 Euro angeboten: Für eine Stelle als Marketingmanagerin, Vertrieblerin, Innovationsmanagerin, Eventmanagerin, PR-Arbeit und die Buchhaltung sollte ich auch noch machen. Das Unternehmen generiert ca. 3 Mio. Euro Umsatz im Jahr...

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Wähle vor allem so entsetzliche Politker wie Merkel nicht mehr, die ausschließlich für Banken und Großkapital arbeiten.

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Kommentar von Phonemia
21.11.2016, 16:56

Ach Du, :-) Danke für Deine Antwort. Nein, die Merkel macht zunächst einmal Politik. Und die Politik muss alle möglichen Löcher stopfen. Bin eher eine Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt und obschon der "widrigen" Umstände, die ich vorfinde, frage ich mich einfach, was man besser machen kann. Und alles an der Merkel festzumachen, ist auch keine Lösung. Da füttere ich meine schlechte Laune nur noch, und das ist auch nicht gut.

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