Bin Straßenbahnfahrer und wurde schon 2 mal zusammen geschlagen. Welcher Kampfsport wäre am besten?

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12 Antworten

Du brauchst keinen Kampfsport und keine Kampfkunst, sondern ein Selbstverteidigungssystem.

Kampfsport, egal ob Judo, Boxen, Karate oder turnierbasiertes Tae Kwon Do, basiert auf Wettbewerbesregeln. Klar ist Kampfsport auch zur Selbstverteidigung geeignet, mancher mehr, mancher weniger. Aber es dauert manchmal lange. Wenn du ständig nur nach Regeln lernst, entegehen dier vielleicht ein paar wichtige Kniffe. Boxen ist zwar schön und gut, wenn du einmal richtig Schlag aufgebaut hast, aber da lernt man eben keinen Tritt in die Eier.

Eine Kampfkunst kennt das Limit der Regeln nicht, allerdings sind viele Systeme sehr alt und ziemlich verschnörkelt. Bis man die Techniken vernünftig anwenden kann, dauert es mehrere Jahre. Dann bringen sie aber meist viel mehr, als Kampfsport-Techniken. Kampfkunst wäre beispielsweise Kung Fu aus China, Jiu Jitsu oder Ninjutsu aus Japan und Vollkontakt-Tae Kwon Do aus Korea.

Recht jung sind die meisten Selbstverteidigungssysteme. Die basieren oft darauf, dass man traditionelle Kampfkust-Systeme und ein paar Kampfsport-Systeme in einen Topf schmeißt, alles entsorgt, was zu verschnörkelt ist, raus und optimiert die alten Techniken. Das Ergebnis sind dann Systeme wie das israelische Krav Maga und das russische Systema. Genau nach denen solltest du suchen. In Selbstverteidigungssystemen lernst du neben effektiven Techniken auch, wie man sich in Bedrohungssituationen verhält, um es garnicht erst zum Kampf kommen zu lassen. Das ist oftmals viel wichtiger, als kämpfen zu können und oftmals sogar viel wirkungsvoller, als man denken mag.

Einen Sonderstatus zwischen Kampfkunst und Selbstverteidigung hat Ving/Wing Tsun/Chun in seinen 10.000 verschiedenen Schreibeweisen. Traditionelles Wing Tsun, wie es es kaum noch gibt (das aktuellste traditionelle ist das nach Ip Man) ist auch schon recht alt, da wurde schon vor vielen hundert Jahren aus dem bestehenden Kung Fu "entkernt und optimiert". Im Prinzip kein schlechtes System, aber mittlerweile ziemlich auf Abzocke ausgelegt. Das Problem ist hauptsächlich Keith Kernspecht und seine EWTO, einem der größten Wing Tsun Verbände. Kernspecht ist in Kampfkunst-Kreisen auch als "Lernschlecht" bekannt. Oftmals lösen sich Meister aus seinem System, um ihre eigenen Verbände zu gründen, weil sie gegen diese Gebühren-Krake (hohe Trainingsgebühren, noch höhere Prüfungsgebühren, Kleidung darf nur beim Verband gekauft werden und muss das Verbandsemblem tragen, eigene Kleidung zu kaufen ist nicht erlaubt) und stellenweise soger psychischen Druck gegen Aussteiger sind. Aber was haben sie bei Kernspecht gelernt? Jedenfalls nicht kämpfen, das lernt man da nicht, dafür aber Abzocken. Das heißt, genau den gleichen Mist, überteuertes schlechtes Training und tolle Lügengeschichten ("bilden Spezialeinheit XYZ aus", "trainieren die Polizei", ...) macht man weiter. Wing Tsun ist kein schlechtes System, achte nur darauf, dass du an einen seriösen Trainer gerätst (kein Abkömmling der EWTO oder EWCO, überschaubare Gebühren, kein Zwang zu Vereinskleidung/Ausrüstung mit Vereins-Logo, keine Geschichten der Superlativen, welche Spezialeinheiten man unterrichtet, außer sie sind so selbst-ironisch übertrieben, dass auch das A-Team und Asterix und Obelix unter den Schülern auftauchen ;-.)) sicher auch eine gute Alternative zu Krav Maga oder Systema.

Auch keine schlechte Alternative: Ju Jutsu, die deutsche Weiterentwicklung des japanischen Jiu Jitsu in Kombination mit Judo- und Karate-Elementen. Das wird auch an Polizeischulen unterrichtet und an vielen ebensolchen haben auch Zivilisten die Möglichkeit, entsprechende Kurse zu belegen und, separat oder mit Polizisten zusammen, aber bei den gleichen Trainern, Ju Jutsu unter Verteidigungsaspekten zu lernen. Das umfasst in Etwa die gleichen Aspekte, wie Krav Maga (welches, wie Ju Jutsu auch, aus dem Jiu Jitsu evolutioniert ist, bei Krav Maga allerdings mit Boxen und Ringen kombiniert): Deeskalation und Prävention, also garnicht zum Kampf kommen lassen, knackige, entschnörkelte Techniken, die sich leicht merken lassen und Freikampf zum freien Anwenden des Erlernten.

Vorteil einer Kampfkunst (im Gegensatz zum regelbasierten Kampfsport halt nicht statisch) und Selbstverteidigungssystemen ist vor Allem, dass du dich mit deinen Techniken an deinen Körperbau und den deines Gegners anpasst. Beim Boxen lernst du nur Boxen. Blöd nur, wenn du selbst aufgrund deines Körperbaus kaum Schnellkraft auf die Arme bekommst und dein Gegner selbst boxt und schon KO-resistent ist. Mit einer Kampfkunst oder Selbstverteidigung hast du immer noch ein paar Hebel, Schmerzpunkte, Würfe und Co auf Lager oder gar fiese Tricks wie Schläge zu Kehlkopf oder Solarplexus, was man im Boxen, auch in der UFC, garantiert nicht lernt. Das heißt, du kannst dich auf wesentlich mehr Gegner einstellen. Und schlussendlich: Du lernst, es nie zu einem Kampf kommen zu lassen, das lernst du im Kampfsport meist nicht (du weißt, dass es stimmt, aber die psychologischen Tricks)

Also wenn du wirklich von mehreren Leuten zusammengeschlagen wurdest bringt dir eigentlich keine Kampfsportart etwas. Ausserdem ist es gut möglich das wenn du dich wehrst sie noch heftiger auf dich einschlagen werden. Aber damit sie es gar nicht erst versuchen solltest du dich am besten gut in Form halten, also Muskeln aufbauen da traut sich so mancher nicht mehr dich anzufassen. Um Muskeln aufzubauen ist aber ein Kampfsport nicht gerade falsch ich übe seit vielen Jahren Judo aus und kann es nur empfehlen. Nicht nur dein Körper sondern auch dein Geist wird Positiv gestärkt. Und es reicht Locker aus um sich gegen einen Gegner zu verteidigen. Wenn es irgendwelche Schwächlinge sind sogar gegen 2. =) viel glück und spass

Also ich will dich echt nicht enttäuschend aber gegen 3 oder 4 Leute hast du keine Chance und ziehst immer den kürzeren. Gegen 1 oder maximal 2 Leute hilft dir´n Selbstverteidigungssystem wie Krav Maga- Boxen ist sicherlich auch nicht verkehert, allerdings muss man halt auch bedenken das dies auch Zeit braucht bis es sitzt. Das Argument das sie bei UFC weit vorne sind mag richtig sein, allerdings gibts da halt auch Regeln die es im echten Leben leider nicht gibt. Systeme wie Aikido würd ich getrost weglassen, denn bist du das wirklich richtig beherrscht vergehen Jahre. Krav Maga oder Boxen ist da schon am sinnvollsten. Das beste bei Stress ist die Versuch verbaler Schlichtung, Fahrgäste oder andere Leute aufmerksam machen (und zwar direkt- du in der grünen Jacke, du mit der gelben Mütze...). Wenn nichts mehr hilft dann verteidigen, aber wie gesagt gegen 3 oder 4- keine chance

Beim ersten mal war es einer und beim zweiten mal waren es zwei.

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@DeramBoden

Warum wurdest du verprügelt wenn ich fragen darf? War es überraschend das du keine Chance hattest, oder war es ne Schlaghemmung? Denn du musst mental aggressiv in so´ner Situation sein. Wenn du das nicht bist bringt dir auch Krav Maga nichts. Im Notfall volle Kraft, keine Gnade, hat der andere ja schließlich auch nicht. Wenn der Fall stimmen sollte, dass du Schlaghemmungen hast such dir auf jeden Fall ein SV System wo auch Sparring gemacht wird, da lernst du

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Grundsätzlich ist alles hilfreich, was dir mehr Selbstvertrauen gibt. Nun möchte ich zwar nicht behaupten, dass du kein Selbstvertrauen hast (kann ich schließlich von hier auch gar nicht beurteilen), aber eine Kampfsportart zu trainieren, verleiht einem eine ganz andere Art Selbstvertrauen, glaub mir ;)

Unabhängig davon sind die Techniken, die man dabei lernt natürlich auch wichtig.

Beim Boxen lernt man, wie man richtig schlägt. Und ja - gute Boxer haben bei UFC Veranstaltungen häufig gute Karten. Und ja - das ist ein recht guter Indikator, um zu sehen, was tatsächlich funktioniert.

Beim (Brazilian-)Jui-Juitsu z.B. lernt man gute Techniken, die dir grade dann helfen, wenn du nur gegen einen Gegner kämpfen musst.

Ansonsten kann ich dir aber auch Krav Maga empfehlen, da du da reine Selbstverteigung lernst und kaum/keine sportlichen/kompetitiven Aspekte hast.

MMA dort sind 8 verschiedene Kampfsportarten enthalten.mache ich selbst(kann es nur empfehlen) und es ist eine der anstrengten Sportarten die es gibt also Bleibst du immer fit.

Boxen finde ich nicht geeignet!!!

Du musst SELBSTVERTEIDIGUNG lernen.

Hier gibt es 2 verschiedene Richtungen, die sich eignen, beide werden von Polizei, Sicherheitsdienst etc angewandt:

  • Krav Maga: Kampftechniken des israelischen Militärs. Effektive Techniken, um den Gegner außer Gefecht zu setzen.
  • Wing Tzun /Wing Chun: Selbstverteidigungstechniken, ebenfalls darauf ausgelegt, den Gegner schnell kampfunfähig zu machen.

Die Polizei bietet manchmal Selbstverteidigungskurse an. Ansonsten nach den beiden Kampftechniken googeln und einen entsprechenden Trainer kontaktieren.

Viel Erfolg! Ich hoffe für dich, dass weitere Zwischenfälle dir erspart bleiben!

Für dich wäre die Sportart Aikido geeignet, da sie keine Angriffstechniken lehrt, sondern auf Verteidigung basiert. Zudem lernt man Hebeltechniken und Würfe, um einen Angriff abzuwehren.

Wenn du noch auf deinem Sessel sitzt, hast du keine Chance, dich zu wehren - gerade, wenn es mehrere sind... Ein kurzer Haken aus dem Boxen ist sicher auf engem Raum sinnvoller als andere Techniken.

empfehle dir auch boxen, betreibe ich selbst schon jahre lang :) aber eins muss dir klar sein, den kampfsport egal welchen du lernst darfst du rein zur selbstverteidigung benutzen

Krav maga. Ist kein sport, sondern ein selbstverteidigungssystem. Ich lerne es seit 2 jahren und kann es nur empfehlen.

Wie sieht es mit anderen verteidigungswaffen aus? (Schlagstock, tonfa, kubotan, kelly worden travel wrench, ...) Wenn man weiss wie man damit umgehen muss sehr effektiv.

Wenn man weiss wie man damit umgehen muss sehr effektiv.>

Ja drauf kommts halt an. Wenn man damit nur halbherzig sich beschäftigt hat gehts richtig nach hinten los, zack Waffe abgenommen und bumm auf die Birne

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Also ich würde mir trotzdem einen Pfefferspray mitnehmen.

ich würde ein daumendickes kabel nehmen

das ist geil, es ist so nur ein kabel, man kann es zusammenlegen es sieht so unschuldig aus

und ein treffer reicht

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was bringt ein pfefferspray wenn man den nicht richtig anwenden kann? auch das will nämlich geübt sein...... .

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@Shane01

Pfefferspry wirkt aber nicht bei jedem, das kann ganz schnell nach hinten los gehen und der Aggressor ist noch wütender

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boxen ist immer gut

kicke sind nur etwas fürs tv, kämpfe werden meist, grade in höheren gewichtsklassen, durch die faust entschieden

und für kicke brauchst du auch platz, hast du im bus nicht so

faust und knie, ellenbogen, braucht man da, vielleicht paar hebel

mach judo, einmal packen und direkt den arm brechen=kampf vorbei

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