Bin römisch katholisch,kann man erwarten,das ich bei einer Hochzeit an dem neuapostolischen Gottesdienst teilnehme?

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5 Antworten

Paulus schreibt: Am Wichtigsten im Leben sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Am Wichtigsten davon aber ist die Liebe. (1. Kor 13,13)

Darum hat sich die Neuapostolische Kirche auf einen Weg der Annährung an die anderen Kirchen gemacht.

Auf evangelischer Seite gibt es dazu die folgende Information:

http://www.ekd.de/download/EZW\_KI\_Neuapostolische\_Kirche.pdf

Auf kath. Seite finde ich die folgende Meldung:

https://www.herder-korrespondenz.de/heftarchiv/69-jahrgang-2015/heft-11-2015/christliche-kirchen-oekumene-ack-und-neuapostolische-kirche-gehen-aufeinander-zu

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ACK hat folgendes veröffentlicht:

http://www.oekumene-ack.de/aktuell/aktuelle-meldungen/artikel/artikeldetails/ack-und-neuapostolische-kirche-veroeffentlichen-gemeinsame-orientierungshilfe/

Vielleicht hilft Dir das, Deine Scheu ein wenig zu überwinden.


Möglicherweise hilft Dir auch folgender Gedanke:

Was ist das für ein Glaube, der sich zwischen Dich und Menschen stellt, die Dir wichtig sind? Sollte ein guter Glaube Dir nicht gerade helfen, solchen Menschen nahe zu sein? 

Wenn Du stark bist in Deinem Glauben: Was befürchtest Du, wenn Du Deine Freunde/Bekannten in deren Gottesdienst besuchst, zu dem Du eingeladen bist?

Vielleicht hilft Dir folgender Gedanke:

Wo hat Mose den Glauben an den einen Gott kennen gelernt?

Schau mal in die Bibel: Erst bringt er einen Ägypter um, dann muss er fliehen. Bei den Midianitern, einem für Mose heidnischen Stamm, wird er in der Familie eines heidnischen Preisters aufgenommen. Dort dürfte er das Priesterhandwerk kennen gelernt haben. Und ausgerechnet in diesem Umfeld begegnet ihm der lebendige Gott in "brennenden Dornbusch".

Als Mose später in großer Gefahr steht, an einem richtig fetten Burnout kaputt zu gehen, trifft er seinen Schwiegervater, diesen midianitischen Priester wieder. Er erkennt die missliche Situation, in die sich Mose manövriert hat und gibt ihm einen richtig guten Rat, wie er aus dieser Situation wieder heraus findet.

Ja, die Bibel kennt viele Geschichten, in denen sich die Glaubenden von Heiden/Sekten/anderen Religionen abwenden oder dazu aufgefordert werden.

Und sie kennt genauso Geschichten, in denen genau diese Religionsgrenzen radikal überwunden werden. Im Alten Testament genauso wie im Neuen Testament.

Deine Frage verstehe ich so, dass Du Dich in diesem Fall für die abgrenzende Verhaltensweise entschieden hast.

Es ist Deine eigene Entscheidung, ob Du bei dieser Haltung bleiben möchtest, oder ob Du Dich für Deinen Freund/Deine Freundin/Deinen oder Deine Verwandte eine versöhnende Haltung einnehmen möchtest.

Verlangen kann das niemand von Dir.

Aber Du kannst Dich dazu einladen lassen.

Ich wünsche Dir dazu alles Gute!

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Bin ich auch. Da spricht überhaupt nichts dagegen. Wenn wir uns schon mit Moslems, Juden, etc. darum prügeln, wer den wahren Gott hat, dann können wir doch wenigstens innerhalb der christlichen Glaubensrichtungen, wo wir alle unstrittig grob dasselbe Gottesbild haben, damit anfangen diese künstlichen Unterscheidungen aufzugeben.

Meine Meinung: Die Religionen glauben alle an denselben Gott. Es unterscheiden sich nur die Rituale und die Formen der Anbetung. Da die Rituale eh alle menschengemacht sind, dürfte es Gott total egal sein, auf welche (friedliche) Art Du zu ihm betest.

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Ja, weil du aus Verbundenheit mit dem Paar (oder eines Teils davon) dabei bist und nicht wegen der Konfession.

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Wer erwartet das denn von dir? Aber grundsätzlich: wo liegt das Problem? Es schadet dir doch nicht, an dem Gottesdienst teilzunehmen

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Es gibt schlimmeres als ein Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche. Außerdem wirst du dort willkommen sein, während in einer Mess die Gemeinde dich wahrscheinlich gar nicht wahrnimmt.

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