Bin Rentnerin mit Grundsicherung und von Pfändung bedroht

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Die richtige Antwort ergibt sich aus § 55 Abs. 1 SGB I:

"Wird eine Geldleistung auf das Konto des Berechtigten bei einem Kreditinstitut
überwiesen, ist die Forderung, die durch die Gutschrift entsteht, für die Dauer von
14 Tagen seit der Gutschrift der Überweisung unpfändbar. Eine Pfändung des Guthabens
gilt als mit der Maßgabe ausgesprochen, daß sie das Guthaben in Höhe der in Satz 1
bezeichneten Forderung während der 14 Tage nicht erfaßt."

Die Auskunft "ihres" Gerichtsvollziehers stimmt also hinsichtlich des von Ihnen als "Leeräumen" bezeichneten Vorgangs; nur die Frist ist (seit 01.07.2010) eine andere, nämlich 14 Tage. Wenn Sie ein P-Konto nach § 850k ZPO hätten, wären mind. € 985,15 auch über diese 14 Tage hinaus vor einer etwaigen Kontopfändung geschützt (längstens bis zum Ende des nachfolgenden Monats, sofern etwas in den Folgemonat übertragen würde, was bei geringen EInkünften wenig wahrscheinlich ist).

Du, der Gerichtsvollzieher ist da der absolute Fachmann - da kann dir hier keiner eine verbindlichere Auskunft als er geben ...

Es mag sein, das es nicht ''rechtens'' ist, wenn dir einer das Konto leerräumt (wegen deines Geringen Einkommens) aber das nützt dir ja nichts, wenn das bisschen Kohle dann am 8. abgeräumt ist ... bis du da hinterhergerannt bist und das geändert hast, ist die Kohle auf jedenfalls nicht zu deiner Verfügung da ... und das könnte dann echt eng werden ...

Ich würde da ohne wenn und aber auf ihn hören und mir besagtes Konto zulegen.

Für P-Konten ist der Gerichtvolzieher keineswegs der "absolute" Fachmann - zumindest nicht aufgrund seiner Ausbildung / Stellung zum/als Gerichtsvollzieher.

Hier ist die Auskunft hinsichtlich der Frist von 7 Tagen (bereits seit 01.07.2010) falsch - richtig sind 14 Tage.

Das "Leeräumen" nach Ablauf dieser Frist ist rechtens - und zwar auch moralisch! Schließlich hat jemand ja einen titulierten Zahlungsanspruch, d.h. man schuldet jemandem anderen etwas, worauf dieser ein Recht hat. Bis es dahin kommt, hatte ein Schuldner viele Möglichkeiten zu einer freiwilligen Lösung. Wenn es zu einer Pfändung kommt, trägt der Schuldner hierzu durch sein Verhalten bei, ist also hierfür (meist voll) selbst verantwortlich.

Richtig ist dar Rat zu einem P-Konto; ab 01.01.2012 wird dies die einzige Möglichkeit zu einem Pfändungschutz bei Kontopfändungen sein, in der Übergangsfrist seit 01.07.2010 (bis zum 31.12.2011) gibt es zwar noch andere Möglichkeiten (wie bisher entsprechende Anträge beim Vollstreckungsgericht), aber einfacher ist es schon jetzt mit einem P-Konto (auch vor dem Hintergrund, daß das P-Konto nicht nur Vorteile aufweist).

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Danke schön für dein Antwort es hat mir geholfen

Josiane

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