Bin krankgeschrieben und nun will mich meine Chefin in der krankschreibung kündigen, und nicht die endgeldfortzahlung einhalten. Was soll ich tun.??

7 Antworten

Wie lange arbeitest Du schon dort? Wie groß ist der Betrieb?

Grundsätzlich kann ein AG auch während einer Krankheit gekündigt werden. Ob man dagegen angehen kann, richtet sich nach verschiedenen Kriterien.

Bist Du noch keine sechs Monate im Betrieb kann Deine Chefin Dir kündigen, da das Kündigungsschutzgesetz i.d.R. erst danach gilt. Handelt es sich um einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften greift das Kündigungsschutzgesetz nur in Ausnahmefällen.

Wenn Du noch keine vier Wochen ununterbrochen dort arbeitest, muss Deine Chefin Dir keine Entgeltfortzahlung leisten. Da bekommst Du Dein Geld von der Krankenkasse mit der Du Dich in Verbindung setzen solltest.

Bist Du schon länger beschäftigt, fordere Deine Chefin schriftlich zur Zahlung auf. Setz ihr einen Termin von 7-10 Tagen und schreib dazu dass Du, sollte bis zum angegebenen Termin kein Zahlungseingang zu verzeichnen sein, Klage beim Arbeitsgericht einreichst.

Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast oder Gewerkschaftsmitglied bist, macht das ein Anwalt für Dich.

Du kannst aber auch selbst zur Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts gehen. Bei der Klageformulierung hilft man Dir und das ist kostenlos. Ein Anwalt ist erst einmal nicht vorgeschrieben.

Na Sie hat 25 Mitarbeiter aber davon sind woll 8 krankgeschrieben.  Darauf hat Sie gesagt Sie brauch mich den auch nächste Woche nicht mehr. Den fragte ich nur was heißt das bin ich jetzt gekündigt Sie meint ja.

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@Julia87654321

Was Deine Chefin sagt ist eines, eine Kündigung ist das allerdings nicht. Kündigungen bedürfen zwingend der Schriftform (§ 623 BGB)

Wenn Du wieder gesund bist und noch keine schriftliche Kündigung erhalten hast, geh zur Arbeit. Sollte Dir Deine Chefin dann keine Arbeit geben obwohl Du arbeiten willst, befindet sie sich nach § 615 BGB in Annahmeverzug. Sie muss Dich dann bezahlen, als hättest Du gearbeitet. Es kann keine Minusstunden geben, Du musst nicht nacharbeiten und Urlaub abziehen (manche AG kommen auf diese "Idee") geht schon gar nicht.

Solltest Du schon länger als sechs Monate dort arbeiten und eine schriftliche Kündigung bekommen, reichst Du Kündigungsschutzklage ein.

Das muss innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung passieren. Hier gilt genau das gleiche, was ich Dir zur Klageerhebung bei nicht erfolgter Entgeltfortzahlung geschrieben habe.

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@Hexle2

Na Sie sagte Sie schickt mir die nach Hause die Kündigung. Ja bin schon länger als 6 Monate dabei habe aber eine n zehn tvertrag, der noch bis nächstes Jahr Februar geht. Sie sagte ja auch Sie hat Jura studiert und kennt sich aus. Das Sie mich in der krankschreibung kündigen kann.

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@Julia87654321


 Sie sagte ja auch Sie hat Jura studiert und kennt sich aus. Das Sie mich in der krankschreibung kündigen kann.

 

Erzählen kann die Dame viel. Sie denkt wahrscheinlich dass man ihr auch alles glaubt. Im Studium (falls das überhaupt stimmt) hat sie wohl nicht aufgepasst.

Sie kann Dich während einer Krankschreibung kündigen aber nicht wegen der Krankheit. In diesem Fall ist eine Kündigung allerdings anfechtbar.

Steht in Deinem befristeten Arbeitsvertrag überhaupt etwas zur Kündigung? Ohne Kündigungsvereinbarung im Vertrag, bzw. im anwendbaren Tarifvertrag kann in einem befristeten Arbeitsverhältnis i.d.R. nicht ordentlich gekündigt werden.

Du solltest auf alle Fälle nach Deiner Genesung in den Betrieb gehen, damit Deine Chefin Dir nicht so einen "Strick drehen" kann und Dir Arbeitsverweigerung/Nichtantritt der Arbeit vorwerfen kann.

Du musst, solltest Du eine schriftliche Kündigung erhalten, auf alle Fälle Kündigungsschutzklage einreichen und auch Dein Geld einfordern.

 

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@Hexle2

Ja das ist klar, aber ich arbeite bei ein Pflegedienst. Meine krank Meldung geht bis 09.10.2017 den müsste ich ja an den Datum anrufen und fragen was nun Sache ist. Wenn Sie bis dahin keine Kündigung geschickt hat. Das heißt Sie dürfte mich eh erst zum 10.10.2917 kündigen.damit ich den zum Arbeitsamt gehen kann. 

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@Julia87654321

Wenn Deine Schicht am 10. Oktober noch nicht festgelegt ist, rufst Du am 9. Oktober an, sagst dass Du wieder einsatzfähig bist und fragst wie Du arbeiten sollst.

Sagt Deine Chefin Dir, dass Du nicht zu kommen brauchst und Du hast auch noch keine schriftliche Kündigung, schau dass Du einen Zeugen hast der bestätigen kann, dass Du Deine Arbeitskraft angeboten hast, aber nicht arbeiten durftest. Dann greift § 615 BGB (Annahmeverzug).

Kündigen kann Dich Deine Chefin bestimmt nicht mehr zum 10. Oktober. Die Kündigungsfrist beträgt nach § 622 Abs. 1 BGB vier Wochen zum 15. oder Ende eines Monats wenn nichts anderes vereinbart ist oder kein anderslautender Tarifvertrag gilt.

Hier wäre eine Kündigung frühestens zum 15. November möglich. Wie schon geschrieben: Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und die Kündigungsfrist beginnt einen Tag nachdem Du sie erhalten hast an zu laufen. Immer vorausgesetzt, es gibt im befristeten Arbeitsvertrag überhaupt eine Kündigungsvereinbarung.

Bei so einer Chefin kannst Du allerdings auch jetzt schon zum Arbeitsamt gehen und Dich arbeitssuchend melden. Du findest bestimmt bessere Arbeitgeber. Im November (drei Monate vor Vertragsablauf) musst Du Dich sowieso melden, wenn Du keine Sperre des ALG möchtest, solltest Du bis dort keine Vertragsverlängerung, bzw. Übernahme unterschrieben haben.

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@Hexle2

Vielleicht sollte sich die "Chefin" mal selbst kündigen! 😎

Wird schon seinen Grund haben, dass von 25 Mitarbeitern 8 fehlen!

Scheint ja eine sehr angenehme "Chefin" zu sein! 👎👎👎

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@alarm67

Ach die hat mich voll angepflaumt,schon bevor ich ihr gesagt habe das ich weiter krank bin. Sie rief schon an bevor meine alte krankschreibung aus lief. Da fragte Sie schon ob ich Montag wieder komme, darauf meinte ich, ich bin noch bis Montag krankgeschrieben. Ich habe mit einer Kollegin telefoniert die ist auch krankgeschrieben die hat Sie sogar gezwungen arbeiten zu kommen. Dabei geht es ihr noch nicht besser, die hatte nee op. Die ist noch weiter krankgeschrieben, den meinte Sie zu ihr Sie wird schon sehen was sie davon hat. Hat ihr auch noch gesagt das Sie ihr Gehalt nicht bekommt. Dabei ist Sie schon 10 Jahre da.

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Im Prinzip spricht nichts dagegen in der Krankschreibung zu kündigen. Anders sieht es aus wenn sie wegen der Krankschreibung kündigt. Du gibst zu wenig Infos an.

Na Sie sagte wo ich anrief das,8 Mitarbeiter fehlen. Sie braucht jetzt die Schlüssel wieder so schnell wie möglich., und meinte noch das Sie mich nächst Woche den auch nicht mehr braucht. Darauf fragte ich Sie wie bin ich jetzt gekündigt,darauf sagte Sie ja. Ich brachte ihr den die Schlüssel mit einer Freundin. Den fragte meine Freundin was ist mit mein Überstunden darauf sagte Sie welche. Ich meinte den ich habe noch welche Sie sagte die zählt Sie aus. Den meinte meine Freundin noch in der krankschreibung darf Sie mich nicht kündigen sei meinte doch. 

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Hast du die Überstunden belegt? Ansonsten darf natürlich während Krankheit gekündigt werden

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Ob das am Ende vor Gericht bestand hätte ist zweifelhaft.

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Da kannst du gegen angehen, das ist i.d.R. gesetzeswidrig. Kommt auch auf die Umstände an.

Na Sie sagte schon am Telefon wo ich anrief das ich krank bin, das ihr 8 Mitarbeiter fehlen. Den Brauch Sie mich nächste Woche auch nicht mehr hat Sie gesagt. Den fragte ich wie bin ich jetzt gekündigt, Sie meinte den ja. Sie schickt mir den die Kündigung nachhause.

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