Bin ich zu streng zu meinen Kindern?

17 Antworten

Du gehst die Sache falsch an!

Du vermittelst Deiner Familie, dass nur DU für alle entscheiden darfst, also alle anderen unmündig sind!

Als erstes solltest Du Deinen Kindern ein gutes Vorbild sein und zwar, indem Du Deine Frau als >>gleichwertig<< behandelst!

Wenn sie lernen sollen, hat man als Eltern und Lehrer am besten und nachhaltigsten Erfolg, indem man ihnen die Liebe zum Lernen und die Neugier auf Unbekanntes vermittelt!

Man philosophiert mit ihnen, erkundet mit ihnen spielerisch schulische Inhalte, hält sie zum Staunen und Fragen an und zeigt ihnen, wie sie durch Nachdenken und Nachlesen sowie Fragen an den richtigen Stellen selbst zu Antworten kommen! Man ermutigt sie, auch mal "Quatsch" zu denken - denn oft ist der Quatsch von heute die Innovation von morgen! (Tablets - gab es zuerst in StarTrek!).

Man vermittelt ihnen Lern- und Merktechniken, den Spaß am Ausprobieren (dazu gehört auch Fehlermachen!), den Spaß am Rätseln, am Wettbewerb, auch und vor allem mit sich selbst und OHNE den Zwang, immer einer der Ersten sein zu müssen.

Man respektiert sie, hört ihnen zu, würdigt ihre Ideen - denn nur so können sie welche entwickeln und nicht nur stumpf wiederholen, was sie gelesen haben. Man redet mit ihnen über die Welt, die Nachrichten,  den Alltag, ihre Gedanken, ihre Wünsche, ihre Ängste. 

Man vermittelt ihnen ggf. auch den Spaß am Haushalten (indem sie auch mal Gespartes behalten dürfen), den Spaß am "einfachen" Leben (ohne stänidgen Kosum und "Luxusgüter", die man auch günstiger haben könnte), den Spaß an leckerem, gesunden Essen und Sport (länger leben und länger gesund bleiben, dabei sparen, weil man z.B. selbst kocht und kein Fleisch kauft bzw. saisonal kocht).

Man vermittelt ihnen vor allem Erfolgserlebnisse!!

NICHT nach harten Entbehrungen und Tränen durch eine Eins in der Arbeit oder den ersten Platz im Wettbewerb, sondern, bitte SORGFÄLTIG LESEN: Indem man ihnen ermöglicht, eigenständig Projekte, die ihnen selbst wichtig sind, erfolgreich durchzuziehen. Das kann anfangs ein Hobby sein - Achtung: Freiwillige Arbeit, eine Sache, in die man sich ohne Not vertieft, und bei der man Ausdauer, Erfolgsrezepte, Kreativität lernt! - und später ein selbstgewähltes Projekt (Referat, AG) in der Schule!

Man interessiert sich für ihre Ideen, ihre Interessen, ihre (subjektiven) Erfolge, ihre privaten Projekte, ihren Lerneifer. Man feiert mit ihnen, wenn sie etwas geschafft haben, das ihnen wichtig war, EGAL, wie gut andere dabei sind! 

Nur so erzieht man sie zu Selbstdisziplin, Freude am Lernen, Freude am Arbeiten, Durchhaltevermögen.

Frage Dich mal, warum Deine Frau "faul" ist. Vielleicht hat sie gelernt, dass sie sowieso nie die Ansprüche anderer erfüllen kann und dass sich Durchhalten nicht lohnt. Oder dass sie für gering geachtete Arbeit auch selbst gering geachtet wird, also lieber gar nichts tut.

Wenn Du nicht willst, dass es Deinen Kinder genauso geht, mache sie groß, unterstütze sie, wertschätze sie in dem, was sie sind, hilf ihnen, Freude am Lernen zu entwickeln, zu lernen, dass sie etwas Können und das Erfolg Spaß macht, dass ihre Meinung wichtig ist, dass sie auf Augenhöhe mit anderen reden dürfen. 

Wichtig ist am Ende nicht, gerade wenn HARZ IV im Raume steht, dass man viel verdient und der große Boss ist, sondern dass man auch an Arbeiten Spaß finden kann, die man eigentlich nicht im Auge hatte, dass man Freude an solchen Tätigkeiten empfinden darf und trotzdem ein "stolzes" Leben führen kann, dass man weiß, was man kann und stolz darauf sein darf, auch wenn man nicht überall Einsen hat.

Dass man ein Recht auf Wertschätzung hat und auch selbst auf sich und sein Können stolz sein kann. Dass man am Ball bleibt, die Welt als guten Ort ansieht und nicht alle anderen als Konkurrenten und Feinde. 

Dass man selbst Sinn im Leben findet - nur dann wird man sich reinhängne, etwas schaffen, weiterkommen. Und das auch, wenn Papa nicht mehr kontrolliert.

Lies mal Donata Elschenbroichs Bücher, die gibt es in der Bücherei!

Kinder sind von sich aus Lernmaschinen, man muss sie nicht dahin duckmäusern!

Ich bin zwar selber noch keine mutter und kann das vil. Nicht so ganz beurteilen aber als tochter kann ich sagen das es vil. Echt anstrengend für das kind sein kann aber letztendlich willst du ja wirklich nur das beste für sie was ich aber seeeehr wichtig finde ist das du trotz deiner stränge und konsequenz deinen kindern zeigst das du sie unendlich liebst. Klar werden die bestimmt dagegen protestieren das sie so erzogen werden aber wie es ja so oft ist merken wir das erst im nachhinein das das schon gut so war. Aber ich würde ihnen aufjedenfall auch mal eine auszeit gönnen.

Ich wünsche euch alles gute :)

Im Grunde gebe ich dir schon Recht, dass es richtig und wichtig ist, in der Schule gute Noten zu haben, um sich zumindest für die Tätigkeiten im späteren Leben alle Türen offen zu halten.

Ein bisschen zu streng finde ich es aber schon mit den Verboten und an den Wochenenden. Ich meine, die Kinder liefern ja Leistung unter der Woche, da kann man zumindest während der freien Tage mehr Vertrauen und Verantwortung übertragen. Irgendwann sind sie ja auch auf sich selbst angewiesen.

Und gut, dass du dich gegenüber deiner Frau durchsetzt in diesem Punkt. Ist sie auch die Mutter der Kinder?

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