BIn ich zu sehr auf mich selbest fixiert?

9 Antworten

Ich finde überhaupt nicht, dass Du zu sehr auf Dich selbst fixiert bist. Es ist die normalste Sache der Welt, dass man jemanden braucht um sich auszusprechen. Reiche geben deshalb Tausende für ihren Psychiater aus, der nichts weiter tut als zuhören. Und das Du reden musst, viel reden musst, ist mir sehr klar. - Und Du machst Dir Gedanken über Deine Mutter und was Du besser machen könntest. Und überlegst Dir dabei noch, ob Du egoistisch bist! - Mädchen, Du bist richtig. Goldrichtig. Ob Liebe oder nicht: Manchmal kommt man mit einer nahe stehenden Person einfach nicht klar. Und wenn ich das richtig sehe, ist auch Deine Mutter nicht darüber hinweg und fühlt sich überfordert. Vieleicht bringen die Gespräche bei den schon genannten Telefonnummern etwas. Suche Dir einen Gesprächspartner, möglichst jemanden, an den Du Dich nicht emotional bindest, denn eine Bindung aus Einsamkeit ist keine gute Grundlage. Du musst jetzt stark sein, weil Deine Mutter sich offensichtlich überfordert fühlt. Du hast schon viele gute Tipps bekommen, was Du tun könntest. Wichtig ist, dass Du das tust, wo Du das Gefühl hast, das wäre gut. Nicht aus schlechtem Gewissen!!! Das brauchst Du nicht. Du bist in Ordnung. Was ich noch empfehle sind die Antischocktropfen nach Dr. Bach. Die gibst es auch als Bonbons im Drogeriemarkt. Denn ganz offensichtlich seid ihr über den Schock noch nicht hinweg. Und ganz wichtig: Beschäftige Dich. - Ich hatte in meinem Leben nie Langeweile, weil ich viele Interessen habe. - Wie wäre es, wenn Du mit einem Buch über Deine Gefühle, Deine Erlebnisse, beginnst? Machst Du Sport? Jetzt ist eine gute Zeit zum Schwimmen. Lass die Sonne in Dein Herz und an Deinen Körper. Das gibt gute Laune. Und was das Shoppen betrifft. Ich schaue mir gerne Schaufenster an, die gut dekoriert sind. Dabei denke ich nicht ans kaufen. Wir sind sowieso viel zu schnell mit dem Kaufen und viel zu langsam mit dem selber machen. - Ich denke, dass uns die Natur alles gibt, was wir brauchen. Und wenn wir es nicht haben, dann deshalb, weil wir vielleicht einen anderen Weg finden sollen. Und nun lass es Dir gut gehen und viel Fröhlichkeit wünsche ich Dir.

Du fühlst Dich vernachlässigt, weil Du im Kopf noch ein Kind bist, das umtütelt werden will. Da Dein Vater weg ist, musst Du nun sehr plötzlich erwachsen werden!

Grundsätzlich ist Deine Einstellung unrealistisch und ICH-fixiert. Nicht nur Du bist allein, auch Deine Mutter hat keinen Partner mehr, muss arbeiten gehen und ist vermutlich abends oder am WE völlig fertig und selber traurig. Darum kommt kein Gespräch zustande.

Was Du tun kannst:

  • Helfe im Haushalt, soviel Du kannst, um Deine Mutter zu entlasten - das wird sie freuen und erleichtern. Und dann findet sie auch wieder Kraft, sich Dir zuzuwenden.

  • Suche Dir Freunde, mit denen Du Dich zum Hausaufgaben machen treffen kannst. Gemeinsam macht das mehr Spaß und man kann sich auch gegenseitig helfen.

  • Geh in einen Sportverein, wo Du Kameraden findest, oder in einen Schachclub oder trete einem Chor bei - singen erhebt die Seele (wäre auch ein Tipp für Deine Mutter). Wenn man einmal in der Woche einen Termin hat, auf den man sich freut, sieht das Leben schon ganz anders aus.

  • Ladet Euch einmal in der Woche jemanden zum Kartenspielen o.ä. ein - Geselligkeit tut gut!

  • Mach mit Deiner Mutter am WE einen Ausflug - eine Wanderung kostet kein Geld. Ihr könnt gemeinsam ein Picknick vorbereiten und unterwegs Ratespiele machen. Dann kommt ihr schon ins Gespräch.

  • Umarme sie mal lieb, wenn sie abends traurig ist und sprich den Verlust an - die Sprachlosigkeit wirkt wie eine Mauer zwischen Euch.

So, ich hoffe, ich konnte Dir helfen. Alles Gute Euch beiden!

Gefühle können nicht falsch sein, zumindest nicht zu sich selbst. Schade, dass deine Mutter es nicht sieht, wie du dich fühlst. Sucht vielleicht gemeinsame Interessen oder geht zusammen ins Kino? ;) Schaden könnte es nicht.

Was möchtest Du wissen?