Bin ich zu "doof" für bestimmt Matheaufgaben und warum denke ich viel zu weit und kompliziert... Was kann ich an meiner Denkart ändern?

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5 Antworten

Hi :)

das kenne ich ausgezeichnet!!! Wir haben viele Gemeinsamkeiten :o

Ich bin Klassenbeste in Mathe und ich stehe auf einer 1+ (doof, dass es noch keine Punkte gibt!). Wenn ich so einfache Aufgaben sehe, kriege ich sie entweder nicht hin oder nehme einen komplizierten Weg. Beispiel:

f(x) = 1/2x³ -9/2x² +12x. Kann man das auch als f(x) = 1/2(x-1)²(x-4) schreiben?

=> Einfachste Antwort: Nein, da man in der zweiten Gleichung sofort sieht, dass ein Absolutglied entstehen muss.

=> Weg, den ich wählte: erstmal x in der Funktion ausklammern, dann PQ-Formel verwenden, dann schauen ob das mit den Linearfaktoren passt.

Läuft beides auf "nein" hinaus, ich bin aber komplexer vorgegangen. Dadurch, dass ich mich viel mit der Oberstufenmathematik befasse, denke ich komplexer als meine Mitschüler. Das kann einem auch mal Steine in den Weg legen, wenn man nicht auf die primitivste Lösung kommt! ;)

Ist aber nicht so schlimm. Hauptsache, du kriegst es hin. Und dass du kompliziert denken kannst, zeugt schon von gewisser Klugheit! Wenn ich so sehe, dass einige meiner Mitschüler nicht mal die einfachsten Rechnungen kapieren...aber jeder hat eben Stärken und Schwächen. Bei uns ist es wohl Mathe :))

LG ShD

Kompliziert sind meistens die Lösungswege, die allgemein angewendet werden können. Beherrscht du diese, kannst du mit Fug und Recht behaupten, dass du das verstanden hast und dich erfolgreich solchen Aufgaben stellen.

Um zu trainieren, kürzere Wege zu finden, würde ich es erst einmal lang lösen und dann schauen, wo du hättest optimieren können.

Beispiel:

Finde die Nullstellen von x² - 9 

Gelernt: quadratisch, Normalform → pq-Formel

x1,2 = -0 +/- Wurzel( 0 + 9)
x1 = 3, x2 = -3

dann siehst du vielleicht, dass beides quadriert 9 ergibt, also x² = 9 ergibt. Dann fällt dir vielleicht auf, dass du die Ausgangsgleichung auch hättest umkstellen können:

x² - 9 = 0 | +9
x² = 9 | Wurzel

Wenn du dann noch länger sinnierst fällt dir vielleicht auf, dass x quadriert wird und 9 eine Quadratzahl ist und dazwischen ein - steht. Also könntest du auch direkt eine binomische Formel anwenden:

(x²-9) = (x+3)(x-3)

Das entspricht der Linearfaktorzerlegung, aus denen du die Nullstellen direkt ablesen könntest.

Du musst in der Mathematik die Aufgaben in Typen einteilen.Jeder Typ hat einen Lösungsweg.

Um eine Aufgabe lösen zu können ,muss man folgendes wissen :

1) Den Lösungsweg selber mit allen notwendigen Rechenschritten

2) Alle notwendigen Formeln

3) Die dazugehörigen mathematischen Tricks

Der Rest ist dann nur noch Übungssache."Übung macht den Meister" !!

Du legst dir zu Hause eine Aufgabensammlung an und mit den Jahren,wird diese immer größer.

Wenn dann eine Aufgabe ansteht,erinnerst du dich daran,wie diese gerechnet wird,oder du schaust einfach nach.

Zu einer vernünftigen Matheausrüstung gehört ein Mathe-Formelbuch,ein Graphikrechner und Lösungsbücher mit vielen durchgerechneten Beispielaufgaben.

Ich habe zum Beispiel die Mathebücher von Kusch/Rosenthal,Girardet Verlag  Essen 1980

Es gibt hiervon mehrere Bände mit Lösungsbücher.Man ist somit völlig unabhängig von Schule,Lehrer und Nachhilfe.

Man geht nur noch in die Schule um zu erfahren um welche Aufgaben es geht.

Zu Hause liegen diese Aufgaben schon vor ,mit Lösungsweg,Formeln und Rechentricks.

Alles andere ist dann nur noch Übungssache !!  

"Du musst in der Mathematik die Aufgaben in Typen einteilen.Jeder Typ hat einen Lösungsweg."
Vergiss es.

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Als kleine Weisheit:

Halte die Dinge so einfach, wie möglich.

Dinge zu verkomplizieren lohnt sich eigentlich immer nur dann, wenn man in irgendeiner Weise was zu verbergen hat :p

Ich hatte das im Übrigen auch auf dem Gymnasium als Problem gehabt - war wirklich nicht sonderlich hilfreich.

Als ich dann "eine Auszeit" auf der Realschule nehmen musste und gelernt hatte die Dinge viel simpler zu sehen, ging auch alles deutlich einfacher von der Hand und so konnt ich das später auf dem selben Gymnasium nach dem Wechsel sehr gut einsehen und umsetzen, um problemlos mein Abitur zu bestehen ;)

leider ist das nicht im allgememein gültig.

Es gibt dutzenden beweise, bei denen die allgemeine form wesentlich einfacher zu zeiegn ist als ein spezialfall.

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@Asandil11

Selbsterkenntnis ist ja bekanntlicher Weise immer der erste Schritt ;)

Der Rest kommt dann eigentlich schon von allein.

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ist normal. ich hab auch vieles zu kompliziert angegangen. und komplizierte aufgaben dann in einem dreizeiler gepackt. solang der weg und das ergebnis stimmen ists egal wie du dahin kommst.

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