Bin ich wirklich authist?

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9 Antworten

Wohl kaum. Wenn du es so weit gebracht hast, dass du eine Arbeitsstelle hast, bist du allenfalls ein Asperger-Autist. Asperger ist eine milde Form des Autismus, die oft von Inselbegabungen begleitet wird. 

Allerding ist damit nicht gesagt, dass du vielleicht an einer anderen psychischen Störung leidest, an einer Angststörung oder einer sozialen Phobie, danach klingt es irgendwie. Bei solchen Störungen tauchen oft autistische Züge bei den Betroffenen auf. Ich wäre als Kind vom heutigen Standpunkt aus locker als Autist durchgegangen, aber heute ist es klar, dass dieser Autismus eine Begleiterscheinung einer posttraumatischen Belastungsstörung war. Vielleicht solltest du dich einem Psychiater vorstellen, die können das recht gut einordnen. Eine Therapie wäre sicher kein Fehler, mir hat das auch sehr geholfen.

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Kommentar von Pramidenzelle
03.07.2016, 21:20

Hallo Webheinerle,

es gibt durchaus Autisten, egal ob Asperger oder eine andere Art, die erst im Erwachsenenalter diagnostiziert werden, einen Job haben und so weiter. Und es gibt auch Asperger-Autisten, die es nie schaffen, im Berufsleben Fuß zu fassen. Für eine Diagnose ist das also ein völlig ungeeignetes Kriterium.
Zum anderen birgt der Begriff "milde Form des Autismus" eine ganze Menge Zuündstoff. Ja, manche Autisten fallen im Alltag weniger auf. Das heißt aber nicht, dass sie deshalb weniger Leidensdruck haben, als andere Autisten, die man "auf den ersten Blick" als solche erkennt. Das ist extrem unterschiedlich, deshalb ist es eigentlich besser, die Begriffe von leichten oder schweren Formen ganz zu streichen.
Außerdem ist die Unterscheidung Autismus/Asperger-Syndrom bereits mehr oder weniger hinfällig, da die drei Einzeldiagnosen (Kanner, Asperger, Atypisch) zugunsten der Autismus-Spektrum-Störung abgeschafft werden. Autisten sind irgendwo im Sprektrum, und krampfhaft in diese drei Schubladen einsortieren zu wollen funktioniert nicht.

Einen gut an die NT-Welt angepassten Autisten mit Kanner-Syndrom (den man vielleicht als "hochfunktional" bezeichenen würde, wenn man nicht wüsste, wie sehr Autisten diese Labels stören) von einem ebenfalls gut angepassten Asperger-Autisten im Erwachsenenalter zu unterscheiden, das fällt selbst den Diagnostikern nicht leicht und braucht teilweise mehrere Tage dauernde Diagnosegespräche - das kann weder einer von uns hier im Internet noch ein Praktikumsarbeitgeber leisten (naja, außer vielleicht, recklinghausen1 hat sein Praktikum bei einem auf Autismus spezialisierten Psychiater gemacht, aber dann würde er die Frage wohl anders stellen...?).

Liebe Grüße
Die Pramidenzelle

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Schlag auf Wikipedia die typischen Symptome nach. Dann kannst du einschätzen, ob Autismus bei dir in Frage kommt. Diagnostizieren kann es im Endeffekt aber nur ein darauf spezialisierter Psychiater.

Ein paar klassische Merkmale, welche die meisten Autisten an sich selbst beobachten:

  • Du kannst nicht gleichzeitig zuhören und in die Augen schauen.
  • Du hast ein Riesenproblem mit Lärm, Knallgeräuschen oder grellem Licht.
  • Mitschüler mobben dich, ohne dass du sie bewusst proviziert hättest.
  • Du brauchst mehr Ruhe und Einsamkeit als andere Leute.
  • Wenn du dich für etwas interessierst, wirst du darin schnell super gut. Was dich nicht interessiert, kannst du nur sehr schwer lernen.
  • Leute sagen dir, dass du ständig gelangweilt aussiehst und zu viel / zu wenig / zu laut / zu leise redest.
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Wenn du meinst sprich mit deinen Hausarzt drüber. Ferndiagnosen sind da unsinnig. Das ist kein Schnupfen wo man sagt da läuft Rotz also ist's Schnupfen. Der Ausbilder weiss da auch gar nichts, ausser er ist Facharzt und der würde nicht vermuten sondern untersuchen....

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Also, falls du dein Praktikum tatsächlich bei einem, auf diese Fachrichtung spezialisierten, Psychiater gemacht haben solltest, dann könntest du diesen ja auch gleich mal fragen, ob er dich als Patient weiter behandeln kann !

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Wenn dein Arbeitgeber ein erfahrener Psychiater ist, hat er wohl recht. Wenn er das nicht ist, dann redet er Stuss. Hör einfach nicht hin, bzw. grenz dich höflich ab.

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Selbst wenn dein Arbeitgeber ein Psychiater ist, kann er dir nicht auf den Kopf zu sagen, dass du Autist bist. Das bedarf immer noch einer ausführlichen Diagnostik.

Also mach dich nicht verrückt!

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Der AG kann doch keine Diagnosen stellen. Das wäre schon früher in der Kindheit, Schule, beim Kinderarzt usw. aufgefallen. Du kannst aber mal deinen Hausarzt bei Gelegenheit darauf ansprechen wenn du es willst und wenn du dir deshalb Gedanken machst. Eine leichtere Form von Autismus wäre das Asperger-Syndrom. Aber auch das hat jetzt nichts zu bedeuten.

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Kommentar von Pramidenzelle
03.07.2016, 21:23

Es gibt durchaus Autisten, die erst im Erwachsenenalter diagnostiziert werden, aber es gibt nicht wirklich "leichte Formen von Autismus" und das Saperger-Syndrom als eine solche zu bezeichnen ist erst Recht Unsinn - ich verweise gerne auf die Anmerkung, die ich zu Webheinerles Kommentar geschrieben habe.

Viele Grüße
Die Pramidenzelle

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Das musst du testen lassen

Da gibt es aber auch andere merkmale wie zb das du schneller ausrastest oder manche flachwitze nicht verstehst oder wenn du was nicht ferstehst wütend wirst das sind so ein paar anzeichen

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Kommentar von Pramidenzelle
03.07.2016, 21:26

Es gibt vielleicht Autisten, die schnell ausrasten, aber das ist kein Diagnosekriterium - und es gibt auch jede Menge Autisten, die eher ruhig und zurückhaltend wirken und die Allerletzten sind, die ausrasten...
Ich bin mir nicht sicher, was genau du mit "Flachwitzen" meinst, aber womit Autisten manchmal Schwierigkeiten haben, das ist Ironie und Sarkasmus. Allerdings trifft das auch nicht auf alle und unter allen Umständen zu.

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Das würde zumindest die Fragen erklären, die in letzter Zeit von dir kommen.

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