Bin ich während meiner OP (Vollnarkose) wach geworden?

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Nabend,

vermutlich bist du am Ende der OP ziemlich schnell wach geworden, noch bevor die Beatmungsmaske aus dem Hals gezogen wurde. Das ist durchaus in Ordnung. In der Regel haben die Patienten daran allerdings keine Erinnerung.

Der Anästhesist hat Speichel abgesaugt, bevor er die Maske herausgezogen hat. Vielleicht hat dieser Reiz zu einer kurzen Erweckung geführt. Anschließend bist du wieder eingeschlafen. Das fiese Zeug wird eine normale Maske mit Sauerstoff gewesen sein.

Eine andere Erklärung wäre, dass du eine paradoxe Reaktion auf ein Beruhigungsmittel hattest und noch vor der Narkose etwas auf dem Tisch herumgehüpft bist. Sowas gibt es schon mal bei älteren Patienten, bei jungen Menschen ist das ziemlich selten. Das würde erklären, warum so viele Leute um dich herumstanden. Die haben aufgepasst, dass du nicht runterfällst oder jemanden verprügelst. Kurz danach wirkte das Narkosemittel. ;-)

Der Arzt wird dir das erklären können. Kannst das Ergebnis ja mal posten.

Zunächst kann ich dich sehr gut verstehen. Denn ich habe auch ein furchtbares Erlebnis während der Einleitung gehabt. So wie du es beschreibst, lag dein Problem eher bei der Extubation, also während der Ausleitung. Meine Vorschreiber haben die meisten möglichen Gründe schon genannt. Darum gehe ich weiter nicht darauf ein. Solltest du jedoch auch an einen unerfahrenen Anästhesisten geraten sein der Fehler gemacht hat, muss ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass du den wahren Grund nie erfahren wirst. Der Anästhesist wird auch weiter nicht mit dir sprechen wollen. Er wird allenfalls eine schriftliche Stellungnahme abgeben, in dem er schreibt, dass es sich bei dir um eine ganz normale routinemäßige Narkose gehandelt hat. Denn nach der OP ist ein Patient so überflüssig bzw. so lästig, dass man ihn nicht wiedersehen möchte. Der Grund für dieses Verhalten? Ganz einfach! Der Pat. ist abgeschöpft und das Geld für die OP hat das Haus im Sack. Danach ist der Pat. unerwünscht denn es gibt nichts mehr zu verdienen. Aber du kannst noch eins machen! Laut Patientenrechte-Gesetz von 2013 hast du das Recht von der Chirurgie dein OP Protokoll und von der Anästhesie dein Narkoseprotokoll an zu fordern. Dies MUSS dir in Kopie ausgehändigt werden. Da kannst du dann schon ganz viel herauslesen bzw. erkennen, wie deine Narkose oder die OP verlaufen ist. Vorausgesetzt (was ich bei dir nicht vermute), dass etwas grob fahrlässiges passiert ist. In diesem Fall würdest du wahrscheinlich ein fingiertes Protokoll bekommen. So war es jedenfalls bei mir. Da aber in meinem OP Protokoll andere Namen (OP Personal) standen als wie in der Stellungnahme der Anästhesie und Chirurgie (ärztliches Gutachten), konnte ich beweisen, dass es sich um ein fingiertes Protokoll handelt. Da hatte die Chirurgie dummerweise nicht genügend mit der Anästhesie zusammengearbeitet, so das es zu widersprüchlichen Aussagen kam. Was ich dir damit sagen will, ist folgendes. Es gibt zwar nicht mehr die Götter in weiß, aber du wirst nicht erleben, dass ein Arzt einen Behandlungsfehler zugibt bzw. zugeben muss. Dafür sorgen schon die Lobbyisten in der Politik, dass die Gesetze nicht zu Gunsten der Pat. ausfallen. Darum am 24.09.17 wählen gehen!! Aber nicht die Parteien, die jetzt jahrelang genug Zeit hatten, diese Missstände zu beseitigen bzw ab zu schaffen. LG  

Was Sie schildern, ist eine relativ typische Situation aus der Phase der Narkoseausleitung, also der Beendigung der Narkose. Das Saugen "kurz nach dem Einschlafen" war das Absaugen von Speichel aus dem Rachen kurz vor der Extubation (bzw. ggf. der Entfernung der Larynxmaske, die bei Narkosen für Knie-Arthroskopien statt eines Tubus häufig verwendet wird), also während der Aufwachphase nach OP-Ende. Die Extubation war das, was Sie als das Gefühl beschreiben, Ihnen sei etwas aus dem Mund gezogen worden. Wahrscheinlich sind Sie etwas agitiert aufgewacht - deshalb die Aufforderung zur Ruhe. Möglicherweise ist nach der Extubation der Sauerstoffgehalt in Ihrem Blut (SpO2) etwas stärker abgefallen als üblich; deshalb wurde nochmal kurzzeitig die Gesichtsmaske mit einigen Litern Sauerstoff pro Minute vorgehalten. 

Soweit also alles relativ normal.

Was als etwas dramatischere Begebenheit auch gewesen sein könnte, ist ein sog. Laryngospasmus, d.h. ein Krampf der Kehlkopfmuskulatur, der durch Reize wie Speichel und/oder Absaugen mit einem Absaugkatheter hervorgerufen werden und die Atmung bzw. Beatmung eine Zeitlang behindern kann. Dazu würden die Unruhe und das Vorhalten der Sauerstoffmaske genauso passen wie zu einer "normalen" Agitation.

Ein Aufwachen während der OP/Narkose liegt nach Ihren Schilderungen m.E. zu 99,99% nicht vor. 

Zum Zeitpunkt der Extubation sind die allermeisten Patienten einigermaßen wach, so daß sie etwa auf Ansprache reagieren und z.B. auf Aufforderung die Augen öffnen u.ä.. Im Aufwachraum kann man sich mit den Patienten oft wunderbar unterhalten - und am nächsten Tag wissen sie nichts mehr davon. Also, Erinnerungslücken sind recht normal, was im übrigen ja auch nicht das Schlechteste ist.

Welchen Einfluss hat die Prämedikation bei der Narkose?

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