bin ich verpflichtet rückwirkend miete zu zahlen obwohl kein mietvertrag zustande kam?

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9 Antworten

Hat denn überhaupt Dein Ex einen Mietvertrag mit seinem Vater gemacht? Du hast bei ihm gewohnt und ich nehme an, das war nicht die gleiche Wohnung, in der auch die Eltern wohnen.

Falls also Dein Ex einen Mietvertrag hatte, dann bist Du zunächst einmal als Gast und maximal als Untermieterin zu ihm gezogen. Als Untermieterin aber ohne jegliche finanzielle Verpflichtung, denn Eure Einigung bestand wohl darin, dass Du die Haushaltseinkäufe übernimmst und auch sonst eher den Hausl spielst. Damit hast Du Deine Wohnkostenbeteiligung in anderer Form geleistet. Das zu behaupten und evtl. sogar zu belegen, dürfte Dir nicht schwer fallen.

Wer seine Freundin aus lauter Liebe aufnimmt und dabei vergisst, eine schriftliche Abmachung über die finanzielle Seite zu treffen, braucht hinterher nicht daher zu kommen und noch Geld zu verlangen.

Zeig einfach die kalte Schulter. Sollen sie doch klagen. Es wird sich heraus stellen, dass die Eltern überhaupt keine Vertragsbeziehung mit Dir hatten. Eine Klage seitens der Eltern würde also ins Leere laufen.

Würde Dein Ex klagen, hätte er wohl genauso schlechte Karten, wenn er nicht nachweisen kann, dass eine bestimmte Kostenbeteiligung von Anfang an vereinbart war.

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Status: Die ehemals als mitwohnende Lebenspartnerin in der Wohnung des Mieters ist aus dieser Wohnung ausgezogen. Ursprünglich hat der Mieter die Miete regelmäßig allein bezahlt. Die beiden Lebenspartner haben einen gemeinsamen Haushalt geführt, wobei der Mieter die Gesamtmiete aus seinem Einkommen bezahlt hat und die Partnerin die tägliche Versorgung aus ihrem Einkommen bestritten hat. Über diesen Zeitraum hinweg besteht kein Mietvertrag zwischen dem Mieter als Vermieter und der Partnerin als Mieterin (Untervermietung) weder schriftlich noch mündlich. Dem Eigentümer des Hauses war diese Konstellation bekannt und wurde zu mindest geduldet ohne aus der Situation ein Mietverhältnis zwischen Partnerin und Hauseigentümer herzuleiten. Der Vater als Hauseigentümer hat den Mietvertrag mit seinem Sohn als Mieter bisher nicht gekündigt. Auch sein Sohn hat seinerseits den Mietvertrag nicht gekündigt. Deshalb hat der Vater überhaupt keinen Anspruch gegen die ehemalige Partnerin seines Sohnes.

Aus der Tatsache, dass die Partnerin 3 x die Gesamtmiete aus ihrem Einkommen bezahlt hat ließe sich herleiten, dass hier ein Darlehen zinslos und unbefristet an den Sohn gegeben wurde, das nun gekündigt werden könnte. Keinesfalls ist damit ein Mietverhältnis begründet, denn die Mietsache ist immer noch im Mietvertrag zwischen Vater und Sohn befindlich. 

Raum für eine Anzeige besteht hier nirgendwo, denn es liegen keine Strafttatsbestände vor. Eine mögliche Zahlungsklage des EX wegen angeblicher Mietschulden könnte nun durch einen Vergleich wirksam aus der Welt geschafft werden. Er verzichtet auf eine Klage, du verzichtest auf Zurückzahlung des Mietdarlehens. Ein Vergleich ist kein Schuldeingeständnis! Während du die Mietzahlung durch Kontobelege beweisen kannst, hat er außer deiner Anmeldung als Wohnadresse nichts in der Hand.

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Kommentar von bittehelfen1
21.03.2016, 12:08

das trifft alles zu! vater und sohn drohen mir damit, doch wie es scheint kann ich ruhig schlafen...

dankeschön :)

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Du bist einst zu deinem Freund mit Einwillgung seiner Eltern gezogen und wurdest nicht in seinen Mietvertrag aufgenommen. Du bist also rein rechtlich keine Mieterin die für irgend etwas haftbar gemacht werden kann.

Ich sehe absolut keinerlei Handhabe, jetzt für die Zeit des beendeten Zusammenseins mit deinem Freund von dir Miete rückwirkend einfordern zu können bzw. dürfen.

Weise das Ansinnen konsequent zurück wegen fehlender Rechtsgrundlage.

Die Drohung, dich anzuzeigen ist Humbug. Hier geht s um Zivil- und nicht Strafrecht.

Der Vater könnte klagen, würde aber unterliegen.

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Sie müssten dir nachweisen, dass du mit ihnen einen Vertrag abgeschlossen hast. Da dies nicht passiert ist, können sie folglich keine Miete verlangen.

Kurz und knapp: nein, können sie nicht.

Die Beweislast liegt da übrigens beim Vermieter, du musst also nicht nachweisen, dass du keinen Mietvertrag hattest.

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Kommentar von bittehelfen1
21.03.2016, 03:53

da mein ex sehr schnell festgestellt hat, dass er es sich erlauben konnte arbeitslos zu werden und auch zu bleiben, habe ich für 3 monate die miete übernommen. als ich dahinter kam das er mich nur ausnutzt, habe ich die zahlung eingestellt. ob mir das jetzt zum verhängnis werden kann?

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bin ich verpflichtet rückwirkend miete zu zahlen obwohl kein mietvertrag zustande kam?


Ja. Mietverhältnisse kommen auch mündlich, selbst durch schlüssige Handlungen ohne schriftlichen Mietvertrag zustande :-O

Wenn die Eltern als Vermieter ihrem Sohn als Mieter deinen auf Dauer angelegten Zuzug gegen Zahlung eines erhöhten Nutzungsentgelts und Erhöhung der Nebenkostenvorauszahlungen zustimmten, haben sie diesen Anspruch.

Wie kommt man auf die Idee, dass die Vermieter dich aushalten wollten, ohne dass du an den erhöhten Wohnungs- und Nebenkosten deinen Anteil beisteuerst?
Deine Meldeanschrift ist hinreichend, diese entgeltpflichtige Nutzung als weitere Mieterpartei ihrer Wohnung gezogen zu haben.

G imager761


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Kommentar von skydog1311
21.03.2016, 09:17

Nein! Die Ansprüche können sie allenfalls gegen ihren Mieter (Sohn) geltend machen! Im Innenverhältnis könnte er Ansprüchen stellen, sofern vereinbart war sich die Miete zu teilen etc. Das ist hier nach Angaben der Fragestellerin aber eben nicht erfolgt und nie vereinbart gewesen.

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Ein mündlicher Vertrag ist ebenfalls rechtsgültig. Beispiel: Du gehst im Aldi einkaufen. Du musst mit dem Kassierer kein Wort reden, jedoch schliesst du trotzdem einen Kaufvertrag ab, selbst wenn du nicht mal die Quittung haben willst.

Da er beweisen kann, dass du bei ihm gewohnt hast und du nicht beweisen kannst, dass du einen Cent bezahlt hast, wirst du wohl die Miete zahlen müssen.

MfG

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Kommentar von SmilingShisha
21.03.2016, 04:21

Aus der Frage geht allerdings nur heraus, dass die Miete, die der Sohn des Vermieters zu tragen hatte, von ihr übernommen wurde, da er zahlungsunfähig war. Sie sagt klar und deutlich, dass sie KEINEN Mietvertrag geschlossen habe. Also auf welcher Rechtsgrundlage sollte sie zu einer Zahlung verpflichtet sein?

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Kommentar von skydog1311
21.03.2016, 05:43

Welche Miete denn? Es wurde keine Miete ausgehandelt und ausserdem ist fraglich, ob denn hier Miete gezahlt werden musste. M.E. geht es um Nebenkosten. aber auch hier wurde nichts vereinbart.

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Nein, das ist nicht möglich.

Sonst könnte ja jeder für irgendwelche Leistungen die mach sich im Nachhinein ausdenkt abkassieren.

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Kommentar von bittehelfen1
21.03.2016, 04:46

da ich jetzt nach der trennung bei meinen eltern wohne,muss  ich für die anmeldung hier im haus eine monatliche zahlung an den vermieter von 25 € tätigen. an der ursprünglichen miete hat sich nichts geändert. 

mein ex allerdings verlangt min. 80€ pro monat für das komplette letzte jahr (nur nebenkosten) 

der hat werder einen vertrag noch haben wir jemals etwas mündlich abgesprochen.

ich bin zu ihm eingezogen weil er es so wollte. er hat miete usw gezahlt und ich habe für einkäufe usw gesorgt...

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Kommt auf den Zeitraum drauf an und ob du behördlich umgemeldet warst.

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Kommentar von bittehelfen1
21.03.2016, 04:50

ich war da angemeldet

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Kommentar von skydog1311
21.03.2016, 05:44

Dass sie offiziel dort gemeldet war, löst nicht zwangsläufig irgendwelche Zahlungsverpflichtungen aus!

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Können sie natürlich nicht, hätte sich der Typ vorher überlegen müssen. 

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