Bin ich undankbar oder bin ich im Recht? Eltern und Unterhalt

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10 Antworten

Deine Eltern sind etwas komisch, denn die Gesetze sind da sehr eindeutig: Bis zum Ende deiner Erstausbildung/Erststudium sind sie Unterhaltspflichtig. Wenn du jetzt 3 Ausbildungen geschmissen hättest wär das was anderes, dann könnten sie sich erstreiten, dass sie keinen Unterhalt mehr leisten müssen, aber so...nach einer Ausbildung, die abgebrochen wurde, weil du einen anderen Plan hattest, der dir einen höheren Bildungsabschluss beschert (was Eltern für ihre Kinder ja auch anstreben sollten), können sie ja rumeinern, wie sie wollen, ihren Pflichten entegehen sie so nicht. Am besten klagst du dir deinen unterhalt ein, denn dir steht definitiv mehr zu als jämmerliche 300€...besonders wenn Papa 100k im Jahr verdient. (Vielleicht liegts auch daran...denken sich, sie haben dich 18 Jahre durchgefüttern und wollen nun ihr hartverdientes Geld nicht mehr teilen...wer hat, gibt nicht gerne ab...je mehr man hat, desto "ungerner" tut man das...ist leider so...schade wenns dann die eigenen Kinder betrifft.)

Ich würd, wenns meine Eltern wären, sie fragen, was deren Problem damit ist, dass ich gerne einen möglicht hohen Abschluss haben möchte (bei Tarifbezahlungen bedeutet ein höherer Abschluss auch ein höheres Gehalt, wenns denen schon nur darum geht). Haben deine Eltern studiert? vermutlich nicht, sonst würden sie nicht versuchen, dir Steine in den Weg zu schmeißen. Vielleicht haben sie einfach Angst vor Leuten mit höherem Abschluss...oder sind neidisch, dass du diese Möglichkeiten hast und nutzen kannst, wo sie sie nicht hatten. Und wenn sie studiert haben, fragt sie, wieso sie dir das nicht gönnen, ob sie Angst haben, dass du sie vielleicht noch überholst...was auch wieder auf Neid zurück zu führen wäre.

Ich bin bereits 22 und habe die Ausbildung noch abgeschlossen:) Mein Papa hat "nur" eine Ausbildung und ist jetzt Abteilungsleiter - er denkt hält es klappt auch ohne. Dass die Zeiten vor 20 Jahren aber etwas anders waren, sieht er nicht:/

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@RosaSchm

Achso...abgeschlossen, das hatte ich irgendwie überlesen...naja, da sieht das gleich ganz anders aus.

Danach müssten dir deine Eltern nämlich eigentlich gar kein Geld mehr geben. Wobei ich da finde, dass sie es trotzdem sollten, wenn sie es können...

Ich finds aber komisch, dass die Bürgschaft deiner Eltern gebraucht wird, du bist volljährig, deine Eltern haben keine Unterhaltspflicht mehr. Für diesen Fall vielleicht mal über einen Studentenkredit nachgedacht?

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@MaraMiez

Die Bürgschaft kann von jedem sein, es geht nur drahm, nachzuweisen, dass jemand, falls ich es nicht kann, die Kosten dort für mich tragen kann und ich nicht auf dem Trockenenem stehe. Bis dahin werde ich ,hoffebtlich, durch meine Arbeit genug gespart haben (bisher reicht es allerdings noch nicht und die Bewerbungsfrist endet Anfang Mai), sodass ich keinen Kredit brauche, aber eben auch kein Vermögen nachweisen kann :/

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Deine Eltern zahlen Dir monatlich 300 Euro - dass sind 300 Euro mehr, als Dir von ihrer Seite rechtlich zustehen würden.

Denn Du hast bereits eine abgeschlossene Ausbildung, sie sind also nicht mehr unterhaltspflichtig für Dich.
Das Kindergeld, welches dir ggf. auch während der zweiten Ausbildung noch zusteht (bis zum 25. Geburtstag) könntest Du deshalb direkt an Dich auszahlen lassen ("Abzweigungsantrag").

Ab dem 18. Geburtstag ist ein Kind nun mal volljährig - und somit in erster Linie selbst für seinen Lebensunterhalt verantwortlich.
Nur, wenn es diesen nicht oder nicht vollständig allein erwirtschaften kann, müssen die Eltern noch unter die Arme greifen (Unterhalt).

Bereits ein Auszubildender muss also sein Ausbildungseinkommen vollständig (ggf. bis auf einen Freibetrag von 90 Euro) für seinen Lebensunterhalt einsetzen (Verpflegung, Unterkunft, Strom, Telefon, Kleidung, Freizeit, Auto, Versicherung etc...).

Wenn Du während Deiner "Bank-Lehre" ein dafür durchschnittliches Ausbildungsgehalt bekommen hast, wären die Eltern Dir schon während dieser Zeit in keiner Weise mehr unterhaltspflichtig gewesen....

Auch Eltern sollte ihr Recht zugestanden werden, ihren selbst erarbeiteten "Luxus" ab einem definierten Zeitpunkt nur für sich selbst verwenden zu dürfen......

Eltern sind einem Kind gegenüber unterhaltspflichtig bis zum Ende der Erstausbildung/ Erststudium. Ein Studium im Anschluss an eine Ausbildung ist dann unterhaltsberechtigend, wenn es sich um ein Studium handelt, welches auf den Beruf aufbaut- hier z.B. Betriebswirtschaft und von vorn herein klar war, dass sich das Studium anschließen wird. Sind diese Vorassetzungen nicht gegeben, besteht kein weiter Anspruch auf Unterhalt, zumal du ja schon bewiesen hast, von dem Einkommen als Bankerin leben zu können. Damit sind die 300,--€/ Monat ein Good will Leistung deiner Eltern und du kannst froh sein, sie zu bekommen. Und den Leuten die hier über die Eltern meckern- der Vater hat seinen Weg gemacht- er tut immer noch etwas für sein Kind- das vergesst ihr alle!

Hi, ich finde nicht das du um Unrecht bist.

Wir zahlen unserer Tochter auch noch Unterhalt, ähnliche Situation, nur das sie schon länger im Beruf stand und deshalb elternunabhängiges Bafög erhalten würden, wenn sie ihr "Vermögen" aufgebraucht hat.

Wir haben gesehen das unsere Tochter sehr fleißig, zielstrebig und erfogreich ist und wenn sie direkt nach der Schule hätte studieren wollen und können, ja dann hätten wir doch auch zahlen müssen.

Ich meine, wem sollten wir sonst helfen wenn nicht unseren Kindern. Natürlich müssen wir uns deswegen nicht einschränken, aber wenn man kann....

Dein Vater hat dür sein Geld hast gearbeitet und vermutlich noch nie etwas bezahlt, wovon er nicht überzeugt war. Von deinem Srudium ist er nicht überzeugt. Lass ihn- sei genauso stur, mach dein Ding!

300€ sind auch nicht wenig, ich kann aber wie gesagt hier in der Stadt (eher teure Mieten und hohe Einkommen) nicht mal die Miete komplett decken.

Und ich weiß, dass sich andere Eltern so viel nicht leisten können, mir geht es aber darum, dass meine Eltern sich auch ohne Einbußen und ohne es zu merken mir auch zumindest sonviel zahlen konnten , dass zuminxst Kosten für Uni, Auto (die Uni ist ca 45min entfernt) und Essen gedeckt wären und ich mich statt auf einen Job aufs Studium konzentrieren könnte.

ZUmal.ich auch einfach mehr Begeisterung und mentale Unterstützung erwartet hatte, statt diese Bittstellerei und Undankbarkeit vorgeworfen zu bekommen

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@RosaSchm

Verstehe ich gut - aber dein Vater unterstützt dich erst wieder, wenn du ihm bewiesen hast, dass du es so kannst. Der hat einfach andere Werte!

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Recht haben und recht bekommen ist zweierlei.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob du da Ansprüche rechtlich geltend machen könntest.

Wo ich mir sicher bin ist, dass deine Eltern, allen voran augenscheinlich dein Vater, unmoralisch handeln.

Ich bin grad beim Suchen auf folgende Seite gestoßen:
http://www.zweit-ausbildung.de/uni/unterhalt.htm

Das Impressum liest sich ganz interessant und mit ein wenig Muße ist sicherlich auch herauszubekommen, was an der Sache dran ist.
Auf jeden Fall scheint es da evtl. weitere Möglichkeiten einer Förderung zu geben ... bis hin zur Ausbildungsfinanzierungspflicht durch die Eltern bei einer Zweitausbildung...

Ich drück dir die Daumen, dass du dort Hilfe bekommst.
Sonst gibt's auch noch den AStA und die Studienberatungsstellen (inkl. Sozialarbeitern), die dir bestimmt Tipps geben können.

Alles Gute,
Ortogonn

hmm , ich weiß gar nicht wie du darauf kommst das deine Eltern dir das alles finanzieren sollen...............du hast deine erste Ausbildung bei der Bank erfolgreich abgeschlossen und somit haben deine Eltern ihre Pflicht erfüllt und sind raus aus der Nummer..............sie können dir zwar freiwillig was zahlen aber sie müssen das nicht.............und wenn du ihnen nun 300 Euro aus dem Kreuz geleiert hat dann ist das doch schon mehr als du erwarten darfst .......auch wenn sie relativ gut verdienen hast du trotzdem nicht den Anspruch das sie dir alles finanzieren was du so möchtest...................................

Da meine erste Ausbilduing nicht bafög-förderungsfähig war, steht mir noch immer Bafög zu bzw Unterhalt nach dem Bafög Gesetz. Als Abiturientin mit Hochschulreife habe ich Anrecht auf einmalige BafögFörderung bzw UNterhalt, wenn meine Eltern genug verdienen. Dieser Anspruch ist durch meine Bankausbildung NICHT vergolten. Zumal ich außer meinem Auto dort ohnehin alles selbst finanziert habe.

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Da du kein Bafög erhältst aufgrund der finanziellen Lage deiner Eltern, finde ich es dir gegenüber unfair das du nur 300 Euro bekommst! Naja Kannst du da nicht iwie auf anderem Wege versuchen Hilfe vom Staat zu kriegen?

wieso unfair ?..........sie hat doch eine Ausbildung abgeschlossen und somit KEINEN Anspruch mehr auf irgendwas..............da sind 300 Euro schon mehr als großzügig ...

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Ja und das sind Eltern? Ich mein sie sollten ihr Kind in allem unterstützen und solange es nötig ist!!! Und man sieht ja das es kein faules Kind ist das viel Geld kriegt und nichts tut sondern viel mehr erreichen will es aber alleine nicht schafft. Was bringt eine Ausbildung wenn man nicht in diesem Beruf arbeiten will?? Soll diese Person dann 5 Jahre arbeiten und sparen und dann mit allem beginnen? Unnötige Zeit Verschwendung, wenns auch anders geht.

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Also 300 Euro Unterhalt klingen eigentlich ganz fair. Ich wünschte meine Eltern könnten das für mich aufbringen. Kommt allerdings auch darauf an, wo man lebt und wie hoch die Lebenserhaltungskosten sind...

300€, wenn einer alleine schon um die 100k/Jahr verdient, ist weder fair noch realistisch.

Also wenn ich so viel verdienen würde und mein Kind würde studieren (egal was, solang es das aus Leidenschaft tut), würd ich sagen "Hier haste Geld für Wohnung und Essen und alles was du so brauchst und da haste noch was extra...konzentrier dich auf dein Studium, mach mich noch stolzer auf dich, als ich eh schon bin."

Eben so, wies die Eltern meines Mannes gemacht haben. Weils das ist, was Eltern tun sollten, wenn sie es schon können.

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@MaraMiez

Es tut niemanden weh auch ein wenig selbst für seinen Unterhalt neben dem Studium zu arbeiten. Egal wieviel die Eltern verdienen. Ich kenne so einige Kanidaten die alles im Studium von Mami und Papi finanziert kriegen, die sind teilweise echt faul bis zum Ende, verschwenderisch und arrogant. Die Eltern meines Freundes haben auch jede Menge Kohle, er muss trotzdem zwei Mal die Woche neben dem Studium Paletten zusammentackern, weil sie ihm eben nicht alles in den Hintern schieben... So lernt man wenigstens den Wert des Geldes zu schätzen und damit umzugehen. Ich arbeite auch neben meinem Studium das ist völlig zumutbar...

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@FrozenSoul234

Ich arbeite auch und habe da so auch keinen Klemmer mit , wurde mich aber gerne etwas mehr auf die Uni konzentrieren können, ohne gleich Schulden aufnehmen zu müssen.. Ich studiere ja für meine Zukunft und nicht ,um zu chillen und nebenbei zu jobben. Meine Eltern wissen, dass ich mich auf ihrem Geld niemals ausruhen würde, ich würde nur gerne wenigstens meine fixen Kosten decken können um zB während der Klausuren auch ohne Arbeit auszukommen.

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@RosaSchm

Ich schrieb ja auch "es kommt ja auch auf die Lebenserhaltunskosten an" von daher kann ich schon verstehen wo dein Problem liegt. Ich fand nur die Argumentation "wenn man genug hat soll man seinem Sprössling wirklich alles zahlen" nicht so toll aber die kam ja nicht von dir. Lassen deine Eltern denn wirklich nicht mit sich reden? Es sind doch immerhin deine Eltern... Manchmal reden die auch nur viel, würden aber trotzdem jederzeit helfen wenn es drauf ankommt.

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@FrozenSoul234

Deswegen sag ich ja, dass das Kind sich dann auch auf sein Studium konzentrieren soll. Wenns stattdessen nur am Party machen und chillen ist, würd ich auch ganz fix den Geldhahn zudrehen.

Mein Mann hat nebenbei auch gerbeitet, aber nicht weil seine Eltern ihm nicht genug Geld gaben, er hätt sie einfach fragen brauchen, sondern weil er wollte. Weil er sagte "Ich hab da ein Kind und eine Frau, denen gibt auch keiner was, ich kann sie wenigstens ein bisschen unterstützen." Bevor das Kind da war brauchte er es nicht und seine Eltern wollten es nicht, eben damit er sich aufs Studium konzentrieren kann (bei 60h/Woche nur fürs Studium kann auch keiner erwarten, dass man noch arbeiten geht). Und auch als das Kind da war, sagten seine Eltern, das Studium würde vor gehen, vors geld verdienen, sie würden auch für uns ainspringen, weil deren Enkel ist, weil ich die Schwiegertochter bin und wir damit zur familie gehören. Denen ist die famile und der Zusammenhalt und das gegenseitige Unterstützen einfach mal wichtiger, als sich übers Geld zu streiten.

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@FrozenSoul234

Geredet (oder gestritten) haben wir schon viel. Ich habe die Ausbildung und soll dankbar sein, uberhaupt etwas zu bekommen. Unser Verhältnis ist leider sehr schwierig und angespannt.

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@MaraMiez

Also ich kenne niemanden der jede Woche 60 Stunden fürs Studium aufbringt, außerdem haben die meisten keine Kinder. Arbeit tut nicht weh und man muss seinen Eltern auch nicht bis 30 auf der Tasche liegen. Ich kann das alles super verbinden, Uni, lernen und Arbeit, das ist wirklich keine Zauberkunst.

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Da hast du wohl ganz schön Pech gehabt mit deinen Eltern.

Erinnere sie mal daran, dass du ihr Altersheim aussuchst!

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