Bin ich süchtig nach nasenspray?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, du bist süchtig. Kein Geheimnis ist es nicht, aber du solltest dir es abgewöhnen. Es ist als ob du dir jeden Tag Haare waschen würdest: Der Körper merkt es und produziert mehr Talk/Schleim

Ich an Deiner Stelle würde mich an einen (HNO-) Arzt wenden; vielleicht gibt es andere Mittel und Wege, die Dir helfen können, wenn erstmal die Ursache Deiner Probleme geklärt wurde.

.Klingt nicht gut, lass es auf jeden Fall mal komplett weg und schau wie es sich entwickelt

@miamunich123,

auch ich verwende sehr gerne Nasic. Allerdings höchstens einmal in der Woche oder zwei Stunden, bevor ich die Praxis eines Zahnarztes aufsuche.

Es ist schädlich, ein Spray wie Nasic regelmäßig und durchgehend zu verwenden. Ich empfehle dir, einmal einen Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen aufzusuchen und dich von ihm beraten zu lassen.

Besser als die Verwendung eines abschwellenden Nasenspray ist die operative Kappung der Nasenpolypen. Auch zu diesem Thema berät dich sehr gerne der HNO.

Freundliche Grüße

Delveng

Vorsicht bei längerer Anwendung: Schleimhäute können austrocknen

Bei längerer Anwendung gewöhnen sich die Schleimhäute an die regelmäßige Dosis. Als Folge kommt es zu einem Rebound-Phänomen. Sobald die Wirkung des Nasensprays nachlässt, schwellen die Schleimhäute übermäßig an. Das verleitet dazu, das Spray erneut zu benutzen. Anstatt die Nase zu befreien, führt der dauerhafte Gebrauch so zu einem chronischen Schnupfen. In dieser Situation kommt es zu einem Teufelskreis: Das Nasenspray lindert die Schnupfen-Symptome zwar kurzfristig, erhält sie aber gleichzeitig aufrecht. In schweren Fällen kommt es zu Erstickungsängsten und Stimmungsschwankungen, sobald die Betroffenen das Medikament absetzen.

Die dauergereizten Nasenschleimhäute können allmählich austrocknen. Die Nase kann somit ihre Abwehrfunktion nicht mehr erfüllen. Das erhöht das Risiko von Keimbefall. „Außerdem können sich in den Nasenhöhlen Borken bilden und die Nase blutet sehr leicht“, warnt Reichel.

Schwierige Entwöhnung von Nasensprays

Um die Abhängigkeit zu beenden, ist es wichtig, zuvor den Grund für die Verwendung des Sprays zu identifizieren und zu behandeln. Sonst besteht bei chronischen Ursachen wie Allergien die Gefahr, dass der Betroffene später wieder zum Nasenspray greift und die Sucht erneut beginnt. Zur Entwöhnung empfiehlt der Arzt eventuell kortisonhaltige Nasensprays. Eine weitere Möglichkeit ist, zuerst nur bei einem der beiden Nasenlöcher auf das Spray zu verzichten.

Bei beiden Methoden müssen die Betroffenen einige Tage mit verstopfter Nase und mühsamer Atmung überstehen. In dieser Zeit ist die Rückfallgefahr besonders groß. „Ist die Nasenschleimhaut aber erst einmal entwöhnt, erholt sie sich in der Regel auch vollständig“, sagt Reichel.

Quelle:

http://www.apotheken-umschau.de/Erkaeltung/Nasensprays-Achtung-Suchtgefahr-117323.html

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