Bin ich süchtig nach Fesselungen?

5 Antworten

Ich bin der Ansicht, dass man gerade im Bereich BDSM mit Kritik vorsichtig sein sollte, denn nur weil etwas gesellschaftlich nicht mehrheitlich akzeptiert ist, heißt das ja nun noch lange nicht, dass eine psychische Störung vorliegt.

Allerdings sehe ich hier in der Tat ein Problem.

Zum einen wird dein Alltagsleben durch deinen Fetischismus eingeschränkt, zum anderen leidet sogar deine Fähigkeit, wichtigere Dinge vorzuziehen.

Dass diese Begeisterung dich von deinem Selbstverletzenden Verhalten (SVV) abhält ist sicher positiv - in deinem Fall sieht es für mich eher so aus, als würde hier der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben.

Auch wenn der Vergleich hinkt, wäre es in etwa so, als würde man die Heroinsucht durch Alkoholismus ersetzen. SVV durch Extremfetischismus zu ersetzen scheint mir wenig sinnvoll.

Ich bin kein Psychiater oder Psychotherapeut und ich kenne dich natürlich nicht einmal persönlich. Grundsätzlich steht es mir auch nicht zu, die Vorlieben oder Neigungen anderer Menschen zu verurteilen.

In deinem Fall sehe ich als Laie allerdings tatsächlich auch in diesem Fetischismus ein psychisches Problem, da es massiv deinen Alltag beeinträchtigt.

Ich kenne selbst Personen die eine Begeisterung für Bondage haben, deren Leben aber nicht derart massiv eingeschränkt wird. Für sie ist es in der Tat nur ein "unkonventionelles Hobby" und kein Suchtverhalten.

Aus diesem Grund würde ich in deinem Fall dazu raten, das Thema mit einem Experten zu besprechen - ich nehme an, du bist wegen der Selbstverletzung bereits in Therapie und hast eine Bezugsperson?

Alles Gute

Also ich würde sagen, selbst unter BDSMlern ist das nicht mehr ganz normal.

Hm... vielleicht ist das Problem, dass asexuell bist; ich verstehe das jetzt so, dass du dich dabei nicht befriedigst.... normalerweise machen BDSMlern vielleicht ne Stunde Fesselspiele und haben dann Sex oder besorgen es sich selbst... und dann ist Schluss... wenn bei dir dieses Ventil fehlt, hört dein Verlangen nach den Fesseln nie auf und du machst immer weiter und vergisst dadurch alles um dich herum...

Vielleicht würde es helfen, wenn du noch einen Partner/Partnerin bzw. Mitbewohner um dich herum hättest, mit ähnlichen Interessen aber der darauf aufpasst, dass du dein normales Leben nebenbei im Griff hast.

By the way, wenn du gute Tipps für selber fesseln hast, kannst dich gerne mal bei mir melden ;-)

Das ist die Selbsttherapie für Ritzer: selber fesseln! Prima. Wär ich nicht drauf gekommnen.

Wie höre ich mit zu harter Selbstbefriedigung auf (die sich mittlerweile schon zu einem Fetisch entwickelt hat)?

Ich befriedige mich schon lange selbst (mit Videos) und mir ist aufgefallen, dass sich immer etwas steigern muss und es immer dreckiger werden muss, bis es mich erregt.
Das ganze hat sich jetzt auch noch zu einem Fetisch (BDSM) entwickelt.
In der letzten Nacht hatte ich einen Herr,
der mich gezwungen hat bestimmte Sachen in mich reinzustecken und ich musste mich mit heißem Wachs übergießen.
Ich will das nicht mehr, ich komme mir so schlecht vor.
Habt ihr Vorschläge, wie man das wieder abschwächen kann?
Mir ist klar, dass ich wahrscheinlich nie aufhören kann mich zu befriedigen,
aber das möchte ich auch gar nicht.
Ich möchte einfach, dass dieses Verlangen nach dem Extremen aufhört.
Es belastet mich wirklich sehr,
dass ich nachts schon nicht mehr schlafen kann. Diese Nacht hatte ich allerhöchstens 2 Stunden Schlaf.

Danke für jeden Vorschlag

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