bin ich schon beim job center gemeldet ergo darf ich nicht mehr verreisen?

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5 Antworten

Also bist du ab dem 01.11.2015 als Arbeit bzw.Ausbildung suchend gemeldet und demnach darfst du auch nicht mal eben so für ein paar Monate Urlaub machen,wenn dann ohne Anspruch auf Leistungen und dazu zählt nicht nur dein Regelsatz,sondern auch dein Kopfanteil ( 50 % wenn ihr 2 Personen in der Wohnung seid ) der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und deine Beiträge zur Kranken und Pflegeversicherung !

Die müsstest du dann selber tragen und dazu ggf.noch eine Auslandsversicherung.

In den ersten Monaten steht dir in der Regel kein Urlaub ( Ortsabwesenheit ) zu und selbst wenn,dann beträgt diese 21 Tage pro Jahr,die dir dann auch gezahlt würden,wenn die Abwesenheit schon von Beginn an länger als diese 21 Tage ( 6 Wochen ) betragen würde,dann würdest du selbst für diese 21 Tage schon keine Leistungen bekommen.

Wer sagt dir denn das du nicht jetzt auch schon einen Anspruch hast ?

Wenn du deine Vergütung für Oktober noch im Oktober auf dein Konto bekommen hast ( Zuflussprinzip ) dann hättest du ab dem 01.11.2015 Anspruch auf ALG - 2,selbst wenn du es erst im November bekommen hättest,käme es auf die Höhe deines Brutto und Netto an und wie hoch die KDU - ist.

Aber wenn du deine Ausbildung ohne wichtigen Grund abgebrochen hast,dann würde dir eine Sperre von 3 Monaten drohen,also 100 % keine Leistungen.

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Kommentar von user203999302
03.11.2015, 20:47

richtig, ich hab die vergütung am 25. oktober bekommen, das waren 670 euro brutto und um die 535 euro netto. meinen sie, mir steht hartz 4 nun schon ab november zu? meine mutter meinte nein, weil die ich die kündigung meines arbeitgebers erst ende november ehralte. stimmt das?

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Wenn du Leistungen beziehst, musst du sicher stellen, dass du das JobCenter innerhalb von 24 Stunden erreichen kannst. In diesem Rahmen darfst du selbstverständlich verreisen.

Einmal im Jahr kannst du AUF ANTRAG bis zu 3 Wochen "Ortsabwesenheit" beantragen.

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Kommentar von isomatte
03.11.2015, 20:25

Wo hast du denn das her Hans ?

Ohne die Genehmigung einer Ortsabwesenheit hat man sich im ortsnahen Bereich aufzuhalten,dass bedeutet,dass man dem Jobcenter bei einem evtl.Anruf innerhalb einer gewissen Zeit zur Verfügung stehen muss,um z.B.ein kurzfristiges Stellenangebot bzw.Vorstellungsgespräch wahrnehmen zu können.

Dabei geht man von 1 1/2 bis 2 Stunden aus.

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Du hast Dich sicher ab November arbeitssuchend gemeldet. Damit steht Dir im Jahr drei Wochen Urlaub zu. - Normalerweise wird Urlaub nicht zu Beginn genehmigt, in einem Arbeitsverhältnis nicht, und sicher auch nicht vom Arbeitsamt / Jobcenter.

Paar Monate Urlaub machen und gleichzeitig Geld vom Jobcenter zu bekommen, ist nicht drin. Du sollst ja Deine finanzielle Hilfsbedürftigkeit möglichst schnell beenden, und dazu musst Du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. - Hartz IV ist ja kein Bedingungsloses Grundeinkommen, sondern soll als Überbrückung dienen, bis Du (möglichst bald) Arbeit hast und finanziell unabhängig bist.

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Vorsorglich diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch **Infos im Vertrauen** landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

     (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem
           Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem
           Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen
Behördenlotsen
Behördenbegleiter
Hartz IV Mitläufer
Hartz IV Gegenwind e.V.
Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen. - Einzig nicht mehr aktuell in der Info: Darin wird erklärt, dass Beistände sich nicht ausweisen müssen (liest Du ja dann dort). Das Sozialgericht Stuttgart urteilte unlängst: Ämter können vom Beistand verlangen, dass er sich ausweist.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

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Du brauchst eine Ortsabwesenheitsgenehmigung. Die kann dir der zuständige Sachbearbeiter erteilen.

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Kommentar von DerHans
03.11.2015, 10:19

Ganz sicher nicht, vor Ablauf von 6 Monaten.

In der ersten Monaten ist die Vermittlungschance noch am größten.

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