Bin ich nun ein Transmann?

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8 Antworten

@ Alexander: Ob RisingAngel unter seinem Körper leidet oder nicht überlasse doch bitte ihm. Zweifel sind normal und wichtig, denn sie ermöglichen es Dir, Dich zu reflektieren und nicht blindlinks und unüberlegt in eine Sache hineinzustürzen. Außerdem ist Transsexualität immer eine Selbstdiagnose, die über das Ausschlußverfahren (gibt genug andere psychische Störungen, die eine Transsexualität vorgauckeln können) durch einen Therapeuten bestätigt wird.

@ RisingAngel: Es ist gut, daß Du einen Termin bei einem Therapeuten hast. Ich hoffe, der ist auch TS-erfahren. Die Wartezeiten sind bei den richtig guten Therapeuten leider immer recht lang, weil sie halt so begehrt sind. Gute Therapeuten sprechen sich halt schnell um. :-) Habe keine Angst vor dem Therapeuten. Wenn er gut ist, arbeitet er mit Dir ergebnisoffen. Weder drängt er Dich noch hält er Dich ab. Die Geschwindigkeit bestimmst ganz alleine Du. Was Du wirklich bist kann Dir hier keiner sagen. Erstens kennen wir Dich nicht persönlich, zweitens sind wir keine Psychologen und drittens sind Ferndiagnosen nicht machbar.

Ich selber bin mittlerweile post-OP, heißt ich bin fertig mit meinem Weg. Und ich bin wahrlich nicht einsam. Früher war ich einsam, ich habe mich schrecklich gefühlt, daß auch ausgestrahlt und damit fast jeden vergrault. Heute fühle ich mich frei und lebe sogar in einer harmonischen Partnerschaft. Ich kenne genug andere TM's, die in einer Partnerschaft leben, ganz egal ob schwul oder hetero.

Du kannst Dich gerne in unserem Forum ein bißchen einlesen: www.trans-eltern.de

Viel Glück - transeltern

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Hallo ich bin Transmann.

Es gibt auch Mädchen die gerne sportlichere Kleidung und kurze Haare tragen, das muss noch nichts heißen. Das Empfinden ist meiner Erfahrung nach bei jedem Transmann unterschiedlich.

Ich kann dir mal ganz kur schildern wie das bei mir war bzw. wie es immer noch ist (Ich bin in Behandlung habe aber noch keine Operationen vornehmen lassen)

Ich habe das ganze mit 5-6 zum ersten mal so richtig bemerkt, dieses "anders sein" aber ich dahcte mir in dem Alter nichts weiter dabei. ich war halt so. Ab der 3. Klasse habe ich darauf bestanden bei den Jungs aufs Klo gehen zu dürfen und habe immer zu meinen eltern gesagt, dass ich niemals Brüste bekommen will und ich habe immer geweint bei dem Gedanken mal Brüste oder meine periode zu haben. Doch das konnte man nicht vermeiden und es kam eben wie es kommen musste. Mit 10/11 kam ich in die Pubertät , bekam wie alle biologischen Mädchen meine periode und auch das Brsutwachstum. Ich glaube das war die schlimmste Zeit meines bisherigen Lebens ... ich bekam ein Ekelgefühl für meinen körper , dass ich bis heute noch habe. Ich binde mit derzeit z.B. die Brüste ab - also trage 5 meter elastische Bandagen um den Brsutkorb. das ist mehr als gesundheitsschädlich aber dafür bleibt meine Seele geschützt. Ich habe in den letzten 2 Jahren des öfteren Nervenzusammenbrüche bekommen weil ich teils stark mit meinem weiblichen Körper konfrontiert wurde. Ich habe Selbstmordversuche hinter mir usw. einfach weil ich dem Horror schutzlos ausgelierfert war. Ich bin täglich am Abend ins Bett und habe gebetet nicht mehr aufzuwachen obwohl ich nichteinmal gläubig bin. Ich habe geträumt wie ich glcklich bin und vollkommen männlich ... bin schließlich täglich aufgewacht , habe an mir herunter geschaut und bin in tränen ausgebrochen weil cih ejden tag aufs neue fetsstellen musste, dass ich immer noch im falschen Körper stecke.....

Ich weiß nicht ob du mit meinem Leben irgendwie etwas anfangen kannst oder ich einem anderen damit evtl helfen kann sich selbst zu finden. Wenn ja dann finde ich das sehr schön :)

Ich glaube aber durch deine Zweifel nicht so recht, dass du Transmann bist. Du leidest nicht wirklich unter deinem Körper - unter der angeborenen Weiblichkeit ..... Überstürze nichts vor allem nicht mit dem outing wenn du dir slebst noch nicht mal sicher bist. Ein therapeut ist natürlich schonmal sehr gut . Es gibt ja auch extra Ärzte für transsexuelle Jugendliche. Zwar mit längeren Wartezeiten aber es sind wenigstens Ärzte, die sich damit auskennen.

Gruß Alexander

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Kommentar von RisingAngel
15.03.2014, 11:46

Hallo Alexander,

bis zum 16. Lebensjahr, hatte ich überhaupt keine Zeit darüber nachzudenken da ich mich um meine saufende Mutter stets kümmern musste. Aber ab dem 16. Lj, als ich bei meiner Mutter rausgeholt wurde fing es an, dass ich ab und an drüber nachdachte. Dann aber auch so extrem das ich mich für meinen Körper gehasst habe, habe angefangen mir in die Brüste zu schneiden. Ich ekel mich (auch) schon lange vor meinem Körper, dieser passt einfach nicht zu mir. Und das ich nachts träume ich wäre ein Mann tue ich auch und nur im Traum bin ich glücklich! ...

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Wie bei allem, was aus dem gesellschaftlichen Rahmen faellt, dauert es eine Weile, bis man lernt aus diesem heraus zu steigen und zu dem zu stehen, was man eigentlich schon immer war. Auf diesem Weg ist man dann natuerlich immer wieder von vielen Zweifeln gepraegt.

Ich halte nichts von dem 'Das ist nur eine Phase'-Gequatsche. Bestenfalls ist diese Phase die Zeit, die man braucht, um Aufzuhoeren sich selbst anzuluegen und zusammen mit dem zu Leben, was man eigentlich schon immer wusste.

In deinem speziellen Fall sind die zu treffenden Einschnitte natuerlich riesig. Da ist es klar, dass man nervoes ist. Aber ich denke du weisst eigentlich ganz genau, worauf es am Ende hinauslaufen wird. Die Therapeuten und das, was nun bei dir auf dem Programm steht, werden dir sicherlich auf diesem Weg helfen.

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Na, beim Therapeuten wirst du ja genau das erkunden. Bevor es zu Hormonen und Operationen kommst, wirst du ja ohnehin erstmal den Alltagstest machen und feststellen, ob du dich wohl mit der Rolle Mann fühlst. Mach dir keinen Stress. Der Beginn der Therapie und der Besuch beim Endokrinologen sind der Anfang und nichts das Ende. Du hast alle Zeit der Welt, um für dich herauszufinden, was der richtige Weg ist. Und, ... ich glaube, ein bisschen Angst hat man immer. Das sind schließlich riesige Veränderungen, die man durchläuft. Geh deinen Weg in deiner Geschwindigkeit. Das wird schon. :)

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Das sind höchstwahrscheinlich Hormonbedingte Probleme. Also die Lösung die dich im Endeffekt am glücklichsten machen würde, wäre wohl entsprechene Hormone die momentan fehlen in Tablettenform einzunehmen.... Ne Operation ist unter bestimmten Bedingungen aber natürlich auch Möglich.

So etwas kann man mit sicherheit auch einfach mal ausprobieren.
Am besten einfach mal mit deinem Arzt besprechen.

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Kommentar von RisingAngel
14.03.2014, 10:31

Also soll ich erstmal meinen Hausarzt drauf ansprechen und sagen das ich oft das Gefühl halbe ,,falsch'' zu sein oder mir wünschte ein Mann zu sein? Was das sein könnte?

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Da schon alles gesagt wurde, was gesagt werden kann, habe ich nur noch einen Link für Dich: http://www.transmann-info.de/#Home Schau einfach mal rein, wenn Du Lust hast.

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Kommentar von RisingAngel
15.03.2014, 23:46

Ich kenne schon so viele Seiten wie auch diese! Trotzdem danke!

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Du solltest dich eingehend beraten lassen. Und es gibt ja nicht nur die Diagnose Transsexualität, sondern auch (theoretisch zumindest) Homosexualität, Fetischismus, Transvestitismus. Auch wenn du das für dich ausschliesst, solltest du Expertenrat einholen. Vielleicht willst du nur wie ein Mann aussehen. Ohne Hormone. Es ist ganz normal, dass du dich zerrissen fühlst. Minimizer-Bh ? du kannst den Busen auch abbinden. Fühlst du dich denn als heterosexueller Mann ? oder homosexueller Mann ? Es ist toll, wenn man entsprechend seinem Wunschgeschlecht behandelt wird. Das Passing muss stimmen, da sind auch Haltung, Gestik und Stimme nicht unwichtig. Ich wünsche dir viel Kraft. Liebe Grüße

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Kommentar von RisingAngel
14.03.2014, 10:38

Ich habe schon einige Kontakte zu TS Organisationen aufgebaut die sagen das ich ein Transmann bin. Aber wäre dies so, würde ich doch jetzt nicht so eine Panik bekommen und mich stattdessen freuen!? Bin bzw. wäre ein Schwuler Transmann!

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Kommentar von Apophis170464
15.03.2014, 16:58

Also, ich hab mir mein Geschlecht nicht ausgesucht, deswegen von " Wunschgeschlecht" zu sprechen, stößt sauer auf. Aber das ist eben der Terminus, den uns die Psychopathologisierer beibringen. Traanfrauen sind ja Männer, die sich ein Wunschgeschlecht aussuchen und darin leben wollen :-D. Und Transmänner dann halt Frauen, welches sich ein anderes Geschlecht wünschen.......nun...bei Transgender könnte das passen. bei Transsexuellen nicht! Ihr. Hirngeschlecht ist nämlich biologisch umd keine Wunschsache Dann die möglichen Diagnosen....wo du auch Homosexualität geschreiben hast. Du scheinst nicht mehr ganz auf dem Laufenden zu sein. Homosexualität ist schon seit 1992 aus dem Krankheiten Katalog gestrichen worden. Das heißt, es ist KEINE Diagnose mehr, sonderm genausoviel Diagnose wie Hetrosexuell. :-P

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Darf man Fragen, wie alt du bist um einschätzen zu können ob es eine Phase oder Lebenseinstellung ist?

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Kommentar von RisingAngel
14.03.2014, 10:27

Werde im Sommer 31 J.!

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Kommentar von blauegruetze
14.03.2014, 10:30

"Lebenseinstellung" trifft es nicht ganz, da es keine "Entscheidung" ist. Genau so wenig ist es eine Entscheidung Rechtshänder zu sein. Natürlich kann man auch als Linkshänder als Rechtshänder zu leben lernen, aber man fühlt man sich damit nicht wohl. Es fühlt sich irgendwie falsch an. So ist es auch bei trans*-Menschen.

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