Bin ich noch ich, wenn ich wiedergeboren werde?

12 Antworten

Das ist einer der Kernwidersprüche des Buddhismus: Wenn es kein Ich gibt, was wird dann wiedergeboren? Christen sagen: Es ist dem Menschen gegeben, nur ein Mal zu sterben. Denn wer wiedergeboren wird, muss ja auch immer wieder sterben. Die christliche Sicht setzt den Menschen unter einen ungeheuren Druck: Es ist ja unmöglich, alles, was in einem Menschenleben schiefläuft (selbstverschuldet oder auch nicht), wiedergutzumachen. Da erscheint die Wiedergeburtslehre etwas milder; es geht um einen Aufstieg - mit jeder Inkarnation kommt man dem Göttlichen ein Stück näher. Die ethische Frage bleibt dadurch ungelöst. Beispiel: Angenommen, ich habe einen Geschäftspartner, der mich um Geld in Millionenhöhe betrügt. Vielleicht habe ich dies verdient, weil ich in einem früheren Leben auch Leute betrogen habe. Doch mein Geschäftspartner lädt eine Schuld auf sich, um ein Unrecht wiedergutzumachen, womit ein neues Unrecht in die Welt gesetzt wird, das wiederum nach Wiedergutmachtung verlangt. Welchen Sinn hätte also unsere Reinkarnation gehabt? Das alles klingt nach einer Art Kollektivschuld, aus der niemand je herauskommt. Ich selber glaube, es gibt keine Kollektivschuld, sondern nur persönliche Schuld.

mit jeder Inkarnation kommt man dem Göttlichen ein Stück näher. 

Klingt logisch, setzt aber die Existenz eines oder mehrer Götter voraus.

Doch mein Geschäftspartner lädt eine Schuld auf sich, um ein Unrecht wiedergutzumachen, womit ein neues Unrecht in die Welt gesetzt wird, das wiederum nach Wiedergutmachtung verlangt.

Außer das Opfer wird zu einem Menschen geformt, der diesen Betrug einfach akzeptiert. Somit wäre es ausgeglichen. Aber ich denke nicht, dass Reinkarnation nach dem Auge um Auge Prinzip funktioniert.

Wenn, dann eher so etwas:

https://youtu.be/VmHAuMGJwe4

Das ist eine plausible Vorstellung von Reinkarnation, jedoch da es Reinkarnation ist, rational nicht tragbar.

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die Frage kannst Du Dir selbst beantworten.

Du bist ganz sicher früher schon mal recycelt worden.

Was die Seele ist, ist weniger wichtig wenn man wiedergeboren wird. Wichtig ist, dass man dann nicht nihilirt/vernichtet wird, wenn man stirbt. Wäre man nicht das Wiedergeborene Wesen, wäre man nicht wiedergeboren.

Wenn man wiedergeboren werden würde, würde man also die selbe - womöglich aber nicht die gleiche - Person sein.

Das ist eben die Frage, inwiefern und wann und wo man dann noch die selbe Person ist. Wiedergeburt kann auch bedeuten, die Seele verbindet die einzelnen Leben, sie ermöglicht aber nur den Übertritt zwischen den Leben und dient nichts anderem, sie besitzt also keinen Charakter.

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@Benutzer186

Ich habe hier eine Definition von Seele ohne religiöse Vorstellungen (Um die kann man hier kaum zielführend diskutieren.)

Die Seele ist das, was notwendig für die Existenz eines Menschen ist. Wenn man einen Menschen schrittweise reduzieren würde, wäre die Seele das, was man nicht entfernen kann ohne die Existenz des Menschen zu beenden.

Wiedergeburt würde also vorraussetzen, dass diese Seele übertragen wird. Da ihre Existenz in diesem Kontext gleichbedeutend mit der Existenz eines Menschen ist, würde die Wiedergeburt eines Menschen bedeuten, dass es immer noch der selbe Mensch ist.

Der Unterschied liegt in den Wörtern "selbe(r)" und "gleich(e)". Man kann zwei Bälle einer Farbe haben. Es sind die gleichen aber nicht die selben Bälle.

Geklärt ist in meiner Argumentation, dass der wiedergeborene Mensch noch der selbe Mensch ist. Aber er hat eine andere "Farbe" bekommen. Dies bedeutet nicht, das er nicht der selbe ist. Er ist nicht mehr der gleiche aber der selbe Mensch. Ansonsten gäbe es die Wiedergeburt per Definition nicht.

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@CrunchSurvivor

Dem stimme ich zu. Bleibt nur noch die Frage, ob die Seele auch tatsächlich existiert. Ich denke aber eher nicht.

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Deine Menschen A und B leben nie gleichzeitig. Deshalb existiert das von dir beschriebene Problem gar nicht.

Du als Bewusstsein oder Seele kleidest dich mit einem biologischen Körper und machst in ihm viele, viele Erfahrungen. Und wenn du genug erlebt und gelernt hast und wenn der Körper alt und verschlissen ist, legst du ihn ab, auf einer Gebrauchtwarendeponie namens Friedhof.

Du als Bewusstsein oder Seele aber lebst "eine Weile zeitlos" im Jenseits bei oder mit deinen Verwandten und Freunden, die auch gerade nicht auf einer Weltreise oder Erdreise sind.

Und irgendwann machst du dich wieder auf zu einer neuen Reise, in einem neuen Mantel bzw. Körper, geeignet für neue Abenteuer, neue Aufgabenstellungen, neue Freuden, neues Vergnügen. Und damit du nicht abgelenkt wirst, hast du keine Erinnerungen an ein früheres Leben. So bist du frei für neue Erlebnisse und neue Erkenntnisse.

Alles klar?

Deine Menschen A und B leben  niegleichzeitig. Deshalb existiert das von dir beschriebene Problem gar nicht.

Das habe ich in meinem Beispiel nicht erwähnt, ob sie gleichzeitig leben, oder nicht. Aber so, oder so, ist das irrelevant, da das gar nicht meine Frage war.

Du als Bewusstsein oder Seele kleidest dich mit einem biologischen Körper und machst in ihm viele, viele Erfahrungen. Und wenn du genug erlebt und gelernt hast und wenn der Körper alt und verschlissen ist, legst du ihn ab, auf einer Gebrauchtwarendeponie namens Friedhof.

Ja, aber der Mensch ist ein völlig anderer als die Seele, dennoch ist man die Seele. Ist man nun zu Lebzeiten der Mensch, oder die Seele?

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Also ich denke so Alle Menschliche Selen sind Gleich sonst

werden sie nicht Alle Menschen aber der geist ist anders und

beim jedem Mensch unterschiedlich mit ausnahmen ein eigene

Zwillinge und das eine von eine Millon..

Unverständlicher Text ohne Punkt und Komma...

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