Bin ich jetzt deswegen ein schlechter Mensch?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Unsere Politiker haben auch bei Ihren Dr. Arbeiten beschissen.

Ein wirklich überzeugender Grund, selbst auch zu bertrügen, doch, ja...

Und diejenigen, die ihre Ausbildung ordentlich absolvieren und sich jahrelang dafür abrackern, sind ja selber schuld, oder?

Es stimmt schon "Der Ehrliche ist der Dumme"

Die Frage ist eben, welche Wertvorstellungen man hat und was man sich am Ende seines Lebens mal sagen können möchte, wofür und wie man gelebt und woran man geglaubt hat.

Mit Deiner Einstellung, sich irgendwelche Betrüger als Vorbild zu nehmen - dass es hochrangige Politiker sind, macht das nicht weniger schlimm  -  trägst Du jedenfalls nicht dazu bei, dass die Welt besser wird.

Immerhin scheinst Du ja Dein schlechtes Gewissen zu haben und es beruhigen zu wollen, indem Du diese Frage hier überhaupt stellt.

Setzt Dich aber mal lieber selber mit Deinem Gewissen auseinander - anständig werden kann man nämlich nur allein.

Sobald das raus kommt, wirst du fristlos gekündigt und wenns doof kommt kriegst du ärger wegen Urkundenfälschung.
Ein schlechter Mensch bist du nur wegen dieser Sache aber nicht ... Aber du solltest überlegen, ob du nicht lieber ehrlich sein willst. :)

Naja ich will dich nicht verunsichern, aber ich glaub so ganz legal ist das nicht...
Aber wenn es dich sehr belastet, dann würde ich an deiner Stelle mit deinem Chef reden. Wenn er (oder sie) ja gesehen hat, dass du gute Arbeit leistest, dann vergibt er dir vielleicht. Aber du solltest das vielleicht echt bereinigen, dann geht's dir auch besser und hast kein schlechtes Gewissen mehr...

MarklinHD 30.06.2017, 16:38

Ich denke, er darf ihm als Arbeitgeber einer so großen Firma nicht vergeben, was wäre mit dem Ruf der Firma, wenn sowas rauskommen würde? Ich würde es auf jeden Fall nicht sagen.

Solange er seine Arbeit gut macht, gibt es keinen Grund es zu Hinterfragen, klar es ist ein Leben hinter einer Maske, das hat man sich in diesem Fall aber auch so ausgesucht.

0

"Unsere Politiker haben auch bei Ihren Dr. Arbeiten beschissen" - Das haben nur einige getan, und sie fliegen nach und nach auf. Und selbst wenn sich einer durchmogelt: Ist das dann ein Vorbild für dich?

Ich glaube dir deine Story eh nicht, aber wenn sie stimmen würde, hättest du dich des Betrugs und der Urkundenfälschung schuldig gemacht. Das käme irgendwann sowieso heraus - hoffentlich, denn abgesehen vom kriminellen Tatbestand hättest du dir einen unrechtmäßigen Vorteil vor denen verschafft, die sich ehrlich und mit Arbeit gute Zeugnisse verdient haben und denen du vielleicht den Job weggenommen hast.

Aber ich hoffe ja, dass du dich hier nur interessant machen wolltest. Und über deine miserable Rechtschreibung sehe ich auch hinweg.

Nein bist du nicht. Du hast mehr oder weniger eine Chance gewollt und wir sind uns einig, dass du diese Chance niemals bekommen hättest, wenn du nicht das getan hättest, was du getan hast.

Wenn der Chef mit deinen Leistungen zufrieden ist, haben beide Seiten etwas davon. Behalte es für dich und erzähle es niemanden. (Mein Rat).

Solange du keine Leichen im Keller hast oder anderen Menschen vorsätzlich schadest halte ich deine Tat für ein Kavaliersdelikt, auch wenn es das Gesetzbuch anders sieht.

Um deine Frage zu beantworten: Nein, du bist kein schlechter Mensch, sogleich ich deinen Vergleich mit den Doktorentitel von Politikern für mehr als fragwürdig halte.

Als Berufspolitiker muss man ein gewisses Maß an Glaubwürdigkeit verkörpern. Man braucht auch kein Dr. um Politiker zu werden. Wer dort betrügt ist wahrlich nicht geeignet ein Land zu führen. Anders wie bei dir, der sich dadurch eine Chance ermöglich hat um seine täglichen Bröchten zu verdienen, sind Abgeordnete darauf nicht angewiesen und müssen Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit im besonderen Maße demonstrieren.




Sag mal, willst Du unbedingt, daß Dein Betrug entdeckt wird? - Alleine, daß Du den Firmennamen nennst, ist verdammt leichtsinnig. Denn die Verantwortlichen dort, können ganz schnell herausfinden, wer dort als Techniker eingestellt wurde, und die eingereichten Unterlagen genauestens überprüfen. - Um auf Deine Frage zurück zu kommen: - was Du  gemacht hast ist strafbar (Urkundenfälschung!) - ob Du allerdings allein nur deshalb ein schlechter Mensch bist, kann ich nicht beurteilen, denn dafür weiß ich leider ansonsten gar nichts über Dich!

Nein, solange du deinen Job gut machst, finde ich nicht, dass du ein schlechter Mensch bist, wenn jemand das Potenzial für einen Beruf hat, sollte er diesen auch machen.

Du schadest niemandem, nicht mir, nicht MAN und auch nicht den fahrern von den LKWs!

Lg, Victor.

dandy100 30.06.2017, 16:55

Völlig richtig - diejenigen, die ihre Ausbildung ordentlich absolvieren und sich jahrelang dafür abrackern, ihre Zeugnisse nicht fälschen und ehrlich sind, sind doch selber schuld

Es stimmt schon "Der Ehrliche ist der Dumme" und damit das auch so bleibt, braucht man Leute mit den Wertvorstellungen des Fragestellers - und Antworten wie Deine




1
boppa 30.06.2017, 16:59

"Du schadest niemandem, nicht mir, nicht MAN ..." - nur den Ehrlichen, denen er vielleicht den Job weggenommen hat.

Abgesehen davon, dass die Story eh gelogen ist, finde ich deine Verharmlosung kriminellen Handelns erstaunlich (um kein stärkeres Wort zu benutzen).

2
MarklinHD 30.06.2017, 17:37
@boppa

Der Ehrliche hat genau so gut die Chance den Beruf zu ergattern, wie der Unehrliche. Solange das Produkt am Ende funktioniert kann es wirklich jedem egal sein, ob die Person nun dafür Qualifiziert ist oder nicht.

Die einzigen die Rumhäulen sind die Leute, die es dann nicht hinbekommen und aus Neid anderen Leuten alles versauen, weil diese es können und man selber nicht, oder diese mehr Geld verdienen als man selbst.

0
boppa 30.06.2017, 18:15
@MarklinHD

Je mehr du schreibst, desto schlimmer wird es. Verstehst du nicht, dass es hier nicht um Qualifikation, sondern um Kriminalität geht?

0

Betrug und Urkundenfälschung sind die begangenen Straftaten und wenn es rauskommt, folgt die fristlose Kündigung und droht die Rückzahlung des gesamten Arbeitslohns. 

Genügt das nicht? Wieso sollte man da noch über Moral reden. Da reden Straftäter im übrigen immer erst in der Hauptverhandlung drüber. Gibt nämlich Punkte wenn man sich reuig zeigt.

Ich hab damals einfach alle Zeugnisse gefälscht

§ 267 Urkundenfälschung

Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer die Urkundenfälschung als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat, gewerbsmäßig begeht.

§ 263 Betrug

Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer den Betrug als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat, gewerbsmäßig begeht.

(6) Das Gericht kann Führungsaufsicht anordnen (§ 68 Abs. 1).

(7) 1Die §§ 43a und 73d sind anzuwenden, wenn der Täter als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269verbunden hat.  73d ist auch dann anzuwenden, wenn der Täter gewerbsmäßig handelt.

Gefälschtes Zeugnis: Arbeitgeber kann Schadenersatz verlangen

Der Arbeitgeber kann sogar Schadenersatz verlangen. Immerhin muss dieser nach der Kündigung einen neuen Mitarbeiter suchen, was erhebliche Kosten verursacht. Also: Finger weg von solchen Täuschungsversuchen – die Konsequenzen sind für den Arbeitnehmer nicht kalkulierbar und kosten im Zweifel die Existenz. 

Stattdessen empfiehlt es sich, Geld in die Hand zu nehmen und seine Bewerbung durch einen Karrierecoach optimieren zu lassen, falls Zweifel bestehen, dass der gewünschte Job auf eigene Faust an Land gezogen werden kann. Hier lassen sich auf legalem Weg die richtigen Weichen stellen.

Quelle: Karrierebibel

Kündigung kann auch nach Jahren noch ausgesprochen werden

Die deutschen Gerichte haben bezüglich der Fälschung von Arbeitszeugnissen oder anderweitigen beruflichen Dokumenten so manches einschlägige Urteil gefällt. In einem Fall zog ein außerordentlich Gekündigter vor Gericht, der acht Jahre lang für seinen Arbeitgeber gearbeitet hatte – Grundlage seiner Einstellung war seinerzeit ein gefälschtes Zeugnis gewesen. 

Die Klage des ehemaligen Arbeitnehmers, die auf dem Argument fußte, dass die bis hierin erfolgreiche Zusammenarbeit ein größeres Gewicht habe als das seinerzeit gefälschte Zeugnis, wurde vom Gericht jedoch abgeschmettert. 

Die Begründung liest sich wie folgt: Auch nach acht Jahren der erfolgreichen Beschäftigung kann der Arbeitgeber nicht daran gehindert werden, den Arbeitsvertrag anzufechten, hat er doch ein schutzwürdiges Interesse daran, dass die im Bewerbungsprozess vorgelegten Zeugnisse der Wahrheitentsprechen (LAG Baden-Württemberg, Az 5 Sa 25).

Arbeitnehmer, die also beim Thema Urkundenfälschung auf Zeit spielen, wiegen sich in falscher Sicherheit.

Quelle: Karrierebibel

wenn du mal einen fehler machst, dann könntes die sehr schnell ein super job werden?

boppa 30.06.2017, 17:02

Was bedeutet dieser Satz, falls es einer ist?

0

Was möchtest Du wissen?