Bin ich intelligenter als meine Eltern?

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Die große Gegenwartslyrikerin Ulla Hahn hat in einem Interview über ihre Kindheit und Jugend, die sie in einer Tetralogie von vier sehr lesenswerten Büchern teilbiographisch beschreibt, gesagt. Ich habe mich in meiner Jugend für meinen Vater geschämt; heute schäme ich mich dafür, dass ich mich geschämt habe.

Ich kenne dieses Problem, auch meine Mutter (mein Vater blieb im Krieg) hatte als eines von vier Kindern einer Witwe (hier war es der Erste Weltkrieg) nicht meine Möglichkeiten. Als sie sich endlich als Betriebsfürsorgerin eine Berufsausbildung in Königsberg erarbeitet hatte, musste sie sich nach der Vertreibung wieder von einer Tellerwäscherin bis zur Wirtschafterin eines renommierten Gastronomiebetriebes hocharbeiten. Sie hat geschuftet, mir eine ordentliche Schul- und Berufsausbildung zu ermöglichen. Schlecht bezahlt in den 50er Jahren. Nein, da war keine Zeit für Homer und Goethe; ich war nicht immer dankbar, doch bin ich heute stolz auf sie und trage ihr Bild in meinem Herzen. 

Wie schon andere sagten, weder der Schulabschluss noch der Beruf hat zwingend etwas mit der Intelligenz eines Menschen zu tun. Natürlich haben intelligente Menschen in der Regel einen höheren Schulabschluss und vielleicht noch studiert, aber nicht alle. Es kann ganz verschiedene Gründe haben, warum sie es nicht konnten, zum Beispiel aus finanziellen oder privaten Gründen, oder auch nicht wollten, weil ihnen ein Ausbildungsberuf eben besser gefallen hat. Intelligenz hat auch nichts mit Wissen zu tun und kann demnach nicht daran bemessen werden, klar kann man viele Dinge nicht wissen, weil man sie schlichtweg nicht gelernt hat, das heißt aber nicht gleich mangelnde Intelligenz oder das man es nicht hätte lernen können, wenn man es gekonnt hätte oder wollte. Was deine Großeltern angeht, sie haben in einer anderen Zeit ihren Schulabschluss gemacht und einen Beruf gelernt, was man heute als niedrigen Bildungsabschluss bezeichnet, das war in der damaligen Zeit völlig normal für einen Ausbildungsberuf und die große Mehrheit in der Bevölkerung, deshalb hat aber damals noch niemand an deren Intelligenz gezweifelt. Nur die, die studieren wollten, haben damals Abitur gemacht. Viele konnten es sich finanziell auch gar nicht leisten, das die Kinder Abitur machen und bis 25 studieren, da musste einfach jeder so früh wie möglich arbeiten und Geld verdienen, damit die Familie etwas zu essen hat und sonstige ganz alltägliche Dinge. Bei mir persönlich ist die Familie was das angeht übrigens gut gemischt, jeweils ein Elternteil hat studiert und der jeweils andere einen ganz normalen Beruf und kein Abitur, mein Großvater väterlicherseits war Rechtsanwalt mit eigenem Büro und einem Doktortitel, seine Frau hatte sogar gar keinen Beruf gelernt und war Hausfrau, was damals auch noch häufiger war, so geht das durch meine ganze Familie inklusive meiner Eltern. Meine Mutter hat auch studiert, mir war es aus privaten Gründen gar nicht möglich Abitur zu machen, ich bin mir aber sicher, das auch wenn ich die Möglichkeit hätte zu studieren mich gegen ein Studium entschieden hätte, weil ich mit nichts glücklich werden würde und das Wichtigste ist doch schließlich noch, das man mit dem was man macht glücklich ist und das bin ich mit meiner Ausbildung. 

Früher hat man halt als Normalsterblicher kein Abi gemacht, unter meinen Freunden bin ich die Einzige. Bei denen hies es zu Hause einfach "Realschule reicht, dann gehst du arbeiten und verdienst Geld und fertig". Deswegen ist man nicht weniger intelligent, man hatte halt nur weniger Möglichkeiten und weniger Chancen auf weiterführende Bildung. 

Die Generation davor hatte es noch schwerer damit, da ging es nach der 8. Klasse gleich in den Beruf. Fremdsprachen hat es nicht gebraucht und auch kein hochtrabendes Wissen. Gut Lesen, Schreiben und Rechnen war wichtig. Das können die auch heute oft noch deutlich besser als heutige Schüler, Kopfrechnen z.B.

Wie kann man mit 16 ohne Eltern im Ausland wohnen?

Halli Hallo

Ich bin 16 und habe meine obligatorische Schulzeit beendet. Ich habe Lust den etwas unkonventionelleren Weg zu gehen und will für ein Jahr ins Ausland, am liebsten nach Amsterdam. Dort würde ich gerne eine Schule besuchen. Da ich aber gerne ohne eine Organisation gehen würde da das dann ja immer viel teurer ist, suche ich nach Möglichkeiten zum Wohnen. Ich würde auch dabei sein wenn es heissen würden für ein jahr in einem Camper zu wohnen und diese Zeit als Aufgabe der Selbstfindung zu nutzen und um selbständiger zu werden. WG und Wohnungen sind ja denke ich mal erst ab 18, oder? Naja ich würde mich total über Interessante Möglichkeiten und vielleicht auch einen Geheimtip freuen! Danke lg aus der Schweiz

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Kann Intellingenz, Fleiss, Faulheit usw. 'angeboren' werden, oder 'lernt' man das?

Hallo liebe Leute, ich habe mal eine Frage: es gibt z.B. Menschen, die sehr intelligent sind. Aber ist diese Fähigkeit sehr intelligent zu sein 'angeboren' oder hat man diese Intelligenz 'erlernt'? Kann also eigentlich jeder ein Genie werden, indem man sich sehr beliest und bildet von klein auf, oder muss einem das angeboren sein, intelligent zu werden (also kann nicht jeder ein Genie werden)?

( Die Frage besteht natürlich auch für Fakten wie Fleiss, Faulheit usw.) Vielen Dank für Antworten und LG

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überdurchschnittlich intelligent und Schulverweigerer

Hallo,

mein Sohn ist 16 Jahre alt und Schulverweigerer. Er war 2 mal in stationärer Behandlung und die haben ihn nicht viel weitergebracht. Er ist während der Behandlung zwar regelmäßig in die externe Schule gegangen aber nachdem er wieder zu Hause war, hat es nach wenigen Wochen doch nicht mehr funktioniert. Das lag auch an Spannungen zwischen uns geschiedenen Eltern. Nun soll er in eine betreute Wohngruppe für 1/2 Jahr (Clearing) und hat auch schon einen Platz. Gestern sollte es losgehen aber er hat auf den letzten Drücker einen Rückzieher gemacht. Er kann sich nirgendwo zu Hause fühlen. Mein Sohn ist überdurchschnittlich begabt, was ihm aber nicht weiterhilft. Nach den 2 Klinikaufenthalten hat er die Hoffnung verloren, dass eine weitere Maßnahme ihn weiterbringt. Er macht total zu. Er hat außerdem eine soz. Phobie und eine mittelgradige Depression. Im Moment machen ihm seine Ängste auf Grund des Stress in den letzten Tagen sehr zu schaffen. Vielleicht hat jemand Ähnliches erlebt und kann mir davon berichten.

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Hochsensibel (HSP) - welcher Beruf passt zu mir?

Hallo zusammen,

ich bin männlich, 33 Jahre jung und hochsensibel. Meinen erlernten Beruf im kaufmännischen Bereich kann ich leider nicht mehr ausüben. Nun orientiere ich mich gerade um. Ich weiß dass die Berufsfrage im Zusammenhang mit Hochsensibilität bereits gestellt und teilweise beantwortet wurde. Nur tappe ich leider immer noch im dunkeln :(

Ich selber würde mich bzw. meine Stärken/Interessen wie folgt beschreiben:

  • ich bin ein kreativ und abstrakt denkender Mensch
  • Ich mag es zu forschen / entdecken.
  • Ich mag Reisen
  • ich bin ein sehr feinfühliger Mensch
  • ich bin überdurchschnittlich intelligent
  • Ich mag harmonische Menschen
  • Ich mag die Natur
  • Ich bin jemand der in "seinem" Thema aufgeht und Sachen gut erklären kann
  • Ich sehe Dinge die andere nicht sehen
  • Ich bin Phantasievoll
  • Ich bin begeisterungsfähig
  • Ich bin unkonventionell
  • Ich bin ein Lösungsfinder
  • Ich bin sehr Perfektionistisch

Meine Schwächen hingegen sind:

  • Ich bin leicht von Hektik gestresst
  • Ich bin jemand der eins nach dem anderen macht und nicht alles gleichzeitig (bin nur sehr begrenzt multitasking fähig)
  • Ich bin überwiegend (nicht immer) dünnhäutig und sensibel
  • Ich bin leicht zu verunsichern
  • Ich bin sehr Perfektionistisch

Folgende Jobs habe ich nun bereits in Betracht bezogen:

  • Ergotherapeut
  • Landschaftsgärtner / Landschaftsarchitekt
  • Forstwirt

Ich werde in naher Zukunft Tages-Praktikas in diesen Berufen machen, damit ich nicht nur ein theoretisches Bild davon habe.

Eventuell gibt es noch (im Hinblick auf meine Stärken und Schwächen) Berufe an die ich noch nicht gedacht habe - vielleicht könnt Ihr mir ja den ein oder anderen Vorschlag machen. Das wäre wirklich sehr Hilfreich.

Danke vorab für Eure Hilfe.

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Ich möchte nach Iran fliegen!

Hi Leute ! (: Ich heiße Sahar bin 14 Jahre alt, wohne in Saarbrücken und Tochter eines Iraners und einer Deutschen. Ich möchte gerne nach Iran, mein Vaterland, fliegen. Die persische Sprache spreche ich auch schon eigermaßen gut, außerdem habe ich dort drüben eine sehr große Verwandschaft, die ich noch nie gesehen habe ,aber gerne kennenlernen möchte. Das Problem dabei ist: meine Eltern. Ok, verboten haben sie es zwar nicht, aber auch mein iranischer Vater ist nicht grade begeistert. Das ganze würde aber nur klappen, wenn wir zusammen mit meinen Großeltern, die auch hier in Saarbrücken wohen, nach Iran fliegen, denn mein Vater war selber nur 4 mal dort und spricht kein persisch. Mit meinen Großeltern hat mein Vater aber mal öfters Streit, das ist der erste Grund warum er nicht mit mir und seinen Eltern dorthin möchte. Der 2. Grund ist: ich besitzte nur die deutsche Staatsangehörigkeit, aber als iranisch-stämmige brauche ich einen iranischen Reispass, um dort ein und- ausreisen zu können. Den kriege ich wiederrum nur, wenn wir auch für mich die iranische Staatsangehörigkeit beantragen. Und das würde 9 Monate dauern! Dabei wollen wir wenn schon mitte/ ende Juni nach Iran fliegen, denn wir haben keinen anderen Termin.. und das alles würde dann schon sehr knapp werden. Könntet ihr mir vielleicht einen Tipp geben, wie ich meinen Vater doch noch möglichst überreden kann? Bitte, denn ich brauche eure Hilfe !

-Danke schonmal im Vorraus ! :)

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