"Bin ich ein Teil der Gesellschaft in Armut?

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3 Antworten

Einer Deiner Stichworte ist "Hartz 4". Wenn Du also Hartz IV beziehst, warum dann so wenig? Ist Deine Miete so gering? Oder zahlst Du Schulden / Raten ab?

Oder bist Du Student? In dem Fall hast Du hoffentlich die Möglichkeit, Dir etwas dazu zu verdienen.

Wie hier schon andere schreiben: Es gibt inzwischen viele, die von sehr wenig Geld leben, und es werden immer mehr. - Dafür dürfen wir uns bei der Politik bedanken, die die Wirtschaft pampern auf Kosten der Bürger. So zum Beispiel ist der Mindestlohn ein Geschenk an die Industrie / die Arbeitgeber. Auch das Aufstocken mit Hartz IV ist wunderbar für die Industrie / die Arbeitgeber. Für die Bürger, die es betrifft, ist es demütigend.

Es wird so gern behauptet, dass diejenigen, die Hartz IV beziehen (weil arbeitslos oder aufstockend) Schmarotzer sind. Die wahren Schmarotzer sind aber diejenigen, die ihren Arbeitern und Angestellten zu wenig Lohn zahlen, weil sie ja wissen, dass die zum Jobcenter gehen können / müssen.

.

Um Kontrolle über Deine Ausgaben zu haben, führe ein Kassenbuch /
Haushaltsbuch
. Im Internet werden verschiedene kostenlose angeboten,
die Du Dir runterladen kannst. - Ich finde dieses sehr gut:

korAccount
http://www.chip.de/downloads/korAccount_46834043.html

Trage zu Beginn des Monats in Dein Konto "Bankkonto" alles ein, was
im Laufe des Monats zu zahlen ist / abgebucht wird wie Miete, Strom,
Kreditraten ... Praktisch ist dabei, als Datum den 30. des Monats zu setzen,
und immer dann, wenn der Betrag auf dem Bankbeleg ist, das Datum in das
richtige zu ändern.
(Im Dauerauftrag: 1. des Monats, damit der Dauerauftrag zu Beginn des
Monats ausgeführt wird, dann im Konto Datum auf den 30. setzen und
später das Datum an das im Kontoauszug anpassen.)

So weißt Du schon am Anfang des Monats, wieviel Du überhaupt zur
Verfügung hast.

Zum Verbuchen richte Dir Konten ein wie

     • Bankkonto
     • Bargeld
     • Ernährung
     • Freude (hier kommt auch rein die Tafel Schokolade,
        das Bierchen, Espresso, Kino, der Teddy für Dich ...)

     • Haushalt
     • Geschenke
     • Sonstiges
     • X

     Es ist empfehlenswert, dass Du Dir einen Ordner einrichtest
     auf einer Partition, Festplatte oder zum Beispiel USB-Stick,
     auf der nicht Dein Betriebssystem (meistens C) eingerichtet
     ist, so wie Du es auch mit Deinen anderen persönlichen Dateien
     machst. So hast Du Dein Kassenbuch auch dann aktuell, falls Du
     Dein Betriebssystem mal zurücksetzen oder neu aufsetzen musst.

     Mit diesem Kassenbuch kannst Du Ein- und Ausgabe-Buchungen
     oder Umbuchungen vornehmen. Miete und Strom zum Beispiel ist
     eine Ausgabe-Buchung, Gehalt eine Einnahme-Buchung.

Wenn Du etwas bar bezahlst, gibst Du das als Umbuchung rein hin zu
Ernährung, Freude, Haushalt, Geschenke oder Sonstiges.

Am letzten Tag des Monats mach eine Zeile "Abrechnung" in den Kategorien

     • Ernährung
     • Freude
     • Haushalt
     • Geschenke
     • Sonstiges

und verbuche die aufgelaufene Summe, als wäre es dort ein Ausgang. Dann
steht dort als Summe wieder 0,00. - Auf diese Weise hast Du im Laufe des
Monats immer den Überblick, was Du im aktuellen Monat in den Kategorien
schon ausgegeben hast.

So theoretisch erklärt scheint das vielleicht verwirrend, hast Du aber erstmal
das Haushaltsbuch eingerichtet, ist alles super deutlich. - Du siehst dann
auch, wenn Du dort „Optionen“ anklickst, was Du da löschen oder hinzufügen
willst (ich hab das meiste da rausgeschmissen, weil ich das nicht brauche …
naja, siehst Du dann ja).

Eine Schwachstelle habe ich bemerkt:
Wird eine Umbuchung (z.B. von Bargeld hin zu Essen) gelöscht, muss im
Gegenkonto geprüft werden, ob auch dort die Buchung entfernt worden ist.

Ich hoffe, das hab ich gut nachvollziehbar erklärt.

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Kommentar von dandy100
12.08.2017, 13:17

Da hast Du Dir ja viel Mühe gegeben mit Deinen gutgemeinten Ratschlägen - aber welchen Sinn sollen die haben?

Willst Du zeigen, dass man mit  534 Euro im Monat auskommen kann?

Das ist unbestritten, natürlich kann man das, überleben tut man ganz bestimmt.

Das ist doch aber nicht der Punkt, sondern wie man damit lebt, nämlich ausgegrenzt, einsam, deprimiert und fast ohne jede Chance, das zu ändern - nur darum geht es und nicht darum, wie man sich am besten diesen Hungerlohn einteilen kann.

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Ja, bist du.
Und nein, du bist nicht allein. So wie dir geht es vielen; Tendenz steigend.

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