Bin ich als Verkäufer dazu verpflichtet einen Nachforschungsantrag zu machen für eine verloren gegangene Ebay-Sendung?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Meinem Dafürhalten nach, liegt die Beweislast bei Dir. Ein Einschreiben-Einwurf und die Rückmeldung "zugestellt", besagt noch lange nicht, daß der Empfänger eine Sendung auch tatsächlich erhalten hat, denn der Zusteller kann die Sendung selber eingesackt oder in den falschen Briefkasten eingeworfen haben. Post kann auch aus einem Briefkasten gestohlen werden.

Wie willst Du nun beweisen, daß die Ware in die Hände des Käufers gelangt ist? Der Postzusteller kann sich wohl kaum an jede Zustellung erinnern und die Unterlagen bei der Post werden wohl auch nicht lange aufbewahrt.

Einschreiben-Einwurf wird von den Gerichten unterschiedlich bewertet.
Eine Rechtssicherheit existiert also nicht!
http://www.pcwelt.de/ratgeber/Einwurfeinschreiben-sind-nicht-immer-rechtssicher-6113602.html

Anders wäre es, wenn Du die Sendung mit Einschreiben-Rückschein hättest zustellen lassen. Dann beweist die zurückgeschickte Karte mit Unterschrift zumindest, daß eine Sendung tatsächlich zugestellt und in Empfang genommen wurde.

Die kriminelle Energie ist schon hoch, sowohl bei Anbietern als auch bei  Empfängern. Deshalb würde ich persönlich bei Ebay nichts unversichert und auch nicht ohne Zeuge versenden, der gesehen hat, daß ich die ersteigerte Ware auch tatsächlich eingepackt und bei der Post aufgegeben habe. Käme natürlich auf den Wert der Ware an.

Daß die Frau verärgert ist, wenn sie eine Ware bezahlt, aber nicht empfangen hat, kann man ja auch verstehen. An Deiner Stelle würde ich der Käuferin den Schein von der Post in Kopie zusenden, damit sie sieht, daß Du tatsächlich die Ware an sie aufgegeben hast.

Stell den Nachforschungsantrag! Ich weiß, ist lästig, aber unumgänglich um die Sache zu bereinigen. Liegt doch im beiderseitigem Interesse. Wobei ich befürchte, daß da nicht viel bei rauskommen wird.

Viel Erfolg!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es ist selbstverständlich, dass Du als Verkäufer einen Nachforschungsauftrag stellst, wenn der Käufer den Artikel nicht bekommen hat. Dort wird Dir dann auch nachgewiesen, wer unterschrieben hat. Da das nur der Absender kann, ist es Deine Pflicht.

Wenn Du verkaufen willst, musst Du Dich auch um die Verkäufer-Nebenpflichten kümmern.

Natürlich sollte das alles in einem sachlichen Ton und freundlich verhandelt werden.  Die Käuferin wollte Dir vielleicht nur nahelegen, dass das Deine Aufgabe ist, und nicht ihre.

Bei unversichertem Versand geht der Gefahrenverzug auf den Käufer über, bei versichertem Versand hast Du Dich darum zu kümmern, dass es in ihre Hände gelangt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Frauhitze
01.12.2016, 18:48

bei einem Einwurf Einschreiben unterschreibt keiner,darum heißt es ja auch Einwurf Einschreiben

0

ein Einwurfeinschreiben, das mit dem Vermerk "zugestellt" versehen wurde, lässt sich nicht durch einen Nachforschungsauftrag weiterverfolgen, da es wie gesagt zugestellt wurde. Diese Bestätigung der Post reicht dir als Nachweis, mehr musst und kannst du gar nicht machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"Sendungsstatus: ZUGESTELLT."

damit ist dein teil der handels erledigt. um den rest muss sie sich kümmern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Frauhitze
21.11.2016, 16:04

sie meinte aber in ihrer Mail,das nur der Verkäufer nachforschen kann und nicht der käufer.

0

Was möchtest Du wissen?