Bin einmal 12 km zu Fuß nach Hause gegangen. Der Arbeitgeber war wütend und verbietet es mir zukünftig, Darf er das?

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9 Antworten

Hallo RenlyBaratheon,

hätte der Chef dir denn ein Taxi spendiert oder dich höchstpersönlich nach Hause kutschiert, wenn er gewusst hätte, dass du zu Fuß hattest gehen wollen (was du dann auch getan hast)?

Was ist die Option, die er dir anbietet, um es zukünftig zu vermeiden, dass du zu Fuß gehen musst, wenn dein Fahrrad während des Arbeitstages kaputtgegangen ist und kein Bus mehr fährt?


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Spinnt der? Nach Feierabend darf der dir gar nichts verbieten!

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Was du in deiner Freizeit machst, geht den Chef nichts an. AUS. Das ist deine Sache ob du zu Fuß gehst oder mit sonstigem Verkehrsmittel. 

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Weshalb war er wütend, und mit welcher Begründung wollte er Dir das verbieten?

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Kommentar von RenlyBaratheon
18.12.2015, 02:37

Weil das Hotel im Aufruhr wäre wenn mir auf diesem zu Fuß weg ( um 22 Uhr Schluss bei einer 12 Kilometer Strecke ) etwas passieren würde und das Hotel angeblich ärger bekommen würde ( Polizei etc.) Ich habe das alles locker gesehen und gesagt sie können mir nicht vorschreiben wie ich nach Hause gehe, solange ich nächsten Tag doch fit und gesund erscheine.

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Kommentar von Herb3472
18.12.2015, 02:47

Aha, bist Du Azubi und weiblich? Da ging es also im Grunde nicht um die Wegstrecke und um das zu Fuß Gehen an sich, sondern um das Jugendschutzgesetz, und dass Du um diese Uhrzeit nicht mehr allein unterwegs sein dürftest? Oder hat er sich Sorgen gemacht, dass Dir was passieren könnte? Oder war womöglich beides der Fall?

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Natürlich kann dir dein Arbeitgeber nicht vorschreiben, welche Möglichkeiten du zu nutzen hast, um zur Arbeit bzw. wieder nach Hause zu kommen.

Das ist und bleibt deine ureigene Entscheidung, selbst wenn du auf Händen zur Arbeit laufen würdest.

Ich kenne die Ursache nicht, was den Arbeitgeber zu solchem Verhalten getrieben hat, aber ich könnte mir vorstellen, dass es aus gewisser Fürsorge heraus geschah - schließlich bist du zu Fuß gut zwei Stunden unterwegs.

Auch die entsprechenden Uhrzeiten und das Gelände, in dem du dich bewegen musst, könnten eine Rolle für dieses Verhalten spielen.

Aber er kann dir auf keinen Fall vorschreiben, welche Transportmittel zur Arbeit du zu nutzen hast.

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Nein. Ein Arbeitgeber hat keine Weisungsbefugnis für das Verhalten, das ein Arbeitnehmer in seiner Freizeit zeigt.

Nur wenn sich ein Verhalten aus der Freizeit massiv auf die Arbeitsleistung auswirkt, gibt es einen Grund zur Beanstandung. Wenn man sich also so  auspowert, dass man morgens arbeitsunfähig ist, z.B. weil man total übermüdet ist, oder einen so starken Muskelkater hat, dass man sich nicht bewegen kann, könnte der Chef zu Recht unzufrieden sein.

Es ist jedoch arbeitsrechtlich sehr schwer hier Grenzen einzuziehen, inwieweit der Arbeitnehmer verpflichtet ist, seine Arbeitskraft in einem frischen, ausgeruhten Zustand anzubieten.

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Da die Informationen doch sehr karg sind und keiner Dich, Deine Arbeitsstelle, noch Chef kennt, so kann man nur spekulieren, ansonsten rede mit Deinem Chef darüber.

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Der Arbeitgeber braucht nicht zu wissen, was du machst, nachdem du das Betriebgelände verlassen hast.

Noch weniger hat er dir etwas vorzuschreiben.

Verbietet er dir etwa, nach Feierabend 2 Stunden in der Kneipe zu hocken? Oder mit deiner Liebsten die Nacht zu genießen? Das fehlte noch.

Solange du dich am nächsten Tag nicht krank meldest - wobei du die Krankheit selbst verursacht hast, was man dir aber bei deinem ausgedehnten "Spaziergang" nicht nachweisen kann - kann er seine "Sicherheitsbedenken" an die Haare schmieren.

"Argumente" gibt es für alles. Doch wie das Leben so spielt, sind sie stark interessenabhängig; und als solche sollten sie beurteilt werden.

Willst du Argumente dafür hören, warum man eine Atombombe in die Sonne schicken sollte? Solche zu finden fiele mir auch nicht schwer.

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Mit welcher Begründung verbietet er es Dir? Es gibt normalerweise keinen Grund, daß er Dir verbietet, zu Fuß nach Hause zu gehen.

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Kommentar von RenlyBaratheon
18.12.2015, 02:35

Weil das Hotel im Aufruhr wäre wenn mir auf diesem zu Fuß weg ( um 22 Uhr Schluss bei einer 12 Kilometer Strecke ) etwas passieren würde und das Hotel angeblich ärger bekommen würde ( Polizei etc.) Ich habe das alles locker gesehen und gesagt sie können mir nicht vorschreiben wie ich nach Hause gehe, solange ich nächsten Tag doch fit und gesund erscheine.

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