Bin Atheist und mag keine Religion, aber habe Interesse.. unlogisch?

62 Antworten

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Sich für Religionen zu interessieren heißt doch nicht, ihnen auf den Leim zu gehen und deren Ansichten zu teilen.

Du musst dich als Atheist zwar nicht mit Religionen auskennen, da es reicht, die Existenz von Gott oder Göttern als pure Fiktion zu begreifen. Um Gott abzulehnen, muss man nicht Theologie studiert haben.
Es wäre aber durchaus hilfreich, hier in Europa etwas vom Christentum zu verstehen, weil das ein (!) Schlüssel zum Verständnis unserer Kultur und unserer Geschichte ist. Insofern machst du nichts verkehrt und vor allem widersprichst du dir nicht.

funfact:

Die Gruppe mit den meisten Kenntnissen über Religionen sind meist die Atheisten.

http://scienceblogs.de/geograffitico/2010/09/29/atheisten-sind-die-besseren-religionskenner/

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@pRiot

:))) Schöner Artikel. Das ist auch der Grund, warum in vielen Religionen beim Klerus keinerlei Interesse besteht oder sogar ausdrücklich vermieden wird die Schäfchen näher an die Materie heranzuführen, denn dann bleiben viele keine Schäfchen mehr.

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@DeepThought42

DeepThought42: Ein Beispiel für deine Aussage: 1. Timotheus 4:1-3 (Neue Genfer)

1 Der Geist Gottes hat allerdings unmissverständlich vorausgesagt, dass am Ende der Zeit manche vom Glauben abfallen werden. Sie werden sich irreführenden Geistern zuwenden und auf Lehren hören, die von dämonischen Mächten eingegeben sind 2 und von scheinheiligen Lügnern propagiert werden, deren Gewissen so abgestumpft ist, als wäre es mit einem glühenden Eisen ausgebrannt worden 3** Diese Leute verbieten das Heiraten** (der Zölibat) und fordern den Verzicht auf bestimmte Speisen – auf Speisen, die doch von Gott geschaffen wurden...

Du siehst also, die Materie ist durchaus wert, sie kennen zu lernen. Es gibt noch viele Stellen in Gottes Wort, denen keine Beachtung geschenkt wird - man kann sich ja auch mal Gedanken über einen kleinen Ausschnit des "Vater unsers" machen:

  1. Dein Name werde geheiligt ( der Name wird aus allen gängigen Bibeln verbannt, also nicht mehr geheiligt)
  2. Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf der Erde. (Der Wille Gottes hier für die ERDE ist, dass sie wieder zu einem Paradies wird. Diese Erklärung wird aber ein Großteil des Klerus ihren Schäfchen nicht geben, aus welchen Gründen auch immer).

    Ich weiß nun nicht, welche "Schäfchen" du meinst - sicherlich die des Klerus. Aber Jesus sagte auch: "Meine Schafe hören meine Stimme". Betonung auf MEINE ! nicht die des Klerus.

stine 2412

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@stine2412

Moderne Varianten des kosmologischen Gottesbeweises argumentieren wie folgt: Die physikalischen Naturkonstanten seien so perfekt aufeinander abgestimmt, dass Leben, wie wir es kennen, möglich ist – was sich schon bei Abweichung um wenige Promille ändern würde. Diese Abstimmung sei nur erklärbar als planvolle Wahl – durch einen Schöpfergott. Du glaubst entweder an viele Paralleluniversen und den Zufall oder an jemand, der steuernd in die Schöpfung eingreift

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@Maya36

Wie kommst du auf diese Sache mit den Paralleluniversen und welche Naturkonstanten meinst du genau?

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@pRiot

funfact:

Das ist wirklich ein funfact im wahrsten Sinne des Wortes ;-)

Vor allem weil du und der Schreiber in deinem Link doch reichlich naive Schlüsse aus dieser Umfrage ziehen - das mag durchaus den einen oder anderen erheitern. Dir unterstelle ich diese Schlüsse einfach mal frei von der Leber weg, wenn ich mir deine anderen Kommentare hier so ansehe... Wenns nicht so ist bitte ich natürlich untertänigst um Verzeihung.

Das Ergebnis ist also, dass Gruppierungen die sich intensiv mit der Religion beschäftigen (weil die Religion ein essentieller Bestandteil ihres Weltbildes ist (ablehnend oder befürwortend ist dabei unwichtig)), sich am meisten darüber auskennen. Eine revolutionäre Erkenntnis.

Mormonen, Juden und Atheisten wissen demnach also alle in etwa gleich viel über Religion. Und Christen, die in den USA zum überwiegenden Teil nur deshalb als Christen statistisch geführt werden, weil es Tradition ist die Religionsangehörigkeit der Eltern zu übernehmen, wissen am wenigsten über ihre Religion. Das wird nun niemanden verwundern.

Fazit: Religiöse und atheistische Menschen wissen am meisten über Religion. Papierangehörige einer Religion wissen am wenigsten darüber.

Und ich hätte eigentlich geschätzt, dass Atheisten mehr über Fakten über Religionen wissen. Warum? Weil der religiöse Mensch ja zusätzlich noch viel Zeit darin aufwendet sich mit der spirituellen Seite der Religion zu befassen wie durch Gebet, Meditation oder einer ausgeprägten Kultur menschlicher Gemeinschaften - Dinge die hier gar nicht "abgefragt" wurden. Scheint aber wohl, dass die Religiösen das beides sehr gut unter einen Hut bringen. Und Atheisten haben ja auch noch viele andere interessante Beschäftigungen in ihrer Freizeit zu erledigen und können sich nicht immerzu nur mit Religionen auseinandersetzen - auch wenns so schön ist :-)

die evangelikalen Protestanten, aus deren Reihen sich ja oft jene Fundis rekrutieren, die in der Bibel die einzig gültige Antwort auf alles zu finden glauben, lagen in beinahe der Hälfte aller Fragen daneben (17,6 korrekte Antworten)

Auch ein interessanter Fact nicht wahr? In Kreisen wo extremistisch-fundamentale Ansichten gedeihen herrscht ein Mangel an Wissen über Religion. Da könnte man doch meinen man sollte denen mal was drüber beibringen, damit diese Tendenz weniger wird.

Funfact - jedem das was einen amüsiert *gg

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@Gegengift

Aber weißt du was ich schon fast erschreckend finde? Wenn ein Wissenschaftler, der mit der Auswertung von Studienergebnissen so wie mit Statistik vertraut sein sollte zu solchen Schlüssen kommt:

"Mit anderen Worten: je mehr man über Religion weiß, desto weniger kann man an sie glauben."

Gut man kann jetzt natürlich sagen, dass es kaum verwundert, wenn solche Dinge auf einer Seite publiziert werden, die noch nie einen hohen wissenschaftlichen Anspruch hatte und die der radikal-ideologischen Skeptikerbewegung nahe steht. Dennoch: Über so viel atheistisch-ideologische Verbohrtheit kann man sich nur noch wundern. Insbesondere wenn die Zahlen so wenig Interpretationsspielraum lassen wie in diesem Fall.

Mir zeigt das mal wieder, wie wenig einige radikal-ideologische Atheisten mit Wissenschaft zu tun haben. Mit Wissenschaft die ihre Grundsätze ernst nimmt.

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@Gegengift

"Mit anderen Worten: je mehr man über Religion weiß, desto weniger kann man an sie glauben."

:))) Ich kann den Satz nur unterschreiben.

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@Katzenkopf

Da gibt's eine ganze Reihe von:

http://de.wikipedia.org/wiki/Physikalische_Konstante

Und weil es oft nur eine winzige Abweichung gebraucht hätte, dass Leben in der irdischen Form nicht möglich wäre, gibt es die Vorstellung, dass da entweder jemand nachgeholfen hat oder aber wir in dem einen von vielen Universen leben, in dem zufällig alles zusammenpasst.

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@DeepThought42

:))) Ich kann den Satz nur unterschreiben.

Das mag ja sein, dass es für dich so ist. Die Befragung aber lässt nur den Schluss zu, dass die Aussage für die Mehrheit eben nicht zutreffend ist, da mehr Wissen über Religion wenn dann entweder zu großer Ablehnung oder großer Bestätigung führt. Nicht aber nur zur Ablehnung.

Tatsächlich sind solche Schlussfolgerungen Unsinn. Jude, Mormone wie Atheist nähern sich dem Thema Religion mit ganz bestimmten Zielsetzungen. Der Atheist wird in den meisten Fällen die Bestätigung seiner Überzeugungen suchen - genau wie Mormone oder Jude. Und so kommen sie alle zu ihren Überzeugungen. Genau das hat die Befragung deutlich gezeigt.

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@stine2412

Dein Name werde geheiligt ( der Name wird aus allen gängigen Bibeln verbannt, also nicht mehr geheiligt)

und du kennst den Namen Gottes?

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@Maya36

Die physikalischen Naturkonstanten seien so perfekt aufeinander abgestimmt, dass Leben, wie wir es kennen, möglich ist

Und da ohne diese Abstimmung Leben unmöglich wäre, sind sie nur die rudimentärsten Bedingungen für Leben. Das Universum enthält aber sehr viel mehr und der Großteil seines Inhalts hat mir Leben nichts zu tun.

Diese Abstimmung sei nur erklärbar als planvolle Wahl – durch einen Schöpfergott

Eine Erklärung ist eine Rückführung auf etwa bekammtem. Ein mysteriöser Gott ist das Gegenteil. Er sagt auch nicht voraus, dass es ein feinabgestimmtes Universum geben müsse, was eine Erklärung aber tun sollte. Stell dir vor, die Relativitätstheorie würde relativistische Effekte nur möglich machen, aber nicht vorhersagen: Dann wären diese immer noch unerklärt.

Du glaubst entweder an viele Paralleluniversen und den Zufall oder an jemand, der steuernd in die Schöpfung eingreift

Oder man enthält sich einer Meinung!

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@Kungfukuh

Kungfukuh, hast du schon einmal das Tetragrammaton, JHWH, gesehen? Da die Vokale fehlen, weiß man nicht mehr, wie der Name Gottes ausgesprochen wird. Das bedeutet aber nicht, dass man ihn nicht aussprechen kann, z.B. Jahwe/Jehova. Auch der Name Jesus wurde bestimmt anders ausgesprochen und trotzdem sagt jedes Volk in seiner Sprache "Jesus". Die Juden hatten die Vokale mit Punkten kenntlich gemacht; da sie aber aus Aberglauben den Namen nicht mehr aussprachen, ging die Aussprache verloren. Jedoch: Jesus sagte als er auf der Erde war:" Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun" Joh. 17:6 + 26 (Luther)

Und noch eine Bibelstelle, die den Namen Gottes betrifft: Römer 10:13 (Gute Nachricht Bibel: »Alle, die sich zum Herrn bekennen und seinen Namen anrufen, werden gerettet.«

stine2412

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@Maik2

Die Frage widerlegt zumindest pRiot. :)

ist das so?

Also die Sache mit den Naturkonstanten ist ja auch ein alter Hut. DarkSepia hat das eigentlich schon abgehandelt. Wären sie nicht so wie sie sind könnten wir uns auch nicht über ihre Abstimmung wundern. Ich berufe mich da auf das anthropologische Prinzip. In jedem anderen Universum mit anderen Konstanten die es geben könnte (oder gibt; wir wissen das nicht wirklich) ist niemand der sich wundern kann, das die Konstanten falsch gestellt sind.

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@Frankonian

Es ist nur eine Illusion einer Erklärung sich vor zu stellen, das "jemand nachgeholfen" hat. In Wirklichkeit löst diese Variante nicht die Frage! Sie verschiebt die Lösung eher noch weiter in das Reich des Unwissens, aus unserem Sichtfeld.

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@stine2412

Das bedeutet aber nicht, dass man ihn nicht aussprechen kann, z.B. Jahwe/Jehova.

Das ist aber nicht mehr der heilige Name Gottes, sondern ein menschlich konstruiertes Surrogat. Ich wäre deshalb vorsichtig, den Satz "dein Name werde geheiligt" wörtlich zu interpretieren.

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@Gegengift

Jude, Mormone wie Atheist nähern sich dem Thema Religion mit ganz bestimmten Zielsetzungen. Der Atheist wird in den meisten Fällen die Bestätigung seiner Überzeugungen suchen - genau wie Mormone oder Jude.

Spekulation. Jeder Mensch sucht im Grunde nach Bestätigung seiner Überzeugungen. Die Fähigkeit seine Meinung auch in fundamentalen Fragen zu ändern wenn es bessere Gründe für eine andere Ansicht gibt, ist eine Fähigkeit die bei allen Menschen Mangelware ist. Ich würde auch nicht behaupten, dass diese Fähigkeit bei den einen oder anderen stärker verbreitet ist. Es gibt auch Menschen die nach jahrelanger Indoktrination als Kinder sich von einer anderen Idee überzeugen lassen, weil sie bessere Informationen erhalten haben. In jede Richtung. Und es gibt die Mehrheit an Menschen die nur ihre momentane Weltsicht schützen wollen und für die es mit äußersten Schmerzen verbunden ist, diese ab zu legen.

Klar ist allerdings: Die Fähigkeit neue, bessere Erkenntnisse auf zu nehmen, weil es dafür bessere Belege gibt, als für die alte, ist ein Grundprinzip der rationalen Wissenschaft und nicht der Theologie, die "festgemauert in der Erde" angeblich fundamentale Grundwahrheiten verkündet.

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@Kungfukuh

ja der name gottes (so wie es in den älteren bibeln, die auf häbräisch geschrieben wurden und dann übersetzt wurden) war jaweh. es wird ''jachwe'' ausgesprochen ^^

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@pRiot

Jeder Mensch sucht im Grunde nach Bestätigung seiner Überzeugungen.

Ach so .. Ist das jetzt die Relativierung. Doch keine Spekulation?

Klar ist allerdings: Die Fähigkeit neue, bessere Erkenntnisse auf zu nehmen, weil es dafür bessere Belege gibt, als für die alte, ist ein Grundprinzip der rationalen Wissenschaft und nicht der Theologie, die "festgemauert in der Erde" angeblich fundamentale Grundwahrheiten verkündet.

Wo ging es denn um Theologie? Hat doch überhaupt nichts mit dem Thema zu tun. Und bring mir demnächst mal Belege für emotionale oder spirituelle Erkenntnis, die beide auf der unmittelbaren Erfahrung beruhen. Der Schrei nach Belege und Beweise hat in gewissen Situation etwas Absurdes.

"festgemauert in der Erde"

Ja was denn. Dein kultiviertes theistisches Gottesbild, das du hütest um nicht den Faden deiner Kritik zu verlieren?

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@pRiot

So lustig ist das gar nicht wenn man sich anschaut mit welch aggressiver Akribie hier in einem weit reichendem Netzwerk ein Dogmatismus verbreitet wird, dass sich die Balken biegen.

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@waldfrosch2

ersetze doch "Spaghettis" mit "Zyankali" dann macht der vergleich mehr Sinn. -Obwohl ich denke aufgrund von Religionen sind schon wesentlich mehr Menschen gestorben. Also ist mein vorgeschlagener Vergleich vielleicht etwas zu verharmlosend.

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@Gegengift

Ist das wirklich deine ernste Meinung? Ich hoffe immer noch auf Sarkasmus.

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@Gegengift

Die Spekulation ist das übertreten der gesicherten Kenntnis. Das wir nach Bestätigung suchen ist allgemein bekannt, das Atheisten dies tun um ihre atheistische Überzeugung zu untermauern ist die Spekulation. Und sie schließt alle Fälle aus, bei denen sich Menschen von Religion abgewandt haben, aufgrund von Informationsgewinn. Von Zweiterem kenne ich persönlich mehr Beispiele. Die meisten Atheisten die ich kenne sind relativ desinteressiert an Religion und schlicht dennoch gebildet. -Ich würde daraus keine Verallgemeinerung machen, das wäre dann wieder eine Spekulation. -Du scheinst derartige Bedenken nicht zu kennen.

Wo ging es denn um Theologie?

Die Prägende Instanz für theistische Menschen ist die theologische Basis. In der Schule lernst du im Idealfall alles zu hinterfragen. In der Kirche lernst du Erkenntnisse hin zu nehmen.

Ja was denn.

mehrfach erklärt.

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@Kungfukuh

Kungfukuh, WER sagt, dass Jehova oder Jahwe nicht mehr der Name Gottes ist? Es gibt ein evangelisches Kirchenlied - Dir, dir Jehova will ich singen. Den Gottesnamen hat man vor einiger Zeit entfernt. Warum nur? (du kannst dieses Lied ergoogeln).

Auch wenn Menschen nicht mehr die ursprüngliche Aussprache kennen, heißt das nicht, den Namen Gottes wegzulassen. Jesus gab uns das Mustergebet in Matth.6:9 Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten: Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Du kannst im Bibelserver nachsehen, in allen Übersetzungen dort steht das gleiche und in vielen Bibeln wird in den Fußnoten oder anderswo erklärt, dass an Stellen, wo HERR steht, ursprünglich das Tetragrammaton stand für Jahwe oder Jehova.

Also, liebe/r Kungfuh, ich werde diese Aufforderung Jesu weiterhin wörtlich nehmen. Niemals werde ich diesen Namen in unwürdiger Weise gebrauchen, sondern immer aus größter Dankbarkeit und Ehrfurcht vor meinem Schöpfer. Und wie der obige Verfasser des Liedes Jehova singen will so werde ich SEINEN Namen auch weiterhin gebrauchen und anderen Menschen bekannt machen. Es steht jedem frei, es ebenfalls zu tun oder .....eben nicht. Das größte Geschenk Gottes an uns Menschen ist die Willensfreiheit.

In diesem Sinne, Kungfukuh - stine2412

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@stine2412

Das größte Geschenk Gottes an uns Menschen ist die Willensfreiheit>

Wenn dass das größte Geschenk sein sollte frage ich mich wieso wir dann ständig vom Unterbewusstsein, von den Gefühlen und Emotionen und von den äußeren Umwelteinflüssen beeinflusst werden. Willensfreiheit die auf Akausalität beruht widerspricht meines Erachtens den Naturgesetzen.

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@Maya36

Die physikalischen Naturkonstanten seien so perfekt aufeinander abgestimmt, dass Leben, wie wir es kennen, möglich ist – was sich schon bei Abweichung um wenige Promille ändern würde>

Die Physik hat längst bekanntgegeben (z.B. Stenger), dass die Naturkonstanten auch noch weiter abweichen könnten und trotzdem würde Leben entstehen. Übrigens "aufeinander abgestimmt" ist eine falsche Herangehensweise. Unter aufeinander abgestimmt versteht man schon einen "Gott der etwas aufeinander abstimmt" und da wird etwas vorausgesetzt was zu beweisen wäre.

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@stine2412

@stine2412

Wenn ein Surrogat durch ein anderes Surrogat ersetzt wird, bedeutet das, dass man das Original ersetzt hat?

In diesem Sinne macht es keinen Unterschied, ob man HERR, Jahwe, Jehova oder JHWH schreibt. Alles sind gleichwertige menschliche Konstrukte, um den unbekannten Namen Gottes zu ersetzen.

Wenn du die Worte Jesu wörtlich nimmst, dann hast du ein Problem: um den wahren Namen Gottes zu heiligen, sollte man ihn zuerst erfahren. Wenn du aber einen von Menschen konstruierten Namen zu heiligen pflegst, dann weiß nur Gott, ob ihm diese Handlung gefällt. Hättest du früher vor einem Monarchen seinen Namen falsch und damit unwürdig ausgesprochen, hätte man dich womöglich hart bestraft. Ich befürchte, Gott dürfte es auch nicht gefallen, dass Zeugen Jehovas seinen heiligen Namen unrechtmäßig durch Jehova ersetzen und damit überall werben. Das zeugt von wenig Ehrfurcht.

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@pRiot

-Ich würde daraus keine Verallgemeinerung machen, das wäre dann wieder eine Spekulation. -Du scheinst derartige Bedenken nicht zu kennen.

ja lol :-) Dass du das sagst ist irgendwie echt komisch. Ich hab ja die falschen Schlüsse die ihr da gezogen habt erläutert und auch klar gemacht, dass zusätzlich die natürlichen Motivationen solcher Gruppen ganz außer Acht gelassen wurden was die Schlussfolgerungen noch weiter ad absurdum führen. Und du willst mir jetzt erzählen dieser Hinweis wäre Spekulation? fröhliche Hohlwelt

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@pRiot

Die Ernsthaftigkeit deiner Meinung hast du nu ja eindrucksvoll unter Beweis gestellt ...alles wird gut...

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@Kungfukuh

und du kennst den Namen Gottes?

Noch wichtiger ist, zu7 wissen, was mit dem Namen gemeint ist.

In den Originalsprachen der Bibel (Hebräisch und griechisch) gibt es kein Wort für "Person", da werden dann andere Ausdrücke (Seele, Angesicht und Name) benutzt.

Wenn es im NT (wörtlich) heißt, dass es keinen anderen Namen gibt, durch den wir gerettet werden, dann ist damit eine Person, der Mensch Jesu Christus, gemeint.

Es geht darum, dass alle Menschen den heiligen Gott ehren sollen, darum wird in dem von dir zitierten Bibelvers gebetet.

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@stine2412

Die Juden hatten die Vokale mit Punkten kenntlich gemacht

Nein, haben sie nicht. JHWH ist einer der Fälle, in denen was anderes gesprochen werden soll als im Text steht. Ein anderer Fall wäre der Name von Götzen, an denen fromme Juden nur "Scheusal" (schiqquc) ausgesprochen. In der Regel wurde das Wort, das ausgesprochen werden sollte, unvokalisiert an den Rand geschrieben, und die Vokale in den Text, also bei den Konsonanten, die nicht gesprochen werden sollten.

Nur in Fällen, die eindeutig waren, wurde das "qere" am Rand weggelassen, und wer sich nicht auskannte, las dann was Falsches. So wurden aus den Götternamen Sakkut und Kewan dann Sikkut und Kiun (Am 5,25, vergleiche ältere Übersetzungen mit z.B. der GN!). Und eine solcher Ausnahmen war auch JHWH, wo "Herr" gesprochen werden sollte, also dann die Vokale von 'adonaj gesetzt wurden - wobei noch das Problem war, dass der erste Vokal von 'adonaj, ein "schwaches" a, zwar z.B. nach Aleph (das "'" vor dem a in meiner Transkription) stehen darf, aber nicht z.B. ach j, also wurde ein ähnlicher Vokal (das Schwa) benutzt - heraus kommt JHWH + (e)oa = Jehovah. Steht für Uneingeweihte so im AT als Aussprache von JHWH, nur hat kein Jude das jemals so ausgesprochen.

Und noch eine Bibelstelle, die den Namen Gottes betrifft: Römer 10:13 (Gute Nachricht Bibel: »Alle, die sich zum Herrn bekennen und seinen Namen anrufen, werden gerettet.«

Du sollst Ihn persönlich anrufen (und nicht z.B. einen Heiligen als Mittler schalten), und wie der Zusammenhang zeigt, ist damit der Herr Jesus gemeint (Rö 10,9). Wenn du Seinen "Namen" anruft, dann rufst du den JHWH von Joel 3,5 an (also von dem Vers, der in Rö 10,13 zitiert wird).

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@DerTeufel666

es wird ''jachwe'' ausgesprochen ^^

Fast richtig. Es wird jahwä ausgesprochen, mit echtem h, und das klingt dann für deutsche Ohren ähnlich wie jachwä. Für den "ach-Laut" haben die Hebräer einen anderen Buchstaben (Chet, und nicht Hej).

Und ob "Jahweh" die richtige Aussprache ist, ist nicht bekannt. Es könnte z.B. auch "Jahu" sein ...

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@stine2412

Der Geist Gottes hat allerdings unmissverständlich vorausgesagt

Rein gar nichts, denn es gibt ihn nicht.

. Es gibt noch viele Stellen in Gottes Wort,

Da es keinen Gott gibt, gibt es auch nicht "sein Wort".

Aber Jesus sagte auch

.. nichts, denn er ist eine fiktive Figur.

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@stine2412

Der Geist Gottes hat allerdings unmissverständlich vorausgesagt

Rein gar nichts, denn es gibt ihn nicht.

. Es gibt noch viele Stellen in Gottes Wort,

Da es keinen Gott gibt, gibt es auch nicht "sein Wort".

Aber Jesus sagte auch

.. nichts, denn er ist eine fiktive Figur.

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Zudem kann man sich auch mit den grausamen Seiten des Christentums beschäftigen und das ist auch eine Form der Interesse aber nicht fördernd für den Glauben. Fördernd für den Glauben ist die Weichredung und Runterspielung der Amoral in der Bibel und der Geschichte der Kirche.

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Danke für den Stern!

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Du musst dich als Atheist zwar nicht mit Religionen auskennen, da es reicht, die Existenz von Gott oder Göttern als pure Fiktion zu begreifen.

Als Atheist KANN man sich nicht mit Religionen auskennen, da man als solcher keine Kenntnisse daovn hat. Götter sind einem Atheisten unbekannt.

Um Gott abzulehnen, muss man nicht Theologie studiert haben.

Wer Götter ablehnt, der ist kein Atheist, denn dies ist ja dann eine aktive Entscheidung. Man ist dann ANTItheist (GEGEN Gott)

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Natürlich kann man sich auch als Atheist mit Religion beschäftigen. Zuerst mal gehört ein gewisses Wissen über die Religion einfach zur Allgemeinbildung.

Zum zweiten können Kenntnise über Bibel und Theologie auch in einer Diskussion mit Gläubigen nie schaden; zum einen, um ihnen die Fehlerhaftigkeiten und Inhumanitäten ihrer Schriften aufzuzeigen, zum anderen, um sie mehr oder weniger mit ihren eigenen Waffen zu schlagen- es gibt nämlich theologische Ansätze, die mit dem, woran die Menschen glauben, sehr wenig zu tun haben, die eher einem Atheisten gefallen.

Es gibt z.B. unter Theologen auch die Hypothese, nach der das Neue Testament nicht als Bericht vom Wirken Jesu zu verstehen ist, sondern lediglich als metaphorische Zusammenfassung der Grundsätze des christlichen Glaubens.

Ansonsten bietet die Bibel alles, was in meinen Augen einen wirklich guten Fantasy-Roman ausmacht: Sie ist schön episch, hat ziemlich ambivalente Figuren, und manche der Stories sind auch wirklich spannend.

Die scheint übrigens auch keine Ausnahme zu sein: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/wissenstest-unglaeubige-kennen-religionen-am-besten-a-720441.html

Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun und es widerspricht sich auch nicht ;). Ich bin z.B. auch Atheistin und gehe in den Religionsunterricht, weil ich es interessant finde, mich mit dem Glauben und verschiedenen Religionen auseinanderzusetzen. Zudem muss man sich ja mit einer Sache auch beschäftigen, bevor man die Gegenposition ergreift. Ich kann dich auch nur dabei unterstützen, dich weiterhin damit zu beschäftigen, nicht nur mit dem Christentum, auch Islam und Judentum sind z.B. sehr interessant, vor allem, wenn man mit "lebenden Vetretern" dazu reden kann. Du hast immer einen Pluspunkt bei Diskussionen auf deiner Siete, wenn du auch die Argumente der Gegenseite kennst :). Ich wünsche dir viel Spaß weiterhin.

Hallo Walter

bei dir ist alles in Ordnung. viele glauben nicht wirklich an Gott. sie sind aber Religiös. so gibt es auch viele die nicht an Gott glauben, aber sich damit beschäftigen. wenn du sagst, das du die Meisten Religionen nicht magst, dann verstehe ich dich sehr gut. Die meisten sagen das eine, und machen das gegenteil. Wenn du ein Teil in der Bibel liest, dann wirst du auch viele Widersprüche zuwischen der Bibel und den meisten Religionen finden. Nimm zum Beispiel 1 Timotheus 3:1-7. Vergleich das mit der Katholischen Kirche. du wirst bestimmt ein wenig lächeln. auch könntest du Matthäus 13:55,56 lesen. Suche dir bitte eine Bibelübersetzung die leicht zu verstehen ist. auch gibt es viele Hilfen die Bibel zu verstehen. dann wirst du sehen das es einen Großen unterschied zwischen Glauben und Religion gibt. viel Spaß beim Stöbern.

Wenn es Gott gibt und du dich damit offen und ohne Vorurteile beschäftigst, wirst du bestimmt über kurz oder lang so manche Antworten auf deine Fragen bekommen. Und was du nicht verstehst oder "gräßlich" findest, kann du ja ersteinmal "überlesen". Es gibt aber auch zu allen biblischen Themen gute Kommentare und Erklärungen. Man muss nicht immer alles wissen, aber wissen wo man die Informationen bekommt die man braucht. Wenn dich nur Religionen als solche interessieren, bist du eben einfach geschichtlich interessiert und willst tiefer in die Materie eintauchen. Das ist gut. Ich war früher ähnlich veranlagt, hatte immer die beste Note in "Religion" aber mit dem Glauben an Gott und Jesus Christus zunächst nichts am Hut. Das änderte sich dann irgendwann. Alles Gute.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – EBTC Internationale Bibelschule Berlin, Autor

Ich find die Schrift "grässlich", weil meine Bibel schon etwas älter ist und die Schrift schwierig zu lesen ist (ältere Buchstaben und seeehr kleine Schrift). Daher grässlich. ;)) Ja, ich hab Religion gegen Philosophie ausgetauscht. :o) Religion war mir zu einfach (die Texte fand ich zu einfach formuliert; ich musste dort mehr auswendig lernen, als selbstständig zu denken und außerdem war mir die Lehrerin zu nett)..

Danke für die liebe Antwort. :o)

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