Bin Arbeitnehmer und möchte mich frei stellen lassen.Wie hoch sind die Beiträge?

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7 Antworten

Nur Kranken- und Pflegeversicherung sind Pflicht. Wenn du als freiwilliges Mitglied diese Beiträge selbst zahlen willst, ist die Grundlage euer GESAMTES Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze (14,9 %) Bei der Arbeitslosen- und Rentenversicherung entstehen dadurch natürlich Versicherungslücken, die sich bei Arbeitsplatzverlust und evtl. vorzeitiger Rente SEHR NEGATIV auswirken können.

Lieber "Skully2012",

wenn ich die Beiträge von Dir lese, erlaube mir ein OFFENES WORT (analog zum realen Schopenhauer, der auch das offene Wort liebte).

Du bist krank - Du siehst das auch, aber dann auch wieder nicht und möchtest doch weiter arbeiten - Du möchtest eine Auszeit nehmen, kannst es Dir aber wahrscheinlich nicht leisten ohne andere Einkünfte neben den Vermietungseinkünften zu haben - Du hast Sorgen wegen der Versicherungen (insbes. wegen der KV) und um die Absicherung deiner Familie.

Ob Du irgendwelche Unterstützungen im Falle einer Auszeit bei freiwilligem Verzicht auf Gehalt, seitens der Behörden erhälst, ist fraglich - denn zunächst ist jeder in der Pflicht seinen Unterhalt selbst zu verdienen - wenn das nicht geht, dann greifen erst die sozialen Sicherungssysteme, die in einem Krankheitsfall zuständig sind.

Wenn man diese aber nicht nutzt, dann versagt man Dir u. U. auch alle anderen Leistungen.

daher:

laß Dich krankschreiben fahr zur Kur, wenn es notwendig ist - nach 6 Wochen erhälst Du Krankengeld - damit ist alles soweit im grünen Bereich (auch für Deine Familie) - dann kannst Du auch ggf. weitere Sozialleitsungen erhalten, die für Dich, und vor allen Dingen auch für die Familie nötig sind.

Deine Idee mit der Auszeit ist gegenüber der Familie unverantwortlich (aber auch Dir selbst gegenüber) - wenn die Mieteinkünfte nicht reichen, dann häufst Du Schulden an, die Dir hinterher nachlaufen - und was ist, wenn die Fa. Dir trotzdem kündigt?

Das könnten sie auch so bei langer Krankheit - aber dann bist Du weiterhin in der AV, KV, RV weiter abgesichert und hättest dann auch ggf. Anspruch auf weitere Sozialleistungen.

Eine Auszeit, so wie Du Dir das überlegst, kann nur derjenige in Anspruch nehmen, der sich das finanziell leisten kann und daher mit keinen Behörden Konatkt aufnehmen braucht.

Denn Du wirst mit Sicherheit von den Behörden später hören:

"Die Auszeit haben sie freiwillig genommen - das hätten sie nicht gebraucht - und für freiwillig verschuldete Not sind wir nicht zuständig (oder nur eingeschränkt zuständig - hätten sie erst das Krankengeld bezogen u. ä. dann könnten wir einiges für Sie tun..."

Fazit:

Laß das mit der Auszeit....ruder zurück und laß Dich krankschrieben..Kur...Reha...Wiedereingliederung - wenn es sein muß das ganze Programm - aber dann bist Du und Deine Familie auf der sicheren Seite...

Ich denke, Du siehst mir die offenen Worte nach...

skully2012 27.08.2013, 14:26

Hey Schopenhauer, super lieben dank für deine offenen Worte.Du hast schon genau erfasst wo mein Problem und meine Sorge liegt. Die Auszeit hab aber nicht ich ins Leben gerufen sondern mein AG der in einem Gespräch nach der 6 wöchigen Krankheit erfuhr welche sorgen und Probleme mich ins Burnout trieben. Daher war ich ja so überrascht. Sie wollen,das ich mich erst mal richtig auskuriere und erhole und entscheiden soll wie es nach der Auszeit zwischen AG und mir weiter geht. Was würdest du denn da machen. Ich möchte Sicherheit für meine Familie aber auch meinen AG nicht verprellen. Das ist die Klemme in der ich sitze???

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DerSchopenhauer 27.08.2013, 15:07
@skully2012

Das ist ja sehr lobenswert, daß der AG sich um seine Mitarbeiter sorgt:

Nur - dem AG kann es im Grunde finanziell doch egal sein - er muß nach 6 Wochen keine Lohnfortzahlung mehr leisten (und diese ist ja bei Dir doch sowieso schon abglaufen) - Du erhälst Krankengeld und es ändert sich, außer das Deine sozialen Absicherungen greifen, nichts für den AG.

Vielleicht hat er das nur nicht richtig bedacht oder ist davon ausgegangen, daß Deine sonstigen finanziellen Mittel ausreichen, weiterhin den gewohnten Lebensstandard zu sichern ohne daß man Behörden in Anspruch nehmen muß.

Also - nochmal mit dem AG sprechen und ihn darauf hinweisen, daß Du Dich einfach aus sozialer Sicherheit für Dich und Deine Familie krankschreiben lassen mußt (ich würde mit offenen Karten bzgl. der Einkommensverhältnisse spielen) um Krankengeld bei der KK zu erhalten - Du mußt dann natürlich auch alle Maßnahmen der KK mitmachen - es liegt doch auch im Interesse des AG, daß er Dich fit wieder zurückerhält - daher, statt Freistellung eben Krankengeldbezug...

Du kannst ja immer jederzeit wieder die Arbeit aufnehmen, wenn es Dir besser geht - es besteht kein Arbeitsverbot - nur der AG darf von Dir die Arbeitsaufnahme während der AU nicht verlangen...

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Dann werden dei Beiträge für die Krankenversicherung nach der Höhe de Einkünfte aus den Vermietungen berechnet. Mit der KV geht der Beitrag Pflegeversicherung einher. Ob sie für diese Zeit Beiträge an die Rentenversicherung abführen, bleibt ihnen überlassen. Der Arbeitgeber macht ja eine Jahresmeldung, mit dem er das Jahresbrutto meldet, von dem die Beiträge abgeführt wurden. Damit verlieren sie, wenn es sich nur um ein paar Monate handelt, zwar etwas an zukünftiger Rente, aber ob sich das Einzahlen für die Zwischenzeit lohnt, kann ihnen nur ein Rentenberater berechnen. Ihre Frau und die Kinder sind dann kostenfrei weiterversichert, wie bisher.

skully2012 27.08.2013, 11:32

hallo sassenach4u, bin leicht irritiert?Heist das also?Wenn das Bruttoeinkommen aus Vermietung hoch ist muss ich mir Gedanken machen ob ich die Beiträge überhaupt aufbringen kann, Denn durch Investitionen bleibt netto nicht soviel übrig um eine familie ernähren zu können? Was kann ich da denn tun. Zu dem sind die Mieteinnahmen schwankend.

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sassenach4u 27.08.2013, 16:10
@skully2012

Es gibt Investitionen, die abgesetzt werden können. Aber, wenn sie sich das nicht leisten können, werden sie in der Auszeit alles andere als gesund. Also folgen sie dem Rat der anderen. Krank schreiben lassen, eine Reha machen und wieder ankommen. Alles Gute!

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Ich schließe mich "Helmuthk" an.

Ansonsten mußt Du zusehen, wie Du die Krankenversicherungsbeiträge für Dich und Deine Familie aufbringst (krankenversicherungspflicht!!!) - Du wirst nun wie jeder andere Selbständige behandelt.

Ggf. kann ein Zuschuß über die ALG-II-Gesetzgebung erfolgen.

Der Zuschuss zum Krankenkassenbeitrag wird gewährt, wenn das Einkommen eines Selbstständigen abzüglich des Beitrags als freiwilliges Mitglied einer Krankenkasse unter die Arbeitslosengeld II-Grenze sinkt.

Gekündigt werden darf durch die Krankenversicherung nicht, wenn man den Beitrag nicht zahlen kann.

Doch nach Ablauf des Mahnverfahrens hat man laut Gesetz nur noch Anspruch auf Notfall- und Schmerzbehandlungen sowie Leistungen bei Schwangerschaft.

Jeder Arztbesuch, der nicht in diese Kategorien fällt, muss privat bezahlt werden oder eben ausfallen.

Selbst, wenn keine Leistungen in Anspruch genommen werden - die Schulden samt Säumniszuschlägen wachsen weiter.

Sobald entsprechende Einkünfte vorhanden sind, können sie eingetrieben werden.

In die RV kann nicht weiter eingezahlt werden.

Bei der Arbeitslosenversicherung kann man sich, bei Erfüllung gewisser Voraussetzungen, freiwillig weiter versichern (ob die Vermietungseinkünfte als Selbständigkeit im Sinne des Gesetzes hier anerkannt werden, ist zu klären).

skully2012 27.08.2013, 14:14

Danke für deine intensive Meinung.Aha ich habe also eigentlich gar keine andere Alternative als mich erneut untersuchen,dann krank schreiben zu lassen,um nicht in den finanziellen Ruin zu stürzen?!? Oder, gekündigt werden um durch die ARGE versichert zu bleiben,da mich mit Krankheitsbild Burnout kein anderer Ag einstellen kann oder wird!

Oder eine eventl. Selbstständigkeit zu erhalten die bei Vermietung gar nicht richtig rechtlich geklärt ist und hohe Beiträge zahlen muss da (Krankenversicherungspflicht)

ok. hm jahrelanges arbeiten und kaputt machen sowie immer brav alle Beiträge durch AG und mich als AN eingezahlt haben hat nun in meinem Krankheitsverlauf keinen Platz mehr auf Sicherheit :-( ??????

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DerSchopenhauer 27.08.2013, 17:49
@skully2012

"...meinem Krankheitsverlauf keinen Platz mehr auf Sicherheit "

Doch gerade die Sicherheit ist ja gegeben:

Krankengeld

Kur

Reha/Wiedereingliederung

Dies alles ist ja der Anspruch, der aus Deinen Beitragszahlungen resultiert - aber vor allen anderen Leistungen ist dies, in Deinem Fall vorrangig zu beantragen...damit auch andere Leistungen ergänzend greifen können, wie..

ggf. Zuschuß ALG-II oder Zuschuß zu den KK-Beiträgen

usw.

Jede nachfolgende oder ergänzende Leistung setzt ja voraus, daß vorrangige Leistungen auch in Anspruch genommen werden....

Wer auf das alles verzichten kann, weil er finanziell entsprechend ausgestattet ist, der kann auch unbezahlt eine Auszeit nehmen (selbst wenn er nicht krank wäre)...

Bei jeder Sozialleitung wird immer geprüft, welche Leistung hat Vorrang - diese ist dann auch erst zu beantragen - sonst gibt es nichts...

z. B. Krankengeld geht immer vor Arbeitslosengeld, weil man ja nicht arbeitsfähig ist...

Beim freiwilligen Weiterversicherung beim Arbeitslosengeld zielt man ja auf Selbständige ab, die sich unter gewissen Voraussetzungen weiter versichern können - bei Vermietung müsste man beim AA nachfragen - eigentlich ist das ja eine Vermögensverwaltung - aber ob das zählt kann ich nicht mit Gewissheit sagen...

Aber da hättest Du ja erst auch nichts davon - den Beitrag müsstest Du ja auch noch zahlen...Ansprüche hättest Du dann ja auch erst später; da Du ja sowieso noch in einem Arbeitsverhältnis stehst gibt es daher sowieso nichts....

Es ist ja dafür gedacht, daß, wenn der Selbständige sein Unternehmen beendet wenigestens noch eine gewisse Leistung erhält und damit auch krankenversichert ist....

Deine Vermietung wird ja nicht beendet, damit würde ja sowieso die Leistung nicht gewährt...

Die Vermietung wird höchstens beendet, wenn die KK, durch Vollstreckungstitel oder Zwangsgrundschuld, aufgrund rückständiger Beiträge, Deine Immobilie wegen Beitragsrückständen versteigern läßt....

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Wenn deine Frau versicherungspflichtig arbeitet, könntest du dich bei ihr in der Krankenversicherung als Familienversicherter mitversichern lassen. Das Gleiche gilt für eure Kinder. Das kostet in der gesetzlichen Versicherung keinen extra Beitrag.

skully2012 27.08.2013, 11:27

Hallo fantasia19,danke für deine schnelle Antwort. Das ist ja genau umgedreht.Frau und Kinder sind als Familie bei mir mitversichert. Meine Frau und Kinder sind ja bisher komplett bei mir mitversichert gewesen da aus der Vermietung kein Gewinn erwirtschaftet wurde durch Investition. Deshalb weis ich nicht wie das dann jetzt geregelt werden kann??

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Warum lässt Du Dich nicht krank schreiben?

Dann zahlt der Arbeitgeber Dein Gehalt noch eine Zeit weiter, erhält aber je nach Vereinbarung mit der Krankenkasse einen bestimmten Betrag erstattet.

Danach beziehst Du Krankengeld, und die Beiträge zur Sozialversicherung einschließlich Familienversicherung zahlt die Krankenkasse.

Burnout ist inzwischen schon beinahe Volkskrankheit geworden und wird von den Kranken- und Rentenversicherungsträgern sehr ernst genommen.

Möglicherweise wird Dir auch eine Kurmaßnahme genehmigt.

Rosengarten 27.08.2013, 11:53

Das ist das sinnvollste, was man tun kann!

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skully2012 27.08.2013, 13:14

Hallo Helmuthk, .-) die Antwort ist zwar klug aber nach meiner bereits vom Arzt streng durchgeführten Krankschreibung 6 Wochen,wollte er mich sogar zwingend auf Kur schicken,was ich aus wohlwollendem Arbeitsgefühl ablehnte. Im Gespräch mit meinem AG hätte dieser einer Kur auch unbedingt zugestimmt. Doch nun bin ich bedingt wieder seid ca.3 wochen zur Arbeit gegangen um zu zeigendas ich ja arbeiten möchte wenn möglich. Somit habe ich diese Möglichkeit wohl verpasst oder?

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DerSchopenhauer 27.08.2013, 13:32
@skully2012

Nein es ist nie zu spät - Du kannst jederzeit wieder AU geschrieben werden - Du erhälst dann eben Krankengeld, da die 6 Wochen Lohnfortzahlung um sind...

Das ist alles besser als eine unbezahlte Auszeit (siehe meinen Beitrag von eben)

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Helmuthk 27.08.2013, 15:13
@skully2012

Melde Dich noch einmal krank und nimm das Angebot zur Kur unbedingt an.

Egal, ob der Rentenversicherungsträger oder die Krankenkasse die Kurmaßnahme durchführt: Du bist in dieser Zeit und auch in der folgenden REHA- Zeit in allen Sparten der Sozialversicherung einschließlich Renten- und Arbeitslosenversicherung versichert.

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Hallo,

besteht denn eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung?

Gruß

RHW

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