Bin angenervt vom Landleben, wie soll´s weiter gehen?

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6 Antworten

Tja, was macht man in einem solchen Fall? Man bespricht das Ganze mit seinem Partner und zieht ggf. um. Eine andere Lösung für dein "Problem" gibt es wohl nicht. Da du die Vorteile des ländlichen Lebens offensichtlich nicht siehst, nicht sehen willst oder sie dir nicht ausreichen, musst du halt für dich Konsequenzen ziehen....falls dein Partner bereit ist, diese mit zu tragen. Wenn nicht, musst du dir halt überlegen, was dir wichtiger ist, deine Beziehung oder dein Umfeld.

Aber schon interessant, was du als Landwirtin so für Ansichten hast. Da ist dein Beruf doch wohl auch der falsche für dich, oder?

Ich hab den Beruf vor 8 Jahren neu erlernt, um meinem Mann zu helfen, der sich auch weiter gebildet/umschulen lassen hat und den Betrieb umstrukturiert hat. Landwirtschaft ist nicht das Problem, das geht nicht das ganze Jahr über, das macht mir auch Freude. Das aussen herum nervt mich einfach nur noch mittlerweile.

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@beglo1705

Wie gesagt, dann musst du für dich die Konsequenzen ziehen. Oder eben doch versuchen klar zu kommen. Was hast du denn bisher gemacht, um mit der Dorfbevölkerung in Kontakt zu kommen? Warum meinst du, die sind alle "komisch"? Kennst du sie überhaupt näher? Bist du mal auf die Leute zugegangen oder erwartest du, dass sie auf dich zukommen? Das kannst du nämlich vergessen, das funktioniert in einer kleinen ländlichen Gemeinde nicht. Da muss man sich schon selber einbringen. Möglicherweise lernt man dann auch Leute kennen, die nicht so "komisch" sind und mit denen man Freundschaften aufbauen kann (wo man sich dann auch mal auskotzen kann, wenn einem mal wieder alles zu doof ist). Dann fühlt man sich gleich wohler, das ist jedenfalls meine Erfahrung.

Das mit der Fahrerei ist natürlich nicht so schön, aber ich finde, wenn man ein Auto vor der Tür hat, ist das doch nicht so tragisch. Ich lebe auch in einem kleinen Dorf, aber dass man dort nicht alles vor der Tür hat, weiß man doch auch, bevor man dort hin zieht.

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@putzfee1

Ja ich kenn sie näher, da ich eben auch durch das Lohnunternehmen (u.a. Heupressen, landw. Dienstleisrtungen etc) oft mit Leuten aus der Gemeinde zusammen komme. Auch auf Veranstaltungen (heut Abend zb Osterfeuer) bin ich immer gern gewesen, oder ab und an mal im Frauenbund, beim Gartenbauverein oder beim Weihnachtsmarkt Plätzchen/Kuchen backen für gemeinnützige Zwecke usw., aber irgendwie fühl ich mich unwohl.

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@beglo1705

Ja, letztendlich musst du für dich selbst entscheiden, was dir wichtig ist.

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@putzfee1

Ist halt schwierig mit kleinen Kindern, da fragt doch auch noch mein Gewissen ob das dann richtig ist, sie aus ihrer gewohnten Umgebung zu reißen und ihnen die gewohnte Familie zu nehmen. Bin einfach im Zwiespalt grade.

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@beglo1705

Ja, kann ich nachvollziehen. Tut mir auch leid, dass ich dir da nicht weiter helfen kann.

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Hast du das nicht vorher schon gewußt, bevor du aufs Land gezogen bist?

Was sagt denn dein Mann dazu?

mit den Schwiegereltern unter einem Dach, da ist oft ein Wagnis!

Dass es mich mal so erdrückt, hätte ich nicht gedacht. Wie gesagt, nach fast 7 Jahren sieht´s halt jetzt anders aus. Mein Mann kann und wird den Betrieb/Firma hier nicht verlassen, so viel ist sicher.

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@Wonnepoppen

4 und 7 sind unsere Kids. Ganz fremd ist mir der Gedanke nicht, um ehrlich zu sein. Ich weiß mittlerweile auch nicht mehr, ob es wirklich noch Liebe ist oder nur mehr Gewohnheit.

Zudem ist es so, dass ich vorher Selbständig war und mittlerweile wirklich Mädchen für alles bin inkl. Köchin und Putzfrau.

Es erdrückt mich grad, ehrlich.

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@beglo1705

Kann ich schon irgendwie verstehen!

Hast du mit deinem Mann schon darüber gesprochen?

wie gefällt es den Kindern auf dem Land?

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@Wonnepoppen

Ja haben wir auch schon mehrfach besprochen, er wäre einem Umzug nicht ganz abgeneigt (aber vom Hocker reißen tut´s ihn auch nicht), allerdings nur in der näheren Umgebung, da unsere Firma auf diesem Betrieb hier ist und auch bleibt, da wir den Platz benötigen und pachten geht hier leider brutal in´s Geld.

Die Kinder sind zufrieden hier, haben ihre Schule/KiGa Freunde alles was halt so normal ist. Das ist dann auch noch so ein Thema, ob man Kinder da wirklich rausreißen soll und egoistisch seinen Weg geht.

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@beglo1705

Ja, das ist nicht einfach!

Dei nächste Stadt wäre also ca. 20 km weg?

Wegen dem  Arzt usw.?

das ist ja nun nicht sooo viel!

Ich würde erst mal so oft als möglich in die Stadt fahren, evtl. auch mit einem Bus?

Denn es macht dich krank, wenn du so weiter leben mußt!

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@Wonnepoppen

Die 20km zum Arzt machen mir nix aus, mach ich gern für meine Kinder.

Ich fühle mich unwohl, bin depressiv mittlerweile obwohl ich eher zur lustigen Truppe gehört hab. Ich weiß einfach nicht mehr, ob ich wirklich hierher gehöre. *tränenkuller*

Danke jedenfalls.

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@beglo1705

Meinst du nur, daß du depressiv bist, oder steht die Diagnose fest? Falls ja!

Dann wird es Zeit, daß sich etwas ändert!

Ich weiß, wovon ich rede!

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@Wonnepoppen

Ich denke, dass es so ist. Vieles, woran ich Freude hatte geht mir echt hinten vorbei, ich könnt wegen Kleinigkeiten losheulen wo ich früher einen blöden Spruch abgelassen hätte, bin verletzlich/ empfindlich geworden, freue mich nicht mehr über die vielen schönen Dinge des Lebens, vieles ist mir egal.

Das sollte sich vielleicht auch mal ein Arzt ansehen.

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@beglo1705

Eher ein Psychologe?

Aber du kannst dir  was aus der Apotheke holen, mir hat hoch  dosiertes Johanniskraut geholfen!

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Zieh in die Stadt

Zieh in die Stadt

Zieh halt um. 

Umziehen soll manchmal gegen Eintönigkeit helfen.

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