Bin alleine. Was würdet ihr in meiner Situation tun?Hattet ihr sowas auch schon mal erlebt?

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5 Antworten

Irgendwie klingt es stark danach als wenn du versuchst dir etwas aufzuzwängen.

Niemand braucht soziale Kontakte innerhalb der Klasse, darum sollte es auch gar nicht gehen. Die Zeit ist jedoch wesentlich schöner und angenehmer mit Freunden oder sozialen Kontakten.

Du schreibst wenn du dich mit jemandem unterhältst geht es nur ums Wetter und danach wird geschwiegen, aber warum? Diese Person wird doch irgendwie Interesse gezeigt haben oder warum unterhält sie sich mit dir? Der logische nächste Schritt wäre über mehr als nur das Wetter reden. Zum Beispiel: " Ich fahre gerne Fahrrad aber dadurch dass es regnet langweile ich mich andauernd.." Oder was auch immer. 

Oft glaubt man nur dass niemand die eigenen Interessen teilt, und das scheinst du dir ziemlich einzureden. Ich habe mich früher sehr für das zeichnen von Anime interessiert und auch für die Sendungen, keiner meiner Freunde fand das interessant, dass ich jedoch auch sehr gerne gelesen habe hat mir über eine Schriftsteller AG schnell geholfen Freunde zu finden. Normalerweise hat man ja mehr als ein Hobby und viele Hobbies entwickeln sich erst mit der Zeit.

Ende der 10. Klasse malten in meiner Klasse unglaublich viele Leute ebenfalls Anime, dadurch fand man neue Freunde. Was nichts bringt ist dich abzukapseln.

Lernen in den Pausen ist vollkommen in Ordnung, oder aber du schnappst dir dein Brot und setzt dich irgendwo in die Nähe von anderen, vielleicht kommt man dort dann ins Gespräch.

Denk aber immer daran, auch wenn du mit niemandem ins Gespräch kommst und wirklich keiner in deiner Klasse zu dir passt ist das nicht schlimm. Es gibt tausende potenzielle Freunde außerhalb der Schule, die du halt über deine Hobbies kennen lernen kannst. Ob es ein Sprachkurs ist (weil du ja auswandern willst) oder ein Sportkurs oder auch eine schulische AG. Niemand auf diesem Planeten muss alleine sein, es gibt immer Leute die so ticken wie man selbst :)

Letzter Punkt in eigener Sache: ich habe mich insgesamt in meiner Schulzeit ähnlich gefühlt, es wurde sich häufig über mich lustig gemacht und wirklich dazu gehört habe ich nirgends. Erst als ich älter wurde und ich immer mehr wusst wer ich bin und was ich selbst erwarte bildetete sich ein kleiner Freundeskreis. Sollte das Mobbing bei dir schlimmer werden ("bring dich um" ist kein witziger Kommentar!) dann sprich mit einem Lehrer oder einem Erwachsenem den du vertraust. Niemand sollte so mit einem anderen Menschen reden, denn jedes Leben ist kostbar!

Sorry für den langen Text ^^

HimaHuaina 29.06.2017, 15:56

Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Leider habe ich mit einigen meine Interessen geteilt und die waren ahnungslos wussten nicht was ich meinte... :( Danke für deinen Text! 

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Simtastic 29.06.2017, 15:58
@HimaHuaina

Gerne, mir ging es eine Zeit lang ähnlich, aber glaub mit diese Zeit geht vorbei. Irgendwann wenn man aufhört es krampfhaft zu versuchen kommen Freunde von ganz allein. Und sehr viele aus der Schulzeit gehen auch wieder. Nur einen meiner Freunde kenne ich durch die Schule, viel mehr Kontakt habe ich jedoch mit anderen Freunden.

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Hello :)

mach dir erstmal nicht so viele Gedanken darüber! Es ist nicht schlimm anders als die anderen zu sein und vollkommen allein ist man nie. Es gibt immer Menschen die dir helfen und dich unterstützen. Vielleicht einfach mal zu den jenigen hingehen und versuchen ins Gespräch zu kommen oder schreibe sie auf Plattformen an und versuche so erstmal ins Gespräch zu kommen, vielleicht hilft das!

Viel Glück und liebe Grüße :)

HimaHuaina 29.06.2017, 15:41

Danke glaube aber leider das es nichts bringen wird... 

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Hmm, also ich war in meiner Schulzeit auch fast immer nur alleine. Das lag zum einen weil ich halt ziemlich schüchtern und still damals war (was natürlich Futter für die ganzen Prollos ist) zum anderen bin ich schwul und wenn man das rausbekommen hätte, hätte man mich damals gelyncht. Ich war also die ganze Zeit in der Schule allein, war der komische Typ da in der Ecke und meine Hobbies waren mit Zocken, Lesen und Zeichnen jetzt nicht sonderlich interessant oder spannend für andere. An Beziehung war für mich damals auch nicht zu denken. Ich konnte ja schlecht zu jemandem hingehen so nach dem Motto: Ich bin schwul, bist du auch schwul? Willst du mit mir zusammen sein? Also joa...da ich eine Scheißangst hatte mich zu outen lebte ich weiter so vor mich hin und ertrug das Mobbing still und leise mit den Gedanken, dass das irgendwann doch vorbei ist.

Das wurde aber nach der Schule besser, ich hab Therapie gemacht, wurde mit der Zeit deutlich offener und extroviertierter, hab neue Interessen und Hobbies entdeckt und hatte mehrere Beziehungen. Eine ist ziemlich schnell in Flammen aufgegangen und eine andere fing zwar gut an, ging aber schnell in die Brüche. Aber dennoch finde ich dass diese Erfahrungen wichtig waren und ich aus ihnen einiges gelernt habe. Und joa mit der Zeit hab ich auch einen ganz netten Bekanntenkreis um mich gescharrt und hab auch seit letztem Jahr wieder eine Beziehung in der ich bis heute ziemlich glücklich bin.

Was ich damit sagen will: Nach jedem Fall gibt es auch wieder einen Aufstieg. Für jeden Menschen. Ich bin mir sicher auch du wirst diesen Aufstieg erleben.

Was ich dir raten würde ist vielleicht neue Hobbies zu suchen. Du sagst du bist eher jemand der fleißig ist und so wie es aussieht Bücher mag. Geh doch in die Stadtbibliothek, sprich wen nettes an, wenn du jemandem begegnest. Du kannst nichts verlieren und hier kommt die harte Wahrheit: Die wenigsten Menschen gehen von sich aus auf einen zu, du musst dich überwinden und selber den ersten Schritt machen.

Hey,

solche Situationen gibt es immer mal wieder .In der Regel bestehen diese nur in einem bestimmten Zeitraum. Klar ist so etwas mies. Du scheinst nicht dumm zu sein. Überlege dir eventuell wieso keiner etwas mit dir machen möchte. Und versuche das Problem zu beheben. 

Überlege dir mit welchen Personen du am ehesten klar kommen würdest. Danach brauchst du eine Strategie, um dich irgendwie anzunähern. Das erfordert etwas Mut, aber was soll schon passieren? Ab und zu muss man sich auch etwas anfügen. Es bringt nicht viel gegen den Strom zu schwimmen. Manchmal macht es sinn, sich erst etwas anzupassen, um sich dann etwas in der Gruppe abzuheben. (Besser konnte ich es nicht formulieren, ich hoffe du verstehst was ich meine.)
Lg

01AndiPlayz 29.06.2017, 15:45

Habe die selbe Aussage an mir als Beispiel ausformuliert.

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Wenn du nicht bereit bist Freunde zu suchen oder etwas an deiner Situation zu ändern, wird sich gar nichts ändern. Du kannst nicht auf den Tag X warten, an dem andere auf dich zukommen.

Als ich in einer ähnlichen Situation stand habe ich folgendes getan:

  1. Ich habe mein optisches Erscheinungsbild zunächst dem "Mainstream" angepasst.
  2. Ich habe mich einfach zu den anderen gestellt und einfach mit ihnen geredet. Wenn auch nur übers Wetter. So habe ich mich in deren Kreis ein wenig eingefunden, wenn auch als das "Opfer" der Gruppe, aber immerhin schon mal "der Gruppe" ^^.
  3. Anschließend habe ich angefangen ihnen bei Dingen zu helfen. Aus meiner "Aussenseiter"-Zeit hatte ich einen sehr guten Draht zu den Lehrern. Vermehrt habe ich diesen eingesetzt, um anderer Köpfe aus der Schlinge zu ziehen. Das liess mein Ansehen steigen.
  4. Mit Dingen dieser Art habe ich mich immer weiter vorangekämpft. Ich habe irgendwann angefangen mich für Dinge wie Rap oder Fussball zu interessieren. So hatte ich nun Dinge, über die ich mit anderen diskutieren konnte.

Heute bin ich mit den meisten, die mich früher ausgegrenzt hatten befreundet. Und zwar auf Augenhöhe. Ich bin glücklicher denn je in meinem Leben, mache eine gute Ausbildung und habe auch sonst alles erreicht, was ich so wollte.

Denk einfach mal drüber nach.

LG und viel Glück

Andi

Simtastic 29.06.2017, 16:02

Ich finde "sich anpassen" ist nicht zielführend. Was soll ich mit Freunden die meine Interesse in keiner Weise teilen? Das klingt irgendwie danach als würde man nur nicht alleine sein wollen. Das mag zwar helfen wenn man dann jedoch jemanden sucht mit dem man Hobbies zusammen ausführen möchte ist man genau so alleine wie zuvor.

Zudem verschreckt man möglicherweise andere die genauso sind wie man selbst.

Es als Erfolg zu sehen das "Opfer" der Gruppe zu sein finde ich schrecklich. Der Zwang alles zu tun um dazu zu gehören endet oft weniger gut als bei dir.

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01AndiPlayz 29.06.2017, 22:20
@Simtastic

Ich kann halt nur aus eigener Erfahrung sprechen. Mag gut sein, dass da auch viel Glück dazugehört.

Bei mir hat es geklappt und ich bin extrem zufrieden. Klar, ich habe mich verändert, bin aber kein angepasster Mitläufer geworden. Ich habe eine eigene Meinung, die auch vertreten kann, einen eigenen Musikgeschmack, einen eigenen Kleidungsstil, usw.

Man muss sich halt entscheiden:

Will ich bleiben wie ich bin, oder will ich mich anpassen um nicht mehr der Aussenseiter zu sein?

Interessanter Fakt am Rande:

Ich habe seit bald einem Monat Kontakt mit demjenigen, der früher, vor 4 Jahren, die "Mobbing-Front" gegen mich angeführt hatte. Er hat sich bei mir entschuldigt, er hat sich grundlegend verändert. Wir können heute beide über unsere früheren Ichs lachen.

Ich wünsch jedem in einer solchen Situation, dass er es auch mal so gut haben darf wie ich.

LG Andi

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