Bin 5 Jahre selbständig und habe noch nie ist abgeführt oder Steuererklärung gemacht es sind ca. 40000€. Wie komm ich da raus?

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8 Antworten

Wenn du selbständig gewesen wärst, hätte das FA schon Druck gemacht wegen nicht abgegebener Steuererklärung und Umsatzsteuervoranmeldungen.

Also warst Du wohl Schwarzarbeiter, Steuerhinterzieher, womöglich noch Urkundenfälscher wenn Gewerbeanmeldung vorgetäuscht oder Gewerbliche Rechnungen ausgestellt  ... Möglicherweise hast du auch Sozialabgaben hinterzogen.

Anwalt für Steuerstrafrecht ist da wohl dringend anzuraten ... 

Also das FA schickt jedes Jahr die Aufforderung die Steuererklärung abzugeben. Ich "beachte" den Brief garnich und es kam auch nie eine Mahnung oder sowas dazu.Sozialabgaben habe ich sicherlich auch hinterzogen. Keine KV RV AV usw. Ich habe im Endeffekt ein Gewerbe angemeldet auch alle Rechnungen habe ich immer geführt aber dann immer von dem ganzen Geld "gelebt".

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@kleidfrosch

ich glaub das alle zwar nicht wirklich .. aber wenns so stimmt: 

Da es mittlerweile eine Versicherungspflicht in der KV gibt, wird eine Rechnung über ca. 670 Euro im Monat kommen .. (Regelbeitrag in der freiwilligen KV) .. Hätte man zwar beantragen können niedriger eingestuft zu werden .. aber rückwirkend werden die nicht mit sich handeln lassen. 

Da du keine Kleinunternehmerregelung angemeldet hast, volle MWst auf den vollen Umsatz. Auf das was übrig bleibt, normale Steuer, für vergangene Jahre mit 6% Zinsen. Und wenn es als Hinterziehung gewertet wird, ohne Straftatsbestand, dann doppelter Steuersatz. 

Also ... vielleicht Asyl beantragen in einem Land wo man untertauchen kann .. Syrien, Russland ... ??? 

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Hallo Kleidfrosch!

Handelt es sich bei den 40.000 € um Deine Einnahmen oder Deinen Gewinn? Und in welchem Zeitraum hast Du es erwirtschaftet, in den fünf Jahren oder pro Jahr? Oder handelt es sich um die errechnete Steuerschuld?

Du solltest Dir so bald wie möglich einen Steuerberater suchen. Er unterstützt Dich dabei, Deine steuerlich Angelegenheiten in Ordnung zu bringen. Wenn Du Glück hast, bevor die Steuerfahndung bei Dir anklopft.

Ein reines Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.

Giwalato 

Also die 40000€ sind die UST die ich nicht abgeführt habe über die Jahre es ist ein Schätzwert von mir es könnten auch 30000 oder 50000 sein das habe ich nie nachgerechnet, es wäre auch "egal" da slebst 5000€ für mich nicht stämmbar wären.

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@kleidfrosch

Du musst trotzdem die Steuererklärungen erstellen lassen. Vielleicht kann der Steuerberater mit dem Finanzamt Ratenzahlung vereinbaren. Im schlimmsten Fall mußt Du Insolvenz anmelden.

Aber wenn Du weiterhin den Kopf in den Sand steckst und hoffst, daß sich die Sache irgendwie von selbst erledigt, verlierst Du völlig die Kontrolle über Dein Leben und die Chance, neu anzufangen, wenn auch mit einem blauen Auge.

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Lass Dich von einem Steuerberater beraten. Ohne blaues Auge wirst Dubwohl nicht davonkommen, normalerweise wäre wohl Selbstanzeige das Mittel der Wahl.

Folgende Fragen:

  1. Gewerbliche, oder selbstständige Tätigkeit?
  2. 40.000 € Gewinn, oder Umsatz?
  3. 40.000 € in den 5 Jahren, oder pro Jahr?
  4. Umsätze mit USt berechnet, oder Kleinunternehmerregelung?

 

es sind praktisch die 19% meiner Rechnungen die ich abführen hätte müssen ans FA also die UST mehrerer Jahre. zu Frage 1: Ich habe mir mal eine Gewerbeanmeldung vom FA geholt und mich damit angemeldet.

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Selbstanzeige beim Finanzamt, vorausgesetzt, die Frage ist überhaupt ernst gemeint.

Durch nachzahlen. Also sofort zum Steuerberater und die Sache mit dem besprechen. Möglicherweise wird der dann auch einen Steueranwalt vorschlagen.

Nachzahlen wovon ich hab keinen der mir Geld leihen würde auch selber kein Geld nichts was Wert hat.

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Sofern es sich hier nicht um eine Trollfrage handelt, wäre der Gang zum FA für Steuerrecht wohl zu empfehlen. Hier ist vermutlich dringend eine Selbstanzeige fällig.


Nachtrag:

Also die 40000€ sind die UST die ich nicht abgeführt habe über die Jahre

Hier geht es zum Einen um einen um eine Steuerstraftat, nämlich Hinterziehung von geschuldeter USt. Dies wäre dem Grundsatz nach heilbar, denn "ein Nachreichen der verspäteten Umsatzsteuervoranmeldung {stellt] eine strafbefreiende Selbstanzeige dar (Kohlmann/Schauf § 370 AO, Rn. 1358.1)"

(Quelle: https://steuerdelikt.de/kompetenzen/steuerhinterziehung/formen/230-hinterziehung-von-umsatzsteuer )

Das ist aber noch nicht alles.

Sozialabgaben habe ich sicherlich auch hinterzogen. Keine KV RV AV usw.

Sofern für die Tätigkeit zwingend Sozialabgaben hätten abgeführt werden müssen, stellt dies auch einen straf- respektive bußgeldbewehrten Verstoß dar. Zudem sind die säumigen Beiträge nachträglich abzuführen zzgl. Zinsen und Zuschlägen. Das können dann ohne Weiteres weitere € 20000.-- sein.

Neben dem FA sollte hier auch gleich ein Antrag auf PI gestellt werden. Allerdings sind die offenen Forderungen aus betrügerischem oder strafrechtlich relevantem Handeln nicht in der PI, sondern bleiben dauerhaft offen.


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Und das nennst Du dann selbstständig ????  Meine Güte !!

Such Die einen Szteuerberater und gebe ihm alle Unterlagen, er kann es evtl. richten.

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