Bin 44 und nach ein Arbeitsunfall im Krankengeld schon seit 10 Monate, was ist zu beachten wenn ich meiner Beruf nicht mehr ausüben kann?

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6 Antworten

Dein erster Ansprechpartner ist die BG. Im Mai 2017 wird die 78-Woche-Grenze erreicht, ab diesem Zeitpunkt gibt es kein Kranken- und im Regelfall auch kein Verletztengeld mehr.

Vor diesem Zeitpunkt sollte klar sein, wie es weitergeht. Falls bis dahin noch keine Entscheidung über deine weitere berufliche Laufbahn oder deine Verrentung getroffen worden ist, bleibt nur noch der Weg in die Sozialhilfe bzw. zur Arbeitsagentur.

Aber so weit muss es nicht kommen. Mit 44 hast du bereits das obere Ende der Altersskala für eine Umschulung erreicht, außerdem passt dein Erkrankungsbild PTBS nicht so recht zu einer Umschulung.

Vorausgesetzt, die PTBS/Depression steht im Zusammenhang mit deinem Unfall und die BG hat dies auch so anerkannt (falls du das noch nicht wissen solltest, kläre dies vorher ab), solltest du engen Kontakt mit deiner BG halten und, falls sich nicht etwas bahnbrechendes ereignet, spätestens Dezember/Januar dich um eine Erwerbsminderungsrente kümmern. Aber immer in Abstimmung mit der BG, denn die Erwerbsminderungsrente wird von der Rentenversicherung, nicht von der BG, festgestellt.

Parallel dazu wird die BG die Feststellung einer Unfallrente betreiben, beide Renten würden übrigens mit dem Tag nach Wegfall des Verletztengeldes beginnen, allein deshalb darf man nicht warten bis der Zeitpunkt X nach 78 Wochen eingetreten ist, sondern muss vorher tätig werden.

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Hallo,

da die DRV bei einem Rentenantrag bis zu 4 Monate benötigt, diesen zu entscheiden und wenn ich dann noch die Widerspruchsfristen und Bearbeitung hinzuzähle, bis du weit über den Krankentagegeldbezug hinaus...ich wurde unabhängig der BG den Erwerbsminderungsantrag stellen, dieser Berücksichtigt auch Fragen, wie Arbeistunfääle, Aktenzeichen usw. Die Unterlagen werden dann von der DRV angefordert.

Jeder weitere Tag Untätigkeit, macht es für dich am Ende schwieriger...

Beste Grüße

Dickie59

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Hallo NP1972,

Sie schreiben unter anderem:

Bin 44 und nach ein Arbeitsunfall im Krankengeld schon seit 10 Monate, was ist zu beachten wenn ich meiner Beruf nicht mehr ausüben kann?

Antwort:

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Zur BG:

Zunächst einmal sollten Sie bei der Auseinandersetzung mit der BG einen sehr versierten und sehr kompetenten Rechtsbeistand hinzuziehen, denn die BG´S sind Weltmeister im Ablehnen von Leistungen!

http://www.vdk.de/deutschland/tag/Berufsgenossenschaft

https://www.vdk.de/ov-weilheim-teck/ID99121

http://www.ra-buechner.de/fachbereiche/gesetzliche-unfallversicherung.htm

Das Verletztengeld endet in der Regel wie das Krankengeld der Krankenkasse nach 78 Wochen!

Dann bleibt in der Regel nur noch das ebenfalls zeitlich befristete ALG 1!

Die zeitliche Befristung des ALG 1 kann in der Regel nur im Zusammenhang mit einem laufenden Verfahren auf Erwerbsminderungsrente für die Dauer des Antragsverfahrens ausgedehnt werden! 

Stichwort: "Nahtlosigkeitsregelung!"

http://www.vdk.de/kv-thueringen-sued/ID57086

http://www.ra-buechner.de/newsarchiv/newsdetail/bsg-zur-nahtlosigkeitsregelung-des-145-sgb-iii-verpflichtung-zur-fortzahlung-von-arbeitsloseng.html

Basis aller Entscheidungen ist im Endeffekt der Inhalt Ihrer eigenen Krankenakte!

Denn die meisten Verfahren, Begutachtungen und Auseinandersetzungen vor den Sozialgerichten werden nach Aktenlage entschieden!

http://www.erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-und-der-rote-faden/

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Zur DRV - Erwerbsminderungsrente:

2016 - 44 = ca. 1972 geboren!

Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist, hat in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit!

Um eine volle DRV-Erwerbsminderungsrente bewilligt zu bekommen, müßen neben den versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (Mindestens 60 Beitragsmonate, davon in den letzten 5 Jahren mindestens 36 Beitragsmonate) die medizinischen Voraussetzungen an Hand der eigenen Krankenakte glasklar und sehr detailliert nachgewiesen werden!

Die Leistungsfähigkeit muß dauerhaft auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, abgesunken sein!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

http://www.vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

http://www.ra-buechner.de/fachbereiche/deutsche-rentenversicherung/erwerbsminderungsrente.html

https://www.youtube.com/user/hubkon

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Du hättest gar keinen Anspruch auf Krankengeld sondern auf Verletztengeld und das endet nicht zwingend nach 78 Wochen ( das ist nur der Regelfall)

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Kommentar von HalloRossi
05.11.2016, 20:10

Und auch nicht auf Erwerbsminderungsrente sondern auf Minderung der Erwerbsfähigkeit! Das sind verschiedene Kodtenträger

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bei einem arbeitsunfall sollte dir deine berufsgenossenschaft weiter helfen. deren betreuer erarbeitet mit dir einen weg zurück ins berufsleben. sofern du deinen jetzigen beruf nicht mehr ausüben kannst, werden sie dir weiterbildungen anbieten. während einer qualifizierungsmassnahme bekommst du geld von der bg, allerdings noch weniger als jetzt von der krankenkasse. dein erster ansprechpartner dürfte also deine bg sein.

desweiteren wird von der bg über eine etwaige erwerbsminderungsrente entschieden.

annokrat

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Erwerbsminderungsrente kann Du jederzeit beantragen. Du solltest in einen Sozialverband (SoVD oder VDK) eintreten. Da sind spezielle Rechtsanwälte für Sozialrecht, die können Dir helfen. Kostet etwa 6 € im Monat.

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Kommentar von Lokicorax
27.10.2016, 08:49

Nach Abschluss aller Gutachten sollte man auch den Antrag eines Schwerbehindertenausweises prüfen - auch da helfen VdK/SoVD.

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