Bin 27, Akademiker mit sehr gutem Abschluss und Berufserfahrung, seit 9 Monaten arbeitslos - ist mein Leben vorbei oder eine Ausbildung sinnvoll?

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7 Antworten

Habe mit 28 Jahren eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung begonnen und hatte keine Probleme damit. War sogar nur der zweitälteste. Klar, die meisten waren jünger und tickten anders, aber ich kam mit allen super klar. Es war eine schöne Zeit und ich bereue nichts. Grund war für mich damals auch, dass ich unzufrieden mit meiner Situation war. Zwar hatte ich Arbeit, aber nur immer auf Leiharbeiterbasis. Hätte an deiner Stelle keine Bedenken. Wenn finanzierbar ist, würde ich halt nochmal studieren.

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Hallo,

erst gestern hat hier jemand eine sehr ähnliche Frage gepostet: dieser hatte ebenfalls nach erfolgreichem Studium (Biologie) keinen Job gefunden und auch ihm habe ich zu einer Ausbildung geraten.

Finde heraus, welche Ausbildung zu dir passt, in der freie Ausbildungsplätze angeboten werden, und dann stelle in deiner Bewerbung heraus, welche Vorzüge/ Fähigkeiten du mitbringst, die gerade jüngere Bewerber oft nicht bieten können (persönliche Reife, Durchhaltevermögen, analytisches Denken, Kommunikationsstärke, Kritikfähigkeit..... um nur einige Beispiele zu nennen.)

Mit 27 bist du keineswegs zu alt......viele AG schätzen reifere junge Menschen mit einem gewissen Bildungsniveau (Sprache, Mathe, Allgemeinwissen und guten Umgangsformen), welches leider oft minderjährigen Bewerbern heutzutage fehlt.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

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İch weiß auch nicht, was die Betriebe jetzt wollen. Man hat uns immer veräppelt, dass man Abitur machen muss und danach ein Studium abschließen, nur um ein guten Job zu finden.. In deinem Alter hatte ich in meinem Fachabi jemanden mit Kind! Also spricht nichts dagegen, wenn du eine Ausbildung machst. 

Aber du kannst im Bildungszentrum des Handels Dozent werden, falls du es willst. Kannst jungen Leuten bei der Ausbildungssuche helfen. Dies finde ich persönlich für den Start ins Berufsleben ne gute Idee... Viel Erfolg!

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Es ist laut Umfragen recht normal, dass man nach der Uni bis zu 1.5 Jahre braucht, bevor man ein vernünftiges Angebot gefunden hat. Mit zahlreichen Messebesuchen usw

Außerdem ist es je nach Branche auch normal, dass man sich so mit einjährigen, aber bezahlten Praktika über Wasser hält, um Erfahrungen zu sammeln. 

Ein Kumpel von mir hat zB jetzt in einer Stadtverwaltung als Sachbearbeiter was gefunden; der hatte ein Philosophiestudium...

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Kommentar von DudelFlanders
04.03.2016, 22:10

Ich will es mir aber nicht leisten 1,5 Jahre arbeitslos zu sein. Ich hätte aufgrund eines zu hohen Vermögens keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld 2 und so würden meine lebenslang erkämpften Ersparnisse in null Komma nichts dahinschmelzen. Insbesondere wegen des Krankenkassenbeitrags.

Danke für den Tipp mit den Praktika, hab mich darüber vor Monaten schon ausführlich informiert und zumindest in meiner Branche ist es so, dass einem so gut wie jeder Arbeitgeber davon abrät und das dem Lebenslauf eher schadet. Wie es woanders ist, weiß ich natürlich nicht.

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Ein Downgrade will wohlüberlegt sein.Die "niedrigere" Ausbildung sollte dahingehend bestimmte Anforderungen erfüllen:zukunftssicher, brennend interessant Wollte ich eigentlich schon immer machen, warum bin ich nicht schon eher drauf gekommen)entsprechender Verdienst, EntwicklungsmöglichkeitenVielleicht noch in Verbindung mit dem Studium Synergieeffekte.Auch das Danach ist wichtig:Am Besten schon während der Ausbildung sollte ein darauf folgender Arbeitsplatz in Stein gemeisselt sein.Wenn nicht, also nach der Ausbildung wieder Jobsuche, geht die Sch... erst richtig los, dann wird es noch schwieriger.Wichtig ist auch für spätere Vorstellungsgespräche, sich stichhaltige Argumente bereit zu halten. Personaler leben meist in ihrer eigenen Welt und deren Fantasie reicht nur aus, um bei Ungereimtheiten nur das Schlimmste zu vermuten.

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Also ich sehe kein Problem, viele in deinem Alter beginnen nochmal eine andere Ausbildung und schließen diese auch erfolgreich ab. Ich persönlich kenne sogar jemanden, der mit 40 Jahren nochmal eine neue Ausbildung gemacht hat weil ihm sein alter Beruf nicht mehr gefallen hat. Wenn du es wirklich möchtest, sollte es kein Problem sein. 

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Kommentar von DudelFlanders
04.03.2016, 22:03

Und wie lange war er nach seiner Ausbildung auf Arbeitssuche (jetzt mal ganz unabhängig von der Branche)? Es werden doch sicherlich auch nur die wenigsten Arbeitgeber bereit sein, lieber einen 40 als einen 20-Jährigen zu nehmen, oder?

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Hört sich an wie nach einem Studium der chinesischen Kunstgeschichte o.ä.

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Kommentar von DudelFlanders
04.03.2016, 22:02

Nicht schlimmer, aber wahrscheinlich genauso schlimm. Etwas Naturwissenschaftliches.

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Kommentar von Marbuel
05.03.2016, 10:23

Und das wäre? Informatik? Mathe? Ingenieur? Was kann das sein, wo man nichts findet?

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