bin 16 jahre, auf öffentliche verkehrsmittel angewiesen, muss sich mein arbeitgeber danach richten?

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5 Antworten

ich vermute mal, du bist Auszubildende. Hier gibt es sehr eindeutige Rahemnvorschriften für den Schichtdienst, so dass eigentlich ein Erreichen des Arbeitspaltzes mit öffentlichen Verkehrsmittel grundsätzlich immer gewährleistet ist:

Zitat: " Schichtarbeit

In einigen Verwaltungsbehörden und manchen Bereichen des öffentlichen Dienstes wird im Schichtdienst gearbeitet. Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz dürfen Auszubildende wie auch jugendliche Beschäftigte nur bis 23.00 Uhr beschäftigt werden. Um unnötige, verkehrbedingte Wartezeiten zu vermeiden, umständehalber auch bis 23.30 Uhr. Zwischen Feierabend und Arbeitsbeginn am nächsten Tag müssen jedoch in jedem Fall zwölf freie Stunden liegen. Die Schichtzeit (Arbeitszeit + Pausen) darf, laut Jugendarbeitsschutzgesetz, grundsätzlich zehn Stunden nicht überschreiten. Anpassungen und Verbesserungen durch Tarifverträge sind möglich. Bei Fragen oder Verstößen gegen diese Regelungen sollten Sie sich an die JAV wenden. " Zitat ende.

Dies gilt analog auch für jeden weiteren Betireb.

Um aber ganz sicher zu gehen, nimm doch mal Kontakt mit der für dich zuständigen gewerkschaft auf udn da mit der Jugendgruppe, die haben das Jugenarbeitsschutzgesetz vorliegen und können Dir da auch weiterhelfen.

Wenn ein Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag schließt, verpflichtet er sich regelmäßig eine Arbeitsleistung zu erbringen. Natürlich kann man sich nur dann dazu verpflichten, wenn man anschließend auch in der Lage ist die Arbeit zu leisten.

Wenn man keine Möglichkeit hat zu den vereinbarten Arbeitszeiten am Arbeitsort zu erscheinen, darf man den Arbeitsvertrag nicht unterschreiben.

Beispiel: Ein Tauchlehrer freut sich über ein Jobangebot und unterschriebt voreilig den Vertrag - später merkt er, dass keine U-Bahn von Krefeld zu den Malediven fährt und er deshalb nicht zu diesen Inseln im Indischen Ozean täglich pendeln kann. Der Arbeitgeber kann verlangen, dass der Arbeitnehmer es so einrichtet, dass er seinen Arbeitsvertrag einhält - ggf. muss man eben umziehen oder kündigen.

Anderes Beispiel: Ein Stadttheater beschäftigt 10 Schauspieler, die ein Stück aufführen sollen. Leider fahren die Züge der einzelnen Schauspieler, die aus verschiedenen Richtungen kommen zu unterschiedlichen Zeiten. Daher kann die Theatervorstellung nach den Wünschen der Darsteller nur Nachts um 3.30 Uhr stattfinden - muss der Theaterintendant sich danach richten?

Heutzutage sind viele Menschen mit Bus und Bahn unterwegs. Wenn du mit der deutschen Bahn fahren würdest, und z. B. kein früherer Zug kommen würde, könntest du dich sicherlich mit deinem Chef mal hinsetzen ...

Nein, muss er nicht. Wie du zur Arbeit kommst, ist schon dein Problem, immerhin wusstest du bei der Bewerbung ja schon, dass du öffentliche Verkehrsmittel nutzen musst.

Wenn du aber ein gutes Verhältnis zum Arbeitgeber hast, lässt so mancher Chef mit sich reden. Aber nicht mit Forderungen sondern mit Bitten ;-)

Klar. Der Arbeitgeber muss dich auch morgends immer erst anrufen und fragen ob du Lust zum Arbeiten hast.

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