Billig Löhner und Billige Arbeitskräfte,Lohnt sich eine Ausbildung noch oder Hartz4?

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13 Antworten

Meines Erachtens kannst Du mit einer Ausbildung nicht falsch liegen.

Es ist richtig, dass der Unterschied zwischen dem Einkommen eines Arbeitnehmers und dem eines HartzIV-Empfängers in den letzten Jahren immer kleiner geworden ist.

Ebenfalls Tatsache ist, dass viele Leistungsbezieher gar nicht arbeitslos sind. Ihr Einkommen reicht einfach nicht an das HartzIV-Niveau heran. Das ist übrigens auch ein Grund, warum man die Hartz-Sätze nicht anheben möchte: mit jeder Erhöhung wird die Differenz kleiner und das Arbeiten unattraktiver.

Wer hier allerdings über den Tellerrand schaut, kann sich die Folgen ausmalen: unser Sozialsystem wurde unter der Voraussetzung geschaffen, dass viele Beschäftigte einige wenige Bedürftige unterstützen (am besten auch nur vorübergehend, denn die Sozialhilfe sollte eine Hilfe zur Selbsthilfe sein). Jeder Leistungsbezieher (also auch Aufstocker) belastet dieses System.

Irgendwann wird es gewaltige Umstellungen geben müssen, alles andere wäre unfinanzierbar. Vom Rentenbezug der Niedriglöhner fange ich besser erst gar nicht an.

Dann werden diejenigen, die auf den Sozialstaat angewiesen sind, ganz gewaltig in die Röhre schauen.

Hinzu kommt, dass der technische Fortschritt mehr Arbeitsplätze vernichtet, als er schafft. Und die Unqualifizierten trifft es immer zuerst

Du musst Dir nur eine Frage stellen: wo möchte ich an diesem Tag stehen?

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Kommentar von DaddyGallard
22.08.2016, 11:34

Du hast die Frage verstanden! Viele Andere kommen nicht hinterher und betrachten vieler meiner Fragen als oberfläch statt sich genau zu Fragen worauf ich hinaus möchte!
Weiter so

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In Anbetracht der immer noch stattfindenden Subventionen für viele Unternehmen, die gern die Zuschüsse vom Staat abgreifen, ohne die Menschen, die sehr oft sehr gut Arbeit leisten, auch nach der Probezeit fest einzustellen und lieber immer wieder nachgreifen, ist es kein Wunder, dass mittlerweile auch viele Menschen sagen, "Für was eine Ausbildung?"

Der Schwachsinn vom Fachkräftemangel hält sich genauso hartnäckig. Würden alle Fachkräfte so bezahlt, wie es sich gehört, hätte auch nie einer das Wort erfinden müssen. Es ist nur Verschleierei der Tatsachen, dass es viele Fachkräfte gibt, die sich aber lohn/gehaltsmäßig nicht verarzschen lassen.

Der nächste Schwachsinn: Von gerade mal fertig Ausgelernten wird Berufserfahrung verlangt. Dass die Erfahrung in der Praxis erst mit der täglichen Praxis kommt, wird ignoriert. Offensichtlich haben entweder viele Verantwortliche vergessen, dass sie selbst mal als kleiner Stift angefangen haben. Oder sie sind tatsächlich der größenwahnsinnigen Meinung, sie wären schon voll erfahren auf die Welt gekommen.

Man kann heute fast überall als Quereinsteiger arbeiten. Eine Ausbildung ist nicht zwingend erforderlich, vielen Verantwortlichen reicht die Bereitschaft, zu arbeiten (oder sich ausnutzen zu lassen). Einarbeitung erfolgt zum Teil, oft wird aber auch erwartet, dass einmal Gezeigtes sofort sitzen muss.

Sicher ist eine Ausbildung immer das beste Fundament. Aber die zum Teil sehr fragwürdige Entwicklung hierzulande hat auch gezeigt, dass es auch ohne Ausbildung geht oder eine Ausbildung nicht immer zu einer Arbeit führt, von der auch gelebt werden kann, ohne sich nicht einschränken zu müssen. Nicht umsonst haben viele Menschen noch Nebenjobs. Und das kann und darf es eigentlich nicht sein.

Und ehe hier einer meint, dann haben solche Leute nur den falschen Beruf, was meist bedeuten soll, sie haben nicht studiert: Es muss nicht jeder studieren, um als angesehenes Mitglied der Gesellschaft zu gelten. Das Rad am Laufen hält nämlich immer noch die Mittelschicht mit ihren Handwerks-und Dienstleistungsberufen.

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1 Eine Ausbildung ist immer besser als harzt 4  bekommen zu müssen,

2 Die 1€e Jobber werden nicht von Firmen eingestellt den das ist ja das Problem den sie wollen sie nur ausbeuten selbst Firmen die bekamt sind keine 1€ Jobber danach einzustellen werden mit 1€ Jobber versorgt

3 Die 1 € Nummer war eigentlich nur für Jugendliche gedacht die zu hause wohnen und noch nie gearbeitet haben was so eine gute Idee wäre aber das wurde sofort wieder korruptiert von unseren Politikern.Den Wer verdient den noch mit der Staat den er läst  auch 1€ Jobber in Staatlichen Einrichtungen arbeiten egal ob zb Schulkantine oder auch bei der Stadt.

4  Die alg 2 Empfänger scheine die Prügelknaben der Nation zu sein in  keinem anderen Bereich wird dem Mensch alles diktiert was er ersparen mus um zu leben selbst wen das Geld davon noch von den 400€ Lebenskosten abgeht und dan wird ws immer noch nachträglich her eingerechnet damit ja auch klar ist das der Alg2 Empfänger als minderwertig gilt

Jeder wird Freiwillig versuchen da rauszukommen aber leider ist das schon so das wen ein Arbeitgeber fragt bekommen sie hartz4 das das oft alleine schon ein Ausschluß Kriterium ist um doch die stelle zu bekommen weil von falschen Tatsachen ausgegangen wird auch dank dem Jobcenter das die Arbeigeber oft noch während des aussortieren der Bewerber nervt. Oder mit denen Genauso mies umspringt wie mit einem Arbeitslosen.Pfandflaschen sammeln lohn sich nicht mehr den dazu gibt es zu wenige in  der Ausbildung  bekommst du oft schon mehr als  alg 2 und das je nach Beruf sogar schon im 1ten..A besten wäre es wen man eine firma hat wo man dauerahft  bis zur rente arbeiten könnte aber diese sind selten geworden da sie mehr geld einsparen wen sie jünger einstellen und ältere loswerden.

der Fachkräftemangel ist  auch absichtlich produziert worden einerseits wollen die Firmen Fachkräfte nicht ausbilden und andere seitz sind sie nicht bereit Fachkräfte ordentlich zu bezahlen.

Zu dem Beruf des Bäcker dies ist nun mal einer der berufe der am aussterben ist da er.von Maschinen ersetzt werden kann.

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Kommentar von herakles3000
22.08.2016, 11:58

Selbst Peter harzt de Erfinder dieses Systems bedauert dieses mittlerweile erfunden zu haben. Ohne Ausbildung kannst du heute nicht mal mehr als Hilfsarbeiter eine Arbeit finden.

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"gute Jobs" gibt es nicht, die Löhne wurden überall ruiniert, mit Erfindung der Agenda 2010, von SPD/Grüne.
Seit Januar 2016 gibt es den Mindestlohn, 8,50€/Stunde.
Der hat zumindest die Dumpinglöhne abgeschafft.
Ob nun Bäcker oder Einzelhandel die müssen alle Mindestlohn bezahlen.

Den Mindestlohn haben einst SPD/Grüne absichtlich vergessen, auf ihrem neoliberalen Weg.
Freilich springt der Mindestlohn zu kurz, denn für eine Rente im Alter, oberhalb von HartzIV reicht der bei weitem nicht aus.

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Das Problem ist als Bäcker oder im Einzelhandel hat sich überall der Lohn so heftig verschlechtert

Ist das so? Im Einzelhandel gehören die großen doch Tarifparteien an, wie soll sich da das Einkommen verschlechtern?

das die Betriebe sparen und gerne 1 Euro Jobber oder billige Arbeitskräfte einstellt sowie viele Praktikanten!

Ist das so? Hast du irgendwo Quellen hierfür? Zumindest gibt es den Mindestlohn.

Werden die Leute da nicht ausgenutzt und ausgebeutet?

Das wage ich zu bezweifeln. Geh mal in Schwellenländern oder Dritte-Welt-Länder. Da kannst du wahrscheinlich richtige Ausbeutung kennenlernen.

Ist Hartz4 in dem Fall da nicht besser,wenn viele unter schlechten Bedingungen arbeiten müssen und kein Groschen wirklich haben außer 200 Euro mehr?

Jetzt mal unabhängig von dem Einkommen. Eine Ausbildung gibt dir Wissen und Erkenntnisse, auf die du weiter aufbauen kannst. Du kannst dich weiterentwicklen und ggf. nach deiner Ausbildung auf dieser Aufbauen. Ohne Ausbildung bist du in einer Sackgasse. Es geht nicht weiter.

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Eine Ausbildung machen und arbeiten ist IMMER besser als dem Staat auf der Tasche zu sitzen.

Ich wage zu bezweifeln, dass ein AUSGELERNTER Bäcker mit 40-Stunden-Woche weniger als 2k Brutto im Monat macht.

Ein Praktikant kostet immer mehr Geld als er/sie einbringt. Man muss ihnen alles beibringen was Zeit in Anspruch nimmt. Sie machen natürlich Fehler was auch Geld kostet. 

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Man muss halt eine Ausbildung machen, die einen zu einer Tätigkeit qualifiziert, die nicht ohne weiteres von Maschinen oder völlig Unqualifizierten ersetzt werden kann.

Im Einzelhandel hast Du - zumindest bei den Filialjobs - kaum Gestaltungsmöglichkeit und übst somit eine völlig genormte Tätigkeit ohne hohes Ausbildungsniveau aus - das sind die Berufe, die halt verlieren. Dann müsste man halt sehen, dass man an die Jobs in der Filialexpansion, dem Einkauf, dem Marketing kommt.

Das Bäckerhandwerk hat sich soweit zerlegt, dass größtenteils Teiglinge aufgebacken und über die Theke verkauft werden; das sind auch keine wertschöpfenden Tätigkeiten mehr.

Daraus abzuleiten, dass Ausbildung und Arbeiten insgesamt sinnlos seien, ist falsch.

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menschen werden schon immer ausgenutzt. egal zu welcher zeit das war. bäcker oder verkäufer haben noch nie die welt verdient. mittlerweile bekommen geringverdiener wie verkäufer oder friseure zumindestens den mindestlohn. auch wenn das noch immer mehr als ungerecht ist, da sie einen knochenjob verrichten. aber du wirst es nicht ändern.

ausbildung ist wichtig. und es ist immer besser als alg2. heute kann keiner mehr wirklich allein aus eigener kraft eine familie ernähren.

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Das ist doch wiedereinmal der Gedankengang eines zukünftigen Sozialschmarotzers. Lieber den ganzen Tag im Bett liegen bleiben und die anderen für sich zahlen lassen. Hast Du Dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wer Hartz IV bezahlt? Das sind nämlich in erster Linie die Menschen, die jeden Tag zur Arbeit gehen und das i.d.R. auch nicht für Spitzenverdienste. Von dem mal abgesehen, wer zwingt Dich denn einen schlecht bezahlten Beruf zu ergreifen? Lerne in der Schule vernünftig, dann kannst Du auch einen besser bezahlten Beruf erlernen. 
Natürlich gibt es auch Menschen die lieber einen Beruf ergreifen der ihnen Spaß macht, auch wenn er schlecht bezahlt ist. Aber da muss jeder selbst wissen, was er tut. Man kann auch noch nebenher jobben, wenn der Verdienst vom ersten Job nicht reicht. Schau nur mal in die USA, da ist das eher die Regel als die Ausnahme. Viele Menschen plagen sich da noch mit einem Drittjob herum.
Nur bei uns ist das aufgrund der guten Sozialsysteme meist unnötig. Wenn aber immer mehr Menschen der Meinung sind, dass es besser ist, sich von seinen Mitmenschen versorgen zu lassen, dann werden unsere Sozialsysteme eher früher als später zusammenbrechen und dann werden wird Verhältnisse wie in den USA, oder gar in Südamerika haben. Dank Menschen mit Deiner Denkweise.

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Kommentar von DaddyGallard
22.08.2016, 09:50

Mit deiner Argumentation landen viele Menschen auch du ins Fettnäpfchen!
Hättest du dir über unsere Regierung Gedanken gemacht,würdest du nicht so Naiv sein wie auch einige Andere und so schreiben!

Leider sind eure Augen und euere Gedanke mittels den Medien so eingeschränkt das die meisten nicht mal sehen was um sie herum geschieht!
Schau doch aus dem Fenster oder geh raus dann siehst du es oder lebst du auf dem Mond?

Wir haben wieviele Flüchtlinge in Deutschland die notbedürftig sind?

Wieviele von ihnen gehen arbeiten?

Wieviele von ihnen sind Wirtschaftsflüchtlinge?

Wieviele waren davor Schwarzarbeiter?
Wieviele sind es jetzt?

Kennt das Volk von unsere Gesellschaft die schwarzen Zahlen ?

Weißt du was mit dir morgen passiert?

Oberflächliche Menschen die einseitig denken und mich als schmarotzer abstempeln ohne meine Macht zu kennen,brauchen sich nicht wundern warum sie früher oder später enttäuscht werden!

Es mag einigen egal sein,wer ICH bin aber wundert euch nicht warum die heutige Welt so geworden ist!

Nochwas: bitte gibt nicht Gott für eure Bestrafung oder Vergangenheit die Schuld für Fehler die ihr verantwortlich ward und seit!

DG persönlich

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wie kommst du darauf, das es in zukunft dauerhaft geld für alle geben wird die nicht arbeiten gehen, es aber könnten?

es wird wohl so kommen das nur noch der geld ojhne arbeit bekommt der wegen alter oder krankheit nicht arbeite "kann".

der rest wird wohl mit weniger oder nichts auskommen müssen

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Kommentar von GoimgarDE
22.08.2016, 08:57

Wer das will soll bitte in ein Land gehen wo das so ist. Ich möchte in einem Staat Leben der sich um die schwachen kümmert.  (ja dafür geht jeden Monat eine ordentliche Summe von meinem Gehalt ab. Das ist mir bewusst aber lieber als Leute verhungern zu lassen.)

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Bei Hartz 4 bekommst du noch die Möglichkeit sanktioniert zu werden, wenn du nicht nach der Pfeife des Jobcenters tanzt.

Einfach eine Wohnung nehmen - wenn du eine in der JC-Preisklasse findest, die kein Wohnklo ist - ist nicht drin.

Du darfst dir auch anhören, dass du dann ein fauler Sozialschmarotzer bist (während die Politiker, Banker und Wirtschaftsbosse sich durch extrem soziales Verhalten auszeichnen *ironieoff*).

Ach ja, deine Rentenbeiträge werden in der H4-Ära nicht bezahlt und an Riester oder so brauchste erst gar nicht zu denken.
Davon haste als Hartzler nämlich nix.

Wie du erkannt hast, ist H4 auch nix.

Ich bin ja fürs BGE - am liebsten schon vorvorvorgestern.<
Da hätten die Leute die Wahl, ob sie in ihrem Job weitermachen, sich nach was anderem umsehen oder ihr Leben anderweitig genießen.

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Kommentar von EXInkassoMA
22.08.2016, 09:46

Und Im niedriglohnbereich tanzt man nach der pfeife der leihfirma. Kein großer Unterschied. 

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Kommentar von martinzuhause
22.08.2016, 12:09

"Ich bin ja fürs BGE - am liebsten schon vorvorvorgestern.<"

dieses "bedingungslose" wird nie kommen. selbst in der schweiz haben das 75% abgelehnt.

sowas ist nicht finanzierbar.

"bedingungslos" würde heissen, das das erste land, welches das "bedingungslose" einführt in den nächsten tagen und wochen millionen von "flüchtlingen" bekommt. die wollen auch nur das was an keine bedingungen geknüpft ist.

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Da kann aber etwas nicht stimmen, denn die Bäcker werden doch dringends gesucht und werden auch gut bezahlt, so jedenfalls hier bei uns.

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Praktikanten werden im Grunde IMMER ausgenutzt...

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Kommentar von martinzuhause
22.08.2016, 08:56

man kann einen praktikanten aber auch nicht wie eine fachkraft bezahlen. er bringt der firma in den seltensten fällen so viel ein

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