Bildungsferne Eltern, finanzielle Notlage und kein glückliches Gesicht, was kann ich tun?

12 Antworten

"Das ist so ein Teufelskreis und ich verstehe nicht, warum ich solche Eltern habe. Was habe ich denn falsch gemacht? Ich habe deswegen schon so oft aufgeben und meine Ausbildung und das Wirtschaftsgymnasium abgebrochen. "

Ich verstehe Deinen Frust bis zu einem gewissen Maße. Du leidest, weil Du u.a. aufgrund finanzieller Engpässe nicht den gleichen Luxus hattest wie andere Kinder - das geht aber auch Kindern so, deren Eltern arbeiten und wenig verdienen. Meine Eltern haben die Wohnung abbezahlt und sich ein Auto leisten können - aber wir hatten weder Pool noch Urlaub noch Markenklamotten. Als Kind ist man den Umständen ausgeliefert - aber irgendwann ist man alt genug, um selbst was in die Hand nehmen zu können. Du willst Dich bilden, willst da raus und hast Ehrgeiz? Warum gibst DU dann auf? Warum brichst DU Ausbildung und Gymnasium ab? Du kannst nicht Dein Leben lang Deine nachteiligen familiären Hintergrund als Ausrede benutzen. Denn trotz der Bildungsferne und des Geldmangels Deiner Eltern hattest DU dennoch die CHANCE, eine Ausbildung zu machen UND das Wirtschaftsgymnasium zu besuchen. Was erwartest Du bitte noch? Ich war auch die erste in meiner Familie, die Abitur gemacht und studiert hat. Ab der 8. Klasse war faktisch Ende mit Unterstützung meiner Eltern, die einfach nie die Möglichkeit zu höherer Bildung hatten. Dennoch ging es. Du kannst Dich natürlich schön bequem hinsetzen, Chancen in Deinem Leben verstreichen lassen und Dich rausreden "hach, die anderen hatten es von Anfang an leichter". Ja, es ist ungerecht, dass nicht alle mit dem goldenen Löffel im Mund geboren werden. Aber daran ist erstmal nichts zu ändern."Eine Kinderseele verkümmern lassen" schreibst Du weiter unten - große, selbstmitleidige Reden schwingen bringt NICHTS!. Du willst raus aus HartzIV und Geld verdienen ? Dann beende Deine Ausbildung. Du willst Dich weiterbilden? Dann mach Dein Abitur und geh studieren! Du fühlst Dich psychisch angeschlagen wg. Deiner miesen Kindheit? Geh zum Psychologen und arbeite es auf. Aber nimm Dein Leben SELBST in die Hand!

Dein Problem ist deine eingeschränkte Ansicht, auf die Situation. Du kannst die einzelnen Seiten, glaube ich, nicht nachvollziehen. Der Erste, der jemals in der Familie Abitur versucht. Von den Eltern keine unterstützung, im Gegenteil, sie reden es dir aus. Es lastet ein Druck auf dich und damit muss man erst mal klar kommen.

Du wirst von den anderen Schülern ausgegrenzt. Kinder können schrecklich sein und das kann man nicht klein reden, über drei Jahre.

Aber ich denke, das wirst du niemals verstehen können. Darüber zu reden und damit zu leben, das sind zwei verschiedene Welten!

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Ich kann dich durchaus verstehen, mir ging/geht es genauso.

Meine Eltern wollten mich früher bewusst "klein" halten, weil ich ein Mädchen bin. So durfte ich trotz eindeutiger (!) Gymnasialempfehlung nicht aufs Gymnasium, sondern auf die Realschule. Denn die Mittlere Reife würde ja genügen für ein Mädchen. Sie selbst waren auf der Hauptschule, was ich ihnen nicht negativ anrechne, aber gerade deswegen hätten sie mir die Chance auf dem Gymnasium geben können.Die Zeit auf der Realschule war wirklich nicht leicht. Ich wurde stark gemobbt, weil ich gute Noten ohne groß zu lernen und auch keine so tollen Klamotten hatte.(ich hab nichts gegen Secondhand oder günstige Sachen, aber sie sollten schon "gut" aussehen). Meine Eltern hat es nie gekümmert, wie es mir in der Schule und auch sonst so ging, denn wichtg war nur mein drei Jahre jüngerer Bruder, der nach wie vor das Lieblingskind ist (darunter hab ich auch stark gelitten). Trotzdem habe ich eine super Mittlere Reife gemacht und dann, obwohl es meine Eltern nicht guthießen (ich war aber schon 18^^), aufs Gymnasium gegangen. Diesen Sommer hab ich mein Abitur gemacht und im Oktober geht's mit dem Studium los.

Wenn alles gut geht, kann ich dann bald ausziehen und mein eigenes Leben beginnen. Und das rate ich dir auch: Du solltest schnellstmöglich raus bei deinen Eltern, dein Leben leben und dir was eigenes aufbauen. Du kannst alles besser machen!

Ich hab mich lange selbst bemitleidet, aber das bringt nichts. Jeder hat sein Leben selbst in der Hand - auch wenn bei uns beiden die Startbedingungen nicht wirklich gut waren. Mach genau wie ich was aus deinem Leben!

Für den Anfang könnte ja schon mal ein WG-Zimmer reichen... Dazu ein, zwei kleine Nebenjobs und du kannst fürs erste alleine leben. Dann sollest du dir eventuell Hilfe bei einer Beratungsstelle holen, die wissen, was dir zusteht und wie man dir ambesten unter die Arme greifen kann.:)

Du hast nichts falsch gemacht. Manches im Leben versteht man erst in der Rückschau. Bis dahin hast du noch viel Zeit.

Erstmal: Es ist schwer für ein Kind, die Schule zu schaffen, wenn die Eltern nicht hinter ihm stehen. Such dir Unterstützung, notwendigerweise von außerhalb deiner Familie. Lehrer, andere Verwandte, Mitglieder einer Kirchengemeinde?

Du brauchst eine Möglichkeit, dich weiterzubilden. Ob durch Schule oder eine Ausbildung ist dabei erstmal nebensächlich. Bestimmt gibt es auch in deiner Stadt ein Beratung für Jugendliche. Entweder durch eine kirchliche Organisation wie die Caritas oder SkF oder durch einen staatlichen Träger, zum Beispiel durch das Jugendamt oder die Arbeitsagentur.

Dein Weg, der dir jetzt hart erscheint, wird dich prädestinieren, später hilfreich für andere zu sein. Gib nicht auf, such dir Unterstützung für deinen Weg.

Meine Eltern bevorzugen meinen Bruder mehr

also es geht hauptsächlich auch irgendwie ums Geld wohl eher. Ich bin 18 und mein Bruder 16. Ich mache eine schulische Ausbildung und bekomme monatlich bafög das ich aber für mein eigenes auto hauptsächlich ausgebe und am ende des monats ist kaum noch was da. Mein bruder verdient kein geld, fängt aber dieses jahr eine ausbildung an. Meine Eltern fühlen sich allerdings nicht mehr verantwortlich mir Geld zu geben. Sei es Kleidung, Frisör oder sonst was. da ich mit dem Geld schon sehr knapp bin, kann ich mir das alles nicht leisten aber geld wollen sie mir keines geben. Bei meinem Bruder ist das anders. Er bekommt Geld für den Frisör und auch für Kleidung.

Mir wird immer gesagt ich soll mir einen Nebenjob suchen, aber da ich mit meiner Ausbildung schon ziemlich überfordert bin usw und ich auch nicht gerade viel Freizeit habe, fühl ich mich nicht fähig noch etwas weiteres zu machen. Mein Bruder verdient auch kein Geld und ihm wird aber auch nicht gesagt das er sich was suchen soll, da er ja eine Ausbildung anfängt. In drei Monaten.

Werde ich nicht irgendwie ungerecht behandelt? Ich habe sowieso das Gefühl das meine Eltern meinen Bruder mehr lieben als mich. Ich habe meinen Eltern gesagt das das unfair ist, aber sie meinen sie hätten kein Geld. Dabei hat mein Bruder letzte Woche sogar ein Schlafsofa bekommen, von denen bezahlt. Mir können sie nicht mal Geld für eine Jogginghose geben.......

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Ich verdiene etwa 532 € Netto, davon gehen 110 € für Fahrkarten drauf und sonst habe ich bisher keine festen Fixkosten geplant. Ich hätte ja so mit 50 - 100 € gerechnet, denn dann bleibt mir immer noch genügend übrig um mir meinen "Luxus" leisten zu können bzw. den Großteil anzusparen.

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Was ist eigentlich mit unserer Gesellschaft los,wie wird jeder Mensch, der nicht so tickt, wie die Mehrheit direkt als krank angesehen..?

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Hey ihr!
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Ich habe einen guten Realschulabschluss (2er Durchschnitt) und nach der Realschule war ich ein Jahr auf einer Privat Schule weil ich eigentlich die Fachhochschulreife soziales machen wollte. Das war verbunden mit einem 900std Praktikum & Schule Mo+Di. Es hat dann angefangen das ich nicht mehr in die Schule ging & nur noch in das Praktikum. Nach der Schule kam der Punkt das ich oben geschrieben habe.

Und jetzt machte ich das selbe. Ich gehe nicht mehr zur Schule & auch nicht in den Kindergarten. Früher hätte ich mich das nie getraut, nicht in die Schule zu gehen. Ich war weitgehend Verantwortungsbewusst aber das ist irgendwie völlig weg. Es ist mir egal, das ich in die Schule muss, und meine Zukunft scheint mir auch egal zu sein. Meine Eltern habe ich dadurch bestimmt enttäuscht. Sie waren immer so Stolz.

Noch dazu muss ich sagen das ich auf Verdacht eine Depression zu haben zu einem Psychotherapeuten geschickt wurde. Dort bin ich auch seit 3 Wochen in Behandlung.

In meiner "Familie" gibt es einige Probleme.
Ich weiß nicht ob das dazu geführt hat.
Ich Trinke Alkohol, also ich würde am liebsten jeden Tag trinken. Mir gehts dann irgendwie besser. Ich frag mich welchen Sinn es gibt das ich noch existiere. Ich bekomme einfach nichts mehr auf die Reihe, ich war früher doch auch nicht so.... meine Führerschein bleibt auch auf der Strecke. Jeder macht mir Druck in jeglicher Hinsicht. Dann diese Selbstmordgedanken... die negative Stimmung in mir... ich würde am liebsten den ganzen tag im bett bleiben, das ich auch teilweise mache.

Mein dad und ich hatten durch diesen Vorfall ein Termin in der Schule. Ich darf dieses Berufsvorbereitungsjahr machen. Ich sollte heute in die Schule kommen um mit den Personen zu reden, die dafür zuständig sind. Doch ich bin nicht in die Schule gegangen.
Ich habe einfach keine Kraft irgendwas zu leisten.

Kann mir BITTE jemand helfen, ich möchte dieses Leben nicht mehr aber ich komme da nicht raus.
Kennt das vielleicht jemand? Geht oder ging es jemanden mal so ähnlich?

Ich bedanke mich fürs durchlesen & wäre dankbar wenn mir jemand eine hilfreiche Antwort geben könnte.

LG Gina

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