Bildungsferne Eltern, finanzielle Notlage und kein glückliches Gesicht, was kann ich tun?

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15 Antworten

"Das ist so ein Teufelskreis und ich verstehe nicht, warum ich solche Eltern habe. Was habe ich denn falsch gemacht? Ich habe deswegen schon so oft aufgeben und meine Ausbildung und das Wirtschaftsgymnasium abgebrochen. "

Ich verstehe Deinen Frust bis zu einem gewissen Maße. Du leidest, weil Du u.a. aufgrund finanzieller Engpässe nicht den gleichen Luxus hattest wie andere Kinder - das geht aber auch Kindern so, deren Eltern arbeiten und wenig verdienen. Meine Eltern haben die Wohnung abbezahlt und sich ein Auto leisten können - aber wir hatten weder Pool noch Urlaub noch Markenklamotten. Als Kind ist man den Umständen ausgeliefert - aber irgendwann ist man alt genug, um selbst was in die Hand nehmen zu können. Du willst Dich bilden, willst da raus und hast Ehrgeiz? Warum gibst DU dann auf? Warum brichst DU Ausbildung und Gymnasium ab? Du kannst nicht Dein Leben lang Deine nachteiligen familiären Hintergrund als Ausrede benutzen. Denn trotz der Bildungsferne und des Geldmangels Deiner Eltern hattest DU dennoch die CHANCE, eine Ausbildung zu machen UND das Wirtschaftsgymnasium zu besuchen. Was erwartest Du bitte noch? Ich war auch die erste in meiner Familie, die Abitur gemacht und studiert hat. Ab der 8. Klasse war faktisch Ende mit Unterstützung meiner Eltern, die einfach nie die Möglichkeit zu höherer Bildung hatten. Dennoch ging es. Du kannst Dich natürlich schön bequem hinsetzen, Chancen in Deinem Leben verstreichen lassen und Dich rausreden "hach, die anderen hatten es von Anfang an leichter". Ja, es ist ungerecht, dass nicht alle mit dem goldenen Löffel im Mund geboren werden. Aber daran ist erstmal nichts zu ändern."Eine Kinderseele verkümmern lassen" schreibst Du weiter unten - große, selbstmitleidige Reden schwingen bringt NICHTS!. Du willst raus aus HartzIV und Geld verdienen ? Dann beende Deine Ausbildung. Du willst Dich weiterbilden? Dann mach Dein Abitur und geh studieren! Du fühlst Dich psychisch angeschlagen wg. Deiner miesen Kindheit? Geh zum Psychologen und arbeite es auf. Aber nimm Dein Leben SELBST in die Hand!

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Kommentar von VielenDank1992
22.09.2013, 09:08

Dein Problem ist deine eingeschränkte Ansicht, auf die Situation. Du kannst die einzelnen Seiten, glaube ich, nicht nachvollziehen. Der Erste, der jemals in der Familie Abitur versucht. Von den Eltern keine unterstützung, im Gegenteil, sie reden es dir aus. Es lastet ein Druck auf dich und damit muss man erst mal klar kommen.

Du wirst von den anderen Schülern ausgegrenzt. Kinder können schrecklich sein und das kann man nicht klein reden, über drei Jahre.

Aber ich denke, das wirst du niemals verstehen können. Darüber zu reden und damit zu leben, das sind zwei verschiedene Welten!

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Du hast nichts falsch gemacht. Manches im Leben versteht man erst in der Rückschau. Bis dahin hast du noch viel Zeit.

Erstmal: Es ist schwer für ein Kind, die Schule zu schaffen, wenn die Eltern nicht hinter ihm stehen. Such dir Unterstützung, notwendigerweise von außerhalb deiner Familie. Lehrer, andere Verwandte, Mitglieder einer Kirchengemeinde?

Du brauchst eine Möglichkeit, dich weiterzubilden. Ob durch Schule oder eine Ausbildung ist dabei erstmal nebensächlich. Bestimmt gibt es auch in deiner Stadt ein Beratung für Jugendliche. Entweder durch eine kirchliche Organisation wie die Caritas oder SkF oder durch einen staatlichen Träger, zum Beispiel durch das Jugendamt oder die Arbeitsagentur.

Dein Weg, der dir jetzt hart erscheint, wird dich prädestinieren, später hilfreich für andere zu sein. Gib nicht auf, such dir Unterstützung für deinen Weg.

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So, du kommst also aus "kleinen Verhältnissen", wie man so sagt. Das kam Horst Köhler auch, und zuletzt war er unser Bundespräsident. Entscheidend für den Lebensweg ist also nicht, wo man herkommt, sondern wo man hingeht. Deshalb musst du dir deinen Weg suchen.

Zugegeben, mit den Eltern hast du da einen Hemmschuh. Jetzt aber darüber zu jammern, dass deine Eltern keine vernünftige Schulbildung, kein Interesse an Fortbildung, Weiterbildung, Entwicklung hätten, hilft dir nicht aufs Pferd. Sie hatten ihre Chancen, und haben die nicht genutzt, haben sich fallen lassen und sind "versumpft". So what?

Dass sie dir nichts mitgegeben haben, ist traurig, aber nicht zu ändern. Wenn du dich jetzt aber auf den Rücken wirfst und tatenlos anfängst darüber zu jammern, dann fällst du auch bald "hinten runter". Es wird ja niemand kommen und fragen, ob du bei ihm eine Ausbildung machen willst oder dir deinen Traumjob anbieten.

Jetzt sehen wir einmal auf deine Situation. Du hast einen Schulabschluss in der Tasche, hast also schon mal bewiesen, dass du was kannst. Wenn du dich jetzt nicht beim Schopfe packst, aus den Startlöchern kommst, dann wirst du genau so versumpfen. Dort in dem Kuhdorf kannst du nichts werden, also musst du hinaus in die Welt. Such dir ein Ziel und nimm es in Angriff.

Wovor hast du da eigentlich Schiss? Ganz gleich wo du hin kommst, dort kennt man dich nicht. Es hat keiner eine Ahnung davon, wie z.B. der Zustand deines Elternhause ist, dass deine Eltern nicht die hellsten sind, du in der Schule gemobbt wurdest usw. Das muss auch niemand wissen, denn du bist du, und nichts anderes zählt doch.

Das sind die Startlöcher für deine Zukunft, also hak die Vergangenheit ab. Wohin soll es im Leben gehen? Studium oder Berufsausbildung? Dann such dir einen Studienplatz oder einen Ausbildungsplatz.

Wenn du nicht der Typ "strahlender Held" bist, dann helfen dir vielleicht diese Tipps:

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/ein-gerader-ruecken-hilft-bei-vielem-schon

...gutefrage.net/tipp/schuechternheit-kommt-von-innen

(beim zweiten Tipp bitte das Link-Format ergänzen)

Einfach so aus dem Stand kannst du bei deinen Eltern nicht ausziehen. Deshalb solltest du jetzt so viel wie möglich auf die Hohe Kante legen. Bei deinem Start in die Zukunft brauchst du vernünftige Klamotten am Leib und ein paar Euro in der Tasche für die ersten Mieten für ein möbliertes Zimmer oder eine kleine Wohnung, Verpflegung, Fahrten mit Öffis usw.

Einen Kredit von der Bank wirst du nicht bekommen, also musst du das zusammensparen, vielleicht einen Job annehmen. Gibt es Verwandte oder Bekannte, die dich dabei in irgend einer Weise unterstützen können, dann tritt an sie ran. Es gilt hier nicht "alles oder nichts", sondern vielleicht nur die Zusage, wenn du Probleme hast, mal nicht weiter weißt, dann sag bescheid. Sei nicht undankbar, wenn der Onkel dir keinen dicken Scheck zusteckt, sondern dir "nur" mit einem guten Tip weiterhelfen kann.

Meine Eltern nagten auch am Hungertuch und wir waren fünf Kinder. Als mein Bruder seine Ausbildung zum Koch machen wollte, brauchte er für etwa 1.000 Mark, damals sehr viel Geld, 5 Mal Berufskleidung und einen Satz Werkzeug. Er hat sich hingesetzt und allen Onkeln und Tanten einen Brief geschrieben. Er hat ihnen einfach geschrieben was Sache ist, dass Koch sein Traumberuf ist, und er die Ausbildung beim besten Restaurant der Stadt machen kann. Den Vertrag müsse er nur noch unterschreiben, hat aber nicht das Geld für die nötige Ausrüstung...

Weil er wirklich wollte, wird er genau die richtigen Wort gefunden haben, seinen Enthusiasmus richtig rübergebracht haben. Binnen einer Woche hatte die Verwandtschaft den Betrag aufgebracht und ihm geschickt. Er hat seinen Abschluss dann mit Auszeichnung gemacht und ist jetzt Chefkoch am ersten Restaurant in Berlin. Noch so ein Beweis dafür dass man kann, wenn man will.

Wenn feststeht, was du machen wirst, stellst du einen BAFöG-Antrag, damit dein Lebensunterhalt zu einem Teil schon einmal sichergestellt ist. Dann suchst du dir am neuen Ort eine Bleibe und ziehst spätestens ein paar Tage vorher dort hin um. Und dann bist du raus aus dem Sumpf, machst einen ganz dicken Haken hinter deiner Vergangenheit und baust dein Leben auf.

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Kommentar von Bethmannchen
24.09.2013, 05:46

Kommt dir das bekannt vor?

Duz hast bis jetzt nichts geändert, jammerst immer noch herum, also ändert sich auch meine Antwort nicht.

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Hast du dich schon mal nach Fördermöglichkeiten erkundigt, die es dir ermöglichen würden, von zu Hause auszuziehen? BAföG etc? Ein WG-Zimmer würde ja erstmal reichen.

Du bist sauer, dass du Eltern hast, die dir nicht viel bieten. Zum Teil kann ich dich verstehen. Aber deine Eltern, die können nicht (mehr) anders. Die kommen aus ihrem Trott nicht mehr raus. Du musst anfangen, das abzuhaken. Mach ihnen keine Vorwürfe, sie können nicht anders. Die Eltern deiner Eltern haben schon nicht auf Bildung geachtet. Deine Eltern haben das so übernommen. Ich vermute, dass auch deine Eltern nicht glücklich sind.

Du aber hast einen großen Vorteil: Du hast erkannt, dass diese Art zu leben nicht das Richtige für dich ist. Nun hast du dich bisher aber immer wieder unterkriegen lassen, und zwar eigentlich nur deshalb, weil du zu viel Gewicht auf die materiellen Werte gelegt hast. Warum hast du mehrere Nebenjobs übernommen? Einer hätte doch gereicht. Weißt du, die wenigsten Menschen können sich alles leisten, was sie gerne hätten. Es kommt dir nur so vor, als wären alle besser gestellt, als du. Du solltest dir überlegen, was wirklich wichtig ist. Bildung und Wissen sind etwas, was dir viel mehr gibt, als Markenklamotten und ein teures Handy. Mittlerweile bist du ja älter geworden. Da gibt es eigentlich kaum noch Mobbing wegen materieller Dinge. Wenn mal ein kleiner stichelnder Nebensatz kommt, dann darfst du dir da nicht gleich so viel draus machen. So etwas kriegt jeder mal zu hören.

Jeder muss sich Prioritäten setzen. Die materiellen Dinge, die du aufgezählt hast, die sind doch nicht wichtig. Und die hat auch ganz bestimmt nicht jeder. Einen Pool z.B., den haben doch nur die oberen Zehntausend. Daran solltest du dich wirklich nicht orientieren. Wir z.B. können es uns mittlerweile leisten, regelmäßig in Urlaub zu fahren. Dafür haben wir einen 12 Jahre alten Fernseher (kein Flachbild), eine 25 Jahre alte Musikanlage und ein billiges Handy, nicht mal ein Smartphone. Aber weißt du was, das macht uns rein gar nichts aus. Wir gönnen allen anderen diese Sachen, haben unsere Prioritäten aber anders gesetzt. Es ist wichtig, dass du dich davon frei machst, alles haben zu müssen, was andere haben.

Hättest du dich auf deine schulische Ausbildung konzentriert, würdest du jetzt leichter einen Ausbildungsplatz bekommen oder könntest studieren. Sicher, du hattest schwierige Bedingungen, die es dir schwer mach(t)en. Aber du bist nicht dumm und du kannst es trotzdem schaffen. Mit einem guten Beruf wirst du dir dann auch etwas leisten können. Du musst eben nur diese Durststrecke überstehen. Wahrscheinlich fehlte dir damals diese Einsicht, du wolltest dir sofort leisten können. Nun bist du älter und reifer geworden. Deshalb: Pack es jetzt an. Lebe ein paar Jahre spartanisch und leg den Fokus auf eine schulische Ausbildung. Erkundige dich beim Arbeitsamt, was du machen kannst und ob du Anspruch auf BAföG oder anderes hast. Es gibt wahrscheinlich mehr Möglichkeiten, als du kennst.

Ich wünsche dir alles Gute dabei!

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Kommentar von VielenDank1992
22.09.2013, 13:51

Ich habe da noch eine Sache nicht erwähnt. Ich habe die Fachhochschulreife (schulischen & praktischen Teil) mit den Schwerpunkten Wirtschaft & Verwaltung bestanden. Sogar einen 1,5 Durchschnitt.

Ich kann nächstes Jahr mein Studium beginnen (Informatik) an einer Fachhochschule hier direkt vor Ort. Müsste nicht mal umziehene dafür. Damit könnte ich sogar den Ausbildungsabbruch erklären, dass ich doch lieber studieren wollte. Die Informatik interessiert mich am meisten. Ich habe schon mindestens 20 Bücher darüber hier liegen und gelesen. Dazu schaue ich mir über Videoplattformen verschiedenste Vorlesungen von Universitäten beziehungsweise Fachhochschule an. Das ist wirklich eine Sache, die mich mehr als alles Andere interessiert. Man kann hier vor Ort sogar den Bachelor + Master erreichen, keine 10 Minuten mit dem Auto weg.

Den Führerschein habe ich auch schon bestanden und meinem Hobby, dem Fitnesstraining gehe ich auch regelmäßig nach.

Ich finde es hier zu Hause zwar nicht so schön, aber immerhin. Ich müsste das Studium nächstes Jahr dann anfangen und wirklich durchziehen, dann kann man über diese ganzen Sachen, wie Ausbildung und Wirtschaftsgymnasium aufgegeben wegsehen und pausibel erklären.

Dazu habe ich gerade ein Buch aufgeschlagen, durch Zufall eine passende Stelle gefunden:


Versuchen Sie es mal mit Dankbarkeit!

Die defizitorientierte Selbstwahrnehmung von unsicheren Menschen führt zu einer einseitigen Beschäftigung mit ihren vermeintlichen Schwächen und dem Unglück, das ihnen widerfahren ist. Nicht wenige neigen zu Selbstmitleid. Sie sind gefährdert, in düsteren Stimmungen zu versinken, in denen gefangen sie akribisch ihr Unvermögen und das Pech, das Ihnen widerfahren ist untersuchen. Wenn sie in diesen Zustand geraten, fangen sie häufig an zu jammern. Für Freunde und Partner ist das Leid, in dem sich die Betroffenen wähnen, nicht immer nachvollziehbar. Sie versuchen zu trösten, zu helfen und aufzubauen. Sie sehen die Stärken und die Vorzüge ihrer Freundin, ihres Partners. Alleine der Betroffene vermag diese gar nicht zu erkennen. Diese Eigenschaft kann die Mitmenschen auch nerven. Die einseitige Betrachtung der eigenen Defizite führt nicht selten zu einer gewissen Undankbarkeit.

Versuchen Sie also Ihr Schicksal, Ihre Person und Ihre Fähigkeiten unter dem Gesichtspunkt der Dankbarkeit zu taxieren. Listen Sie hierfür - am besten schriftlich - einmal alle Dinge ihn Ihrem Leben auf, für die Sie dankbar sein können. Tragen Sie hier auch alle persönlichen Eigenschaften und Stärken ein, für die Sie dankbar sein können. Falls Sie bei dem Thema Dankbarkeit blockieren, dann fragen Sie einen Menschen Ihres Vertrauens, was ihm in Bezug auf Ihre Person hierzu einfällt. Vielleicht erinnert er Sie beispielsweise daran, dass Sie über eine Schlabschluss und eine Ausbildung verfügen, möglicherweise sogar über eine feste Arbeit und ein Einkommen. Oder dass sie verdammt gut Auto fahren, dass Sie musikalisch sind oder spitze im Kopfrechnen, oder was auch immer.

Auch Ihr "Unglück" können Sie einmal von der anderen Seite betrachten. Falls Sie zum Beispiel überzeugt sind, Sie seien nicht ausreichend intelligent, dann denken Sie mal darüber nach, wofür Ihre Intelligenz trotzdem noch ausreicht oder ob SIe dafür auch dankbar sein könnten. (...)

Falls Sie krank sind, könnten Sie sich dennoch überlegen, was es, abgesehen von Ihrer Krankheit, an Gutem in Ihrem Leben gibt. Möglicherweise haben Sie gute Freunde, gute Ärzte oder, im Unterschied zu vielen anderen Menschen auf dieser Welt, eine Krankenversicherung. Sie können auch darüber nachdenken, was neben den kranken Körperteilen noch an gesunden vorhanden ist, die Ihnen keinen Kummer und keine Schermzen bereiten.

Falls Sie meinen, Sie hätten in Ihrem Leben viele Chancen verpasst und viele falsche Entscheidungen getroffen, dann seinen Sie dankbar, dass Sie schlau genug sind, dies zu erkennen und dafür, dass Sie immer noch die Möglichkeit haben, es in der Zukunft besser zu machen.

Das meiste, wofür wir dankbar sein können, ist ein Geschenk. Ein Dürstender fragt nicht nach erlesenem Wein, sondern nach Wasser. Deswegen richten Sie Ihr Augenmerkt vor allem auf das, was selbstverständlich erscheint - hier liegt die Quelle des Glücks.

Kurzum: Behalten Sie bitte im Auge, dass Ihre Neigung, an sich zu zweifeln, Sie auch zu einer gewissen Undankbarkeit verleiten kann. Dankbar für das zu sein, was man hat, ist hingegen eine gesunde Einstellung zum Glück.


Dann muss ich nur zusehen, dass ich schnell bis nächstes Jahr eine gute Beschäftigung bekomme und nicht mehr zu Hause rumhänge. Am besten ein gutes Hobby und einen kleinen Job, bis nächstes Jahr. Damit kann ich die Zeit bis zum Studium totschlagen. Oder ich ich schaffe es jetzt nächste Woche den Einstellungstest und Vorstellungsgespräch zu überstehen und steige in den öffentlichen Dienst ein. Dann wäre ich ebenfalls zufrieden. Da kann ich mich dann weiterbilden und haben einen sicheren und interessaten Arbeitsplatz.

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Für seine Eltern kann kein Kind etwas - deshalb braucht man es auch nicht zu verstehen. Das ist Schiksal und dem kann man entkommen - etwas eigenes entgegensetzen.

Es ist doch gut, wenn du es leid bist und dein Leben in deine eigenen Hände legen willst. Du hast das auch schon versucht. Die Frage ist, warum du die vielen Dinge, die du angefangen, dann wieder abgebrochen hast? Allein die Nebenjobs waren der Grund - und deshalb zu wenig Zeit zum Lernen?

Wie alt bist du denn? Und was machst du im Moment?

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Ich kann dich durchaus verstehen, mir ging/geht es genauso.

Meine Eltern wollten mich früher bewusst "klein" halten, weil ich ein Mädchen bin. So durfte ich trotz eindeutiger (!) Gymnasialempfehlung nicht aufs Gymnasium, sondern auf die Realschule. Denn die Mittlere Reife würde ja genügen für ein Mädchen. Sie selbst waren auf der Hauptschule, was ich ihnen nicht negativ anrechne, aber gerade deswegen hätten sie mir die Chance auf dem Gymnasium geben können.Die Zeit auf der Realschule war wirklich nicht leicht. Ich wurde stark gemobbt, weil ich gute Noten ohne groß zu lernen und auch keine so tollen Klamotten hatte.(ich hab nichts gegen Secondhand oder günstige Sachen, aber sie sollten schon "gut" aussehen). Meine Eltern hat es nie gekümmert, wie es mir in der Schule und auch sonst so ging, denn wichtg war nur mein drei Jahre jüngerer Bruder, der nach wie vor das Lieblingskind ist (darunter hab ich auch stark gelitten). Trotzdem habe ich eine super Mittlere Reife gemacht und dann, obwohl es meine Eltern nicht guthießen (ich war aber schon 18^^), aufs Gymnasium gegangen. Diesen Sommer hab ich mein Abitur gemacht und im Oktober geht's mit dem Studium los.

Wenn alles gut geht, kann ich dann bald ausziehen und mein eigenes Leben beginnen. Und das rate ich dir auch: Du solltest schnellstmöglich raus bei deinen Eltern, dein Leben leben und dir was eigenes aufbauen. Du kannst alles besser machen!

Ich hab mich lange selbst bemitleidet, aber das bringt nichts. Jeder hat sein Leben selbst in der Hand - auch wenn bei uns beiden die Startbedingungen nicht wirklich gut waren. Mach genau wie ich was aus deinem Leben!

Für den Anfang könnte ja schon mal ein WG-Zimmer reichen... Dazu ein, zwei kleine Nebenjobs und du kannst fürs erste alleine leben. Dann sollest du dir eventuell Hilfe bei einer Beratungsstelle holen, die wissen, was dir zusteht und wie man dir ambesten unter die Arme greifen kann.:)

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Ich hab - teils mit Kopfschütteln - die ganzen Antworten und auch Deine Kommentare gelesen. Ich kann Dir zwar keinen Rat geben, ausser, dass Du nicht aufhören sollst, Dir Bildung anzueignen in welcher Form auch immer. Du bist nicht auf den Kopf gefallen, das merkt man an Deiner Schreib- und Ausdrucksweise.

Ich bin davon überzeugt, dass Du Deinen Weg machen wirst, mit oder ohne die Unterstützung Deiner Eltern.

Ach und noch was: etwas mehr Selbstbewusstsein würde Dir gut tun :-).

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Abgesehen von einigen (entschuldbaren) Rechtschreibfehlern (Groß-, Kleinschreibung) hast Du keinen schlechten Stil. Viel besser, als mancher, der hier vorgibt "was" zu sein.

Kopf hoch. Du hast was d`rauf!!! Halte durch und nable Dich ab.

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Kommentar von Huckebein
22.09.2013, 10:38

DH!

Ganz meine Meinung!

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Ich versteh nicht ganz, was du jetzt willst.

Dein Leben ändern oder Deine Eltern ändern? Letzteres wird schwierig.

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Kommentar von VielenDank1992
21.09.2013, 20:51

Weg davon, aber das ist anscheinend nicht so einfach. Unabhängig sein von meinen Eltern und retten, was es noch zu retten gibt.

Meinen Kindern ein anderes Leben bieten. Wo die Eltern nicht mit "Keine Ahnung" auf einfachste Fragen antworten oder mal bei den Schulaufgaben helfen oder sich generell dafür interessieren, was ich für Ziele im Leben habe!

Neue Leute kennenlernen und das Leben genießen, ohne fieße Gedanken!

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Ich finde du redest höchst undankbar von deinen Eltern, sowas gehört sich nicht. Du verstehst nicht, warum du solche Eltern hast? Na, deine Eltern verstehen sicher auch nicht, warum sie ein solches Kind haben, das so respektlos von ihnen redet.

Dafür, dass du dir keine sozialen Kontakte aufbaust können sie ja nichts. Man muss nicht immer die schicksten Klamotten, die teuersten Hobbys und die neuste Technik haben, es geht durchaus auch ohne. Und es gibt sicher auch Menschen, die dich so akzeptieren, wie du bist, auch ohne den ganzen Schicki-Micki-Kram.

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Kommentar von VielenDank1992
21.09.2013, 20:28

Es sind jedes Mal die gleichen dämlichen Antworten. Leb du mal bitte mit solchen Eltern, dann kannst du das verstehen!

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"meine Ausbildung und das Wirtschaftsgymnasium abgebrochen."

Das waren, im Nachhinein, wohl Deine allergrößten Fehler. Damit haste Dir ziemlich viel, wenn nicht fast alles, verbockt.

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Kommentar von Lichtkurier
21.09.2013, 20:32

Versuche in einer WG unter zu kommen und fange ein neues Leben an.

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Du bist über 18? Ausziehen und aufhören anderen die Schuld für sein Leben zu geben

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Kommentar von VielenDank1992
22.09.2013, 09:15

Dein Problem ist deine eingeschränkte Ansicht, auf die Situation. Du kannst die einzelnen Seiten, glaube ich, nicht nachvollziehen. Der Erste, der jemals in der Familie Abitur versucht. Von den Eltern keine unterstützung, im Gegenteil, sie reden es dir aus. Es lastet ein Druck auf dich und damit muss man erst mal klar kommen.

Du wirst von den anderen Schülern ausgegrenzt. Kinder können schrecklich sein und das kann man nicht klein reden, über drei Jahre.

Aber ich denke, das wirst du niemals verstehen können. Darüber zu reden und damit zu leben, das sind zwei verschiedene Welten!

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Du solltest wirklich zum Psycholgen gehen. Nachdem ich gelesen habe, was Du hier so von Dir gibst.

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Kommentar von HabundGut
22.09.2013, 16:55

Daumen runter!!!

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Sind Deine Eltern jetzt schlechtere Menschen, nur weil sie einen Hauptschulabschluss haben?

Du glaubst ein Gymnasiast ist intelligenter als Deine Eltern?

Der Schulabschluss hat nichts mit der Intelligenz einer Person zu tun.

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Kommentar von VielenDank1992
21.09.2013, 20:33

Das habe ich nicht geschrieben. Ich sagte, dass meine Eltern einen sehr eingeschränkten Horizont haben, weil sie sich für sowas nicht interessieren.

Meine Eltern wollen nicht mal arbeiten und verbringen mehr Zeit vor dem TV, als alles andere.

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Kommentar von YK1972
21.09.2013, 20:45

Danke, dass noch jemand da ist, der mit mir einer Meinung ist.

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Kommentar von HabundGut
22.09.2013, 16:50

Johndd:
Thema verfehlt, Vorwürfe sind hier nicht angebracht, der Nutzer sucht verzweifelt Rat!!!

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Also zusammengefasst: Alle anderen sind schuld, nur du nicht?

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Kommentar von VielenDank1992
22.09.2013, 09:03

Habe ich nicht geschrieben, lies die Frage noch mal!

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Kommentar von HabundGut
22.09.2013, 16:57

herlirex
Daumen runter!!!

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