Bildrechte bei Gruppenbild?

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Nur bedingt - eine einmal erteilte Zustimmung im Sinne von § 22 KunstUrhG dem Urheber gegenüber kann nicht einfach so zurück genommen werden, dazu bedarf es schon sehr guten Argumenten. Verfahren dieser Art gehen fast ausschließlich zu Ungunsten des Antragstellers aus.

Den restlichen Personen kannst du allerdings eine Aufforderung zur Unterlassung aufdrücken - denn deine Zustimmung dem Urheber gegenüber ist nicht auf die anderen Personen ohne weiteres übertragbar - sie müssten jetzt dich wiederum um Zustimmung bitten, was aber sinnlos wäre, da du ja nicht mehr dabei bist.

Fünf Personen lassen sich fotografieren, stellen sich zum Gruppenfoto auf. Was wollen die mit dem Foto? Dieser Wille ist entscheidend dafür, was mit den Abgebildeten künftig geschieht.

Denn des Menschen Wille ist sein Himmelreich - Deshalb schreibt das KunstUrHG auch in § 22: "Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden."

Nun müssen wir im Streitfall erforschen, ob der Abgebildete diese Einwilligung zur Verbreitung dieses Abbildes seiner Person gegeben hat - und wie. Wie? Das kann der Abgbildete laut Gesetz schriftlich tun, mündlich - oder konkludent, also durch ein die Zustimmung signalisierendes Handeln. Oder durch Nicht-Handeln - also durch eine stillschweigende Zustimmung.

Wir nehmen einmal an, dass ein Mitglied einer Musikkapelle (= "Band") die Öffentlichkeit sucht. Und damit auch per Gruppenfoto. Was also könnte damals dagegen gesprochen haben, dass dieses Gruppenfoto damals veröffentlicht werden sollte?

Mutmaßlich nichts. Mutmaßlich nichts, was ein Gericht überzeugen könnte, dass damals kein stillschweigendes Einverständnis für eine Veröffentlichung vorlag.

Und eine Befristung des Einverständnisses wurde damals weder ausgesprochen noch konnte sie stillschweigend angenommen werden - etwa eine Frist bis zum Ausscheiden aus der Band.

Nun könnte noch eine Meinungsänderung des Abgebildeten eine Änderung der Rechtslage bewirken - etwa analog zu UrhG § 42 Rückrufsrecht wegen gewandelter Überzeugung. Dann müsste aber der Abgebildete mit der Meinungsänderung den Schaden bezahlen.

Viel wichtiger könnte aber dieser Grund sein: Die gemeinsam aufgenommene Musik darf unter der Nennung aller Ausübender verbreitet werden, und mutmaßlich auch mit den (früher zulässigen) Fotos aller - soweit dies nach "Treu und Glauben" (s. Wikipedia!) verlangt werden kann.

Analog heißt es in § 8 UrhG: "Ein Miturheber darf jedoch seine Einwilligung zur Veröffentlichung, Verwertung oder Änderung nicht wider Treu und Glauben verweigern."

Ebenfalls analog heißt es in § 9 UrhG: "§ 9 Urheber verbundener Werke - Haben mehrere Urheber ihre Werke zu gemeinsamer Verwertung miteinander verbunden, so kann jeder vom anderen die Einwilligung zur Veröffentlichung, Verwertung und Änderung der verbundenen Werke verlangen, wenn die Einwilligung dem anderen nach Treu und Glauben zuzumuten ist."

Nimmt man nun eine CD als Gesamt-Kunstwerk, mit Musik, Texten und grafischer Gestaltung des Covers, kann ein einzelner Künstler schlecht wider Treu und Glauben die Auslieferung der CD verhindern, nur weil er aus der Band ausgetreten ist!

Ein etwelcher Missbrauch des Abbildes des ehemaligen Bandmitglieds (etwa zur Vorspiegelung falscher Tatsachen) kann aber sicherlich mit Erfolg verhindert werden.

Gruß aus Berlin, Gerd

Wenn es im Zusammenhang mit der Gruppe steht, z.B. mit Bilduntertitel "Die Band beim Auftritt in Stadtname am 01.01.2012", dürfen sie es wohl weiter verwenden.

Wenn es einfach so ein Aushängeschild der Band ist, sollte es eigentlich im eigenen Interesse sein, dass das Bild aktuell, sprich ohne dich, abgebildet ist.

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