12 Antworten

Kann sein, kann nicht sein. Das kommt ganz auf die konkrete Situation an. Ein Kaufvertrag ist in der Regel formfrei und können daher sogar mündlich zustandekommen, und theroetisch auch mit einem Aufkleber.

Allerdings sehe hier mehrere Probleme. Unter anderem:

1. Man kann sich nicht sicher sein, dass der Eigentümer den Aufkleber angebracht hat. Da kann ja jeder hingehen und den Aufkleber anbringen. Je nachdem, ob es der Eigentümer war, der den Aufkleber angebracht hat bzw. hat aufbringen lassen oder nicht, kommt demnach gegebenenfalls ein Kaufvertrag zu Stande oder nicht.

2. Außerdem weiß man ja gar nicht, mit wem man den Kaufvertrag schließt, also auch nicht, an wen man wie das Geld geben soll, wie man an den Schlüssel kommt, etc.

3. Selbst wenn es dadurch zu einem gültigen Kaufvertrag wäre, sich einer der beiden (Verkäufer oder Käufer) dies dann jedoch bestreitet, wird es von dem anderen dann wohl schwer werden zu beweisen, dass es zu einem Kaufvertrag gekommen ist.
Denn einerseits könnte man als Käufer bestreiten, dass man seine Visitenkarte hinterlassen hat. Der Verkäufer könnte irgendwie anders an die Visitenkarte gekommen sein. Jemand anderes als der Käufer könnte ohne Wissen des Käufers die Visitenkarte hinterlassen haben. Es könnte sein, dass die Visitenkarte auf der anderen Seite angebracht wurde, man den Aufkleber von dieser Seite aus dann nicht gesehen hat, etc.
Andererseits könnte man als Verkäufer bestreiten, dass man selbst den (von außen angebrachten) aufkleber angebracht hat, etc.

4. Jede Seite (Käufer, Verkäufer) könnte meinen es handelt sich um einen Scherz. Demnach wäre das dann wegen § 118 BGB wohl kein gültiger Kaufvertrag.

In den meisten Fällen wird man also praktisch davon ausgehen können, dass dadurch kein Kaufvertrag zu stande kommt. Es könnte jedoch theoretisch einer zustande kommen.

Nein, natürlich nicht.

Genauso wenig kannst du dich auf die Aufdrucke auf den Visitenkarten berufen.

Bei den Visitenkarten ist aber interessant, dass es da Urteile gibt, die das Anbringen in den Schutzgummis an den Seitenscheiben als Sachbeschädigung werten, da die Gummis dann nicht mehr den eigentlichen Zweck erfüllen können.

Meines Wissens nach ist es mittlerweile so wie so verboten die anzubringen.
Und wenn sie hinterher vom wütenden Inhaber des Autos auf den Boden geworfen werden ist das streng genommen auch noch illegale Umweltverschmutzung.

Diese Art von Werbung erfolgt ohne meine ausdrückliche Zustimmung und ist somit nicht legal (Oder irre ich da?)

http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Visitenkarten-als-Werbung-am-Auto-verboten-id8155531.html

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Nein, das ist nix anderes als ein typischer Scherzartikel.

Dennoch ist nicht komplett auszuschließen, dass ein Exporthändler/Kartenstecker, der der deutschen Sprache nicht wirklich mächtig ist & die Rechtslage hierzulande nicht kennt, das Ganze glaubt und deswegen keine Karte ansteckt...

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