Was sind die Vor- und Nachteile des Bildverbots im Islam?

8 Antworten

Stell dir vor, die Ägypter würden die Pyramiden zerstören, weil sie Götzenbilder sind. Die Ägypter würden so was nie tun, aber in anderen Ländern, die streng nach diesem Bilderverbot leben, hat man wertvolles Kulturgut zerstört. Ein Beispiel, vor nicht allzu langer Zeit in Afghanistan. Die streng religiösen Muslime haben dort in Stein gehauene Budda-Figuren aus vorislamischer Zeit einfach dem Erdboden gleichgemacht.

Du meinst Bilder von Personen? Lebwesen?

Der Hauptgrund ist wohl das Verbot, sich einen Götzen (Idol) neben Allah zu schaffen. Der Islam kämpft vehement für die Vernichtung von Idol-Skulpturen, antiker Götter(bilder), Zeichnungen und Gravuren von Menschen und menschenähnlichen Wesen, damit man nicht auf die Idee kommt, Allah mit jemandem zu vergleichen. Daher waren die Menschen im Islam von jeher bestrebt, beliebige "Bilder" aus ihrem Hause zu verbannen.

Heute wird das in "liberaleren" Kreisen nicht mehr so eng gesehen.

Im Koran gibt es allerdings kein EXPLIZITES Verbot einer Darstelung von Lebewesen alle Art. Das ist (war) in erster Linie Auslegungssache von religiösen Führern und Gelehrten.

Der Vorteil wird wohl sein, dass die Leute ihn mehr respektieren und weniger anzweifeln und mehr Regeln haben und sich deshalb noch weniger trauen, Zweifel an dieser Religion anzustellen.

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