Bild Urheberrecht App?

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4 Antworten

Ob mit oder ohne Lizenz, ob mit mündlichem oder mit schriftlichem (oder mit konkludentem) Vertrag, ob mit oder ohne Vertrag, es gilt entweder UrhG § 32 Angemessene Vergütung:
"(1) Der Urheber hat für die Einräumung von Nutzungsrechten und die Erlaubnis zur Werknutzung Anspruch auf die vertraglich vereinbarte Vergütung. Ist die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, gilt die angemessene Vergütung als vereinbart. (...)

(3) Auf eine Vereinbarung, die zum Nachteil des Urhebers von den Absätzen 1 und 2 abweicht, kann der Vertragspartner sich nicht berufen. Die in Satz 1 bezeichneten Vorschriften finden auch Anwendung, wenn sie durch anderweitige Gestaltungen umgangen werden."

Man kann als Urheber also nicht wirksam verzichten auf eine angemessene Vergütung. Man kann höchstens sein Werk zum frei nutzbaren Werk für alle erklären: "Der Urheber kann aber unentgeltlich ein einfaches Nutzungsrecht für jedermann einräumen."

Falls hier das Urheberrecht überhaupt greift. Das kommt auf die Schöpfungshöhe (s. Wikipedia) des Werkes an. Falls nicht, greift das BGB über Werkverträge:

§ 631 Vertragstypische Pflichten beim Werkvertrag
"(1) Durch den Werkvertrag wird der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen Werkes, der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet."

§ 632 Vergütung
"(1) Eine Vergütung gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Herstellung des Werkes den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.
(2) Ist die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, so ist bei dem Bestehen einer Taxe die taxmäßige Vergütung, in Ermangelung einer Taxe die übliche Vergütung als vereinbart anzusehen."

Die Höhe einer üblichen Vergütung ergibt daraus, was in der Branche üblicherweise bezahlt wird für so ein Werk. Am besten fragt man Branchenvertreter wie Verbände oder Kollegen und einigt sich dann friedlich über die Höhe der fälligen Vergütung.

Im Streitfall kann man auch klagen und dann Gutachter bestellen, nach deren Aussagen sich das Gericht richten kann (aber nicht muss).

Die Gerichtskosten (und evtl. die Anwaltskosten) zahlt der alleinige Verlierer alleine, manchmal werden sie auch geteilt, bei Teilschuld etwa. Aber der Auftraggeber ist schon längst im Verzug, siehe BGB § 641 Fälligkeit der Vergütung:
"(1) Die Vergütung ist bei der Abnahme des Werkes zu entrichten. (...)"

Gruß aus Berlin, Gerd

Also wenns eher so ein Bananenstreit ist, würde ich es darauf ankommen lassen. Also solltest du einschetzen od das ernst zu nehmen ist. Anderenfalls ist es auch fraglich ob sie die Rechte an den Grafiken überhaupt selbst hat oder ob diese Grafiken nicht auch schon jemand anderem geistig gehören.

Sonst musst du dir wohl andere Grafiken suchen. Wenn du bezahlst musst du das Nutzungsrecht schriftlich von ihr haben. Und achte darauf das sie es dir nicht wieder entziehen kann ;)

Das Urheberrecht ist unabhängig von einer Lizenz in Deutschland so geregelt, dass der, der es macht, das Urheberrecht hat. Das Urheberrecht kann man auch nicht abtreten.

Der Urheber darf bestimmen, wie sein Werk genutzt werden darf. Das ist dann das Nutzungsrecht. Und natürlich darf sie sagen, dass sie 20€ haben will. Dass ihr das erst hinterher einfällt ist nicht fair, aber es steht Dir aber ja frei, die Grafiken einfach nicht zu nutzen. Ansonsten mach die Grafiken selbst und nutze nicht ihre, dann kann sie sich die 20€ woanders holen.


Dann nimm die Bilder wieder raus. Das Recht an den Bildern hat sie

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