Bild aus der HP eines Vereins löschen?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Wenn du dort als aktiver Spieler vorgestellt wirst, kannst du auf jeden Fall verlangen, dass diese Bilder herausgenommen werden. Wenn es um andere Bilder geht, die zum Sportgeschehen gehören und sozusagen die Vereinsgeschichte wiedergeben, ist die Frage nicht mehr so eindeutig. Solange das Bild vordergründig den Sportbetrieb des Vereins darstellt und nicht dich als Person, darf der Verein ein solches Bild auch ohne deine Einwilligung verwenden.  (§ 23 Absatz 1 Nr. 3 KunstUrhG)

Stell dir nur die vielen Presseofotos vor, die nach jedem Wochenende von den Fußballspielen bis in die Kreisligen erscheinen. Wenn man alle dort abgebildeten Personen um ihre Einwilligung bitten müsste, kämen die Zeitungen wahrscheinlich rund eine Woche später heraus.

https://www.rechtambild.de/2012/04/fotorecht-in-der-praxis-sportveranstaltungen-und-vereine/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von antivirus812
19.03.2016, 18:30

Vielen Dank für deine Antwort. Es geht mir eigentlich nur um die Bilder wo ich nur drauf abgebildet bin. Auf der Seite steht halt mein Name in der ersten Mannschaft und daneben ein Foto von mir wo nur ich drauf zusehen bin. Ich spiele seit ungefähr einem Jahr nicht mehr in den Verein.

0

Erfahrungsgemäß kommt man mit nettem Bitten schneller ans Ziel, als über den juristischen Weg. Inwiefern der überhaupt erfolgversprechend ist, ist ja in diesem Fall anscheinend auch nicht hundertprozentig klar. Da aber auch Ehrenamtler nicht mehr Stress als nötig bei ihrer Arbeit haben wollen, werden sie in der Regel auf freundliches Bitten bereits reagieren und es auf irgendwelche am Ende teuren Auseinandersetzungen mit Anwälten nicht ankommen lassen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der bayerische Komiker Karl Valentin erklärte mal: "In München bin ich weltberühmt!" Insofern gehört er zumindest in München und Umgebung zu "dem Bereiche der Zeitgeschichte" im Sinne von KunstUrhG § 23 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1.

Ein aktiver Spieler der Kreisliga sollte also zumindest im Landkreis zu den Personen der Zeitgeschichte gehören, ebenso wie der Feuerwehrhauptmann und der Pfarrer. Insofern dürfte sein Bild im Landkreis wohl "(1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden" (§ 23 Absatz 1 Satz 1.).

Dies sollte auch noch einige Zeit nach seiner aktiven Zeit der Fall sein. Nun kommt aber das Problem des Internets hinzu: Es ist weltweil abrufbar, anders als die Kreiszeitung. Und es steht selten ein Datum drauf, aus dem der Leser entnehmen kann: "Aha, es war am 1. Mai 2015, dass Max Mustermann ein Tor geschossen hat für den FC Musterstadt / Mitglied in diesem Verein war."

Falls nun ein falscher Eindruck entstehen könnte über Max Mustermann, hat dieser einen Anspruch auf eine Gegendarstellung, siehe Landespressegesetz (eigentlich sogar immer, wenn etwas über ihn behauptet wird). In manchen Fällen hat er auch einen Anspruch auf eine Richtigstellung. Manchmal auch auf eine Unterlassung der weiteren Verbreitung einer Falsch-Information.

Dass Max Mustermann auch in Peking gezeigt wird, wo er gar nicht zu den "Personen der Zeitgeschichte" zählt, muss er mutmaßlich hinnehmen - denn gegoogelt und gelesen wird die Sache mutmaßlich ohnehin nur im Landkreis.

Aber versuchen kann man eine Klage auf Unterlassung ja mal, oder gar einen Strafantrag wegen KunstUrhG § 33:

"(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer entgegen den §§ 22, 23 ein Bildnis verbreitet oder öffentlich zur Schau stellt.
(2) Die Tat wird nur auf Antrag verfolgt."

Gruß aus Berlin, Gerd

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von GerdausBerlin
20.03.2016, 02:45

PS. Üblich und zweckvoll ist statt einer Klage auf Unterlassung (und/oder auf Schadensersatz) meist eine vorherige Abmahnung mit dem selben Begehr. Die kann auch viel Geld sparen, denn wenn ein Beklagter sofort dem Begehr folgt und zuvor nicht abgemahnt wurde in dieser Sache, bleibt der Kläger in der Regel auf den Kosten des Verfahrens sitzen.

Ob in diesem Fall statt des Landes-Presserechts ein anderes Mediengesetz greift, sollte man prüfen. Aber auch in den Rundfunkgesetzen etwa gibt es einen Anspruch auf eine Gegendarstellung.

Falls man die Unterlassung einer Falsch-Information begehrt, wäre dem auch schon Genüge getan, wenn der Verein unter dem Abbild des Ex-Mitglieds korrigierend vermerkt: "Seit 22. Mai 2005 nicht mehr Mitglied des Vereins."

Falls man aber ein Gericht davon überzeugen kann, dass man gar keine Person der Zeitgeschichte (mehr) ist, oder dass das Persönlichkeitsrecht des Abgebildeten das Interesse der Öffentlichkeit (und des Veröffentlichers) an dieser Information (= Abbild des Spielers) überwiegt (s. Absatz 2 § 23 KunstUrhG), könnte auch das Abbild entfernt werden müssen.

Gruß aus Berlin, Gerd

0

Schon. Kontaktiere ihn einfach und versuche es erstmal freundlich. Sonst kannst du auch Gerichtlich vorgehen und dann wird es dazu gezwungen sein. Und achte mal bitte drauf ob die Seite auch ein Impressum hat. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von antivirus812
19.03.2016, 14:15

Danke für die Antwort, ja hat sie, kann daraus aber nichts genaues vernehmen.

0

Nun macht mal aus ner Mücke keinen Elefanten,mit Klage oder sonst son Qaurk..

Sie haben einfach ihre HP noch nicht aktualisiert ,sprich Bilder von Personen rausgenommen die den Verein bereits verlassen haben ..

Wenn aus sportlichen oder Vereinsgründen Bilder reingemacht werden ist das ganz normal,da braucht man keinen zu fragen ..

Wer mit sowas ein Problem hat sollte    
solch Sportgemeinschaften fern bleiben,denn es gehört einfach dazu einen Verein auch auf diese Art zu repräsentieren ..

Sag einfach Bescheid sie haben vergessen dein Bild raus zu nehmen und gut is ..Werden sie dann auch sicherlich tun!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?