Bietet die private Krankenversicherung automatisch mehr Schutz als die gesetzliche Krankenkasse?

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15 Antworten

Hallo Idgie, eine Private Krankenversicherung (PKV) bietet nicht ‚automatisch’ mehr Schutz wie die gesetzl. Krankenversicherung. Es gibt auch bei der PKV Tarife, die die Leistungen der GKV vorsehen. Somit werden sie im Gespräch mit einem Makler oder Versicherungsberater diese Leistungen genau definieren müssen. Sie haben hier Möglichkeiten, die denen der GKV spotten. Ich bin selber seit Jahren privat abgesichert, zunächst aus reinen Preisgründen, und habe die Leistungen der PKV erst wirklich schätzen gelernt, als ich nach einem Zusammenbruch (Burn Out) fast berufsunfähig wurde. Ich wurde sofort an Spezialisten überwiesen, kam in Spezial-, bzw. Rehakliniken und bin von jenen, die ich mit dem gleichen Krankheitsbild kennenlernte, der erste, welcher wieder halbwegs arbeitsfähig und arbeitstätig ist. In der ersten Klinik war ich der einzige PKV-Versicherte von 22 Patienten. Davon sind inzwischen 2 verstorben (Suizid), die restlichen befinden sich – außer meiner Wenigkeit – noch in laufenden Behandlungen, teilweise stationär. Die meisten sind in die Erwerbsunfähigkeit abgeschoben worden. Von daher lese ich die Ausführungen von Kunterbunt23 doch mit einem leisen Schmunzeln. Für mich klingt es als wolle ein Trabbiverkäufer unbedingt die Vorteile des Trabbis gegenüber einem Mercedes darstellen… Kurz mal auf dessen Argumente eingegangen. Beide Versicherungen arbeiten nach verschiedenen Prinzipien, Die GKV nach dem Sachleistungsprinzip, bei der PKV nach dem Kostenprinzip. Das bedeutet, dass der Arzt beim GKV Versicherten nur Pauschalen abrechnen kann, bei der PKV aber die tatsächlich angefallenen Kosten. In beiden Fällen ggfls. mit einem Hebel. So kann sich der Arzt dem GKV Patienten allein aus kaufm. Gesichtspunkten nicht so lange widmen, es muss auch an seine Kosten denken.

„…, auch für Behandlungen, die nicht unbedingt notwendig sind.“ Bei der PKV bekommen zunächst sie die Rechnung und können sie kontrollieren ob alles stimmt. Nach Einreichung bei der Gesellschaft kontrolliert diese die Rechnung noch mal auf Plausibilität und zahlt erst dann. Bei der GKV kontrolliert niemand wirklich die Abrechnung, wie auch?

„…Die gesetzlichen zahlen das, was medizinisch notwendig ist, mehr nicht“ Wer kann eigentlich Ihrer Meinung nach entscheiden was medizinisch sinnvoll ist? Ihr Arzt, oder ein Sachbearbeiter einer Krankenversicherung ohne medizinische Ausbildung, der sie noch niemals gesehen hat?

„…dass eine Rückkehr schwer ist und manchmal unmöglich…“ Wenn Sie unter die Beitragsbemessungsgrenze fallen, sind sie automatisch lt. Gesetz wieder pflichtversichert. Ausnahme: Hartz IV, hier ist ein Verfahren vor dem BGH anhängig. Ansonsten haben sie die Möglichkeit innerhalb der PKV zu geringeren Leistungen zu wechseln.

„…Die gesetzlichen verlangen den Beitrag prozentual nach Höhe des Einkommens…“ Richtig, bei der gesetzlichen würde ich ca. 600 € ohne ‚Lohnfortzahlung’ zahlen, derzeit zahle ich 298 € für einen Toptarif in die PKV, zzgl. 150 € für ‚Lohnfortzahlung’ (100 %) und eine Rücklage für eine Beitragsminimierung im Alter.

„…Aber man wird ja auch älter und verursacht Kosten- dann geht der private Beitrag rauf, und zwar ungeachtet des eigenen Einkommens…“ Das gilt primär für Tarife, die noch irgendwann in den 80ger Jahren abgeschlossen wurden. Die aktuellen Tarife enthalten 2 Beitragsrückstellung, eine gesetzliche und eine eigene. Durch diese wird eine unnötige Beitragssteigerung durch das Alter vermieden. Beitragsteigerungen durch die allgemeine Erhöhung der Kosten leider nicht. Abgesehen davon, die GKV leidet unter dem gleichen wie die Rentenversicherung. Demografie. Jung heißt gesund, Alt heißt meist krank. Dem trugen die Beitragserhöhungen und Leistungseinschränkungen der letzten Jahre bereits Rechnung. Was meinen Sie wie es dort sein wird wenn wir erst 40 % Rentner haben werden?

„… Der Gesetzgeber hat dem Hin-und Herwechseln zwischen gesetzlich und privat deshalb einen Riegel vorgeschoben…“ Richtig, sonst wären wesentlich mehr privat versichert und der Gesetzgeber (Politiker sind übrigens in der Regel privat versichert) hätte noch mehr Reformprobleme. Jedoch klingen die derzeitigen Versuche so, als würde der Kapitän der Titanic den schon in den Rettungsbooten sitzenden zurufen: Kommt zurück, gemeinsam kriegen wir den Kahn wieder flott…

Ich bin gerne bereits meine Erfahrungen in ihre Entscheidung mit einfließen zu lassen, das wäre jedoch eine Sache die dann über die PM gemacht werden sollte

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Kommentar von LittleArrow
29.05.2010, 12:23

Ich kann Deinen Kommentar aus mittelbarer Kenntnis nachvollziehen, möchte allerdings im Punkt "Politiker" widersprechen. Die Gruppe "Politiker" (und ergänzend "Staatsbedienstete") haben - so ist mein persönlicher Eindruck - durch Zusatzversicherungen und Beihilfen nicht unter der GKV zu leiden. Daher erklären sich viele Änderungen in der GKV zulasten der dort Versicherten.

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Hallo,

bei den Leistungen ärztliche Behandlung, Arzneimittel und Sehhilfen bieten die meisten PKV-Tarife mehr Leistungen als die GKV. Leistungen der GKV, die häufig in PKV-Tarifen fehlen bzw. weniger bieten: - Hilfsmittel laut GKV-Hilfsmittelverzeichnis (im Internet unter Rehadat) - Psychotherapie - Krankengeld bei Erkrankung des Kindes - Haushaltshilfe, wenn Kinder im Haushalt sind (§ 38 SGB V) - künstliche Befruchtung - Mutterschaftsgeld - Kuren bzw. Rehamaßnahmen - häusliche Krankenpflege

Da es häufig eine entscheidung fürs Leben ist, sollte man ein ausführliches Gespräch mit einem gut informierten PKV-Vertreter (oder Versicherungsmakler) und einem gut informierten GKV-Mitarbeiter führen. Unabhängige Beratung bietet auch die Verbraucherzentrale vor Ort an.

ausführliche Infos GKV/PKV: http://www.bundderversicherten.de/app/download/BdV_PKV-Broschuere.pdf

Viel Erfolg bei der richtigen Entscheidung!

Gruß

RHWWW

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Mehr Schutz? Kommt drauf an, wie man es sieht. Die bezahlen mehr als die gesetzlichen, ja. Ob das aber von Vorteil ist, muss jeder für sich selbst abwägen.

Wenn ein Privatpatient zum Doc kommt, weiß dieser, dass er mehr abrechnen kann, auch für Behandlungen, die nicht unbedingt notwendig sind. Da wird dann mehr geröntgt und gebaumeistert, kann auch 'ne Belastung für den Körper sein.

Die gesetzlichen zahlen das, was medizinisch notwendig ist, mehr nicht (oder eher seltenst). Und das sollte in der Regel genügen.

Vor sonem Wechsel von gesetzlich zu privat bitte beachten, dass eine Rückkehr schwer ist und manchmal unmöglich (wenn z.B. über der Beitragsbemessungsgrenze, oder selbständig oder über 55 Jahre).

Die gesetzlichen verlangen den Beitrag prozentual nach Höhe des Einkommens, ungeachtet des Gesundheitsrisikos. Man nennt das Solidarprinzip.

Die privaten verlangen den Beitrag nach gewähltem Tarif und abhängig von Gesundheitsstatus, Alter und Geschlecht. Soll heißen: Jung, gesund, männlich: Wenigzahler. Aber man wird ja auch älter und verursacht Kosten- dann geht der private Beitrag rauf, und zwar ungeachtet des eigenen Einkommens.

Der Gesetzgeber hat dem Hin-und Herwechseln zwischen gesetzlich und privat deshalb einen Riegel vorgeschoben, da sich sonst alle Jungen Gesunden billig privat versichern würden, um dann im kranken Alter und eventuell wenig Einkommen zu den gesetzlichen gehen und dort höhere Kosten verursachen, als Beitragsdeckung der Solidargemeinschaft da ist.

Daher immer vorher überlegen, welcher Weg der geeignete ist, einkommensabhängige oder gesundheitsrisikoabhängige Beiträge.

Man kann ja auch zur gesetzlichen privat zusatzversichern, wenn man meint, mehr zu brauchen, als medizinisch unbedingt notwendig.

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Kommentar von Candlejack
29.05.2010, 15:10
  • Wenn ein Privatpatient zum Doc kommt, weiß dieser, dass er mehr abrechnen kann, auch für Behandlungen, die nicht unbedingt notwendig sind. --> Er rechnet mehr ab für die gleiche Behandlung und darf oft besser behandeln. Die meisten rechnen keine extra Leistungen ab, weil die Rechnungen von den PKV stets kontrolliert werden. Schwarze Schafe gibts immer...

  • Die gesetzlichen zahlen das, was medizinisch notwendig ist, mehr nicht (oder eher seltenst). Und das sollte in der Regel genügen. --> laut SGB: medizinisch notwendig und wirtschaftlich sinnvoll - lass Dir die Worte bitte nochmal durch den Kopf gehen und überlege, was genügend ist und was nicht.

  • Die Rückkehr zur GKV geht schneller als mancher denkt. Diese Panik ist noch ein Schreckgespenst der GKV aus den letzten Jahren, um Versicherte zu halten.

  • Der private Beitrag geht nicht im Alter rauf, wenn Du Kosten verursachst. Das sind Beitragsanpassung wie bei der GKV. Je nach gutem Anbieter mehr oder weniger. Noch so ein Schreckgespenst. Kennst Du die Kalkulationsgrundlage einer PKV ?

  • Dein Kommentar zu der Versicherung der Jungen mit späterem Wechsel in die GKV ist Käse. Die PKV zahlt auch die Kosten im Alter, diese werden bei der Kalkulation des Beitrags eingerechnet. Wieso sollte ich außerdem 30 Jahre PKV zahlen und dann in die GKV wechseln, wo ich weniger Leistungen erhalte ?

  • Sorry, aber viele Deiner Äußerungen klingen wie die üblichen Klischees. Wenn man sich mit der Materie fachlich und beruflich beschäftigt, merkt man schnell, ab wann es polemisch wird.

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Unabhängig von den anderen Ratgebern möchte ich noch eines ergänzen: Wie sieht deine weitere Lebensplanung aus? Ändert sich deine jetzige berufliche Situation schon absehbar oder wahrscheinlich oder bleibt alles so wie es jetzt ist? Falls du einmal Kinder haben möchtest ist auch dies bei der Wahl der Krankenkasse zu berücksichtigen, denn Kinder sind bei der gesetzlichen Kasse mitversichert. Wenn du Beamter/Beamtin wirst und damit beihilfeberechtigt bist, dann eher private Kasse, wenn du jetzt studierst spricht auch nichts gegen eine private Kasse. Es kommt also m.E. immer auf die konkrete Lebenslage und die Perspektiven an.

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Kurz und knapp: Nein. Die Grundversorgung der PKV ist wie eine Grundversorgung bei der Gesetzlichen zu betrachten, auch dort gibt es zusatzversicherungen. Der einzig wahre Vorteil beruht darin, das ich als Privatpatient behandelt werde und eher einen Termin erhalte. Alle extras kosten extra, wenn auch wesentlich weniger als wäre ich Kassenpatient. Infos und Pkv Vergleich auf : www.4preis.de

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Der Leistungsumfang der verschiedenen PKV ist sehr unterschiedlich und jeder einzelne Versicherer hat noch verschiedene Tarife (für jeden Bedarfsfall?). Wir wissen (glücklicherweise?) nicht, wie sich unser künftiges Leben familiär, finanziell und gesundheitlich entwickeln wird. Deshalb ist die langfristige Entscheidung für eine GKV (mit/ohne private Zusatzversicherung) oder eine PKV so schwer. Dabei gibt es auch Einbahnstraßensituationen ohne Wendemöglichkeit. Es handelt sich auch um eine unübersichtliche Entscheidungssituation, bei der ein Berater oder vertrauensvoller Bekannter helfen könnte, aber der möglicherweise auch in einem Interessenkonflikt (hohe Honorar- oder Provisionsmotivation?) steckt.

Sinnvoll ist die neugierige Auseinandersetzung mit dieser Materie in jedem Fall, sowie Du es begonnen hast. Einen Einstieg in zusätzliche Informationen kannst Du hier finden: https://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/infodok/Private-Krankenversicherung-Basistarif-im-Vergleich-1756002-2756002/. Es gibt noch weitere Artikel.

Die Artikel sind teilweise kostenpflichtig, aber das Geld ist bei solch langfristiger Entscheidung gut angelegt. Dein dabei erworbenes Wissen wird Dir in den weiteren Gesprächen helfen. Lasse Dir diese Informationsquelle nicht von den Interessenvertretern (stets daran denken!) madig machen!

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Kommentar von Candlejack
29.05.2010, 14:54

Oh, die bösen Interessenvertreter ;-) Ich vertrete prinzipiell die Interessen der Kunden. Allerdings haben die in der PKV gar nicht das Wissen und die Kompetenz, einen Tarif oder einen Anbieter zu bewerten. Und Stiftung Warentest, die von der Zahnbürste bis zur Altersvorsorge anscheinend in allem kompetent sind, hab ich schon seit Jahren ad acta gelegt. Allein schon wegen der völlig vermurksten BU-Tests.

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In der inzwischen (3575 Tarife Voll & Zusatz) großen Vielfalt von Tarifen analog der gesetzlichen Krankenversicherungen bis hinzu Top Absicherungen hierzu, kommt es heute eher darauf an, was man selber für Wünsche & Vorstellungen hat und ob sie einen eine Verbesserung darstellen, im Beitrag & Leistungsumfang..Die Basis für beide (GKV/PKV) ist das Krankenpflichtversicherungsgesetz..die Privaten reagieren aber eben eher auf Lücken die sich zur GKV auftun : Zahnersatz, Krankentagegelder, Alternative heilmethoden / Heilpratiker Dasein..das nenne ich entscheidene Vorteil und eben auch jemanden "privat" stellen ! HG DerMakler

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Was ich nach diesen Diskussionen einfach einmal zu bedenken geben wollte.

Ruf bitte mal einen Spezialisten an: Mammadiagnostik, Rheumatologen, etc. Du brauchst dringend einen Termin weil Dein Hausarzt eine erschreckende Diagnose gestellt hat. Wie schnell möchtest Du wissen was es ist?

Nächste Woche? In 6 Monaten?

Jedes System hat je nach Familienstand und Einkommen Vor- und Nachteile, aber ganz oben steht einfach die Gesundheit... und wirtschaftlich sinnvoll finde ich nicht gerade vielversprechend.

Leider durfte ich bereits zu viel selbst erfahren.

Ich mache noch nicht einmal den Ärzten den Vorwurf.

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Das kommt drauf an, was Du mehr Schutz nennst. Die PKV rechnet zwar auch nach GOÄ und GOZ ab, hat aber höhere Sätze (2,3/3,5 statt 1,1/1,7) und bezahlt das auch für mehr Behandlungen als die GKV. Auch gibts dort kein Maximalbudget pro Quartal wie bei der GKV. Außerdem bekommt der Arzt sein Honorar idR innerhalb 4-6 Wochen und nicht nach Monaten wie bei der GKV. Ob Du mehr Leistungen hast als in der GKV hängt ja vom Tarif ab ! Bisher war es tatsächlich so, dass die PKV einen GKV-nahen Tarif hatte (leicht besser) und der Rest war in der Leistung um einiges besser als die GKV. Seit der Gesundheitsreform müssen alle PKV einen Standardtarif auf Leistungsebene der GKV mit anbieten. Dort hast Du dann GKV-Leistungen, beim Rest bekommst Du mehr als in der GKV. Allerdings ist der Wechsel aus der GKV in die PKV an Bedingungen geknüpft, die Du erstmal prüfen solltest. Nicht jeder, der keine Lust mehr hat, kommt mal eben so aus der GKV raus.

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die versicherungen bieten keinen schutz, nur dein körper kann das, menschen die viel geld verdienen, und horrende, gelder für die behandlung der krankheiten bezahlen, wie zum beispiel bei krebs, werden mit allen möglichen behandelt, und sterben oft trotz viel reichtum doch anschliessend. wichtig ist gesund leben. das ist wichtig im leben. früher war ich selbst gut versichert, und auch oft krank, heute habe ich eine pöbliche versicherung, und ich brauche sie doch nicht mehr. www.freiemedizin.de/gerson.htm

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Kommentar von Candlejack
29.05.2010, 15:00

Natürlich bieten Versicherungen keinen Schutz, sie zahlen nur die Prävention und bezahlen eine Behandlung, wenn der eigene Schutz versagt. Nichts gegen einen alternativen Lebensstil, aber egal wie gesund und gut Du lebst, an manchen Stellen kann sich Dein Körper NICHT mehr wehren und wird krank. Ich bin auch eher dafür, bewußt zu leben als hinterher zu behandeln, aber damit schaffst Du Dir nicht alle Krankheiten vom Leib. Auch die gesündesten bekommen Krebs. Und dann bin ich froh, wenn mir eine ordentliche Therapie für viel Geld mein Leben erhält. Eine Krebstherapie kostet 100.000 EUR. DAS zahlt die Versicherung, damit DU nicht zahlen musst oder wegen Armut nicht behandelt wirst.

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Automatisch ist da gar nichts. Es gibt die unterschiedlichsten Tarife und je nach Tarif ist mal mehr mal weniger abgedeckt, das kostet dann aber auch mal mehr mal weniger. Unbedingt also gründlich das Kleingedruckte lesen und vor allem auch überlegen wie dein Leben in 10 Jahren aussehen könnte? Gibt es dann evtl. Kinder? Müssten die auch privat versichert werden? Das würde pro Kind dann alles extra kosten. Wie in der gesetzlichen eine kostenlose Mitversicherung von Kindern gibt es bei der privaten nicht. Jede Leistung kostet Beitrag.

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Nein, auch bei den Privaten gibt es sehr sehr unterschiedliche Tarife. Eine 100 %ige Übernahme der Kostn ist nicht selbsverständlich. Überlege Dir gut, ob Du wechselst. Ich weiß nicht, wie alt Du bist und wie es mit Familie aussieht. Bedenke aber, dass für jedes Familienmitglied gesondert Beiträge zu entrichten sind. Deine Kinder oder Dein Ehepartner sind nicht wie in der gesetzlichen automatisch mitversichert. Das kann ganz schön teuer werden. Und die Rückkehr in die private Vers. ist u.U. schwierig wenn nicht unmöglich.

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Oft hat man nicht so lange Wartezeiten wie gesetzlich Versicherte. Und private zahlen vielleicht auch etwas mehr an Leistungen, aber mittlerweile auch nicht mehr alles. Musst du dich gut beraten lassen. Aber Achtung, der Rückwechsel in die gesetzliche Versicherung ist nicht einfach.

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Kommentar von Candlejack
29.05.2010, 15:18

Die Privaten zahlen auch nicht mehr alles ? Die zahlen exakt das, was im Tarif und im abgeschlossenen Vertrag vereinbart wurde. Und das ein Leben lang. Das ist nämlich nicht SGB, das ist Vertragsrecht, an das ist eine PKV gebunden. Die können ihre Leistungen nicht so willkürlich ändern wie die GKV !

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Nicht unbedingt. Z.B. erstatten einige Privatkassen keine Psychotherapie oder nur eine begrenzte Anzahl pro Jahr. Man sollte sich das Kleingedruckte vorher schon sehr genau durchlesen.

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Kommentar von Candlejack
29.05.2010, 15:13

kommt immer auf den gewählten Tarif an. Wer die Therapie will, bekommt sie auch...

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nur solange du jung und gesund bist,im alter werden die Beiträge unbezahlbar,und dann gibt es kein zurück,einmal privat...immer privat,muss man sich gut überlegen

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Kommentar von Candlejack
29.05.2010, 15:15

die Bieträge steigen nicht im Alter, die steigen während der gesamten laufzeit aufgrund Beitragsanpassungen. Nur leider sind diiese BAP bei den privaten in den letzten 30 Jahren deutlich geringer ausgefallen als bei der GKV, aber darüber schimpft keiner ! Du kannst sogar einen Zusatzbaustein einschließen, durch den Du ab 65 nur noch 50 EUR im Monat bezahlst. Geht alles. Und einmal privat immer privat ist Schwachsinn. Wer die Regeln und Gesetze kennt, weiß, dass Du manchmal schneller in der GKV zurück bist als Dir lieb ist.

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