Bibelvers Erklärung?

23 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Gott weiß, dass wir menschlich denken und menschliches Denken kann sich die Ewigkeit nicht vorstellen, deswegen sagt er es. Einfach um uns daran zu erinnern.

Auch um keinen Zweifel zu lassen, dass nicht noch mehr Götter existieren, denn damals glaubten die anderen Völker, dass es viele Götter gibt. Ja, manche glaubten sogar an Jahwe, aber hielten ihn für einen mächtigeren oder schwächeren Gott als ihren.

Auch unter den Israeliten gab es solche. Zu Jesajas Zeit hielten viele Israeliten Jahwe für schwächer als zum Beispiel die babylonischen Götter, da Babylon Land für Land und in ihrer Vorstellung ihre Götter auch deren Götter besiegten.

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Zum Schluss ging es mit Babylon aber nicht gut aus. Jahweh, in unserem Sprachgebrauch Jehova, lies Babylon durch die Meder und Perser besiegen, wie es vorher gesagt wurde.

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Im Walvoord-Bibelkommentar steht zu Jesaja 43,8-10:

"Gott lässt Israel, das noch blind und taub ist (vgl. Jes 42,20; Jes 48,8), vor die Nationen bringen. Die Nationen sollen Zeugen aufstellen, um zu beweisen, dass sie die Zukunft vorhersagen können (vgl. Jes 41,21-23). Dann sagt er, dass die Israeliten als seine Zeugen (vgl. Jes 43,12; 44,8) und sein auserwählter Knecht (vgl. Jes 41,8-9) deutlich zeigen, dass er der einzige Gott ist (Jes 43,10). Er war schon da, bevor irgendein Götze gemacht wurde, und er wird auch noch da sein, lange nachdem der letzte Götze vergangen ist."

Ich treffe hier auf gutefrage nicht nur auf christlich fundierte Gottesvorstellungen und -ideen. Warum fragt niemand der Fragesteller, warum er selbst, der Mensch, nicht nach sich fragt? Warum glauben wir? Mit was wird geglaubt? Wer erschafft das Bild von Gott in allen Facetten? Was ist mit dem obigen Zitat aus der Frage von dragonballs gemeint? Glauben wir, weil wir mit Hilfe des Glaubens irgendwas von Gott bekommen wollen? Ist das dann nicht Gier? Gibt es mehr, als Vorstellungen, Ideen, Glaubenssätze etc, die von Gott zeugen?

Zum Zitat: da jedwede Formen des übernommenen Glaubens und deren Konstrukte und Bilder (z.B. von Gott) von Menschen, von seinem Denken, erschaffen sind, und das Denken ja irgendwann begonnen hat und mit dem Tod auch endet, ist der geglaubte Gott weder ohne Anfang, noch ohne Ende! Im Zitat steht deshalb auch "gebildet", also sich im Kopf vorgestellt. Auch die Bibel hat einen Anfang und wird wohl auch vergehen.

Die Beschreibung einer Blume z.B. ist nicht die Blume selbst. Die Beschreibung ihres Duftes kann man nicht riechen, so sehr man sich auch mit Hilfe der Worte es sich vorzustellen vermag! Die Blume braucht keine Beschreibung, um zu sein.

Sehnen wir uns nach Glauben, weil wir das darin Beschriebene, das Vorgestellte, das Erdachte für wirklich halten? Gott mag sein, wie die Blume. Wer nur Fotos von ihr besitzt (Bilder im Geist) und nur von Blinden (andere Gläubige) die sie auch noch nie wirklich gesehen und ihren Duft nie erfahren haben, Bestätigung haben will, bekommt sie eben auch in diesem Sinn: Aus zweiter Hand und äußerst fragwürdig!! Der Blume ist es egal, ob wir sie tatsächlich und unmittelbar sehen oder riechen. Sie blüht und duftet trotz allem. Es ist für sie ohne Belang, ob wir ihr tatsächlich gegenüber stehen, oder nur ein Foto von ihr (oder eine botanische Beschreibung in einem Buch) anhimmeln. Und wenn das Buch und Worte (Vorstellungen) alles sind, was der Mensch hat, weil er es ja im Geist "besitzt", hört er auf, diese Illusionen zu hinterfragen. Denn mit der Einsicht, dass alles, was er meint von Gott zu wissen oder zu erbetteln trachtet (bitten ist eine subtile Form des Bettelns) nur eine von ihm selbst im Geist, im Denken erschaffene Illusion handelt, löst sie sich unter Umständen auf und er hat zunächst mal gar nichts mehr (an das er sich halten kann). Wer aber erkennt, dass das Foto einer Blume nicht riecht (außer, er glaubt mithilfe des Denkens daran), für den ist es wertlos, denn er möchte ja den Duft wirklich riechen. Meint das Zitat nicht: Die Blume war, bevor ein Bild von ihr "gebildet" wurde. Da der Gott der Bibel aber "gebildet" wurde in den Köpfen der Gläubigen ist er eben nicht beständig über ihren Tod hinaus. Sollten wir nicht zuerst uns selbst erkennen, bevor wir mit eventuellen selbst eingerichteten Prüfverfahren ein falsches Ergebnis von Wahrheit und Wirklichkeit propagieren ? Kann man mit Gott ohne dem Hintergrund des organisierten Glaubens in Kontakt treten? Wenn nein, was hat die Matrix (Glauben, siehe oben, Foto von Blume) dann essentiell wirklich für einen Wert? Ist nicht allein die Vorstellung von Gott ein Götze(Bildnis), weil diese Vorstellung ja permanent im Glauben transportiert wird?Möchte jemand wirklich über meine Antwort nachdenken ?

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung
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Wirklich hilfreich... Durchgelesen hab ich mir den Text erst gar nicht.

Wieso müssen ihr Atheisten einen mit solchen Antworten belästigen? Ich habe ausdrücklich gebeten nicht solche antworten zu bekommen. Es interessiert mich einen feuchten Kehricht was andere über meinen Glauben denken. Leb dein Leben und ich meins.

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@dragonballs

Wie kommst du darauf, dass ich Atheist sein muss? Ich wollte dir etwas über uns Menschen mitteilen. Dazu gehört der Glaube, den ja der der Mensch ausführt, meinst du nicht? Ich bin wohl für dich zu abschweifend auf deine Frage eingegangen. Es war nicht Absicht, dich damit zu belästigen. Was du wohl erwartet hast ist eine Antwort, die - sei ehrlich - kein Mensch beantworten kann, wenn er sie nicht richtig versteht. Ich gab die darauf eine Antwort wie ich sie verstehe. Etwas, das keinen Anfang oder Ende hat, kann man so beschreiben, wie deine Frage an sich. Was hilft dir das? Ich denke nicht in einer abwertenden Form über deinen oder eines anderen Glauben. Die Antwort, Gott wisse, dass sich der Mensch keine Vorstellungen von Ewigkeit machen kann, mag stimmen. Es gibt aber "Dinge", die ein Anfang und ein Ende haben. Die Aussage, Gott sei ohne Anfang und Ende, ist deshalb von diesen Dingen verschieden, man darf sie nicht verwechseln. Ein Anfang und ein Ende hat zum Beispiel ein Lied. Also ist Gott möglicherweise mehr als das, denn er hat keinen Anfang und Ende. Die Erde hatte einen Anfang und wird ein Ende haben. Der Mensch wird geboren und stirbt. Also auch Anfang und Ende. Ein Wort das du sagst, z.B "Verständnis" wurde davor nicht gesagt und hört, nachdem du es gesagt hast, auf. Das kann man leicht verstehen, oder? Das so genannte "Wort Gottes" ist, wenn man es schreibt - nur diese zwei Wörter - mit Anfang W und mit Ende nach s, der erste und letzte Buchstabe. Also nicht ewig. Alles Geschrieben von Gott, die Wörter, egal welche Sprache, haben als Ganzes Anfang und Ende. Ein Buch beginnt mit dem ersten Wort darin und endet mit dem letzten. Also, meine Frage: Ist die ein Buch unendlich, ohne Anfang und Ende? Du weißt die Antwort auf diese Frage, wenn du kurz denkst. Denken, um etwas zu verstehen, ist keine Sünde! (Pssst, Das Buch ist mit Anfang und Ende.) Es muss also etwas anderes mit der Aussage "ohne Anfang und Ende" gemeint sein, das viel mehr, viel größer, viel wichtiger ist, als alle Worte. Alle! Vielleicht soll der Satz deiner Frage genau das bedeuten. Du darfst natürlich an die Bibel glauben. Das ist ein Buch.

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Klasse Antwort. Sehr philosophisch. Solche Betrachtungen sind mir auch eigen. Aber es gibt eben auch Gläubige, für die solche Überlegungen sehr verstörend sind. Besonders, wenn sie ihren Glauben noch nicht erlebt/gelebt haben. Jesus selber hat die Menschen dazu aufgefordert, zu hinterfragen und den eigenen Verstand zu benutzen...

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@19Micha65

Ja. Sie wollen ja ihren eigen Glauben bestätigt haben; und nicht nach der Wahrheit fahnden, die auch mit der Frage nach dem, was sie nicht ist, beginnen kann. ;-)

Ich finde aber meine Antwort jetzt nicht so sehr philosophisch, eher logisch und im Grunde leicht zu verstehen, da muss man nichts interpretieren. ;-)

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