Bibel und Evolution, passt das zusammen?

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20 Antworten

Hallo StefannnSt,

schau mal bitte hier in eine etwas ältere Antwort von mir. Da habe ich einmal ausführlich erklärt, warum der Widerspruch zwischen Religion und naturwissenschaftlicher Erkenntnis ein sehr problematischer Ansatz ist, der von einer falschen Bedeutung der Schöpfungsgeschichten für den Glauben ausgeht:

https://www.gutefrage.net/frage/wie-ist-die-evolution-mit-der-lehre-der-grossen-abrahamitschen-religionen-christentum-und-islam-vereinbar?foundIn=unknown_listing

Dort habe ich auch zwei gute Links angehängt, die das Thema vertiefen.

Religion deutet das Dasein aus dem Blickwinkel der eigenen Glaubensüberzeugung heraus. Genau dasselbe haben auch die Schreiber der Bibel getan. Die Bibel ist deshalb ein Glaubenszeugnis - das man nur unter Berücksichtigung der sozialen und kulturellen Umstände deuten sollte.

Naturwissenschaften behandeln dagegen in der Natur ablaufende gesetzmäßige Prozesse. Ziel der Naturwissenschaft ist es, diese Prozesse zu erkennen, zu verstehen und daraus prognostisch zuverlässige Aussagen über die Natur zu machen. Damit fällt ganz offensichtlich "Gott" oder existenzialistische "Sinnfragen" nicht in den Gegenstandsbereich der Naturwissenschaften. In der Naturwissenschaft gibt es kein "gut" oder "böse", sie beschreibt lediglich möglichst genau, was für Prozesse in der Natur ablaufen.

Die Bibel ist nicht der Tatsachenbericht zu dem sie der Kreationismus (aus Gründen der Autorität) machen will. Als Tatsachenbericht ist sie mit dem naturwissenschaftlichen Wissen heute nicht mehr vereinbar. Als Glaubenszeugnis aber stellen die Gleichnisse Orientierungswissen dar, das mit dem Informationswissen der Naturwissenschaften nicht kollidiert, weil es sich auf verschiedenen Ebenen abspielt.

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Zum Theoriebegriff: Vorsicht! Eine bestens bestätigte "Theorie" ist das beste, was eine naturwissenschaftliche Aussage werden kann. Der naturwissenschaftliche Theoriebegriff darf nicht mit der umgangssprachlichen des Wortes "Theorie" als "Vermutung" oder "Idee" gleichgesetzt werden.

Eine naturwissenschaftliche Theorie ist ein in sich geschlossenes Erklärungsmodell, das frei ist von inneren und äußeren Widersprüchen und das so exakte Aussagen über die Natur macht, dass es an der Beobachtung scheitern kann. Eine bestätigte oder bewährte Theorie hat eine Vielzahl dieser experimentellen Tests an der Natur bestens bestanden. Wir wissen also durch Beobachtungsdaten, dass die Theorie (das Modell) die Natur im Rahmen der Messgenauigkeit genau beschreibt.

Beobachtungsdaten schaffen dabei durchaus Faktizität - im Rahmen dieser Genauigkeit und in den bewährten Situationen wird das Modell IMMER anwendbar bleiben, selbst wenn zukünftige Beobachtungen in anderen Situationen oder mit höherer Genauigkeit das Modell und seine Allgemeingültigkeit widerlegen. Die bewährten Modelle bleiben also trotz Widerlegung in den bewährten Situationen anwendbar. Spätere Theorien werden für diese Beobachtungssituationen im Rahmen der bestätigten Messgenauigkeiten dieselben Vorhersagen über die Natur treffen müssen wie die dann widerlegten Modelle. Heutige bewährte Theorien sind also Randbedingungen für die Theorien, die sie vielleicht einmal ersetzen werden. Naturwissenschaftliches Wissen vertieft sich mit jeder Theoriengeneration, baut aber aufeinander auf. Wirklich "loswerden" wird man ein bestens bestätigtes Modell also nicht mehr.

Damit unterscheidet sich das Widerlegen bewährter Modelle in der Naturwissenschaft vom einfachen Widerlegen einer Aussage im Alltag, die komplett unbrauchbar wird, wenn sie widerlegt wurde.

Grüße


Hallo!

Etwas weiter unten findet sich der Satz:

...Solange also niemand die Existenz Gottes zweifelsfrei widerlegen kann...

Das ist nicht nur wissenschaftlich, sondern auch theologisch unsinnig! Die Existenz Gottes, jedenfalls eines allmächtigen Gottes, kann grundsätzlich weder bewiesen noch widerlegt werden!

Das ist eine Frage des Glaubens, die jeder für sich beantworten mag!

Was nun die Schöpfungsgeschichte betrifft und mal angenommen Gott hätte selbige einem Schreiber diktiert, dann hätte er sich trotzdem am Wissen jener Zeit orientiert! Ein nomadisierender Stamm von Hirten hätte sicher ganz schön doof aus der Wäsche geguckt, wenn Gott etwas von Relativität, Quanten, Urknall und Evolution erzählt hätte!?

Für jene Hirten waren Sätze wie "...schuf Himmel und Erde..." aber einleuchtend und interessanterweise liegt darin nichtmal ein Widerspruch zur heutigen Wissenschaft - Zeit ist schließlich relativ, nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für Philosophen!

Wenn man die Bibel wörtlich nimmt, dann sind Frauen ja praktisch eine überflüssige Rippe der Männer, aber an anderer Stelle steht, daß Gott "Mann und Frau" erschuf - ein Widerspruch, der, wenn man an göttliche Eingebung glaubt, wohl eher durch einen späteren Schreiber aufgetreten ist! Z.B. ist die Bibel keineswegs eine echte Quelle, sondern eine Übersetzung älterer hebräischer Texte, die wiederum auf mündlicher Überlieferung beruhen und das Neue Testament wurde nicht von Jesus Jüngern, sondern erst ab etwa dem Jahr 100 niedergeschrieben, beruht also auch auf Hörensagen! 

Das eigentliche Problem mit manchen Religionen ist keineswegs deren Überlieferung, sondern daß die Gläubigen nicht sehen, daß jene Bücher zu einer bestimmten Zeit geschrieben wurden! Man kann Tora, Bibel und Koran ja belassen wie sie sind, aber man sollte zeitgemäße Interpretationen erarbeiten und diese möglichst in einem Anhang hinzufügen! Dann würden die Menschen die Bibel sicher besser verstehen und nicht ernsthaft darüber rumgrübeln, ob die Welt vielleicht doch erst vor 6000 Jahren entstanden sei!?

Gruß

Nein, es passt nicht zusammen. Man muss schon sehr viel umdeuten und interpretieren, dass es halbwegs zusammen kommt. Selbst dann stimmt die Reihenfolge nicht.
Der biblische Schöpfungsmythos unterscheidet sich nicht großartig von anderen Schöpfungsmythen. Wenn man nur lange genug daran rum deutet und uminterpretiert, dann passt es immer halbwegs. Nur hat das Ergebnis dann (wie auch in deinem Fall) nicht mehr viel mit dem Ursprungstext gemeinsam und ist immer noch fehlerhaft.

"Ach kurz noch weil das Wort Theorie in der Frage steckt. Das heißt somit nicht, dass es richtig sein muss, aber auch nicht, dass es falsch ist. "

Eine wissenschaftliche Theorie kommt immer mit einer logischen Herleitung und Belegen daher. Eine unbelegte Annahme, die richtig und genau so gut falsch sein kann, nennt man These oder Hypothese.
Das Wort Theorie bedeutet also, dass es nach allem was man weiß richtig ist. Zudem sind wissenschaftliche Theorien immer falsifizierbar.

 Natürlich passen antike Märchengeschichten und die Realität nur sehr bedingt zusammen. Die Autoren der Texte aus denen später die Bibel zusammengeschustert wurde hatten keine Ahnung wie das Universum, dieser Planet oder das Leben darauf entstanden ist. Sie dachten sich, wie andere Kulturen auch, Geschichten ihrer Götter aus um dies zu erklären. Ob es nun das Chaos ist, die Regenbogenschlange oder "es werde Licht": All dies ist gleich falsch.

Evolution ist Fakt. Es ist eine wissenschaftliche Theorie(!) ein Terminus der wenig mit dem allgemeingebräuchlichen Ausdruck zu tun hat. Es ist ein belegbares und belegtes(!) Modell zur Erklärung eines natürlichen Phänomens...und bei der ungeheuren Menge an Belegen welche die Evolutionstheorie gesammelt hat, ist Zweifel an ihren Grundprinzipien heute nicht mehr rational begründbar. 

kindgottes92 22.01.2017, 14:17

Es sprechen alle Indizien für die Evolution, da hast du recht. Bewiesen ist sie trotzdem nicht. Nichts ist in der Naturwissenschaft bewiesen, man kann nur wiederlegen, nicht beweisen.

Das ist ein Grundprinzip der Naturwissenschaft. In der Mathematik gibt es Beweise, in der Natur nicht.

Das man deswegen trotzdem von der Richtigkeit von Theorien ausgehen kann, für die alles spricht, das stimmt, beweist sie aber noch lange nicht.

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dadita 22.01.2017, 17:48
@kindgottes92

Natürlich kann man Theorien belegen(!), genau genommen ist dies der einzige Weg wie aus einer Hypothese eine Theorie wird. Die Evolution ist über jeden begründbaren Zweifel hinaus belegz, vergleichbar mit der Keimtheorie der Krankheit. Der einzige "Grund" dies zu bestreiten ist religiöser Fanatismus. Diese Theorien sind Fakten. 

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matmatmat 23.01.2017, 08:18
@kindgottes92

Die Evolution ist ein Faktum, das wir beobachten. Die Evolutionstheorie ist die am besten belegte wissenschaftliche Theorie die wir haben. Nicht mathematisch bewiesen, nein, aber es läßt sich fast nichts in der Natur mathematisch beweisen.

Deswegen sollte man jedoch nicht annehmen, irgend ein Schöpfungsbericht primitiver Völker (egal jetzt welche) aus grauer Vorzeit hätte genauso hohen Wahrheitsgehalt, würde die Realität genauso gut beschreiben und die Chance wäre 50:50 das der eine oder der andere richtig liegt... das ist ja das Mißverständnis, um das es hier geht?

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Hör auf, das Märchenbuch so zu analysieren. Es ist voll von Logikfehlern und Falschinformationen z.B. erscheinen der Vögel vor dem entstehen der Landlebewesen... Mit dem Koran (Süß und Salzwasser mischen sich nicht, wtf?) und anderen dieser Bücher verhält es sich ganz genauso. Auch in der Edda steht bizarres zeug drin.

Es handelt sich nur um einen von vielen Schöpfungsmythen primitiver Völker aus unserer Vorzeit die sich damals die größte Mühe gaben was sie um sich herum sahen mit der Idee das es einen Gott geben muß unter einen Hut zu bringen und aufzuschreiben.

Entweder Du glaubst das (und glauben bedeutet: Dinge gegen bestehende Fakten weiter anzunehmen) und biegst Dir die Passagen zurecht, daß es paßt, behauptest, das es nur bildlich zu verstehen ist oder ignorierst die Fakten...

... oder Du glaubst das eben nicht und dann ist es vollkommene Zeitverschwendung sich damit zu beschäftigen, es sei denn Du möchtest begreifen, was in den Köpfen der Leute vorgeht, die es glauben.

Theorie in Evolutionstheorie und Theorie der Schwerkraft... bedeutet nicht, daß irgend wie in Frage steht, ob Evolution oder Schwerkraft stattfinden. Es bezeichnet lediglich, daß es sich um unser wissenschaftliches Erklärungsmodell (= Theorie) zu diesen realen Fakten handelt.

juste55 23.01.2017, 07:38

hi,

matmatmat,

der Schöpfungsbericht widerspricht nicht den wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Im Schöpfungsbericht tauchen vor den eigentlichen Schöpfungen an den Schöpfungstagen nämlich noch andere Tiere auf, u.a. "Seeungetüme". (1.Mose 1:20,21)

Daher kann man durchaus davon ausgehen, daß er die großen Tiere, wie auch Dinosaurier, vorher erschaffen hat.

Dieser Artikel zeigt den Zusammenhang, daß nämlich die "eigentlichen" Vögel aus diesen älteren Vorfahren entstanden sind:

http://www.spektrum.de/magazin/der-ursprung-der-voegel-und-ihres-fluges/824463

Erst danach ging Gott an die Schöpfung, die uns bekannt ist und zwar in 1.Mose 24-31.

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matmatmat 23.01.2017, 08:16
@juste55

Vielen Dank für den lesenswerten Artikel zum Vogelflug, auch wenn er fast 20 Jahre alt ist. Ich als jemand "vom Fach" kannte schon mehr Details und das Wissen aus dem Artikel ist mittlerweile in Schulbüchern angekommen.

Die Evolution und der Schöpfungsbericht - verstanden als Tatsachenbericht - widersprechen sich schon durch den zeitlichen Ablauf. Knapp 4 Milliarden Jahre und 6-7 Tage.

Die getrennten Erschaffungs-erzählungen habe ich als unabhängige Berichte gesehen, nicht als Zeitlich aufeinander folgend? Wenn sie das sind, wurden die Seeungetüme erschaffen bevor es Licht und Nacht und Tag gab?!

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Nein, Bibel und Evolution lassen sich nicht miteinander vereinbaren. Vor allem weil die Aussagen des biblischen Schöpfungsmythos tatsächlich wörtlich zu nehmen sind.

Zum Thema "Theorie": Du erliegst da einem weit verbreiteten Irrtum. Der Volksmund verwendet das Wort "Theorie" falsch, nämlich im Sinne einer unbewiesenen Vermutung.

Dies jedoch ist in der Wissenschaft eine "These". Werden für die These aussagekräftige Beweise gefunden, wird sie in den Status einer Theorie erhoben und gilt als wahr bis sie eindeutig widerlegt wird.

Das Bedeutet die Evolutionstheorie ist, bis das Gegenteil bewiesen werden kann, Fakt. Es ist eine der, wenn nicht sogar die am besten durch Beweise gestützte Theorie der Welt. Selbst ihre energischsten Kritiker und Gegner konnten sie durch ihre Forschungen nur bestätigen.

Religionen erfinden Antworten wo die Wissenschaft die Antworten zu finden versucht. Wenn etwas unbekannt ist, erfinden Religionen Gott und seine Einflüsse und halten das Thema damit für abgeschlossen, die Wissenschaft forscht und Experimentiert und findet so die Wahrheit heraus.

Somit liefern Religionen nichts als Ausreden und Fiktion die sie als Wahrheit verkaufen wollen. Zusätzlich behindern Religionen seit ihrem Bestehen den wissenschaftlichen Fortschritt, denn dieser würde die Ausreden als Lügen entlarven (was schon oft passiert ist).

Desweiteren arbeitet die Wissenschaft stets vorwärts, während die Religionen rückwärts arbeiten.

Aus diesen Gründen sind Religion und Wissenschaft absolut unvereinbar.

Franz1957 21.01.2017, 19:17

Nein, der Volksmund verwendet das Wort "Theorie" überhaupt nicht falsch, sondern ziemlich genau in dem elementaren Sinn, den das Wort im Griechischen hat: Eine Theorie ist eine Ansicht. Wissenschaftler haben keine Definitionshoheit für Wörter. Sie haben schlicht wie jedermann die Freiheit, Begriffe für ihre eigenen Zwecke so zu definieren, wie sie wollen. So auch den Theoriebegriff, den verstehen sie strenger, wenn auch keineswegs einheitlich und nicht unbedingt so rigide, wie Du es hier tust.

Das Wort "Beweis" ist übrigens, wie ich meine, keine brauchbare Übersetzung des englischen Wortes "evidence", weil es alltagssprachlich, juristisch und mathematisch bereits Bedeutungen hat, die zum Falschverstehen Deiner Aussagen geradezu einladen. Ich würde stattdessen "Indizien" oder "Belege" sagen.

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Andrastor 21.01.2017, 19:20
@Franz1957

Natürlich verwendet der Volksmund das Wort falsch, vor allem wenn der Volksmund-Begriff mit dem wissenschaftlichen Begriff gleichgesetzt wird.

Was du meinst, ist völlig egal, deine Meinung tut nichts zur Sache.

Versuch das nächste mal vielleicht weniger zu reden und dafür mehr zu sagen.

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Franz1957 21.01.2017, 22:28
@Andrastor

Ja, es ist falsch, den populären Theoriebegriff mit dem wissenschaftlichen Begriff gleichzusetzen, und es ist richtig, das gegebenenfalls klarzustellen. Den populären Theoriebegriff aber schlechthin für falsch zu erklären ist mehr als nur falsch: Es ist, wenn es im Namen der Wissenschaft gesprochen wird, eine Kompetenzüberschreitung, und es ist als Aufklärung verkleidete Anti-Aufklärung. Genug gesagt?

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Die beiden Schöpfungsgeschichten der Bibel sind nur Schöpfungsmythen. Selbst die katholische Kirche nimmt sie nicht wörtlich. Einer der Texte wurde wahrscheinlich während des babylonischen Exils geschrieben und der andere von einem unbekannten Autor, der sich an die anderen älteren Schöpfungsmythen orientiert hat. Insgesamt kann man sagen ,  das beide Texte von Menschen geschrieben wurden, die versuchten die Entstehung der Welt zu erklären. Natürlich war niemand bei der Schöpfung dabei und Niemand hat ihnen diese Texte offenbart.  Es sind einfach nur Erklärungsversuche. Die Schöpfungsmythen handeln nicht nur von der Entstehung der Erde. Die Kirche legt bei den beiden Texten heutzutage mehr den Blick auf die Bedeutung des Menschen und dessen Aufgabe als "Wächter " oder als "Gärtner "  die Schöpfung zu behüten.

Chris144108 21.01.2017, 13:22
@KaeteK

Natürlich ist die katholische Kirche nicht maßgebend für die Beantwortung aller theologischer Fragen. Jedoch kann kein Mensch  behaupten, dass er die absolute Wahrheit kennt.

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matmatmat 22.01.2017, 09:35
@KaeteK

Werner Gitt? Ein Ingenieur mit Hirnschaden der die Biologie und Medizin nicht verstanden hat und deswegen versucht mit alten Märchentexten die er - ohne jeglichen Beweis vorzulegen - für wahr hält sie selbst zusammen zu spinnen wie die Welt funktioniert? LOL.

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Natürlich lässt sich Religion und Wissenschaft vereinbaren. Die Erzählung der Schöpfung ist ein großartiger Mythos, ein Gleichnis, ein Bild dessen, was man Schöpfung nennt.
Wörtlich kann man die Geschichte in der Bibel aber nicht nehmen, das tut auch kein gebildeter Theologe, auch nicht der Papst. Die Geschichte der Schöpfung ist vor ein paar 1000 Jahren mit dem Wissen jener Zeit aufgeschrieben worden.

Und da der Beduine, der das damals in der Wüste aufgeschrieben hat, Einstein noch nicht kannte, nichts um Raum und Zeit, Energie und Materie wusste, hat er ein grandioses Bild dafür genommen: "es werde Licht." 

Wenn man die Bibel liest wie ein Sachbuch, insbesondere die Genesis, also die Texte als chronologische Auflistung ansieht, dann braucht man noch nicht mal eine Evolutionstheorie, damit es komisch wird.

Beispiel: Adam und Eva waren die ersten Menschen. Kurz darauf steht, dass ihre Kinder heirateten und zwar nicht sich gegenseitig.

Kain hatte Angst davor in die Fremde zu gehen, weil ihn dann andere menschen erschlagen könnten. Welche anderen Menschen denn?

Hier siehst du das Problem: Die Bibel ist kein Sachbuch, auch ohne Zweifel von außen kann sie das nicht sein. Diesen Anspruch hatte sie aber auch nie. Die Bibel ist ein Buch, dass uns über die Geschichte Gottes mit uns Menschen erzählt. 

Zwischen Glaube und Wissenschaft besteht immer eine Spannung. In der Wissenschaft hat der Glaube keinen Platz und der Glaube erklärt keine wissenschaftlichen Zusammenhänge. Das heißt aber nicht, dass die beiden nebeneinander nicht existieren und sich ergänzen können. 

Ob man diese Spannung aushält oder ein Konflikt daraus wird, das muss jeder selbst für sich entscheiden. Das hängt auch damit zusammen, was man unter 'glauben' versteht. Glaue ist kein Wissen, dass sich von außen beweisen lässt, sondern eine innere Gewissheit, die Gott einem schenkt.

Ich kenne unterschiedliche Wege, die Spannung in Bezug auf die Schöpfung auszuhalten. Alle finde ich bei Christen in meinem Umfeld und ich kann niemandem vorschreiben, wie er oder sie diesen Konflikt löst. 

Mein persönlicher Weg:

Wenn der biblische Text keine wissenschaftliche Abhandlung ist und auch nicht als solche gedacht ist, was ist er dann? Er ist, wie die ganze Bibel, eine Aussage über das Wesen Gottes und seine Sicht auf uns Menschen. Seine Liebeserklärung an uns sozusagen. 

Die Bibel ist Gottes Wort, aber trotzdem von Menschen aufgeschrieben und sollte auch immer schon von diesen verstanden werden. Die Schöpfungsgeschichte wurde wahrscheinlich in der Babylonischen Gefangenschaft geschrieben. Sie war revolutionär. 'Gott schuf Himmel und Erde' ist ein klares Glaubensbekenntnis in einer Gesellschaft in der das Credo galt 'Himmel und Erde (und Natur etc) sind Götter'.

Ebenso ist es ein klares Bekenntnis heute: Nicht 'Alles ist durch Zufall entstanden, es gibt nichts unerklärliches', sondern 'Alles kommt von Gott her' und ist im Ursprung also 'sehr gut', wie es die Bibel mehrfach betont.

Das Wie ist für mich zweitrangig. Warum? Es ändert für mich nichts am gegenwärtigen Zustand und an der Aussage des Textes.

Die biblische Schöpfungsgeschichte geht auch von einer flachen Erde mit Himmelsgewölbe darüber aus. Dass das nicht stimmt ist heute praktisch jedem klar. Es entspricht eben dem damaligen Kenntnisstand. Aussagen über Gott werden im Kontext des damaligen Wissens dargestellt.

Daher ist für mich folgendes an den Texten entscheidend: Gott hat die Welt geschaffen, wie weiß ich nicht, aber es war sehr gut. Er könnte es in sechs Tagen und ich bin mir sicher, dass er auch in sechs Tagen einen Zustand erzeugen kann, der danach aussieht als wäre alels schon viel älter, also dass er Dinosaurierskelette mit in die Schöpfung einbaut etc. Er könnte genausogut die Naturgesetze erschaffen und mit ihrer Hilfe genau das in Gang setzen, was die Wissenschaft heute nach und nach entdeckt.

Was von beidem gibt Gott mehr die Ehre? Ich selbst finde, dass es keinesfalls Gotteslästerung sein kann, wenn man die hochkomplexen Zusammenhänge, die wir nach und nach entdecken ihm zuschreiben. 

Eine Natur, ja ein Universum, das so perfekt aufeinander abgestimmt ist, kann man entweder leugnen, oder Gott die Ehre dafür geben. Ich entscheide mich für letzteres und bin mit jedem bisschen Wissen, das ich mir aneignen darf mehr erstaunt und fasziniert vonn Gott.

Ich habe auf die Grenzen der Bibel hingewiesen, auch die Wissenschaft hat ihre Grenzen. Wenn es nicht um das Wie geht, sondern um das Warum. Woher kommt alles im Ursprung, woher kam denn z.B. ein Urknall? Wie kann es sein, dass etwas mit so extrem niedriger Wahrscheinlichkeit, nämlich unsere Existenz, dennoch eingetreten ist? Zufall? Gott? Hier kommt der Glaube ins Spiel und zwar bei allen, die sich diese Frage stellen. Zu sagen, es ist alles Zufall, ist auch eine Glaubensaussage.

Das ist bei weitem noch nicht alles, was ich aus der Schöpfungsgeschichte herauslesen kann. Der Wert und die Bestimmung des Menschen, die Verantwortung gegenüber der Schöpfung, der Idealzustand, nämlich perfekte Gemeinschaft zwischen Gott und uns und das was diese Gemeinschaft zerstört und uns von ihm abhält, nämlich unsere Selbstsucht und alels was daraus resultiert.

So, genug geschrieben, ich hoffe das liest auch jemand ;) 

Ich schätze dass zum Beispiel in der Schöpfungsgeschichte man nicht gleich davon ausgehen kann dass es so passiert ist.Ich meine damit in Genau dieser Reihenfolge.Die Bibel wurde ja auch nur von Menschen geschrieben,die Gott erlebt haben.Ich glaube nicht dass Gott ihnen jedes einzelne Wort genauestens vorgegeben hatte.Jeder Mensch macht Fehler,da ist es auch nicht sonderlich merkwürdig wenn etwas in Falscher Reihenfolge aufgeschrieben wird.Bei Adam und Eva ist es noch so ne Sache.Es wird zwar gesagt dass sie die ersten Menschen sind,allerdings muss dass ja nicht bedeuten dass Gott,Nach dem sie aus dem Paradies gehen mussten nicht noch mehr erschuf.Es gibt überall Ungereimtheiten,auch in der Wissenschaft.Man kann nicht Tausendpozentig sagen ob die Erde von Gott erschaffen wurde(was ich glaube) oder ob sie durch den Urknalls entstanden ist.

Hallo Stefan,

"Soll das nicht heißen: „Im Anfang schuf GottRaum, Zeit und Materie.“?"

Ja, genau das soll es heißen.

https://www.gutefrage.net/frage/wie-kann-man-den-ersten-satz-der-bibel-verstehen?foundIn=list-answers-by-user#answer227680736

Zum "Licht" in Gen. 1.3: Schon ab Gen. 1.2 beschränkt sich das Geschehen nur noch auf die Erde. Das schließt aus, dass sich Gen. 1.3 irgendwo im Weltraum abspielt. Es kommt auch kein Wort vor, das auf die primäre Entstehung von Licht bzw. einer oder mehrerer Lichtquellen schließen lassen würde. Und 'or ist hundsgewöhnliches, diffuses Tageslicht. Ergo besagt Gen. 1.3 lediglich, dass Letzteres auf die Erde gelang.

Diese Vorgänge haben noch nichts mit Evolution im biologischen Sinne zu tun. Trotzdem lässt der Autor es sich nicht nehmen, auch sie in die zusammenfassende Abstammungsformel (Gen. 2.4) einzuschließen, die somit nicht etwa lautet: "Dies ist der Stammbaum des Lebens..." sondern "Dies ist der Stammbaum von Himmel und Erde..." (s. o.). Denn auch alle nichtbiologischen Vorgänge bauen aufeinander auf und sind miteinander verwoben. Wir nennen das heute kosmische Evolution.

www.aneste.ch 

Wer weiß, welche Theorien zusätzlich oder statt der Evolutionstherorie in Zukunft noch dazu kommen?Gibt es nicht auch eine Evolution in der Deutung,  Wertung und Auswertung der Bibel, der Grundlage des christlichen Glaubens?Ich meine ja.Von daher passen Glaube, Bibel und Evolution zusammen.

Die Aussagen der Bibel und die Evolutionstheorie (im Sinne von Entwicklung des Lebens (Mutation) aus niederen Lebewesen, beginnend mit einem Urknall, also nicht im Sinne von Veränderung bestehenden Lebens) schließen sich gegenseitig vollständig aus.

Die Bibel ist ein axiomisches System. Gott hat sich als Schöpfer und Erhalter alles Seins den Menschen offenbart. Glaub es oder lass es.

Die Evolutionstheorie ist ein Stoppelfeld menschlicher Logien und somit ein Eingeständnis von Beschränktheit.

Traurig ist, dass z.B. im staatlichen Regelschulsystem und in den gesellschaflich relevanten Medien die E-Theorie als 100% schlüssige "Wissenschaft" hingestellt wird und so ganze Generationen mit dieser gottfeindlichen Theorie verseucht werden.

nax11 22.01.2017, 17:29

Die Aussagen der Bibel und die Evolutionstheorie ... beginnend mit einem Urknall ... schließen sich gegenseitig vollständig aus.

Nein, sie decken sich sogar!

Wie stellst du dir denn vor, daß Gott einem Hirten den Urknall und die Evolution erklärt hätte?

Gott hat sich als Schöpfer und Erhalter alles Seins den Menschen offenbart.

Gott hat (laut Bibel) aber nicht gesagt, daß er die Evolution NICHT auf niedrigerer Stufe initiiert hat! So es einen allmächtigen Gott gibt könnte er den Urknall erzeugt haben, mit dem Plan, daß knapp 14 Mrd. Jahre später Menschen entstehen!

Erklär doch mal einem Hirten die Zahl 14 Mrd.! Wenn die Bibel daraus 7 Tage macht, dann ist das kein Widerspruch, oder glaubst du zu wissen was für Gott 7 Tage sind?

...mit dieser gottfeindlichen Theorie verseucht...

Das interessante an physikalischen Theorien (und der Evolutionstheorie) ist, daß sie sowohl für Atheisten glaubhaft, als auch für Theologen widerspruchsfrei zur Bibel sind!

Nun ja, für Dogmatiker leider nicht! Solche Typen haben aber auch vor zirka 500 Jahren einen Astronomen auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil er so irrsinnige Ideen hatte, wie daß die Welt rund sei und auch nicht der Mittelpunkt des Universums! Giordano Bruno dürfte im Nachhinein nicht dadurch getröstet sein, daß vor einigen Jahren ein Pabst sich offiziell für dieses Urteil entschuldigt hat!

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Hooks 23.01.2017, 17:09
@nax11

@ nax11

Hirte? Mose war gelehrt in aller Weisheit der Ägypter! Guck Dir mal an, was die z.B. in Mathematik, Geometrie, Astronomie... gewußt haben.

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Bibel und Evolution, passt das zusammen?

Nein das passt nicht zusammen. Die Evolution widerlegt deutlich die Schöpfungsmärchen der Bibel!

„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“

Unwahre Behauptung, welche wissenschaftlich längst widerlegt wurde!

Soll das nicht heißen: „Im Anfang schuf Gott Raum, Zeit und Materie.“?

Selbst das triff nicht zu.

„Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht.“

Sichtbares Licht kam erst viel später. Der Urknall war für das Auge komplett dunkel.

Aber gab es das Licht nicht schon vor der Entstehung unseres Sonnensystems, gar unserer Milchstraße?

Klar und das an jedem Stern. Da unser Sonnensytem nachweislich die Überreste einer Super Nova sind, ist das sogar eine logische Folgerung!

Wenn man das 1. Buch Moses liest, dann soll man natürlich im diesen Buch nicht alles stur 1:1 so verstehen, wie es geschrieben ist. 

Warum nicht? Damit Theisten sich das zurechtbiegen können wie sie gerade wollen? Nur damit man von der fixen Idee nicht abrücken zu braucht, dass es so eine göttliche Märchenfigur schlicht nicht gibt?

Es ist eher der Sinn dies Buches zu verstehen, ja, man kann sogar sagen die Moral hinter der Geschichte.

?????

Also wenn ich in der Bibel lese, was die für Moralvorstellungen hat, dann wird mir als Mensch schlecht!

Lässt sich dennoch Religion und die Evolutionstheorie(oder gar Wissenschaft im Ganzen gesehen) vereinen bzw. harmonieren?

Religion und Wissenschaft ist ein Widerspruch. Die Thesen der Bibel sind widerlegt. Trotzdem stur dran weiter zu glauben ist völlig widersinnig.

Ach kurz noch weil das Wort Theorie in der Frage steckt. Das heißt somit nicht, dass es richtig sein muss, aber auch nicht, dass es falsch ist. 

Eine Theorie ist immer richtig! Das was du meinst ist eine These!

BSP: meine These "Es gibt unendlich viele Primzahlzwillinge"

Ich setze eine vollständige Induktion an und versuche die These zu verifizieren. Die These kann auch verifiziert werden.

Damit ist die These bestätigt. Es ist die unendliche-Primzahlzwillinge-Theorie.

Genauso ist es mit der Evolutionsbiologie. Die ist FAKT und keine Glaubensfrage mehr. Wer die Evolutionsbiologie leugnet, der leugnet Fakten!

Du gestehst also einer puren Theorie eher zu, daß sie wahr ist, als dem Wort Gottes, das von sich behauptet, die Wahrheit zu sein? Nur weil Du diese Theorie höher bewertest?

Gott hat "einfach bloß" geschaffen. Auf sein Wort stand es da. Und jetzt geh mal hin und schau Dir das in Ruhe an, jedes kleine Blatt oder Käferchen, das Du findest, und lerne erst einmal zu staunen.

Jedes neugeborene Kind ist Anlaß zum Staunen, alles Funktionieren unseres Körpers...

Die Evolutionstheorie als solche läßt sich überhaupt nicht mit Gott vereinbaren, weil hier das Recht des Stärkeren gilt - und das ist absolut gegen Gottes Prinzip.

Hooks 21.01.2017, 18:26

Übrigens:

Zum Schaffen brauchte es nur ein Wort Gottes.

Zum Vergeben unserer Sünden reichte das nicht, dazu brauchte es den Tod seines Sohnes.

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nax11 22.01.2017, 17:50
@Hooks

Zum Vergeben unserer Sünden reichte das nicht, dazu brauchte es den Tod seines Sohnes.

Den Widerspruch erkennst du offenbar nicht?

GOTT ist ALLMÄCHTIG, sagt doch alles aus!

Wenn Gott irgendetwas will, dann hat er die Macht genau das zu jeder beliebigen Zeit zu tun!

Ein paar Sünden - Kinderkram!

Daß Gott dafür einen Sohn auf die Welt gesetzt hat, ist keine Bedingung für irgendetwas, sondern es geschah ausschließlich, weil Gott das genau so wollte!

Das ist die dogmatische theologische Sichtweise!

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dadita 22.01.2017, 02:45

Das "Wort Gottes" ist nichts anderes als eine Ansammlung von Märchen und Sagen einiger Barbaren, welche nichts über den Kosmos wussten.

Damit ist es einer wissenschaftlichen Theorie, welche im Falle der Evolutionstheorie mit einem bestens belegten Fakt gleichgesetzt werden kann, in jeder, wirklich jeder Beziehung unterlegen. 

Jedes neugeborene Kind ist ein weiterer Beweis für die Evolution. Von der Entstehung der Kiemenbögen und Falten über die Schwimmhäute zwischen den Fingern eines Embryos bis zu der Schwanzanlage welche im Verlauf der Eneicklung zu unserem Steißbein wird. Die Evolution ist Fakt...und wenn dein Gott sich nicht mit Fakt nicht vereinbaren lässt solltest du der Realität ins Auge sehen: Er existiert nicht. 

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nax11 22.01.2017, 20:16
@dadita

Grundsätzlich liegst du richtig, aber damit überzeugst du die Nachkommen jener Barbaren nicht!

Okay, ob ich mit Sarkasmus mehr Erfolg habe... hoffen darf ich das.

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-glaube (bibel) kommt aus dem gefühl

-evolution kommt aus dem intellekt

Schon die Fragestellung ist unwissentschaftlich und strafbar.

Wieso soll die Bibel sich einer entgegenstehenden menschllichen Theorie beugen?

Hebräer 11,3 Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so dass das, was man sieht, nicht aus Erscheinendem geworden ist.

Die Antwort lautet also, dass wir nicht wissen können und müssen, wie alles entsanden ist, sondern glauben dürfen, dass Gott alles geschaffen hat.

So sicher wie jemand glaubt, dass 1+1=2 ist, (er glaubt es oder lässt es sein, dann muss er was anderes annehmen), sind die Aussagen der Bbel glaubwürdig und halten jeder sachlichen Wissenschaft stand. Die Aussagen der Bibel sind in sich schlüssig, Axiomen, genauso wie die Mathematik.

Die Evolutionstheorie hingegen ist in sich nicht schlüssig. Z.B. folgend hier einige Fragen: wie hat der Fuchs es geschafft aus der Wüste an den Nordpol zu kommen? Wie ist es ihm gelungen aus braunem Fell, ein Weißes zu machen? Wie konnte er aus langen spitzen Ohren kleine runde Ohren machen? Sind die Spitzen abgefroren? Oder hat er sich gedacht, pass dich besser an, und schon hat er sich gewandelt? Na ja, zugegeben,  mit unendlich langen Zeiträumen (kann das menschl. Hirn so wie so nicht realisieren) lässt sich dann alles irgendwie erklären. Dann kommt bei der "Entwicklungslinie" zum Menschen nicht nur der Affe, sondern auch das Eichhörnchen vor, wg. seiner Bevorratungsstrategie.

Ich jedenfalls glaube nicht nur an Gott, sondern Gott, d.h. seinem Wort.

dadita 22.01.2017, 02:41

Wow. Soviel schlichten Unsinn in ein Posting zu sammeln ist beinahe eine beeindruckende Leistung.

Die Bibel ist kein Axiom, kein Gesetz und in sich alles andere als schlüssig. Sie ist in keinster Weise wissenschaftlich gedeckt. Im Gegenteil, sie ist eine Sammlung von antiken Märchen und Sagen mit denen Barbaren ohne jedes Wissen über diesen Kosmos versuchten sich diesen zu erklären. Die Texte sind widersprüchlich und aus Sicht eines halbwegs gebildeten Menschen in der heutigen Zeit schlicht lächerlich, weswegen selbst die katholische Kirche sich nicht mehr sklavisch an die Worte dieses Märchenbuches hält und beginnt (langsam) die Realität anzuerkennen.  

Die Evolutionstheorie ist indes in sich schlüssig, kompatibel mit all unseren Erkenntnissen aus den Bereichen der Molekularbiologie, Genetik, Chemie, Physik, Astronomie, Plattentektonik uvm...sie ist schlicht ein Fakt den zu bestreiten nach heutigem Wissensstand lächerlich ist. 

Der Fuchs ist nicht nur in Wüstengebieten heimisch sondern hat sich, wie der Mensch auch, eine ganze Reihe von verschiedenen Habitaten zu eigen gemacht. Zufällige Mutationen schufen dabei verschiedene Fellfarben, wobei ein weißes Fell eine der einfachsten Mutationen ist, eine schlichte Unterdrückung der Melaninproduktion ist ausreichend. In bewaldeten Regionen sterben diese Mutanten aus, in der Arktis ist das weiße Fell ein Selektionsvorteil welches sich durchsetzen konnte. Dieses Prinzip gilt auch für jedes andere Körpermerkmal jeder Spezies, wie z.B. Ohren. 

In der Tat, in unserer Abstammungsgeschichte kommen kleine Nager vor, auch wenn diese die gemeinsamen Vorfahren aller Säugetiere waren, nicht nur die unsere Spezies. 

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nax11 22.01.2017, 17:44

Die Antwort lautet also, dass wir nicht wissen können und müssen, wie alles entsanden ist, sondern glauben dürfen, dass Gott alles geschaffen hat.

Mit dieser deiner Aussage habe ich kein Problem, aber dann lebe doch bitte auch danach!

Wenn wir nämlich nicht wissen müssen wie die Natur beschaffen ist, dann können wir z.B. auch keine Autos bauen, keine Züge, Flugzeuge, Computer, etc., also warum benutzt du solches Teufelswerk?

Sei doch so konsequent und verzichte darauf - bestimmt gibt es in Australien noch einige Flecken Land, auf dem du dir ein bronze-zeitliches "Paradies" schaffen kannst!

Offenbar willst du auf Technologie aber ganz und garnicht verzichten? Ich habe den Verdacht, daß du Gott vorschreiben möchtest was er zu tun und zu lassen hat?

Einem allmächtigen Gott etwas vorschreiben zu wollen ist zwar ein Widerspruch in sich, aber dein Mut verdient Respekt!

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Nein, das passt nicht zusammen. Nicht mal beim besten Willen und viel Fantasie. Die Evolutionstheorie ist nicht perfekt aber längst nicht ein so verlogenes Märchenbuch wie die Bibel.

kindgottes92 21.01.2017, 12:54

Erstaunlich ist dann aber, dass so viele Wissenschaftler Christen sind und so viele Christen kein Problem damit haben, dass es beides gibt.

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matmatmat 22.01.2017, 09:39
@kindgottes92

Die wenigen Biowissenschaftler die offen Christen sind (unter 10%) halten aus ihrer Forschung die Religion raus. Denn sie wissen, daß es nicht zusammen paßt. Die arbeiten unvoreingenommen an den Fakten und dann gehen sie Sonntag in die Kirche und glauben. Aber wer beides zusammen tut, betreibt keine Wissenschaft. Schon wegen der unbewiesenen Grundannahme es gäbe einen Gott...

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kindgottes92 22.01.2017, 14:08
@matmatmat

In den Naturwissenschaften gibt es (im Gegensatz zB zur Mathematik) keine Beweise. Man kann Theorien nur falsifizieren, nicht verifizieren. 

Solange also niemand die Existenz Gottes zweifelsfrei widerlegen kann, ist es nicht unwissenschaftlich, an ihn zu glaube.

10% ist übrigens ein höherer Anteil, als im Rest der Bevölkerung. Ich rede hier von Christen, nicht von Kirchenmitgliedern. 

Zur Vereinbarkeit von beidem kannst du ja gerne meine Antwort hier lesen, das ganze nochmal zu schreiben ist mir zu blöd. 

Unvereinbar ist es nur dann, wenn man sein Denken zu sehr einschränkt und meint, Gott würde nur in eine einfach zu erklärende Natur passen und nicht in die hochkomplexe Realität. 

Das heißt natürlich nicht, dass der Glaube Einfluss auf die Forschungsergebnisse haben soll. Aber zu denken, die Forschungsergebnisse würden den Glauben beeinflussen ist genauso kurz gedacht. 

Beides gleichzeitig geht nicht, aber nicht weil es unvereinbar ist, sondern weil es unterschiedliche Bereiche sind. Religion ist keine Naturwissenschaft und umgekehrt. Genauso wenig, wie ich die Bibel als Formelsammlung hernehmen kann, kann die Wissenschaft den Glauben erklären, weder in die eine noch die andere Richtung. 

Gott hinter den wissenschaftlichen Zusammenhängen zu sehen ist kein Widerspruch. Nur weil du an den Zufall glaubst, was ich widerum für absurd halte.

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KaeteK 21.01.2017, 13:09

Da du dich so gut mit Gottes Wort auskennst. ..

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