Bibel über Moral

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10 Antworten

Epheser 4,26: "Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt."

"Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!" Matthäus 7,12a

"Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst." Philipper 2,3

"Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist´s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Römer 12,17.18.21

"So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Über dies alles aber [zieht] die Liebe [an], die das Band der Vollkommenheit ist." Kolosser 3,12-14

"Lernt Gutes tun, trachtet nach Recht, helft den Unterdrückten!" Jesaja 1,17a

"Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. " Jakobus 1,19+20

"Jesus Christus spricht: Selig sind, die Friedens stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen." Matthäus 5,9

"Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt." 1.Petrus 3,9

"Wenn möglich, soweit es in eurer Macht steht: Haltet Frieden mit allen Menschen!" Römer 12,18

Hiob: "Der Herr hat's gegeben der Herr hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt." Das Buch Hiob gehört zur Weisheitsliteratur der Bibel. Doch wer war dieser Mann, der weder Jude noch Israelit war und dennoch den monotheistischen Gott für sich annahm nachdem er eine Vision hatte?

Auch Hiob finden wir in einer solchen Situation. Zunächst sagt uns die Bibel, daß Hiob ein besonderer Mensch war. Er ragte aus der Masse der Menschen heraus. Gott selbst sagt über ihn: »Es ist seinesgleichen nicht auf Erden« (1,8). Hiob war nicht vollkommen, aber er war vollkommen auf Gott ausgerichtet. Er stand seiner Familie gut vor, seine Kinder hatten ein gutes Verhältnis untereinander, und er sorgte sich um den geistlichen Zustand seiner Familie und opferte für seine Kinder. Darüber hinaus war Hiob ein reicher Mann, von Gott mit vielen Gütern gesegnet.

Hiob war sicher zufrieden. Er lebte ein gutes Leben. Und dann, innerhalb eines Tages, änderte sich dieses gute Leben. Aus heiterem Himmel folgte eine Schreckensnachricht der anderen. »Hiobsbotschaften« nennen wir diese unerwarteten Katastrophenmeldungen bis heute. Hiob stand vor dem Scherbenhaufen seines Lebens. Wie unvorbereitet muß ihn das getroffen haben. Unverständlich und scheinbar völlig sinnlos hatte ihn das Leid überfallen. Er konnte keine Erklärung für seinen Zustand finden. Nicht einmal Strafe für Sünde konnte sein Leid sein, das hätte er ja noch einordnen können. Aber trotzden hielt er durch und stand zu seinem Gott.Er vielnich ab von seinem Glauben.

In der Bibel wird berichtet, das Gott und Satan sich über Hiob unterhilten.Das bedeutet, das es früher die Gängige Meinung war, Das es gut und Bösein Person gab.Das kommt von der Umgebung in der Hiob gelebt hat, da waren so vielHeiden , andersgläubige,die das so glaubten, und daher ist das mit in den Text hinein gekommen, Die menschen haben das Leid hiobsmit angesehen und es sich so erklährt, weil sie es nicht anders kannten. Das Judentum,zu dem Hiob nicht gehörte, kannte aber keinen Satan.Bei den Juden gab es aber keine zwei hälften, Gott ist nicht so klein.das ermitjemandm Diskutieren muss,undnachgben muss.

Weder die Gottesfurcht noch der Reichtum dieses außergewöhnlichen Mannes hatten ihn vor dem Unglück bewahren können. Der »böse Tag«, wie Paulus ihn nennt (Eph 6,13), ist etwas, was uns allen begegnen kann. Es gibt keine Garantie für ein konfliktfreies Leben. An einem solchen Tag zeigt sich, wer wir sind und woraus wir gemacht sind.

http://www.bibeltv.de/12/Hiob-1662.html

tinimini 14.06.2014, 19:13

Apatheit in der Bibel gibt es nicht vor Gott

Mirjam war zu Moses gekommen und hatte gemeckert. Die erste Lehre daraus ist, dass Gott keine Denunzianten und Meckerer mag. Und weil sie wegen der Hautfarbe dieser Frau gemeckert hatte, wird sie auch dementsprechend bestraft. Denn Mirjam wurde "weiß wie Schnee", sie wurde also leprakrank: weil ihr die Schwägerin zu schwarz gewesen war! Und der Schwägerin ist nichts passiert, nur der Mirjam; und auch dem Aaron ist nichts passiert. Viele fragen, warum dem Aaron nichts passiert ist. Das liegt einfach daran, dass er nur ein kleiner Mitläufer gewesen ist. Es heißt nämlich immer: "Es sprachen Mirjam und Aaron.. Es gibt also in der Bibel keine Spur von Apartheid, sondern das genaue Gegenteil!"Was, die ist dir zu schwarz? Dann bekommst du Lepra!" Die Menschen erachteten also früher Krankheiten als selbstverschuldet. Mirjam muss dann für einige Zeit weg von der Familie: Sie muss, wie wir heute sagen würden, in Quarantäne. Aber auch das wird wieder anders gedeutet: Moses betet nämlich für sie. Und das zeigt wieder die Güte von Moses: Obwohl sie doch so einen Unfrieden stiftet und Unrecht hat, betet er zu Gott. Und ganz Israel wartet, denn das war während der Zeit des Auszugs aus Ägypten. Der Zug stoppt also und es dauert acht Tage, bis sie geheilt ist und wieder zurückkommt. Er hat damit ausgedrückt, dass es in der Bibel keinen Beweis für die Apartheid gibt. Im Gegenteil, alle sind Kinder Gottes.

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ich bin gerade auf der Suche nach ein paar Bibelzitaten über die Moral.

Noch was zur "Theorie der Moral", also keine moralischen Vorschriften, sondern gewissermaßen eine Ebene abstrakter:

Röm 4,1 Wie war es denn bei unserem leiblichen Stammvater Abraham? Wird von ihm nicht gesagt, dass er »Gnade gefunden« hat? 2 Wenn er, wie man sagt, aufgrund seiner Gehorsamsleistungen als gerecht anerkannt wurde, hat er Grund, sich zu rühmen – aber nicht vor Gott! 3 Wie heißt es denn in den Heiligen Schriften? »Abraham vertraute Gott und glaubte seiner Zusage, und dies rechnete Gott ihm als Gerechtigkeit an.« 4 Nun, einem Arbeiter, der Leistungen erbracht hat, wird sein Lohn nicht als etwas Unverdientes angerechnet, sondern als etwas, worauf er Anspruch hat. 5 Wenn dagegen ein Mensch vor Gott keine Leistungen vorzuweisen hat, aber er vertraut auf den, der die Gottlosen annimmt, dann wird ihm sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.

1.Tim 1,7 Sie wollen Lehrer des göttlichen Gesetzes sein; aber sie wissen nicht, was sie sagen, und haben keine Ahnung von dem, worüber sie so selbstsicher ihre Behauptungen aufstellen. 8 Wir dagegen wissen: Das Gesetz, das Gott gegeben hat, ist gut, wenn es in der rechten Weise gebraucht wird. 9 Wir dürfen nämlich eines nicht vergessen: Das Gesetz ist nicht für Menschen da, die tun, was Gott will, sondern für solche, die sich um Recht und Ordnung nicht kümmern. Es ist für Sünder bestimmt, ...

Oder um es mit [einem Ausschnitt aus] einer von Jesus erzählten Geschichte zu illustrieren:

Lk 15,20 So machte er sich auf den Weg zu seinem Vater. Er war noch ein gutes Stück vom Haus entfernt, da sah ihn schon sein Vater kommen, und das Mitleid ergriff ihn. Er lief ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und überhäufte ihn mit Küssen. 21 ›Vater‹, sagte der Sohn, ›ich bin vor Gott und vor dir schuldig geworden, ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu sein!‹ 22 Aber der Vater rief seinen Dienern zu: ›Schnell, holt die besten Kleider für ihn, steckt ihm einen Ring an den Finger und bringt ihm Schuhe! 23 Holt das Mastkalb und schlachtet es! Wir wollen ein Fest feiern und uns freuen! 24 Denn mein Sohn hier war tot, jetzt lebt er wieder. Er war verloren, jetzt ist er wiedergefunden.‹

Das ist ein weites Feld, dazu ließen sich noch viele weitere Stellen anführen.

Hallo BluelsTheColour,

Betrügen und Lügen (alle Texte aus der Guten Nachricht):

Hi 13,7 Tut ihr's für Gott, wenn ihr so schamlos lügt? Wollt ihr zu seinen Gunsten mich betrügen?

Hi 31,5 Ich schwöre, dass ich nie zur Lüge griff und nie versuchte, andere zu betrügen ____________________________________________________________________ Jer 23,14 Aber was ich jetzt bei den Propheten Jerusalems sehe, ist unerhört: Sie begehen Ehebruch, sie lügen und betrügen. Sie bestärken gewissenlose Leute noch in ihrem Treiben, sodass niemand daran denkt, sein Leben zu ändern. Diese Propheten sind in meinen Augen genauso verkommen wie die Leute von Sodom, und die Bewohner Jerusalems wie die Leute von Gomorra! _______________________________________________________________________ Rö 1,29 Es findet sich bei ihnen jede Art von** Unrecht, Niedertracht, Gier, Gemeinheit. Sie sind voll** Neid, sie morden, streiten, betrügen und stellen einander Fallen. Sie reden gehässig über andere** **________________________________________________________________________ Apg. 13,9 Saulus – mit seinem römischen Namen heißt er übrigens Paulus – sah den Magier scharf an; erfüllt vom Heiligen Geist,

Apg 13,11 Der Herr wird dich dafür bestrafen: Du sollst blind sein und für einige Zeit das Sonnenlicht nicht mehr sehen!« Im selben Augenblick fand sich der Magier in die tiefste Dunkelheit getaucht. Er tappte umher und suchte einen, der ihn an der Hand führte.

(In den Augen Gottes ist Magie auch mit Unmoral gleich zu setzen)

Woher kommen eigentlich die unmoralischen Gedanken, die später zur Tat führen?

Mat 15,19 .Denn** aus dem Herzen kommen die bösen Gedanken und mit ihnen Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Beleidigungen. ** Nur eine kleine Auswahl, die dir hoffentlich hilft.

Gruß
Alfred

na ja, da gibt es sehr sehr viel. Manche Zitate entsprechen unserer heutigen Moral, andere weniger...

Was zum Beispiel weniger unserer heutigen Moral entspricht, ist die Sklavenhaltung, die ohne weiteres akzeptiert und toleriert wird, allerdings mit ein paar Leitplanken (wenn ein Sklave vor seinem Herrn davonrennt, darf man ihn nicht ausliefern, wenn der Herr seinen Sklaven verletzt, bekommt der Sklave dafür seine Freiheit, etc). Dazu findest du Zitate, wenn du "Sklave" in einer Konkordanz suchst oder in einer Bibel.

Was ebenfalls nicht mehr ganz in unsere heutige Moral passt ist Todessstrafe und Körperstrafe. Todesstrafe gab es für Hexen, zauberer, Häretiker, männliche Homosexuelle, u.v.a

Was auch nicht ganz in unsere Moral passt ist ungleiche ERbteilung: Frau erbt nichts, Erstgeborener erbt doppelt, wenn Brüder da sind erben Schwestern nicht.

Andererseits gibt es auch Sachen, die wir bis heute schön finden: "Liebe deinen nächsten wie dich selbst"

Man solle Waisen, Witwen und Fremde nicht bedrücken.

Man soll Armen geben (oder nehmen lassen), wenn sie brauchen (dazu gibt es dann noch viele genauere Bestimmungen: Feldecken stehen lassen, vergessene Garben liegen lassen, wer durch ein Feld oder einen obstgarten geht darf dort essen, aber nichts mitnehmen, 1/10 des Einkommens soll für die Armen gespendet werden, im 7. Jahr ist der Feldertrag frei für die Armen, etc).

Man soll nicht nachtragend sein.

Man soll sich nicht rächen.

Man soll nicht morden, nicht stehlen, nicht lügen, nicht begehren, was der andere hat (10 Gebote).

Man soll nicht durch ungleiche Masse oder Gewichte betrügen (das ist primär für Kaufleute)

Man soll den Tagelöhner vor dem Abend zahlen.

Man muss einen Mantel, der verpfändet wurde, über Nacht zurück geben, damit der Schuldner nicht nackt schlafen muss.(heute haben wir als entsprechung das "Existenzminimum")

Man darf seine Frau nicht einfach in die Wüste schicken, wenn man sich scheiden lassen will, muss man ihr ein vorher festgesetztes Kapital auszahlen.

Das alles sind Prlichten, die in den 5 Büchern Moses vorkommen. (Wenn du das 5. Buch Moses liest, solltest du die meisten davon finden).

Z.B. das Blutbad zu Sichem, das "unmoralische" Verhalten der Tochter und Schwester, die sich von einem fremden Mann hatte verführen lassen, musste irgendwie gesühnt werden.

http://www.bibel-online.net/buch/dual/luther_1912/1_mose/34/neue_evangelistische...

Ein Mädchen wurde verführt. Bei den damaligen Juden galt jede Verführung einer Jüdin durch einen Nichtjuden als Vergewaltigung. Das Liebespaar wollte heiraten, über die Glaubensgrenzen hinweg. Sagen Jakob und sein Sohn Levi: "Nichts da, ihr lasst euch alle beschneiden und werdet zu Juden, oder ihr kriegt unsere Tochter und Schwester nicht."

Vertrauensselig lässt sich die gesamte Familie des Bräutigams auf eine Beschneidung ein. 3 Tage später liegen sie im Wundfieber und sind wehrlos. Da werden sie von Jakobs Söhnen erschlagen und ihre Familien versklavt.

Da hat "Gott" keinen Mucks zu gesagt. Z.B. Levi wurde hoch gesegnet und zum Stammvater der Leviten, von denen bis zum heutigen Tag die jüdischen Tempeldiener abstammen.

P.S. Die Braut durfte natürlich zu allem nichts sagen, denn sie wurde ja nicht gefragt.

Lk 19.27 Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir.

Offenbarung 20-23 Aber ich habe wider dich, daß du lässest das Weib Isebel, die da spricht, sie sei eine Prophetin, lehren und verführen meine Knechte, Hurerei zu treiben und Götzenopfer zu essen. Und ich habe ihr Zeit gegeben, daß sie sollte Buße tun für ihre Hurerei; und sie tut nicht Buße. Siehe, ich werfe sie in ein Bett, und die mit ihr die Ehe gebrochen haben, in große Trübsal, wo sie nicht Buße tun für ihre Werke, und ihre Kinder will ich zu Tode schlagen. Und alle Gemeinden sollen erkennen, daß ich es bin, der die Nieren und Herzen erforscht; und ich werde geben einem jeglichen unter euch nach euren Werken.

Römer 13 8 Seid niemand irgend etwas schuldig, als nur einander zu lieben; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. 9 Denn das: "Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, laß dich nicht gelüsten", und wenn es ein anderes Gebot gibt, ist in diesem Worte zusammengefaßt: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". 10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Summe des Gesetzes

  1. Korinther 13 4 Die Liebe ist langmütig, ist gütig; die Liebe neidet nicht; die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, 5 sie gebärdet sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihrige, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit, 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles

lg

Ich könnte jetzt viele Bibelstellen aufzählen, weshalb es gar nicht so einfach ist, mich zu beschränken. Denn die Bibel hat sehr viel zum Thema "Moral" zu sagen! Einige Beispiele:

"Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! " Matthäus 7,12a

"Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst." Philipper 2,3

"Jesus Christus spricht: Ihr seid das Licht der Welt. Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen." Matthäus 5,14.16

"Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist´s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Römer 12,17.18.21

"Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott?" Micha 6,8

"So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Über dies alles aber [zieht] die Liebe [an], die das Band der Vollkommenheit ist." Kolosser 3,12-14

"Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig im Ertragen von Bosheiten; er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen, ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit." 2.Timotheus 2,24.25

"Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht." Philipper 4,8

"Lernt Gutes tun, trachtet nach Recht, helft den Unterdrückten!" Jesaja 1,17a

"Prüft aber alles, und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt." 1. Thessalonicher 5, 21.22

"Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet." Matthäus 7,1

"Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt." Sprüche 16,32

"Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit." Galater 5,22-23

"Zürnt ihr, so sündigt nicht; die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn!" Epheser 3,26

"Jesus Christus spricht: Selig sind, die Friedens stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen." Matthäus 5,9

"Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist." Lukas 6,35.36

"Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt." 1.Petrus 3,9

"Wenn möglich, soweit es in eurer Macht steht: Haltet Frieden mit allen Menschen!" Römer 12,18

Wie viel besser wäre die Welt, wenn sich die Menschen an diese moralischen Vorschriften halten würden! Leider ist es so, dass gerade auch Christen in diesen Dingen immer wieder versagt haben. Trotzdem sollen wir danach streben, uns so verhalten, wie es diese Bibelstellen von uns fordern...

Counsellor 15.06.2014, 15:07

Endlich ein hilfreicher Kommentar mit aktuell gültigen Bibelstellen. DH :-)

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pRiot 15.06.2014, 16:02
@Counsellor

Wie verstehst du deinen Begriff "aktuell gültige Bibelstellen"? Ich bin mir sicher, dass dir viele bibelfeste Theologen dir diesen begriff um die Ohren hauen würden, denn entweder ist die Bibel eine Beschreibung von universeller Moral, die immer und überall gilt. Oder sie ist Beiwerk zu der Moral, die unter den Menschen sowieso entsteht und diese, je nach Zeitgeist mal mehr mal weniger bedient.

Also, was ist das, eine: "aktuell gültige Bibelstelle"

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helmutwk 15.06.2014, 19:11
@pRiot
Also, was ist das, eine: "aktuell gültige Bibelstelle"

Ich erklärs mal anhand der Bibel:

Apg 15,28 Der Heilige Geist selbst und ´unter seiner Führung` auch wir haben nämlich beschlossen, euch nur die folgenden unbedingt nötigen Anweisungen zu geben und euch darüber hinaus keine weitere Last aufzuerlegen: 29 Esst kein ´Fleisch`, das den Götzen geopfert wurde, unterlasst den Genuss von Blut und von nicht ausgeblutetem Fleisch und haltet euch fern von jeder Unmoral!

Da siehst du, was für "Heidenchristen" (so der theologische Fachausdruck für Christen, die keine Juden sind - damals waren die "Judenchristen" noch in der Mehrheit) an Gesetzen zu beachten ist.

Andere Vorschriften, soweit sie nicht woanders im NT bestätigt werden, sind für uns nicht mehr relevant. Also vereinfacht gesagt "nicht mehr aktuell gültig".

denn entweder ist die Bibel eine Beschreibung von universeller Moral, die immer und überall gilt

Jeder Theologe würde dir das um die Ohren hauen. Denn in der Bibel geht es primär nicht um Moral, sondern um das, was Gott getan hat und tut, um uns zu retten. Wozu auch gehört, dass Er gemäß seinem Plan seine Art, mit den Menschen umzugehen, schon mal ändert, wenn die nächste Stufe des Plans in Kraft tritt.

Wer die Bibel auf Moral reduziert, der geht am Kern der Sache vorbei.

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pRiot 16.06.2014, 00:16
@helmutwk

Oh, ich freue mich das du noch nie mit einem Kreationisten zu tun hattest, oder einem Zeugen oder anderen christlichen Strömungen für die die Bibel "Wort für Wort" gilt. aber das ändert für mich jetzt nichts.

Und wer ist jetzt "uns"?

Und wer reduziert die Bibel auf Moral? Hat sich dazu bisher jemand geäußert? Ich finde keinen passenden Zusammenhang in der Diskussion.

Also etwas mehr Konsistenz in deiner Kritik würde es mir leichter machen, darauf zu reagieren.

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helmutwk 18.06.2014, 21:09
@pRiot
Oh, ich freue mich das du noch nie mit einem Kreationisten zu tun hattest

Quatsch. In meiner Jugend war ich sogar selbst Kreationist.

oder anderen christlichen Strömungen für die die Bibel "Wort für Wort" gilt

Zu "Wort für Wort" gehört aber gerade auch, das gelten zu lassen, was die Bibel über die Verbindlichkeit von Geboten sagt! Wer einfach irgendwelche Gebote aus dem AT zitiert und als "Moral der Bibel" bezeichnet, der nimmt die entsprechenden Aussagen der Bibel nicht ernst (oder kennt die großen Zusammenhänge in der Bibel nicht).

Und wer ist jetzt "uns"?

Heidenchristen, im Unterschied zu Judenchristen.

Und wer reduziert die Bibel auf Moral?

Na, wer zum Beispiel sagt:

denn entweder ist die Bibel eine Beschreibung von universeller Moral

Die Bibel ist keine Beschreibung von universeller Moral, sie enthält eine solche.

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Du findest immer etwas über Moral in der Bibel. Und ich wette es werden noch ein paar Menschen hier schöne Zitate bringen. Um auch die andere Seite zu präsentieren, hier ein paar Statements der Bibel, die sich eindeutig mit Moral befassen, wir aber heute kaum noch hören, bzw lesen wollen.

Wenn ein anderer Mensch, selbst ein Familienmitglied an einen anderen Gott glauben sollte:

"Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau (...) heimlich überreden würde und sagen: Lass uns hingehen und andern Göttern dienen, (...) so willige nicht ein (...) Du sollst dich seiner nicht erbarmen und seine Schuld nicht verheimlichen, sondern sollst ihn zum Tode bringen. Deine Hand soll die erste wider ihn sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volks."
  1. Mose 13,7-11

Skaverei und Moral:

"Alle, die als Sklaven unter dem Joch sind, sollen ihre Herren aller Ehre wert halten."

(1 Tim 6,1)

und:

"Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt mit einem Stock, dass sie unter seinen Händen sterben, der soll dafür bestraft werden. Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld."

(2. Mose 21,20-21)

Nun, diese Stellen haben einen eindeutigen moralischen Bezug. Aber wir tendieren dazu derartige Stellen - und davon gibt es einige- zu ignorieren. Also: Ja, es gibt schöne Stellen in der Bibel, aber auch solche.

hauseltr 14.06.2014, 15:11

Schöne Moral! :-(

Das ist Aufforderung zum Mord, zur Unterwürfigkeit und zum Todschlag.

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pRiot 14.06.2014, 15:54
@hauseltr

Aber es ist Moral. Keine die wir Heute unbedingt vertreten möchten, aber eben Moral.

Es entspricht aber völlig der Moral des Zeitgeistes, der vorherrschte, als die Autoren der Bibel lebten. Wir finden auch völlig unterschiedliche, zum Teil widersprüchliche Auffassungen und Anweisungen über Moral, die sich durch die verschiedenen Lebensumstände und Zeiträume der verschiedenen Autoren erklären lassen.

Im Großen und ganzen, so finde ich, trifft folgendes Statement immer und immer wieder zu:

"Nicht Gott erschuf den Menschen nach seinem Ebenbild, es waren die Menschen, die Gott nach ihrem Ebenbild erschufen."

Jedenfalls lassen sich unter diesem Aspekt die meisten "heiligen Schriften" am Besten erklären.

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ArchEnema 14.06.2014, 17:21
@hauseltr

Moral heißt ja auch nur Sitte(n). Von "gut" oder "schlecht" ist da nirgends die Rede, nur von "üblich".

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Counsellor 15.06.2014, 15:06

Eine kleine Bitte, pRiot:

Wenn du weißt, das dein Kommentar weder hilfreich noch neutral und völlig kontextfrei ist, dann lass es bitte gleich.

Erlaube mir, den historischen Kontext zu erklären:

Zuerst etwas zum Sklavenwesen: "Wenn ihr euch einen hebräischen Sklaven kauft, soll er euch nur sechs Jahre lang dienen. Im siebten Jahr sollt ihr ihn freilassen; er muss euch für seine Freiheit nichts bezahlen." (2.Mose 21,2)

" Ihr Sklaven sollt euren irdischen Herren gehorchen. Achtet und ehrt sie und dient ihnen mit aufrichtigen Herzen, wie ihr Christus dient. (...) Und genauso sollt auch ihr Herren eure Sklaven behandeln. Droht ihnen nicht, sondern denkt immer daran, dass ihr beide denselben Herrn im Himmel habt, der keinen Menschen bevorzugt." (Epheser 6, 5+9)

Das Verhältnis zwischen Sklave und Herr war also bei weitem nicht so unmenschlich, wie es vllt. scheint.

Dann noch etwas zur ersten Stelle. Das Volk Israel war damals das einzige Volk, das dem biblischen Gott diente. Wenn dort sich also ein Aberglaube/ Götzendienst breit machen würde, würde der Glaube an diesen Gott verschwinden, da es keinen Repräsentanten gab. Daher musste Gott ein paar radikale/ radikal formulierte Gesetze aufstellen, um den Glauben an ihn in der Welt zu bewahren, Im Neuen Testament, wo dieser Glaube weit genug verbreitet war, gab es keinen Grund mehr für diese abschreckende Radikalität.

Ich hoffe, ich habe ein bisschen mehr Neutralität und Kontext reingebracht.

Gruß, counsellor :-)

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pRiot 15.06.2014, 15:58
@Counsellor

Wenn du weißt, das dein Kommentar weder hilfreich noch neutral und völlig kontextfrei ist, dann lass es bitte gleich.

Ich habe die Frage aus meiner Sicht klar beantwortet. Ich habe Bibelzitate die sich mit Moral befassen zitiert. Bitten nach freiwilliger Selbstzensur stehe ich im Allgemeinen nicht wohlwollend gegenüber.

Erlaube mir, den historischen Kontext zu erklären:

Ist das wirklich eine Sache, die zu erlauben oder verbieten mir zusteht?

Das Verhältnis zwischen Sklave und Herr war also bei weitem nicht so unmenschlich, wie es vllt. scheint.

Ehm dagegen spechen eben die anderen Zitate der Bibel. Wie schon gesagt: Die Bibel ist nicht ohne Widersprüche. Dein Zitat hebt meines eben nicht auf und es gilt genauso sehr wie jedes Andere. Das du die, aus heutiger Sicht, moralisch "besseren" stärker gewichtest ist deine persönliche Sache. Abgesehen davon, dass es dabei natürlich immernoch um Skalverei geht, über die wir hier reden. Auch "gute" Sklaverei ist unmenschlich und unmoralisch, ich hoffe darüber müssen wir nicht diskutieren.

enn dort sich also ein Aberglaube/ Götzendienst breit machen würde, würde der Glaube an diesen Gott verschwinden, da es keinen Repräsentanten gab. Daher musste Gott ein paar radikale/ radikal formulierte Gesetze aufstellen, um den Glauben an ihn in der Welt zu bewahren

Ich gehe mal davon aus, dass du das nicht so meinst, wie du das gerade geschrieben hast, denn du rechtfertigst damit gerade Mord. -Ich weiß, das wird dir nicht sofort auffallen und du reagierst vielleicht schokiert oder brüskiert darüber, das ich dies schreibe, aber bitte denk noch einmal darüber nach, was du geschrieben hast. Ich kann nur darauf setzen, dass es dir selbst auffällt.

Und jetzt noch eine persönliche Anmerkung: Gäbe es diesen Gott des Alten Testamentes wirklich, wäre dieser ein Gott der es wert wäre angebetet zu werden, wenn er, um sich selbst Glaubwürdigkeit unter den Menschen zu verschaffen diese Methoden wählt? Wenn dieser Gott keine anderen Mittel hätte die Menschen von sich zu überzeugen als durch diese, wie du sagst, "radikal formulierte Gesetze", dann wäre es sicher kein Gott den ich anbeten wollen würde.

Aus der Sichtweise, dass die Menschen aus der Zeit, mit der Moralvorstellung aus der Zeit sich, wenn sie sich Götter vorstellen, sie mit einer Moralvostellung ausstatten, die ihrer eigenen entspricht, löst sich natürlich die Frage auf und das Gottesbild erklärt sich.

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Counsellor 15.06.2014, 21:59
@pRiot

Danke für deine ausführliche Antwort.

Welche Methoden würdest du denn an Gottes Stelle vorschlagen/ vorgeben, um dein Volk vom Götzendienst reinzuhalten? Bedenke dabei 2 Sachen: Die Methoden müssen für mehrere Jahrhunderte gültig sein und effektiv wirken.

Wenn die Konsequenzen für Regelverstoß nämlich zu weich gewählt werden, fällt es dem Volk nicht schwer, die Regeln zu brechen und somit von ihrem Gott abzufallen.

Was wäre deine Wahl?

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pRiot 16.06.2014, 00:12
@Counsellor

Diese Frage stellt sich mir nicht, da ich nicht im Geringsten an Götter glaube, weder an Zeus, Allah, Wotan oder den Gott der Christen.

Aber erdachte ich mir ein Gottesbild, welches allwissend, allmächtig und gütig ist, würde es Wege finden sich Gehör zu finden ohne Mord. Wie wäre es damit, durch die Allmacht alle Menschen schlicht davon zu überzeugen zu existieren? Wie wäre es für einen dezenten Herzschlag für jeden Menschen, der einen anderen aus niederen Beweggründen foltert, quält oder tötet? Nur so als Idee.

Ich halte es ja für, um es in den sanftesten Worten zu formulieren, "brachial", um einen Ägyptischen Pharao zu überzeugen seine Sklaven frei zu lassen, das unschuldige Volk des Pharaos mit Plagen zu überziehen, darunter so "dezente" wie die Tötung der Erstgeborenen, die ja nun als Letzte etwas für diese Situation können.

Nein, im Ernst, das klingt nach der Vorgehensweise eines unmoralischen, egozentrischen Tyrannen, wenn wir die Sache mal nicht durch die rosa-rote Brille betrachten, oder etwa nicht? Ich meine, müssen wir wirklich darüber diskutieren, ob es "angemessen" ist, Menschen, die einen anderen Glauben haben zu ermorden? Das kanns ja nicht so richtig sein gerade, oder?

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Zum thema bibel und moral fällt mir spontan lev. 20.13 ein ;)

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