BG ETEM als Kleinstunternehmer/ Anmelden?

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Hoi.

Nein, du bist verpflichtet dich bei der BG zu melden, allerdings erheben die selten ein Bußgeld wg. Nicht-Anmeldung.

§ 192 SGB VII Mitteilungs- und Auskunftspflichten von Unternehmern und Bauherren

(1) Die Unternehmer haben binnen einer Woche nach Beginn des Unternehmens dem zuständigen Unfallversicherungsträger

  1. die Art und den Gegenstand des Unternehmens,

  2. die Zahl der Versicherten,

  3. den Eröffnungstag oder den Tag der Aufnahme der vorbereitenden Arbeiten für das Unternehmen und

  4. in den Fällen des § 130 Abs. 2 und 3 den Namen und den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt des Bevollmächtigten mitzuteilen.

Wenn du dich nicht meldest, kannst du dich nicht befreien lassen, sondern darfst bis zu vier Jahre Beiträge nachzahlen....wenn du zu den Textil/Bekleidungs/Druck/Papier-Unternehmen gehörst...

"Unternehmer der Textil- und Bekleidungsbranche sowie der Gewerbezweige Druck und Papierverarbeitung sind gemäß der Satzung (§ 46 Abs. 1) der BG ETEM gegen Arbeitsunfälle, Wegeunfälle und Berufskrankheiten versichert. Da sie häufig selbst in ihren Betrieben mitarbeiten, sind sie denselben Gefahren ausgesetzt wie ihre Beschäftigten.

Unternehmer, die selbst nicht mehr als 100 Arbeitstage (8 Stunden = 1 Arbeitstag) jährlich im Unternehmen arbeiten, können auf schriftlichen Antrag (formlos) von der Versicherungspflicht für die Zukunft befreit werden. Dies hat den Verlust des Versicherungsschutzes zur Folge."

Also nochmal in Ruhe prüfen, was für dich billiger wird....

Ciao Loki

Wenn Du abwartest kannst Du sicher sein, dass es teuer wird, Wenn Du Dich jetzt freiwillig anmeldest hast Du die paar Monate nachzuzahlen, die Nachzahlung steigt ja auch jeden Monat. Also gleich anmelden und auch gleich den Antrag auf Befreiung stellen. Dann hast Du es hinter Dich gebracht. Das ist allemal besser als zu warten bis die BG sich von sich aus meldet. Denn dann kann es zu einem Bußgeldverfahren kommen.

Monatliches Gehalt und Abgaben ermitteln als Freiberufler...

Hallo zusammen...

ich habe da noch eine Frage wegen dem Thema Freiberuflichkeit!

Ich möchte mein erforderliches Monatsbrutto ermitteln, mit dem ich rechnen muss, damit ich über die Runden komme und um gleichzeitig abzuwägen, ob es sich für mich lohnen könnte als Freiberufler tätig zu werden.

Ich habe mir folgende Rechnung aufgestellt...

Mtl. Bruttoeinnahmen: EUR 5.000 abzgl. EUR 1.151 LSt. (IV) abzgl. EUR 63 SolZ. abzgl. EUR 103 KiSt ergibt mtl. EUR 3.683 nach Steuern

Jetzt muss ich aber noch an die Sozialabgaben denken: EUR 3.683 abzgl. EUR 775 (Krankenversicherung 15,5%) abzgl. EUR 110 (Pflegeversicherung 2,2%), abzgl. EUR 980 (Rentenversicherung gesetzlich 19,6%) abzgl. EUR 150 (Arbeitslosenversicherung 3%) ergibt mtl. EUR 1.668.

Vorsichtshalber denke ich auch mal an die Unfallversicherung (freiwillig bei der BG), die ca. EUR 300 jährlich beträgt und eine Berufshaftpflicht i.H. von EUR 250 jährlich, also zusätzlich im Monat ca. EUR 46, sodass ich unterm Strich noch EUR 1.622 netto in der Tasche hätte!

Ist meine Rechnung so richtig oder muss man anders rechnen???

Ich gehe davon aus, dass man als Selbstständiger (Freiberufler) natürlich alle Kosten selber tragen muss, so auch die vollen Beiträge zur KV oder Rente usw.

Wenn jemand gute Tipps hat, die in der Anfangszeit helfen, wäre ich sehr dankbar!

Kann man sich eigentlich von der Rentenversicherung (gesetzlich) befreien lassen und anstatt dessen lieber eine private Rentenversicherung abschließen, von der man u.U. mehr hat???

Und... der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung ist doch freiwillig, genauso wie der zur Unfallversicherung bei der zuständigen BG, oder???

Vielen Dank im Voraus

MfG

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