Bezüglich des Studiums an der Universität Marburg

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4 Antworten

Wenn du Lehrer werden möchtest, musst du Deutsch auf Lehramt studieren, und für die Hautpschule gibt es (je nach Bundesland) ein eigenes Lehramtsstudium. Danach solltest du dich erkundigen. Germanisten werden nicht als Lehrer, sondern bspw. in Verlagen tätig, brauchen aber meines wissens dafür immer noch eine Zusatzausbildung.

Zum Psychologiestudium kann ich dir mehr sagen. Das Psychologiestudium macht dich zu einem Psychologen - per Definition anerkannt. Was du meinst, ist aber vermutlich ein Psychotherapeut. Das wird man nur mit einer zusätzlichen Ausbildung nach dem Psychologiestudium. Macht man diese Ausbildung nicht, stehen einem vielfältige andere Berufszweige offen - in der Wirtschaft, in der Beratung, im Personalwesen, in der Forschung, in der Werbung, im A&O-Bereich, sogar in der Entwicklung von Gebrauchsgegenständen oder der Verkehrsplanung und -beratung kann man mitwirken. Du solltest dir aber im Klaren sein, dass man während dem Studium absolut nichts über die Therapie lernt. Das kommt später. Im Studium lernt man vor allem, wie das Gehirn und die Psyche grundlegend funktionieren (und das bedeutet, man lernt vorwiegend, was für Modelle es zur Erklärung psychischer Funktionen gibt) und wissenschaftlich zu arbeiten, also bspw. Studien und Experimente anzufordern. Wen das nicht reizt, der ist in der Psychologie falsch.

ginge das mit dem Germanistik-Studium?

Nein. Um Lehrer zu werden, muss man ein Lehramtsstudium absolvieren. Lass mich raten, du willst in Marburg studieren, du hast kein Allgemeines Abitur? Dann wird das nichts mit dem Lehramt, nicht mal in Hessen.

ginge das mit dem Psychologie-Studium,

Ja, dann wärst du Psychologe, aber noch nicht Psychotherapeut. Dazu braucht man eine Zusatzausbildung. Bedenke aber, nach Marburg versucht jeder zu fliehen, der nur ein Fachabitur hat. Der Andrang dort dürfte etwas größer sein.

Man wird nicht das, was man studiert. Man wird das, was einem so einfällt. Durch Praktika. Durch Kommilitonen. Ich kenne Germanistik-Studenten, die Eventmanager geworden sind. Ich kenne Jura-Studenten, die Autor geworden sind. Ich kenne Psychologie-Studenten, die Prozessoptimierung in Unternehmen machen und gar nichts mehr mit Psychologie zu tun haben in dem Sinne. Es gibt welche, die machen Personalwesen, als zB Einstellungstests / Analyse. Nur weil da zB "Germanistik" draufsteht, heißt das nicht, dass du jetzt immer lesen musst. Man ist ja auch vorallem ein Mensch, der auch eigene Interessen / Hobbies hat, der gewisse Softskills und sonstige Qualifikationen besitzen sollte. Ich kenn auch ganz viele, die in ihrem Nebenjob geblieben sind, da nur halt höhere Stellen besetzt haben. Eben nicht mehr im Verkauf, sondern im Management oderoderoder.

Bebecca 15.06.2013, 00:21

"Prozessoptimierung in Unternehmen" hat sehr wohl was mit Psychologie zu tun. Die landläufige Meinung, das Psychologen Therapeuten sind, ist falsch. Die haben einen eigenen Begriff: Psychotherapeuten. Es gibt zwar auch psychologische Psychotherapeuten, aber weder sind alle Psychotherapeuten Psychologen noch andersherum.

Psychologen sind Absolventen eines Psychologiestudiums, in dem man übrigens gar nichts lernt, was mit Therapie zu tun hat. Schon im ersten Semester wird klar, dass viel mehr Bereiche zu dieser Wissenschaft hinzugehören. Und "Prozessoptimierung in Unternehmen" gehört definitiv dazu ;)

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Raspberry2k13 15.06.2013, 00:28
@Bebecca

Nö, mein Kumpel macht nichts aus seinem Studium. Der hat etliche Theorien gelernt und kennt sich mit Statistik gut aus. Jetzt läuft er halt durch die Stationen und guckt einfach, ob man da noch was rausholen kann. Dafür braucht er aber das Studium nicht, das habe sich nur gut in der Bewerbung gemacht (seine Aussage).

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Schau mal hier

http://www.dgps.de/studium/abschluesse/

Bzgl. Hauptschule - die werden gerade abgeschafft. Und Realschulen droht über kurz oder lang dasselbe Schicksal.

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