Bezüge zwischen Leben und Werk von Schiller

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1 Bezug, der mir einfällt, ist dass Schiller ja auf die Militärakademie Karlsschule gehen musste und in "Kabale und Liebe" hat Ferdinand, der Luise liebt, einen militärischen Status. Ein genereller Bezug zwischen Leben und Werk wäre die Auflehnung gegen den Absolutismus (u.a. auch wieder in "Kabale und Liebe", die ja aber vor allem für die Sturm & Drang Literatur typisch war.

Außerdem spiegelt sich das Motiv "Freiheit" in so ziemlich vielen Werken von Schiller wider. Er selbst musste in jungen Jahren sehr um seine Freiheiten kämpfen, denn, wie schon richtig erwähnt wurde, ging er auf eine Militärschule, dort hatten die Schüler nicht mal richtige Ferien. Zu dem wurde Schiller ja gar nicht erst gefragt ob er dahin möchte bzw. was er dort lernen möchte: Zuerst musste er Jura studieren, später entschied man sich, dass er Medizin lernen sollte.

Über dies waren manche Sachen einfach streng verboten. Auch das Lesen von schöner Literatur wurde nicht gern gesehen, daher haben das Schiller und seine Freunde immer heimlich gemacht. Das Schreiben von Literatur (die sich gegen Autoritäten auflehnt etc.) wurde Schiller nach seinem ersten Erfolg "Die Räuber" ganz verboten, und weil er sich zu der Premiere davon nach Mannheim stahl bekam er 14 Tage Arrest auferlegt.

In "Die Räuber" und "Don Karlos" tritt das Freiheitsproblem besonders stark heraus.

Nun, und dann hatte er seine Kinder nach Figuren aus seinen Werken benannt. Zum Beispiel Karl (aus Die Räuber u. Don Karlos) und Luise (aus Kabale & Liebe).

Auch war es so, dass er sich sehr für Geschichte interessiert hatte (er war ja auch ne Zeit lang Geschichtsprofessor in Jena). Daher greifen viele seiner Werke historische Personen und Ereignisse auf. Vor allem die Späteren wie "Wallenstein", "Maria Stuart", "Wilhelm Tell" und "Die Jungfrau von Orleans".

Und dann ist in "Don Karlos" auch eine sehr enge und aufopferungsvolle Männer-Freundschaft zu finden. Schiller trat vor dem Schaffen von "Don Karlos" seine Flucht nach Mannheim mit Andreas Streicher an. Streicher war ein sehr enger Freund von Schiller und bewunderte diesen sehr. Auch hat Streicher sein ganzes Geld (was er eigentlich selbst für eine Reise nach Hamburg brauchte) für Schiller geopfert.

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