Bezüge zwischen den christlichen und buddhistischen Verständnis von Glück?

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1 Antwort

Ich selbst bin Buddhist und werde versuchen, dir zu helfen.

Der edle achtfache Pfad ist nach meinem Verständnis kein Weg zum Glück, sondern er soll zur Beendigung des Leidens führen.

Aus buddhistischer Sicht ist alles der ewigen Veränderung unterworfen und daher ist auch so etwas wie "Glück" lediglich ein flüchtiger Zustand, der eine gewisse Zeit lang vorhanden ist und dann wieder schwindet.

In der buddhistischen Vorstellung von den sechs Daseinsbereichen der Wiedergeburt leiden sogar die Himmelswesen, auch ihnen ist kein ewiges Glück vergönnt, denn auch sie sind dem Leiden unterworfen.

Im Buddhismus ist also "Glück" lediglich eine momentane Erfahrung, aber kein dauerhafter Zustand völliger Seeligkeit.

Zudem machen wir unser Wohlbefinden und subjektives Glücksgefühl sehr häufig von äußeren Dingen abhängig.

  • Ein liebevoller Partner...stirbt...man leidet
  • Eine erfolgreiche Firma...bankrott...man leidet
  • Eine tolle Party,,,vorbei...man leidet
  • Ein Statussymbol....zerstört...man leidet

Gerade die Werbeindustrie schafft künstlich Bedürfnisse, die wir ohne sie gar nicht hätten, und verspricht uns, durch diesen Konsum könnten wir glücklich werden.

Aus meinem Verständnis der buddhistischen Lehre ist solch eine externe Befriedigung jedoch eine Sackgasse und so etwas die dauerhaftes Glück gibt es nicht.

Deshalb lehrt der achtfache Pfad eben nicht, wie man "glücklich wird", sondern wie man sich von der Anhaftung an solche Dinge löst und auf diese Weise schließlich das Leiden überwinden soll.

Ob das gelingen kann, oder dies erstrebenswert ist, muss jeder selbst wissen.

Solltest du noch Fragen haben, helfe ich dir gerne weiter. :-)

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Kommentar von Emmablabla0123
25.05.2016, 08:56

Ein großes Danke erstmal. Ich muss mal gucken ob ich noch weitere Fragen habe, denn ich finde das Thema um ehrlich zu sein ziemlich umfangreich :-) 

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